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fraterne salutis curam gerens predictorum denariorum amore dei debet esse misericors et prouidus distributor. Prefatus etiam prouisor infirmorum de prouentibus vinee supradicte tres pauperes, quibus in quadragessima (sic) pedes abluuntur in mandato peragendo cum sexaginta denariis tenebitur consolari. Et ne singule persone prelibate conmedant elemosinam ociosam, quelibet earum pro nostra salute omni septimana, siue illa die, qua suum denarium recipit, pro quolibet dicet Centum Ave Maria et quindecim Pater noster, vt nos voce diuina vocante mereamur audire: venite benedicti patris mei, percipite regnum, Esuriui enim et mihi manducare dedistis. Siquid uero jnfirmarius de prouentibus vinee residuum habuerit prenotate, studeat inpendere suorum necessariis infirmorum. In cuius rei testimonium Sigillis nostris presentes litteras confirmamus. Datum in natiuitate domini Anno domini Millesimo trecentessimo tricesimo secundo.

Original auf Pergament zu St. Florian mit 2 hängenden Siegeln.

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1333. 23. Jānner. Wien. – Herzog Otto von Österreich gestattet dem Rudolf von Mole seiner Hausfrau 150 Pfund Pfenning Morgengabe auf dem Hofe zu Moln

versichern zu dürfen, welcher des Herzogs Lehen ist.

Wir Ott von Gotes gnaden Hertzog ze Osterreich und ze Steyr Feriehen vnd tun chunt offenlich mit disem brief, Daz vnser getrewer Rudolf von Moln di erbern Erntrauten sein Eleicheu Hausfrowen mit vnsrer hant, gunst vnd guten willen geweiset hat vmb anderhalb hundert pfunt phenning wienner Munzze, di er ir ze rechter morgengab geben hat, auf den Hof ze Molen gelegen bei der Chirichen daselb, der von vns ze lehen ist, also daz si dieselben phenning haben sol auf dem selben Hof vnd auf allem dem vnd das zu gehort, besucht vnd vnbesucht, wie daz genant ist. Ob ouch der selbe Rud. von Moln also verfür, daz er mit der vorgenanten Erndrauten seiner Housfrowen nicht Leiberben gewunne, so sol si den vorgenanten Hof mit allen rechten vnd nůczen, als vor benant ist, innhaben vnd niezlen gerůbichlichen an alle irrung als lange, vntz daz er vmb als vil gutes, das ist vmb anderhalb hundert phunt phenning der egenanten Manzze von ir oder swem si di schaffet, geloset wirt gar vnd genczlich, si mag ouch di vorgenanten anderhalb hundert pfunt auf dem

selben Hof schaffen oder geben, wem si wil vnd sol sei daran niemant irren. vnd daruber zu einem offen vrchunt geben wir in disen brief versigelten mit vnserm Insiegel, Der geben ist ze wienne an samtztag nach sand Agnesen tag, Do man zalt von Christes geburde dreutzehen hundert iar, dar nach in dem dreu vnd dreizkistem iar.

Original auf Pergament zu Garsten. Das Siegel an einem Pergamentriemen hängend, wie bei Hanthaler, auf der Pferdedecke aber keine Embleme, weisses Wachs, der Schild dreieckig. Herrgott Mon. Nr. VI.

LXXV.

1333. 2. Februar. Ruger con Pernau bezeugt, dass ihm Propst und Convent zu St. Florian den Hof zu Potendorf gegen die Hube zu Wagrain überlassen

haben, und verbindet sich zu einem bestimmten Dienst von dem Hofe.

Ich Rueger von Pernawe vergich vnd tven chvnt allen, di ny sind oder hernach chynftig werdent ewichleichen, Daz di Erbern vnd mein genedig Herren Probst Hainreich, Fridreich Techent und aller Conuent des Gotishous datz sand Florian mit veraintem mvet end mit guetem willen iren Hof datz Potendorf, der weilen mein Leibkeding gewesen ist von in, ze verchouffen habent gegebn mit alle dem daz dar zve gehört ze holtz, ze veld vnd ze dorff, versuecht vnd vnuersuecht, mir vnd allen meinen Erbn oder swem ich in geben oder schaffen wil, vmb einen wider wechsel ze Wagrein ein Hveb, div mein rehtis aygen was vnd mich angeviel von meinem rehtem Erbtail mit furzicht aller meiner Erbn, di gelegen ist in Mitterchirher pfarre, ynd vmb subentuk pfunt pfenning wienner Mvnzze vnd mit sottaner beschaidenhait, daz ich vnd all mein Nahchomen ewichlich dem vorgenantem Goteshous vnd dem Probst, der zden ziten ist, iærlich dienen schullen an vnser vrowen tag in dem herbst zder dienst zit sehtzk gewiger wienner pfenning, — wuert awer dem vorgenanten Gotishous vnd dem Probst daz verzogen, daz in von mir oder von meinen Nahehomen der êgenant dienst zder rehten zit niht gigebn wurt, so schol der Probst oder sin Amtman pfenten ouf dem hof ymb sinen dienst mit guetem willen des, der in di weil inn hat. Ich offen ouch daz swann vnd wi offt sich der selb Hof von mir oder von allen meinen Nahchomen verwandelt, ez sei an die erbn oder an ander livt, der selb, in des hand oder gwalt er gevellet, schol den selbn

