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Wäre es dann tiner vom Herren oder Ritterstande, dreyhundert Gulden rheinisch ein Monat für alle«, dergleichen hundert Gulden zur Kundschaft auf Rech' nung, wie oben vermeldet. . . .....

Item, des Obristenfeldhauptmanns lieutenant, der auch Obristerfeldmarschall Mit sey, alle Monat drey hundert Gulden.

Item, dem Ovristenwachtmeister, der das Quartiermeisteramt versehe, hundert Gulden.

Item, dem Obristen über ein ganz Quartier, der auch Musterherr mit sey, «nd allen seinen Offxiren, einen Monat anderthalb hundert Gulden.

Item, wenn er mustert, und desselben abwartet, so oft dasselbe geschieht, für seine Mühe 5 O Fl.

Item, «inem jeden Rittmeister über eine Fahne Reiter, mit de» Ritterdiensten, zs Fl. 7 :7... . . Item, einem Fähnrich des Monats 2« Fl.

Item, einem Fourier, der die Wach« mit aufführet, des Monats 12 Fl.

Item, einem Rittmeister oder Führer über die geringen Schützenpferde, Archibuseros genannt, einen Monat 24 Fl.

Item, der das Fahnlein führet, iv Fl.

Zudem muß der Obristfeldhauptmann mit einem Obristenzeugmeister, der über alles Geschütz und zugehörige Artillerie Befehl habe, versehen seyn, den wird man einen Monat unter 4« Fl. teibsbesoldung nicht erhalten.

Item, auch «inenProfoffen, den man «inen Monat unttr 14 oder zs Fl. nicht besolden kann. . ,

Item / demselben 4 Trabanten, jeden per 8 Fl. des Mona».

Jt«n, einem Stockmeister ieibsbesoldung 12 Fl. und auf 4 Tteckenknechte, auf jeden des Monats 8 Fl.

Item, auf einen Nachricht« des Monats l2 Fl. Denn wenn die lenke nicht vorhanden, kann keine Strafe, Furcht noch Gehorsam erhalten werden.

Es wird auch eine hohe unvermeidliche Nvthdurft fiyn, daß jedem Quartieroder Kreisobristen über sei» oriZinsire Roß, Diener, Heertrommel, Trompeter '««d Trabanten, so er selbst von seiner Besoldung halten soll, besondere Befehlsleute besoldet werden, sonst könnte er das Feld nicht bestellen, «nd Gehorsam erhalte», wenn er allein mit seinem Quartier zu Felde ziehen und liegen solle.

Erst

Erstlich, seinem iieutenant, der auch über denselben Kreis Unterfelbmarschall fty, für alles einen Monat 75 Fl. rheinisch.

Item, seinem Wachtmeister, der auch das Quartiermeisteramt versorge^ monatlich 5 0 Fl. rheinisch.

Item, einem Zeugwärter, der die «einen Feldstücke aus dem Quartier ver» sehe, 16 Fl. rheinisch. ^

Item, einem Wagenburgmeister 16 Fl. rheinisch.

Item, einem Fourier zwölf Gulden rheinisch.'

Item, einem Stockmeister 12 Fl. rheinisch.

Item, demselben zweySteckenknechte, jedem 8 Fl. rheinisch monatlich bezahlet werden.

Und da diese Kriegeämter bey dem !ande Schlesien in vorgemeldken fünf Re» gimentern gleich unterhalten, bringt ein Quartier monatlich Besoldung, sammt den Rittmeister, Fahnrichen und Fourieren - - . - Fl. rheinisch. Da nun des ObristenfeldhauptmannS Stadt, mit seinen Offnere», zu den stnfKreisabcheilungen gelegt, thut der Unkosten, wenn das ganze iand aufgefordert und zu Felde liegen, ein Monat ungefähr dl. taufend Fl. rheinisch. Denn kein gewisser Überschlag kann gemacht sevn, bis daß die erste Musterung geschieht, und des Volkes Anzahl, mit Rittmeistern, Fähnrichen und andern Aemtern, beschrieben sey.

Nun wollen wir von dem gemeinen Bauersmann zu Fuß reden. Wenn man derselben Unerfahrenheit, Unvermögen und Ungeschicklichkeit bedenkt, wird er om schwersten in Rüstung und Ordnung zu bringen seyn; aber was man nicht an» sähet, wird in kein Wesen gebracht.

