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CDIII.

1342. 28. März. – Otacher der Gusner und seine Hausfrau elc. verkaufen ihre Hube zu Strass in Lochkircher Pfarre, die herzogliches Eigen, den Brüdern Reinprecht und Friedrich von Wallsee um 59 Pfund Wiener Pfenninge.

Ich Otacher der Gusner, ich Asun sein Hausur'ow, ich Vlreich der Gusner, ich Peter und Jacob vnd Otacher die Gusner vnd all vnser Eriben wir vergehen offenleichen an disem brif vnd tun chunt allen den, di in horent lesen oder lesent, di nv sind oder noch hernach chumftig werdent, daz wir mit wolbedachtem můt vnd mit willen aller vnser Eriben reht vnd redleichen cze chauffen haben geben mit des vogtes hant ze Wels vnd mit aller stet vnser Håb ze Strazz gelegen in Lochchiricher Pharr, die Herzogichs Aygen ist, mit allev dev, vnd dar zv gehort ze holcz, ze veld, versucht vnd vnuersucht, gestift vnd vngestift den Edeln vnsern liben genedigen herren hern Reinprechten vnd hern Fridreichen Prudern von walse vnd iren Eriben vmb Neun vnd funczich phunt wienner phenning, der si vns gancz vnd gar verricht vnd gewert habent vnd sullen ouch der vorgenanten Hub ir scherm vnd gewer sein fur alle ansprach an aller der stat, da in vnd iren Erben des not geschicht, als des Lancz reht ist ob der Ens. Tetten aber wir des nicht, waz si des schaden nemen, den si pey iren trewen gesprechen mochten, den sullen wir in abtůn vnd wider chern vnd sullen daz haben auf vns vnd aller vnser hab, wo wir di haben, versucht vnd vnuersucht vnd vns darauf notten vnd phenden an alles recht als verr, vnczt si irs schadens zy choment. Ez sol ouch daz egenant gut alle Jar ains daz vogttayden dacz Cell suchen vnd nicht mer. Wer aber anders darauf icht, daz sullen wir in auzrichten, daz in die Hub ledig und frey wert, als wir in di gegeben haben, wo wir des nicht enteten, so sullen si vns aber notten vnd phenden auf aller vnser hab, wo si di an choment, an reht mit vnserm guten willen als lang, vnczt wir in di vorgenanten hub auzrichten an allen schaden. Vnd daz in di wandlung also stet von vns peleib, Dar vber geben wir in disen brif jch vorgenanter Otacher der Gusner vnd ich Vlreich der Gusner sein Sän gesigelten mit vnser payder anhangunten Insigeln. Ich Peter, Jacob vnd Otacher di Gusner vergechen, daz wir nicht aygner Insigel haben, dar vber verpinden wir vns vnter vnsers egenanten Vaters Otachers Insigel des Gusner vnd vnter vnsers Bruders Insigel vlreichs aller der gelub stet ze behalten, als vor geschriben stet. Daz ist geschehen nach Christes gepvrd vber Dreiczechenhundert Jar, dar nach in dem zway vnd viertzkistem Jar an dem Antlaz tag.

Original auf Pergament, das erste Siegel verdorben, das zweite in roth. braunem Wachs. Schlossarchiv zu Eferding.

CDIV. 1342. 19. April. Passau. – Janns und Bertholt Hosmund und Albrecht Amichsel, Bürger zu Passau, verzichten in Folge eines Schiedspruches ihres Bischofes

Albrecht auf den Nachlass der Hausfrau des Richters von St. Pölten.