hof zdem êgenantem dienst nemen von dem Probst, der dann ist, vnd sebol im gebn ze einer anlait zwai pfvnt pfenning wienner Mvnzze und niht mer. Ich offen ouch daz, ob immer des vorgenanten Gotishors armen Livten dhain yngmach geschech von mir oder von meinen Naehehomen d'hainem, der schol daz selb pezzern dem Probst, der zden ziten ist, – wer awer daz, daz er vor vbermvet des niht tæt oder an der pezzrvng soumikch wer so lang, daz der Probst verwartt, so schol in der Probst der pezzrvng benotten mit sein Vogtis hilf ynd schol des schadens zv chomen ouf dem hof mit seinem gutem willen. leb rergich ouch, daz des vorgenanten Gotshous Probst vnd di samayng mein vnd aller miner Nahchomen reht herren sind vnd gwer nach Lands reht in Osterrich. Vnd daz disiv red all von mir vnd von allen meinen Nahchomen an dem Hof stæt vnd vnzebrochen bleib ewiehlich, dar vber gib ich dem vorgenanten Gotishous datz sand Florian disen Brief ze einem ewigen vrchvnd bestett mit meinem anhangvndem Insigel vnd zv bezerr sicherhait habnt di erbern herren, her Eberhart von Walsse Lantrihter ob der Ens vnd mein Prueder, her Ott von Chornspach ir Insigel dar an gehangen nach meiner bet. Der sach sind zivg, her Charel der Rech von Luffenwerkch, her Marchart der Chersperger, her Rueger der Wolfstayn, Pernhart der Jesnitzer, Albrecht der vidorfer, Wetzel von Erbing, Hainreich der Lasperger vnd ander erber Livt genveg, den disiv sache wol ehvnt vnd gewissen ist. Der Brief ist gigebn an vnser vrowen tag zder Liehtmisse Nach Gotis puerd vber drivzehn hundert Jar, dar nach in dem driv vnd dreiskistem Jar.

Original auf Pergament zu St. Florian. Das Siegel Rugers ein links aufsteigender Bär, durch dessen Bauch ein Schwert gestossen; das zweite Siegel verloren, das dritte, Ottos von Kornspach, grösstentheils zerbröckelt und nur so viel zu erkepnen, dass es von dem seines Bruders verschieden.

LXXVI.

1333. 2. Februar. Ruger von Pernau bezeugt eine Tauschhandlung zwischen ihen und St. Florian, indem er einen Hof zu Potendorf für eine Hube zu Wag

rain erhielt.

leh Rueger von Pernaw vergich vnd offen an disem Brief allen den, di in sehent oder hoernt lesen, di nv sind vnd her nach chvnf

