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1332. 12. März. Hertweich der Gaugenberger übergibt die Hub zu Mausnest, welche durch Tausch mit Kremsmünster Lehen des Gotteshauses St. Florian

geworden ist, diesem gegen einen Jahrtag.

Ich Hertweich der Govgenperger von Prukk vergich vnd tven chvnt alle den, di disen Brief lesent oder hoernt lesen, di nv lebent oder hernach chynftig sind, Daz ich mein Hveb haizt Mousnest, di mein chouftz gut ist vnd mein lehn waz von Chremsmunstrern vnd mit meinem gytem wiln vnd gunst die aigenschaft an der Hueb mit einem widerwechsel eins andern Guetes chomen vnd gevaln ist an das Gotishous datz sand Florian. vnd ze vrchund der aigenschaft und durch miner vnd miner vodern selhail satzt ich dar ouf zegeben demselben Gotshovs all iar an sand Nyclastag drisk wienner pfenning, der sich me dann drisk iar vergangen hat. Nv han ich wol erfunden, daz dem Menschen von aller siner hab niht blibt, dann daz der se ze hilf vnd ze trost gegeben wirt, vnd han durch miner selhail di selb Hueb Mousnest mit alle dem, daz dar zve gehoert mit verdahtem mvet zder zit, do ich ez wol getyn mahtt, vnd mit gunst miner Erben dem vorgenanten Gotshovs auf gebn in des Ersamen Brobst Hainrichs hant mit allem dem reht vnd ich daran gehabt han, vnd verzich niich ir gæntzlich also, daz ich vnd mein Erbn ansprach dar ouf nimmer me gehabn schuin durch miner vnd miner vodern sel also, daz man, alz ich nibt enbin, da von minen Jartag vnd miner Housfrowen ynd meins sun Leupolts, den got gnad, an dem selbn tag ewichlich begen sol mit vigili vnd mit selmisse vnd mit andern guten dingen, vnd sol, swer zden ziten Chelner ist des Gotshovs an dem selben minem Jartag da von den herren von dem Conuent raihen ewichlich ein pfunt pfenning, daz daz nibt abge. Geschech awer daz, des Got niht engeb, von swilher soumung daz wer, so schuln mein nobst erbn der vorgenanten Hueb sich vnderwinden vnd so lang inne haben, vntz daz di sovmvng gæntzlich gebezzert werd. Wer awer, daz der, der sich des Guets dar vmb vnter wunden het, nach der bezzervng niht ledich wolt Jazzen, so sol in des ê genanten Gotshovs vogt des ernotten, daz er da von cher vnd daz gvt ledich lazz. Vnd daz dise gab vnd ditz gescheft, alz vor beschaidn ist, baidenthalb stæt, ewichlich vnd vnuerchert bleib, dar vber gib ichd em vor genanten Gotishovs datz sand Florian disen Brief ze vrchund bestetigt mit meinem Insigel. vnd durch bezzer sicherhait dirr sache han ich gebeten den erbern herren hern Eberharten von Walsse, vogt des ê genanten Gotshovs, vnd minen herren hern Albern von Volchenstorf, in des Lantgerihtt iz leit, daz di ze gezivg ir Insigel dar an gehangen habnt. Der Brief ist gegebn an sand Gregorii tag Nach Gotis geburt vber drivzehn Hvndert jar, dar nach in dem zway vnd dreiskistem jar.

• Original auf Pergament zu Sanct Florian. Hertweichs Siegel aus rothem Wachse, Schild ohne Helm mit einem Querbalken, den sechs Linien von oben durchschneiden: of S. HERTWICI. DE. PRVKK. – Eberharts Siegel bestehend in Helm und Flügel auf weissem Wachse, so wie auch des Albers ein aufrecht stehender leerer Schild ohne Helm und Zier.

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1332. 12. März. Schaunberg. Otacher von Egenberg verspricht den Bau einer Veste auf dem schaunberg'schen Lehengute Innskirchen, wenn er die Erlaubniss von den Herzogen von Österreich erhält, nur mit Wissen und Willen

der Grafen von Schaunberg zu beginnen etc.

