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1332. 15. August. Georg von Herstorf gibt dem Gotteshause zu Baumgarten

berg drei Hofstätte an dem Chrainberg zu einem Seelgeräth.

Ich Georg von herstorf vergich vnd tuen kundt allen den, die disen brief ansehent oder horen lesen, die nun sind vnd hernach kunfftig werdennt, das ich zu der Zeit, da ich das wol getuen macht, mit wol bedachtem muet vnd mit gesambten Rat frawn Margreten meiner hausfrawn vnd mit aller ynnser beder erben guetlichem wille end verhen knuss vnuersprochenliehen meins Rechten freyen kaufaigens durch got vnd ab meiner vnd der vorgenannten frawn Margreten meiner hausfrawen vnd durch aller vnnser vodern peder Seel wille vnd auch zu einer ablegung allen, den ich schuldig bin abzelegen, der ich nicht finden mag, als ich gern tet vnd auch von Recht solt, han lediclich nach peichtiger Rat zu einem steten vnd ewigen Seelgerêt gegeben drey hofsteet an dem Chrainperg, der zehenn Sehilling gelts ist, vnd dient man die halb zu Weichnachten vnd halb an Sannd Gorgenntag, mit alle dem vnd zu jn gehört, versuecht end vnuersuecht dem Gotzhaws und der Samnụng hintz Pawngartennperg, da ich vnd die vor genant mein hausfraw frawn Margret erwelt haben, ze ligen mit vnserm todpett, wann got ýber vns gepewtt. Vnd bin auch ich vnd all mein Erben derselben dreyer hofsteet des vor genannten Gotshauss vnd der Samnung Scherm vnd Gwer nach Landsrecht, vnd das ist geschehen mit sogtaner beschaidenhait, das denselben gellt die zehen Schilling sol einnemen Ewigclich, wer das Pitanntzambt jnnen hat, vnnd sol dauon geben, dieweil wir bede leben, alle Freitag der Samnung in das Refennt zehen phenning zu annder dem Seelgerêt, das Sy Ee des freitags gehabt habent, vmb Visch, vnd darumb sol vnnser beder gehugnus jerlich von der Samnung beganngen werden, die weil wir leben des nagsten tags nach dem lessten Vanser frauentag in dem herbst, als gewonbait in grabm orden ist. Dann nach vnnserm tod sol vns von demselben Seelgerêt ein benannter Jartag besunderlichen begangen werden, an welichem tag das der Samnung aller besst fuegt. Vnd sol der Pitanntzer der Samnung an demselben tag einen Vollen dienst geben in das Refennt als gewonlich ist. Vnd wo desselben gescheffts icht abgieng bey vnnsern lebentigen Zeiten oder nach vnnserm tod, so sol ich mich oder mein

nagst erben, ob ich nicht enpin, ze hant wider ziehen zu demselben aigenn vnd mich des yndterwinden alslanng, vntz das die Saumchait mit der gwissen der Samnung wol gepessert werd Nach meinem willen vnd nach der Samnung notturfft. Darüber das ditz geschefft dem Gotzhaws vnd mir vnd meinen Erben stet vnd vnzebrochen beleib, Gib ich dem vor genannten Conuent disen brief zu einem ewigen vnd zu einem waren Vrchundt bestetigt mit meinem Insigel. Des sind gezewg her Chunrat zu den Zeiten Burggraue datz Sewsenneckh, her Walther und Jans sein Sun, her Alram von Reichkerstorf, her Weichart ron Pernaw, her Walther ron Meileinstorf, Pernhart und hainreich die Jesenntzer, Wolfhart der Gull, Albrecht sein brueder, Chunrat von Aurah, Chuenrat von Puechaw, Hainreich wetzel, Jacob Vierck, Vlreich der Schreiber, Chunrat Sunthaim, Herman und Marquart Eysenhoven vnd darzu annder Erber lewt genueg. Das ist geschehen vnd ist der brief gegeben, do von Crists geburd erganngen waren drewtzehen hundert Jar, darnach in dem Zway vnd dreissigisten Jar an Innser Frauentag zu der Schidung.

Aus einem Copialbuche des Klosters Baumgartenberg vom Jahre 1511.

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1332. 1. September. -- Hertweich von Hutt stiftet sich in St. Florian einen Jahr

tag mit neun Schilling Geldes auf Winthersdorf in dem Forst.