Ich Jans Hosmund, Albrecht Amichsel vnd Perchtolt Hosmund all Burger ze Pazzowe Wier veriehen offenlich mit dem Brif, Daz wier vmb den Chrieg, der czwischen vns an ainem tail vnd Jansen dem Richter zsant Polten an dem andern tail gewesen ist vmb Vier Weyngarten, der czwen ze Newnburch gelegen sind, der haizzet ayner der Aychweg, der ander di hofstat an dem Gastey. Vnd czwen dacz Stayn, der ayner haizzet der Geyrsperch, vnd der ander der Spyczinger an dem Viertayl Vnd funf czehenthouser in der Aptay an dem Wald vnd czway gůt in der Aptay cze Wylhemperg, die gewesen sind der Ersamen vrowen vrow Margreten des Czeller Tochter von Pazzowe dez vorgenanten Jansen Housyrowen, der got genad, vnd auch vmb all ander hab, an wer di gelegen ist oder wi di genant ist, für vns vnd für vnser Erben gegangen sein hinder vnsern genedigen Herren den Hochgeborn Fürsten Byschof Albrechten ze Pazzowc, waz der darvber spræch, daz wier daz stæt halden solten. Der selb vnser vorgenanter Herr Byschof Albrecht hat nach rat vnsreu recht gewegen vnd dez vorgenanten Jansen recht vmb di vorgeschriben hab vnd chrieg vnd hat gesprochen daryber in spruchs vnd schyedung weis vnd auch vns daz paydenthalb gepôt stæt ze halden vnd wer ez widersprêch oder nicht stæt hielt, daz im der veruallen wær Hundert pfunt vnd den, di sein mitsampt im schiedleut gewesen sind, funfczig pfunt allz Pazzower pfenning. Daz von erst Jans der Richter von Sand Polten die vorgenanten Weyngarten vnd all ander hab vnd gut, an weu daz ist, daz di vorgenant Margret lazzen hat, ledichlich haben schol an allen Chrieg ynd an all ierrung vnd allen seinen frumen domit schaffen mit verseczen vnd mit verchouffen oder geben, wem er welle an allen iersal als ander sein Aygenhaft gåt. Vnd daz der obgenant spruch vnd di sach also stæt beleib vnd vnczebrochen, Darvber geben wier für vas
vnd vnser Erben disen Brif versigelten mit vnsern anhangunden
Insigeln, Der geben ist ze Pazzowe am Vreytag vor Sand Gorgen
tag nach Christes gepiird Dreuczehen Hundert jar, Darnach in dem
czwai vnd Vierczkisten jar.

Original auf Pergament mit 3 hängenden Siegeln von gelbem Wachse, im
Archive des Klosters Schlierbach.

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1342. 23. April. Wien. Irnfried, Meister und Pfleger des heiligen Geist Klosters
vor dem Kärnthnerthore jenseits der Wien zu Wien etc. bewilligt, dass die
Frauen zu Bulgern unter sich eine Meisterin, und diese mit Rath des Contents
aus den Brüderu einen als Pfleger wählen mögen, welche oder welchen dann der
Meister zu Wien bestätigen wird. Es sollen aufgenommen werden 18 Frauen,

6 geistliche Brüder und 13 Arme etc.

Ich Brüder Irnfrit zu den zeiten maister und Phleger des
Hauses ze dem Heiligengæst vor Chaernertor Enhalb der Wienne
vnd der Conuent gemaine dez selben Hauses Veriehen vnd tůn chunt
allen den, di disen brief lesent oder hörent lesen, Daz wir bedacht
vnd bechant haben, daz wir alle zeit gebunden sein ze danchen
vnserm genedigen Herrn vnd Vogt hern Jansen Chappelle vnd seinen
Erben aller der genaden vnd Gůtæt, die er vns manichvaltichleichen
getan hat vnd noch heut ze tag tůt tægleichen an vnsern Swestern
ynd Brüdern vnsers Ordens in dem Haus ze Pulgarn, daz seiner
Muemen vron Agnesen von Valchenberch, der Got genade, vnd auch
sein rechtev Stiftunge ist, die alle zeit pilleich vmb aller seiner
vordern Sel vnd auch vmb sein Selbers sel hail vnd Trost Got mit
irm andæchtichlichen gepet vleizichlichen piten suln. Wir vnd . ...
vnser Conuent gemaine vnd auch alle maister vnsers Hauses vnd
Conuentes vnd aller vnser nachchomen verluben vnd verbinden vns
gegen im an gevær, vnd wellen im vnd seinen nachchmen willich-
leichen daran gehorsam sein vnd geben gænzleichen vnsern willen
dar zý, daz die Vrowen vnser Swestern gemaine ze Pulgarn vnder in
ein Maisterinne welen suln, vnd sol denne dev selb maisterinne vollen
gewalt haben ze Tún vnd ze lazzen vnd ze schaffen mit dez vor-
genanten Hauses hab vnd gut, swa so daz gelegen ist in dem Lande