ICH Ottacher von Egenperge vergich offenbar an disem brief allen den, dj in ansechent, horennt oder lessennt, ob das ist, das ich meiner Herrn der Hertzogen ze Osterreich willen vnd gunst darzw gewinge oder gewinen mag, das ich ein werlich Haws auf das guett ze ynnskirichen, das ich vnd mein Hawsfraw fraw agnes vnd vnser Erben sun vnd tochtter, dj wir haben oder noch kunfftigklich gewingenn, vnd das wir von den Edlen vnseren gnadigen Herren Graf Hainreichen vnd graf Chunradten von Schawnberg zw rechtem lehen haben, pawe, das daz mit meiner Herren von Schawnberg guetlichem willen, gunst vnd fuedrung geschechen soll Also mit der beschaidenn, das ich vor zw in komen sol, ee ich das paw anheb vnd sol in das vermachen mit gueter stått vnd peen, der sy vnd ir Erben nottdurfftig sein nach zwaier oder dreier irer Rått Ratt vnd nach meiner frewnd Ratt, das in vnd iren Erben vnd den iren von der Herwerig ewigclich nur gediennt sol werden vnd nicht vngediennt. Vnd das das also statt vnd vnzuprochen beleib, Daruber zw ainem

Vrkund gib ich in disen brief mit meinem Insigt versigelt, Der geben ist zw Schawnnberg an sannd Gregoren tag, do man zallt von Kristi gepurd Drewzechenhundertt Jar vnd in dem zway vnd dreissigistenn Jar.

Aus einem Inventarium Schaunberg'scher Urkunden geschrieben auf Papier gegen das Ende des XV. Jahrhunderts im Schlosse zu Eferding.

XLVII.

1332. 13. März. Passau. Bischof Albert von Passau incorporirt dem verari

ten Frauenkloster zu Traunkirchen die dortige Pfarre.

Albertus dei gratia Patauiensis Episcopus Omnibus presentia visuris seu audituris salutem et notitiam subscriptorum. Cum plantare sacram Religionem minus sufficiat, nisi etiam plantata foueatur, Sic apte profecto foueri prospicitur, si in casibus, ubi Ruina minatur, ante lapsum conpletum congruis auxilijs subleuetur. Sane igitur aduertentes, quod Monasterium Sanctimonialium in Traunchirichen Ordinis Sancti Benedicti nostre dyocesis ignis voragine in Edificijs suis intrinsecis sit totaliter desolatum ac per gwerrarum disturbia, que in confinibus suis pro tempore fortius invaluerunt, adeo in facultatibus suis devastatum, quod, nisi celeri succurratur sibi remedio, addicere non valeat, ut resurgat, Attendentes nichilominus ex eo, quod plebani seu Rectores Parrochialis Ecclesie ibidem se a Residentia personali frequenter subtrahunt tantum presbiteris conducticijs illic derelictis, dictis Monialibus tam in officio diuino quam alijs ministerijs, ad que Rector predictus ipsis obligatur, varia incomoda et dampnosa nonnumquam obstacula procreari, Nos pro defectibus huiusmodi conmodius reformandis Ecclesiam Parrochialem in Traunchirichen predictam cum omnibus iuribus et pertinentijs suis, in qua jus Patronatus ad ipsas pertinere dinoscitur, eidem Monasterio seu Conuentui de consilio et consensu nostri Capituli pleno jure donauimus, apropriauimus, vniuimus et incorporauimus ipsis et eorum Mense perpetuo annectendo, vt uidelicet, quandocunque plebanum sev Rectorem in presenti ibidem existentem cedere uel decedere contigerit, Ipse Moniales aliquam personam ydoneam pro perpetuo Vicario ad eandem Eeclesiam nobis uel nostris Successoribus presentare debeant, Qui institucionem Canonicam ac Curam animarum plebis subiecte nec non administrationem Spiritualium et Temporalium ad ipsam pertinentium de manibus nostris seu eorundem successorum nostrorum recipere teneatur, Cui nichilominus Tantum de prouentibus ipsius Ecclesie debebunt assignare, quod Cultum diuinum cum Capellanis et ministris consuetis prius inibi habitum necnon cum hospitalitate debita ac omnibus et singulis oneribus papalibus, Metropoliticis, Dyocesanis seu Episcopalibus ac quibuscunque alijs ibidem hactenus obseruari consuetis conmode et absque diminutione qualibet valeat supportare, pro quibus integraliter adimplendis non solum Vicarium huiusmodi sed et Totum Monasterium predictum cum eodem volumus esse obligatum. De Residuo uero statuimus et precipimus, vt cuilibet domine ultra peccuniam hactenus pro vestibus singulis annis dari consuetam media libra denariorum wiennensium annuatim ad uestimenta sua melioranda superaddatur. Quod vero superfuerit, ad alios vsus Monasterij magis necessarios iuxta presidentium prouidentiam applicetur. Et ut predicta omnia et singula firma et Rata ac jnuiolata perpetuo perseuerent, Presentes litteras supra eis confici mandauimus nostri et Capituli nostri predicti sigillorum appensione Roboratas. Actum et datum Patauie Anno Dominj Millesimo Trecentesimo Tricesimo secundo jo Crastino Beati Gregorij pape.