Wir wollen zum Erempel nehmen, die Schweizer, Engelländer, die Bauern in Elsaß und Tyrol, sind auch nicht Kriegsleuse geboren, sondern ihre Ordnung und steter Brauch haben dieselben in grosse Rüstung gebracht. Was auch Siebenbür« gen mit seinem schlechten Bauervolk in seinem lande oft gethan, ist vielen ehrlichen teuten bewußt. Darum wirs in Gottes Namen auch für die Hand nehmen; dann wollen wir unser Vaterland vor Uebersall der Feinde schütz«, müssen wir grosse Haufen und die Menge des Volks in Rüstung bringen, «eil unsere Feinde mit grossen Haufen zu komme» pflegen, die auch nicht gleich bewehrt und gut seyn. Aber wenn man ieute gebraucht, werden sie geschickter und kecker.

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Derohalben erfordert ble Nothdurft, daß wir den gemeinen Bauersmann durchaus bewehrt machen, die ju Fuß gegenwärtig anziehe«, die Haufen stärken, «nd das tand retten helfen.'

Es wäre auch gut, da «S möglich, daß der Zwanzigste unter dem Bauer» Volk mit Harnisch, Panzer, Sturmhüten, »der Pickelhauben versehen, gleiche Spiesse, daran der Schaft 4Z Ellen lang, bis zur runden Scheiben, und das Eisen wie ein Sudlih, als das Muster ausweiset, und ein gutes Seitenwehr habe, dabey ein gut furz Büchsel oder Worfbeil hinter dem Gürtel. Wäre aber unter ihnen eine Hellepart oder guter Schweinspieß, der wohl gespitzt und geschärft, und gleich langen Schaft, fünfte halb Ellen, mit sich bringt, und sein Seitenwehr hat, wird dabey gelassen.

Welcher Bauer oder Gärtner dergleichen Wehr nicht zu kaufen vermag, der nehme feine Grasfensen, und jfasse das Eifen in einen starken guten Schaft fünfte halb Ellen lang, schneide oder spalte den Schaft oben auf, ungefähr eine halbe Elle, und schlage durch die Sensen drey oder vier töcher, nahend am Rücken, und verbinde die Sensen und Schaft zvsammen mit gewichsten Slricklein wohl und fest, und habe allerwegen dergleichen Schaft mit den Stricke» in Vorrath, wenn das Aufbot kommt, so kann er dies in einer Stunde, wie das Muster ausweiset, fertig haben, und lerne bey den Musterungen, wie er ein solch Wasen tragen, dasselbe gegen den Feind brauchen, und sich damit wehren soll.

Und da eine Abtheilung, wie in Oesterreich, ?in der Defenflonsorbnung sey« solle, so muß der dreyßigste Mann zu Fuß mit besonderen Fähnlein und Befehlsleuttn versehen seyn, und jede Person namhaft gemacht werden.

Dergleichen auch über den zwanzigsten, zehenden und fünften Mann, und allewege über zehen «in Rittmeister, und zu einem Fähnlein fünfhundert, wie oben Hey den andern auch vermeldt, verordnet ftyn; wenn da« geschieht, hat man ein« gewisse Anzahl, wie viel in einem Quartier der dreyßigste, 2oste, 1 vre und fünfte Mann austräget, und kann zum ersten Anzug, als viel man gnung zu seyn vermey, «et, erfordert werden. Und wenn nun ein Theil, wie oben vermeldt, anziehen, daß die Heimbleibenden diefelben mit Zehrung versehen, nemlich jeden auf die Woche achtzehn Sgl. Solch Geld sollte durch gute Ordnung von Jahr zu Jahr zu» sammen gelegt seyn, nemlich ein jeder Bauersmann von der Husen einen Monat «in Kreutzer, der Gärtner einen halben, der Hausmann einen weissen Pfennig, das wäre viel weniger, a« in Oesterreich und Steyer, denn Oesterreich legt 24 Kr. aus ein

Ha« Haus ein Jahr lang, Steyer aber ZO Kreutzer. Das Geld sollte in Zeit des Friedens eingenommen, und verwahrlich gehalten, nicht ausgeliehen noch verwendet »erden; würde es nicht zulangen, müßte mehr Anlage auf die Person, oder nach Hufen - Anzahl erfolgen.

