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DLY.

1346. II. October. Wien. Herzog Albrecht von Österreich bestätigt die 16

Eisenwerke und Berglehen zu Hallstadt und verleiht die erledigten Plätze.

Wir Albrecht von Gotes gnaden Hertzog ze Oesterreich, ze Steyr und ze Kernden Tun chunt mit diesem brief Vmb vnser Sieden ze Halstat, daz vnser liebe vrowe vnd Muter selig, vrowe Elizabeth wilent Romische Chunigin mit irm gut von wildem gebirge vnd grienem wasen gepawet vnd gestiftet hat an dem Halperg. Vnd da si Sechtzehen Eysenwerich verliehen hat ze rechten Perichlehen erbern leuten, den si darauf ir brief vnd hantfest geben hat, wan dieselben leut etlich tod und abgestorben sind vnd ouch uns die obgemelten Handfest vnd brief wider geben sind, damit uns die Eysenwerich vnd Perchlehen sind ledig worden. Daz wir dieselben Sechtzehen Eysenwerich verliehen haben ze rechten Perchlehen den, die hinach geschrieben sind vnd allen irn erben, Wan si vns darumb als lieb getan vnd gedient habent, Seidlein dem Chle, dem Langen Herman, Hainrich dem Veriger, Hainrich Paucht, Chunrad dem Mitterwiser, Hainrich Seaw, Ekharten dem Strobel, Wolf Zarten, dem Verigen, Leupold dem Flüchel, Petern des Mülner aydem, Hainrich dem Mitterwiser, Chun dem Pauckh, Hainrich Ramsawer, Hainrich dem Apptnnawer vnd Hainrich dem Renner. Vnd haben in die Eysenwerich also beschaydenlich gelihen, Daz man ir iglichen ze al wochen sol verrichten mit beraiten Phenning auf daz Perichwereh, vnd sullen vns die Chlafter um zehen schilling wienner phenning, die dan gib vnd geb sein, wirrichen (!) Wer aber, daz die vorgenanten Eisenhawer an den worichen (sic) dhain chnieg hieten vmb daz lon, ez sei in der Vrische oder in Chern oder in Stainen, so sollen sie gehorsam sein ze nemen von den worichen, swaz in vnser Phleger ynd der Perchmaister vnd vnser Purchleut auf ir trewe beschaident ze geben zu den zehen schilling. Sie sind ouch um die vorgenant Perchlehenschaft gepunden, Daz ir igleicher mit Haus an der Halstat sitzen sol. Vnd sullen den Perch vnd daz sieden besorgen mit getrewer Hute vnd besichte, als vere si leib vnd gut wert. Vnd sullen onch den Perch mit ir selbes Leiben arbeiten. Vnd wer ouch, des wir in nicht getrawn, wan etlich vnder in denselben vnsern Perch von grünnen wasen getrewlich ze nutz habent bracht, Daz der Perchmaister oder ir dhainer, die vorbenennt sind, ichtes Urkundonbuch des Landes ob der Enns. VI. Bd.

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verswigen an dem Halberg, daz uns vnd dem Land schedlich mecht werden, swelicher des ynder in mit recht überzeuget wurde, des recht vnd des Jehen weren vns ledig worden, vnd sein Leib vnd sein gut in vnser gewalt veruallen. Wir haben ouch vnserm getrewen Albern dem Lauterbeckhen vnd allen seinen Erben durch der getrewen dienst willen, dier vns getan hat vnd noch tun mag vod sol, der obgenanten Sechtzehen Eysenwerch aines zu rechten Perchlehen verliehen vnd leihen im ouch daz mit disem brief in alle dem rechten als vor beschaiden ist, on daz wir im von besundern gnaden, vnd ouch dem egenanten Seidlein dem Chle des gunnen vnd erlaubt haben, daz ir jetweder ainen mietschichter an seiner stat vnd für sich selber in dem Perch haben mag vnd sol, der dartzu als nutze vnd als gut sey, als der obgenanten Eysenhawer ainer, vnd damit daz Perchwerich wol bericht sey. Vnd darumb sint si vns gepunden, der vorgenant Chle, daz der bei allen abmessen ze Perg sein sol, vnd der egenant Lautterbeckh vnd ouch der Chle sullen vns vod vnser Amptleut bewaren vnd beweisen mit ganzen trewen, als si vntz her getan habent. Ez sol ouch der vorgenanten Sechzehen Eysenhawer igleicher dem Pharer alle Wochen ainen phenninch geben vnd mag ouch iglicher seinen frumen schaffen, on vnsern schaden mit viser Phleger hant mit versetzen, mit verchouffen des oftgenanten Perchlehen gen solichen Leuten, die vns als nutz sein, als si selber sein gewesen. Des geben wir ze vrchund disen brief besigelten mit vnserm Insigel, der geben ist ze Wien an Mittichen vor sand Cholmanstag. Nach Christes gepurd dreutzehn Hundert jar, darnach in dem Sechs vnd viertzkisten Jar.