Ich Hertweich heren Rogers Son von Hótt vergich offenleich vnd tuen chvnt mit disem gegenwurtigen brief alle den, die in sehent oder horent lesen, di nu sint oder her nach chvnftig werdent, daz ich mit guten willen miner hovsvrowen vron Agnes vnd miner broder Albers und Otten, mit willen meiner Chinde Otten, Johansen, Elspeten und Agnesen, di ich ze den ziten gehabt han, vnd mit ander meiner vrevnt vnd Erben rat zter zeit, do ichs wol getven mocht, gegeben vnd geschaft han hintz dem Erbern Chloster ze sand Florian mier vnd meiner hovsyrovn vnd allen meinn vodern vnd nachchomen ze einem ewigen Selgrót Nevn schilling vnd drey pfenning gelts never wienner, di man mier ierleich an sand Michels tag gedient hat von Winthersdorf in dem forst, daz mein vreiz aigen gewesen ist, vnd dar avf von meinn brvedern getailt pin. Daz selb vorgenant gvet han ich dem Brobst vnd der Samning dez vorgenanten Gotshavs gegeben ledichlich vnd vreylich mit allen dem recht, vnd ich dar an gehabt han also, daz mein Erben ansprach dar ovf nimmer me gehaben svln mit solicher beschaidenhait, daz die herren datz dem vorgenantne Chloster meinen vnd meiner Havsvrown jartag alle iar begen schvllen mit vigilig vnd Selmess als gewondleich ist, vnd schol der amptman dez selm Chlosters, der daz vorgenant gvet besorigt, an dem selben jartag ain pfvnt pfenning vnder die herren tailen vnd die vbrigen pfenning fver sein mye behalten. Wer aver daz dar an chain Savmyng fyrwaz geschech an ehaft not, so schvllen mein Erben die vorgenanten herren dar vber mannen vnd wvert da nach die Savmyng nicht gepezzert, so schol mein nachst Erb sich des guets vnderwinden vnd als lang inne haben, vntz die Savmung gepezzert werd, ynd swann die pezzrvng geschiecht, so schol der selb mein Erb den vorgenanten herren daz selb guet wider ledich lazzen an alln Chrieg. Wolt aver er dez wider sein, so schol jn des vorgenanten Chlosters vogt dar zve bedwingen. Vnd daz die wandlyng vnd mein gescheft stêt vnd vnzebrochen beleib, dar vber gib ich disen brief versigelten vnd bewart mit meinem jnsigel ynd mit den zevgen, die hie genant sint, Her Hainreich, her Seybot brveder von volchensdorf, Her Chunrat von Harthaim, Herr Ott von Perchaim, Dietmar von Aichtershaim, Herwort von Chremsdorf, Pylgreim von Ebelsperch vnd ander piderb levt genveg, den iz chynt ist. Der Brief ist gegeben, do von Christ gepverd ergangen woren Drevzehen Hvndert jar, Dar nach in dem zwaimedreiskisten (sic) jar an sand Egyden tag.

Original auf Pergament zu St. Florian. Das Siegel ist etwas undeutlich die Figur auf dem Schilde gleich einem aufgehängten und abgeschnittenen Beinkleide.

LXVI.

1332. 8. September. - Wernhart der Messenbäck verkauft an Heinrich den Steinbäck ron Passau lehenbare Güter bei Freudenstein in der Pfarre Feld

kirchen.

Ich wernhart der Mezzenpech vnd mein Housfrow Gedraut vnd all voser Erben wier veriehen vnd tůn chunt allen den, die disen brief sehent lesent oder horent lesen, di nu lebent oder hernach

chunftig sint, Daz wier hern Hainrichen dem Stainpechen vnd vrow Chunigunten seiner Housfrown vnd ier Erben, di sev miteinander habent oder gewinnent, redleich vnd reht mit wolbedachtem můt vnd mit vnser Erben Gütleichen willen ze Chauffen haben gegeben di güt, di hie benent stent, daz erst datz dem Tumel bei vreudenstain vnd dev zehentel in Veldchirichær pfarr, di der Schaub von mir hat gehabt, Vnd daz gůt datz dem Stædellein vnd zway gůt datz den Smiden, die Chunrat der Leussinger bat gehabt, mit alle dev, vnd dazů gehort ze holtz, ze veld, besůcht vnd vnbesůcht, vmb zehen phunt winner phenning, der wir gar gewert sein, vnd haben auch di selben gůt aufgegeben vnt sint in verlihen von vnserm genædigen herren Bischof Albrecht von Pazzaw Vnd bin auch der selben gůt ir gewer nach des landes reht vnd schullen daz haben auf vns vnd auf vnserm gåt. Daz di red stæt vnd vnzebrochen von vns beleib, darvber geben wier disen brief gesigelten Ich wernhart der Mezzenpech mit meinem anhangunden Insigel vnd mit hern vlreichs des Prúschinchen jnsigel. Der brief ist gegeben Nach Christ gebůrd Drevzehen Hundert jar, darnach in dem zwai vnd dreizigisten jar an vnser vrown Tag zder dienstzeit.

