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Glesien.

und

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DeS Wohlgebornen Herrn,

Herrn Hansen von Opersdorf,

Freyherrn auf Aich, Friedstein, Ober - Glogau und Kosel,
röm. katserl. Majest. Rath,

Vorschlag ^

zu einer Dcfcnstons - Ordnung

in Ober - und Nieder - Schlesien.
1 5 7 8.

«^^isisich ist in Acht zu nehmen, daß Ober- und Niederschössen lang und schmal, HvV^ dadurch nach der icmge der O.erstrom seinen Fluß har, daran die siarksten Städte und Flecken, die zum Theil wohl zu befestigen, gelegen.

Nun ist dies tand in die tänge über sechszig deutsche Meilen, aber in der Brei« te etwa fechszehen, fünfzehn, und auch an etlichen Orten nicht zwölf Meilen, darum unmöglich, daß die Inwohner der Niederschlesien in plötzlichem Uebertall denen in Oberschlesien, an Hungarn und Kleinpolen stossend, und also die Ober« den Niederschlesiern mehr bald zu Hülfe kommen mögen.

Aus dem erfolgt, daß dies tand muß quartiert und obgetheilet werden, welches unsere Alten zuvor auch erkannt, und das tand quartiert. Allein itzo wäre sich zu bekümmern, daß die Quartiere etwas geändert, und nach Hungarn und Kleinpslen (von bannen sich der Türken und Tartarn Einfall am ehesten zu besorgen,) grösser und stärker gemacht, und dies aus folgenden Ursachen.

Erstlich, daß derselben Oerter nicht wohl gerüst, der gemeine Mann ungeübet, schlecht bewehret, auch der Adel nicht nach dem besten beritten sey.

Zum andern, daß die Krön Böheim und beyde tausitz mit ihren Zuzug und Hülfen weit entlegen.

VorS dritte, da auch das römische Reich ihnen zu Hülfe ziehen wollen, kann « wegen Ferne des Weges nickt bald geschehen.

So werde» die nahe gesessenen Nachbarn aus Mahren, wann der Schwall des Feindes gehet, ihre Gränzen zu vexwahren, und mit ihnen selbst zu schaf» fen haben. Derohalben will Vonnöthen feyn, daß in Oberschlesien das stärkste und größte Quartier geordnet, doch kann sichs nicht weiter erstrecken, als bis an das Bisthum und fürstl. Gnaden Herzog Georgen tand, also daß die ganze Oberschlesien ein Quartier sey, die sind nahe gesissen, einander befreundet, und fast gleicher Sprachen und Gebräuchen. Wenn nun alle geistliche Güter der Bischöfen und Prälaten, so in Oberschlesien liegen, bey diesem Quartier in vorfallender Roth der Gegenwehr und Anzügen beysammen stehen, könnte was <le5en<liret und gewehret werden; dagegen ein« gross« Unorduung und Un, lieb gebe, wann etliche Städte oder Dörfer zwischen ihnen gelegen, in andere Oerter ziehen, und ihr« Flecken verlassen. Wer wird schuldig seyn, dieselben zu bewahren, daß sie nicht von Feindenj ober unfern eigenen teuten geplündert werden.

Di« andern Quartiere im tande Schlesien mögen nach Gelegenheit der Obrigkeiten, mit Rath Fürsten und Stände in eine bessere Gleichheit ab^ theilet werden, wie dieselben am nächsten bey einander gesessen. Und sollte nicht unschick.

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