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1346. 13. October. Jans von Waitra, Bürger zu Krems, verkauft dem Stifte

Reichersberg eine Gülte zu Krems.

Ich Jans von Weytra Purger ze Chrems vnd ich Imin sein Hausvraw vnd alle vnser Erben verriechen mit disem Brief vnd tun chunt allen den, die in lesent oder horent lesen, Vmb den chrieg, den wier gehabt haben gen dem erbern Herren Probst Dietmaren

vnd gen seinem gotshaus ze Reichersperg vmb fvnf vnd vierzk pfenning Purchrecht geltes wienner mynz, gelegen auf dezselben gotshauses weingarten in der Neydow vnd auf dem Hof ze Chrems, di selbn gult haben wier dem gotshaus ze Reichersperg ledichleich verchauft vnd gegeben vmb berait pfenning, vnd ob sich der vorgenant Weingart hin wider schuttet (sic) oder nicht, so haben wier noch vnser Erben hinfür euichleich an der vorgenanten gült weder von den weingarten noch von den Hof dhain recht, noch dhain vorderung mit dhainerlay ansprach nimmer mer. Wir sein auch derselben gult dez egenanten Gotshauses rechter schirmer vnd gewer für all ansprach, als Purchrechtes recht ist vnd gewonhait dez landez in Ostereich; welchen schaden iz doruber mit recht dez scherms nam, den lubn wier im ganczleich abzelegen mit vnsern treuen vnd schulln si daz habn auf vns vnd auf alle deu vnd wier haben. Vnd gebn wier dem Gotzhaus ze Reichersperg diser sache zu einem sichern vrchom disen Brief versigltn mit mein vorgenants Jansen Insigel. Der gegeben ist an sand Cholmanstag nach dreuczehen Hundert Jaren von Christi gepurd in dem sechs ynd vierczkistem Jar.

Original auf Pergament mit einem weissen Wachssiegel an einem Riemen, zu Hohenfort.

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1346. 18. October. Ulrich von Capellen verkauft das Kaufrecht auf dem Gute in der Peunt gegen järl. Dienst zum ewigen Lichte in der St. Jakobs-Kirche

zu Schlierbach.

Ich vlrich von Chappell vnd all mein erben wir veriehen offenbar an disem prieff vnd Tún chund allen den, die disen prieff sehent oder hornt lesen, daz ich daz gut in der pewnt, daz ich gechauft han von heinrich dem Tewrwanger, han cze chauffen geben ortolfen vnd seiner hawsfrawn zachein vnd allen iren erben ze einem rechten chauffrecht also peschaidenlich, daz man von dem vorgenanten gut schol dienn alle iar an vnsrer frawntag ze der dienczeit czehen schilling schilling (sic) phenning alter wienner dem heiligen herrn sand jacoben gen slirbach zu einem ewigen liecht, daz tag vnd nacht prinnen schol, vnd man schol geben cze anlayt vier phennigen

vnd ze ablayt vier phenning sand jacob vnd czwai vogthverr (sic) gen slirbach zu dem haws. Wer aber daz getan, daz der vorgenant ortolt vnd sein hawsfraw zachei vnd all ir erben wolten verchauffen oder verseczen, so schol man sew nicht iren also peschaidenleich, daz dem heiligen hern sand jacob decz vorgenanten dinst vnd di czwai vogthverr icht abge vnd schol man auch chain vadrung nicht mer vadern, den vorgeschriben stet an disem prieff, von dem vorverschriben gůt in der pewnt. Daz disew red ståt vnd vnczebrochen peleib, darvmb gib ich vorgenanter vlrich von Chappello disen prieff versigelten mit meinem anhangunden insigel cze einem warn vrchund diser sach. Der priff ist geben nach christi gepurd uber dreuczehenhundert iar, darnach in dem sechs vnd vierczkistem iar dez mitechen nach sand gallen tag.