tich werdent, daz ich mit rat vnd mit guetem willen aller meiner Erben sunderlichen meins Brueders hern Otten von Chornspach gegebn han den Ersamen herren Probst Hainrichen und dem Conuent datz sand Florianshovs mein Hveb datz Wagrayn, di gelegen ist in Mitterchirher pfarre ewichlichen ze besitzen mit allem nvtz, div mein rehts aygen was vnd mich angviel von meinem rehtem Erbtayl mit fürzicht meiner Erben, vnd mit alle dem, daz dar zv gehort ze holtz, ze veld vnd ze dorff, versueht vnd vnuersuht, vmb einen rehten wider wechsel irs Hofs datz Poetendorf. Ich vergich ouch, daz ich vnd mein Erbn der è genanten Hueb datz wagrayn des vorgenanten Gotishous vnd des Conuentz gwer schol sein nach Lands reht in osterrich. Vnd daz di red alz vor geschriben stet von mir vnd von allen meinen Erben stæt vnd vnuerchert bleib ewichleich, dar vber gib ich dem vorgenanten Probst vnd dem Conuent disen Brief ze einem ewigen vrchond bestætt mit meinem anhangendem Insigel, vnd mit meins brueders Insigel hern Ottens von Chornspach, vnd mit hern Eberharts von Walse Insigel Landrihter ob der Ens. - der sach sind zivg her Charel der Rech von Luffenwerch, her Marchart der Chersperger, her Rueger der Wolfstayn, Pernhart der Jesnitzer, Albrecht der vidorfer, Wetzel von Erbing, Hainrich der Lasperger vnd ander erber Livt genveg, den die sache wol chynt vnd gewizzen ist. Der Brief ist gegebn an vnser Vrowen tag zder Liehtmisse, Nach Gotis purd vber drevzehen Hvndert iar, dar nach in dem driv vnd dreiskistem Jar.

Original auf Pergament zu St. Florian. Die Siegel insgesammt verloren.

LXXVII.

1333. 24. Februar. Dietmar von Lobenstein verleihet den Knechten Friedrich, Otto und Niklas den Roten alle ihre Lehen zum gemeinschaftlichen Besitz.

Ich Dietmar von Lobenstain vergich offenleich vnd tven chvnt an disem prief allen den, di in sehent, lesent oder horent lesen, di ny sint oder her nach chvmftig werdent, daz ich den beschaiden chnechten den Roten, Fridreichen, Otten und Nyclan dev genad getan han, swaz si rehter lehen von mier habent, swie die grt ge- : nant sein oder swaz dar zve gehort, versvht vnd vnuersvht, ze holtz oder ze velt, wie ez genant sey, ob ier ainer vnder den drin stvrbe

an erben, dez got niht engeb, so sol iz der andern zwaier reht lehen von mier sein, si haben getailt von ein ander oder niht getailt, wær aber, daz ier zwen an erben styrben, dez got niht engeb, so sol iz dez ainen reht lehen von mier sein vnd sol avch in dar an dehain vngenad tven. Daz in di red stæt vnd vnzebrochen beleib, gib ich in disen prief versigelt mit meinem anhangvnden jnsigel. Der red sint gezevg Her Chonrat von Asperch, vlreich der Soltzpech, Chuntzel der Sinzendorfer, Seidel sein prvder, Ott der schech, Reicher von hædring vnd ander piderb levt genvg. Der prief ist gegeben, do nach Christes gepørt warn ergangen drevzehen hyn:lert jar vnd dar nach in dem drev vnd dreistkistem jar an sant Mathyas tag in der Tasten.

Original auf Pergament zu Gscbwent mit einem zerbröckelten doch noch tenatlichem Siegel.

LXXVIII.

1333. 12. März. Wien. – Chunrat Rudolfs Sohn von Ebersdorf quittirt über 100 Pfund Pfenninge an der Widerlegung und Morgengabe Petersen seiner

Hausfrau, Ulrichs von Pergau Tochter. . Ich Chunrat hern Rudolffs Sun von Eberstorff, Dem got gnade, Vergich vnd Tyn chvnt Offenlichen an disem Prief, Daz mich mein Sweher her vlreich von Pergowe vnsers herren Hofemaister Hertzog albrechts jn Osterrich vnd mein Swager her Perchtolt von Pergowe sein Pruder recht vnd redelichen verricht vnd gewert habent Hvadert phunt wienner phenninge an den vier Hundert phunden, Die sev mir gelubt haben zegeben ze widerlegunge vnd ze rechter Morgengab nach des landes rechte jn Osterrich ze meiner Havsvrowen seiner Tochter junchvron Petersen, als sev mir daz verschriben haben mit iren Prief, vnd sage sev furbaz der egenanten Hundert phunde aller dinge Ledich vnd vrei vnd daz dise rede also stete sei, des gib ich vorgenanter Chunrat von Eberstorf jn disen Prief ze ainem offen vrchunde versigilten mit meinem jnsigel vad mit hern Hainrichs jnsigel von Chranichperch, Der diser sache gezevg ist mit seinem jnsigel. Diser Prief ist geben ze wienne nach Christes geburt Drevtzehenhundert jar, dar nach jn Dem Drev ynd Dreizzigistem jar an sand Gregorien Tage jn der vasten.

Original auf Pergament zu Gschwent, zwei hängende Siegel.

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