Original-Pergament mit dem noch hängenden Siegel des Prüschüncken (Bindenschild) von elbem Wachse im Archive des Schlosses Freistadt.

LXVII.

1332. 28. October. Pettau. — Erzbischof Friedrich von Salzburg bestätiget den Jahrtag in der Pfarrkirche zu Vogau, welchen Amelrich von Pettau für sich und seine Hausfrau Agnes, dann für Friedrich von Pettau und dessen Hausfrau Herbirg und ihre Vorfahren durch Einlösung eines der genannten Kirche lange

entfremdeten Zehente gestiftet hat.

Wir fridreich von gotes genaden Ertzbischolf. ze Salzburch, Legat des stúls ze Rom veriehen offenbar an disem brief vnd tůn chunt allen den, di in sehent oder hörent lesen, Daz der Edel man Amelrich von Pettow der pfarchirchen datz sant Veit ze Vogan geloset hat vmb fümf march Silbers einen zehent ze Pratenswartrach in der pfarr ze vogan, der von derselben pfarr lange enpfremdet gewesen ist vnd hat den der egenanten Chirchen ledichlichen wider geben vnd geantwurtet also, daz Maister Rudolf der Dorner Ertz

briester ouf der nidern Steirmarich, der jetzř pfarrer ze vogan ist vnd alle sein nachchomen pfarrer do selbs alle Måntag oder einen andern tag in der wochen ein Sel messe haben in der Chirchen ze vogan durch des vor genanten Amelrichs von Pettow vnd Agnesen seiner wirtinn vnd besunder durch fridrichs von Pettow vnd Herwirgen siner Hovsfrown såligen sele willen alle jar an sand Othmars tag einen jar tag begên sol mit vigilij vnd mit Selmesse, als man anderr toten jar tag beget. Ez sol auch der selbe pfarrer alle Suntag, so man der toten offenlich gedenchet, besunder gedenchen des vorgenanten fridreichs von Pettow vnd Herwirgen seiner Hovsfrown vnd irer vordern, vnd so man der lebentigen gedenchet, so sol man des obgenanten Amelrichs von Pettow ynd seiner wirtinn Agnesen vnd ir erben ouch gedenchen vnd nach ir tod sol man ir peder pi namen vnd irer vordern vleizzichlichen gedenchen mit toten. Di vorgeschriben sache beståten vnd bewåren wir mit disem brief versigelten mit vnserm anhangenden jnsigel. Der ist geben ze Pettow an der zwelf poten sand Symons vnd sand Judas tag, Do von Christes geburd woren Drevzehen Hundert jar, dar nach in dem zwai vnd dreizzikisten jar.

Original auf Pergament im Schlosse zu Eferding, das Siegel verloren.

LXVIII.

1332. 31. October. – Confraternitätsbrief zwischen den Klöstern Aspach und

Gleink.

Venerabilibus et dilectis in Christo Fratribus Dominis et amicis Domino Engelschalco Venerabili Abbati, N. Domino Priori totique Conuentui Monasterij Glunicensis Vitus diuina miseratione Abbas, Wernhardus Prior totusque Conuentus Ecclesie Sancti Mathei Apostoli et Euangeliste in Aspach diuinis affectibus incalescere et tandem in quantitate et robore conducere ad perfectum. cum cuncta sacra eloquia plena dominicis sint preceptis, unum tamen inter cetera precipitur singulariter obseruandum, uidelicet vt in charitate radicati nos inuicem diligamus, quia per charitatem peccatorum rubigo consumitur et homo ad diuinum amorem feruentius incitatur. hac igitur pia consideratione allecti dilectissimis uobis in Christo Fratribus et

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