Aus einem Copialbuche sæc, XV. auf Pergament im Archive des Klosters Schlierbach.

DLVIII.

1346.25. October. Wien. -- Herzog Albrecht bezeugt, dass Agnes, Esels von Gaden Hausfrau und Heinrichs des Futter Tochter alle ihre Ansprüche an Sachseneck und was ihr von ihrer Mutter Margareth zusteht, an Burkhart den Chneuzzer etc.

abgetreten habe.

Wier Albrecht von Gots gnaden Herczog ze Österreich, ze Steyr und ze Chernden Tản chunt offenlich mit disem prief, Daz für vns chom die erber Agnes vnsers getriwen Thomas des Esels von Gadem hausvrow, Hainreichs seligen Tochter dez Hútter von Paden vnd verczeh sich vor vnser mit iers vorgenanten wiertes gutem willen vnd gunst aller ansprach vnd wartung, die sei hiet oder haben möcht an der Veste Sechsenekk vnd waz darczů gehört vnd aller der gåter, so sei von ier múter Margreten seligen der Hútterin angeuallen solten oder der sei von ier wartend wer, wie die genant sein oder wa sev gelegen sein, vnd gab ier recht vnd ier wartung dar an genczlich vnd ledichlich auf vör vnser vnsern getrewen Burcharden dem Chneuzzer vnd Niclen dem Chneuzzer seinem Vetter in aller der weise, als die prief sagent, die sei in dar vber geben hat. Dez geben wier ze vrchunde disen prief besigelten mit vnserm

jnsigel. Geben ze Wienn an Mittich vor sand Symons ynd sand judas tag Anno domini millesimo ccco. xlo. sexto.

Original auf Pergament mit einem hängenden Siegel von rothem Wachs, kleiner Form, im k. k. geh. Hausarchive.

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1346. 28. October. – Eberhart von Capellen bezeugt, dass Herzog Albrecht zur Zeit, als er Peilstein satzweis innehatte, alles Gericht etc., das vormals zu jenem Schlosse ins Landgericht gehörte, an das Kloster Gaming gegeben habe.

Ich Eberhart der Chappeller Vergich mit disem offen prief allen den, di in sehent lesent oder hörent lesen, di nu lebent oder her nach chủnftig sint, Daz mein genaediger Herre der hochgeporn fuerst Hertzog Albrecht Hertzog ze Osterreich, ze Steyr und ze Chernden zu den zeiten, do ich Peylstain von seinen gnaden zu einen Satz inne gehabt han, alles gericht, stokch vnd Galgen vnd waz dar zu gehört, daz emal in das Lantgericht gehört hat, mit allen rechten genczleich geben hat hintz seiner Nevstift dem Prior vnd dem Conuent des Ordns von Charthus ze vnser vrowen Thron ze Gaempnikch, als ir hantfest sagent, di si darumb habent ýber alles ir guet, daz si nu habent oder noch gewinnent, mit Ýrchund ditz priefs, der versigelt ist mit meim anhangundem jnsigel, vnd der geben ist, do man zalt nach Christes gepuerd Dreutzehenhundert jar, dar nach in dem sechs vnd viertzgistem jar an sanct Symon vnd sanct judas tag der heiligen Zwelfpoten.

Original auf Pergament mit einem hängenden Siegel von weissem Wachs im k. k. geh. Hausarchive.

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1346. 30. November. Wien. - Alber von Sunnberg bezeugt von seinem Schwager Ulrich von Pergau 600 Pfund als Heimsteuer für dessen Schwester Gertraut seiner Hausfrau empfangen zu haben und verbindet sich, selbe auf Güter

anzulegen. Ich Alber von Sunnberch Vergich vnd Tún chunt allen den, die disen brief lesent oder hörent lesen, Die nu lebent vnd hernach Chủnttich sind, Daz mein Swager Vreich von pergawe mich gar vnd gæntzleich verricht vnd gewert hat Sechs hundert phunt wienner

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