ze Osterreich oder in swelhem lande daz sey, swie daz genant ist, daz si zv diser zeit habent oder furbaz gewinnent. Ez sol auch der maisterinne, swelhe maisterinne ist, auch der selben irs Ordens einen brüder zu einem Phleger vnd schaffer nemen vnd welen nach irm willen vnd nach irs Conuentes Rat, vnd sol auch den setzen vnd entsetzen nach irm willen vnd nach Rat irs Conuentes vnd auch nach irs Hauses nutz vnd frumen vnd auch nach Rat dez egenanten vnsers Herren und vogt hern Jansen von Chappelle und seiner næhsten Erben oder nachchomen. Auch sol dev selb maisterinne, swelhe Maisterinue ist, rollen Gewalt, Vrowen vnd man ze Pulgarn in ze nemen haben, aber nach irs Conuentes Rat vnd nach Rat dez egenanten vnsers Herren end vogtes hern Jansen von Chappelle vnd seiner næhsten Erben oder nachchomen. Vnd swen si in nimt vnd enphahet, den suln wir egenanter brüder Irnfrit oder swer nach vns maister dez vorgenanten Hauses ze dem Heiligengæst ze wienne virt an alle wider rede, ez sein vrowen oder man, bestaten zy dem Orden, alz vnsers Ordens recht vnd gewonhait ist, Wir suln auch in dem selben Haus ze Pulgarn weder vrawen noch man verchern noch entsetzen an der maisterinne ynd irs Conuentes Rat vnd gunst vnd auch nach Rat vnd gunst dez oftgenanten vnsers Herren vnd Vogtes hern Junsen von Chappelle und seiner næhsten Erben oder nachchomen, daz loben wir dem oftgenanten Haus ze Pulgarn Ewichleichen gæntzleichen stat ze haben. Ez soln auch alle zeit Ewichleichen Achtzehen vrowen vnd Swestern vod sechs brüder, die Priester sein dez selben Ordens, vnd Dreizehen Dürftigen bei dem vorgeschriben Haus ze Pulgarn an allen vnderlas sein vnd beleiben vnd nicht minner. Ind auch also mit auzgenommer rede, ob daz wær, daz wir an den vorgeschriben geluben der Maisterinne dez Hauses ze Pulgarn vnd irm Conuent vnd irm Haus icht Prüchig wurden, so sol vns vnser Herre der Hertzog in Osterreich oder swer seinen gewalt hat mit viserm gútleichen willen Ernstlich dar zů noten, daz wir in alles daz gæntzleich stat haben vnd laisten, daz wir vns vor an disem brief gegen in verlübt vnd verschriben haben. Vnd daz dem oftgenanten Haus ze Pulgarn dev vorgenanten gelube allev, alz vor verschriben ist, furbaz von uns vnd von allen vnsern nachchomen Ewichleichen also stæt vnd vntzerbrochen beleiben, dar vmb so geben wir dem selben Haus ze Pulgarn disen brief zy einem warn sichtigen vrchund vnd zv einer Ewigen vestenunge versigilten mit vnsern Insigilm. Diser brief ist geben ze Wienne nach Christes gepůrd Dreuzehen Hundert iar, darnach in dem zwai vnd Viertzgisten iar dez Eritages. vor sand Görigen tag.

Original auf schon beschädigtem Pergament zu St. Florian. Die Siege verloren.

CDVI.

1342. 23. April. Wien. – Janns von Capellen und seine Söhne Ulrich und Eberhart bestätigen die Stiftung des Klosters Pulgarn und übernehmen dessen

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Ich Jans von Chapelle vnd ich Vlreich vnd ich Eberhart sein sune Wir veriehen vnd tận chunt allen den, die disen brief lesent oder hörent lesen, die nv lebent vnd hernach chunftich sind, Daz wir angesehen vnd bedacht vnd bechant haben die selichait vnd daz andaechtig gepet, daz die Erberu Gaestleichen Leute dev maistrinne vnd die swestern vnd auch die bråder gemaine dez Hauses ze Pulgarn vnserr Můmen vron Agnesen von Valchenberch, der got genade, vnd vnser Stiftunge allen vnsern vordern und auch vns getan habent vnd noch heut ze tag taegleichen tůnt, vnd auch die Gehorsamlich dienst, die si yns alle zeit willichlich ertzaigent vnd túnt, Vad haben in die genade hinwider getan vnd tůn auch mit disem brief Also, daz wir in bestaeten allev dev güt, die alle vnser vordern vnd vnser freunde vnd auch wir zu dem vorgenanten Haus ze Pulgarn gegeben haben oder von swem iz darzy chomen ist oder noch furbaz darzy chumt, swie so daz genant ist, also, daz si alles daz gåt, das si habent oder furbaz gewinnent, swie so daz genant ist, daz zy dem egenanten Haus geboret, Ewichleich zv irm nutz vnd frumen an alle irrunge bei dein vorgenanten irm Haus haben suin. Vnd suln auch wir vnd vnser naehst Erben vnd freund dez furbaz Ewichleich ir recht Vogt vnd scherm sein vnd ander nieman an dez egenanten Hauses schaden. Vnd swenne wir abgen vnd nicht mer sein also, daz Got vber vns gebeutet, so sol der vorgenant vogtaye immer auf den naehsten vnd auf den Pesten vnd auf den maechtigisten vnsern Erben vnd freunde gevallen an alle widerrede. Waer aber, daz wir oder vnser Erben oder nachchomen dem oftgenanten Haus ze Pulgarn an seinem gåt icht schadens oder Gewaltes wider irn willen taeten, mit swerlherlai sachen daz waer, so sol vnser Herre der Hertzog in Öster

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