Original auf Pergament zu Ort am Traunsee. Die abgefallenen Siegel hingen an rothen und gelben Seidenfäden.

XLVIII.

1332. 15. März. Wien. – Die Herzoge Albrecht und Otto von Österreich geloben ihrem Oheim dem Grafen Albrecht von Ortenberg 600 Mark Silber für die

Dienste bei der Gefangennehmung der von Lippe (Leippa) zu geben.

Wůr Albrecht und Otto von gottes Genaden Herczogen ze Österreich und zu Steyr thun khundt offentlich mit disem brief, das wür vnserm lieben oheim graue Albrechten von Orttenberg, seinen Erben oder wen er es schaffet, von seines diensts wegen vnd von den schaden, so er Genomen hat an dem Streitt, da die von Lippen gefangen wurden, Gelobt haben zugeben Bey vnsern treuen, auf den Sontag zu Miterfasten, der schierist kombt, sechshundert Marckh Silber jn 72 Groschen für jegliche Marckh Vnd wer, daz wir jm daz verzugen, daz er auf denselben tag nit gewehret wurde Vnd dass wür Herczog Albrecht abgiengen, dess Gott nit woll, Vnd wir Herezog Ott in dan nicht Richten dess guetts, so soll Voser getreuer Lieber graf vlrich von Pfannenberg Marschalckh in Österreich etc. Hainrich von der Lippen vnd sein Gesellschafft, die yns der von haalss geantwordt hat, Alss lang jnne haben, Vnd vnz dass die vorgeschriben sechshundert Marckh Silber Vergolten werdent. Gieng aber graff Albrecht von orttenberg ab, dass gott nicht gebe, so soll man denselben gefangen dem Edlen Mann Graue Heinrich von Schaunberg einantworten, der von derselben gefangen dess guetts bekhomen soll an dess vorgenenten graue Albrecht von orttenberg Erben Statt oder wen er es schaffet Vnd soll die ýbrigen gefangen Voss wider Einantworten, die wür dan zu Vnserm fromen jnnhaben sollen. Vnd geben des zu einem offen Vrkunde vnd sicherheit geben wir disen brief Versigelten mit Vnserm jnsigeln, Der geben ist zu Wienn an dem Sontag, so man singet Reminiscere Anno domini Millessimo Tricentessimo Secundo.

Aus R. Strein's genealogischen Handschriften im Landschafts - Archive za Linz.

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1332. 17. März. Passau. Hermann Propst und der Convent zu Reichersberg ter kaufen an Haugen von Marsbach und dessen Sohn Heinrich siebenthalb Pfund Gilte auf dem Dorfe Viehhausen und rerersiren, die von Letzterem damit ge

slifteten 2 Jahrtage begehen zu wollen.

Wir Herman von Gotes gnaden Probst und der Conuent uber al ze Reychersperig veriehen offenleich an dem prief vnd tůn chunt allen den, die in sehent, horent oder lesent, Daz wir dem Edeln herren hern Hawgen von Morspach vnd seinem Syn hern Hainreichen, den Got genad, haben verchawfft vnd geben vnsers aygens Guetez Sybenthalb phunt geltz, der gelegen ist ze Vichawsen auf dem Dorff, Vnd habent auch vns die selben herren daz selb gut vnd Gult ze Viebawsen vnd vnserm Gotzhaws ledichlich her wider geben also, daz wir Ewichlich dar vmb alle jar begen schullen iren jar tag vnd

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