Trüge sichs denn zu, daß ««inniglich, wie der Mann gesessen, aufgefordert würde, und anziehen müßte, sollten billig alle Wapengenossen, Doctores, Advocaten, «nd alle Wucherer, so von barem Gelbe leben, neben dem tanbe auf seyn, denn wenn sie gleich kein landgut haben, so gehet sie doch die Defension und Erhaltung des Friedens fo viel an, als einen andern. Darum soll ein jeder zum wenigsten mit zwey gerüsteten Pferden anziehen, da er felbst nicht kommet, das dritte Roß schicken, bey Verlust des dritten Theils alle seines Gutes, dem gemeinen Nutz, zuBefeftigung der Gränzen, verfallen zu feyn, und ein jeder verstehet sich selbst mit Zehrung das beste er kann, und der letzte Zuzug wird unter die vorigen Fähnlein auSgethei» ltt, und den Hauptleuten zu gehorsamen befohlen, (als in Oesterreich.)

Will aber Fürsten und Standen in Schlesien besser gefallen, daß alles Bau» NN «Fußvolk, wie der Mann gesessen, zugleich allewege fünfhundert unter ein Fähnlein geordnet, und dieselben mitBefehlsleutenfo gut mans zwischen ihnen oder im tande haben kann, versehen werden, so mag man a»f den ganzen Haufen, nach Gelegenheit des Feindes, den dritten, fünften, zehenden oder halben Theil nehmen , und die Heimbleibende versehen die Anziehenden mit Zehrung, gebe auch eine unverrückt« gute Ordnung; sollen sie aber alle ziehen, so hat es stine Gestalt, wie oben davon geredet, und daß ein jeder/ der ungehorsamlich ausbleibt, und nicht schicket, den dritten Theil seines Guts zu dem gemeinen Nutz verfallen, damit keiner aussen bleibt, einander treulich helfen, und christliche Gleichheit gehalten. Das würde fast schneller und leichter zugehen, als den dreyßigsten, zwanzigsten, zehenden »nd fünften Mann sonders auszusuchen und zu schicken; derowegen wird es in der Herren Fürsten und Ständen Willen gestellet, was Ihr« fürstl. Gnaden und Gunsten Hiera» das Beste «nd Treulichste vermeynen. ,

Wenn nun, wie der Mann gesessen, aufgebottn, und ins Feld ziehen, sollen die andern wehrlich Mannspersonen, so noch in Städten und Dörfern 'zu Hause bleiben, der noch Ms Gott so viel seyn, als der, so ausziehen, den« »» sind nicht in einem Hause zwo bewehrter Personen? eines dem andern zu Hülfe ge« schätzt. Dieselben aber sollen Kinesweges, wenn Kriegsgesthrey kommt, oder sie Feuer sehen, aus dem tande ziehen, oder in die Gebürg« und Wälder laufen! wer das thut, soll t«b «nd Gut seiner Obrigkeit ohne alle Gnsd verfalle« feyn; sonder»

9.4 sich mit Weib, Kind und Gesind in die nächsten verwahrten Skädte seines Quar^ tiers begeben, Vieh und Proviant, so viel immer möglich, hineinführen, und ob das Vieh nicht alles in die Stadt zu bringen, kann doch in den Zwinaern um die Graben und Grotten wa« grosses e« hallen seyn, und besser, da das Volk beysammen liegt, beschütze werden, als daß sie zertrennt, in Gebürgen und Waldern ergriffen , und elendiglich verderben müssen.

Damit aber ein jeder bald wisse, daß Feinde im lande, und die zu dem Fähnlein aufs<yn, und zuziehen, die andern aber ihre Sachen und Ve» möqen in die benannte Städte fliehen, und verwahren, will in einer solchen bestellten Defepsicnsordnung eine grosse Nochdurst seyn, daß Kreidenfeuer auf den Bergen und Höhen, (die man von einem zum andern mir Helz angeleqet, ferkig halten soll,) gegen Abend anqezündtt, und bey der Nacht brennen lasten, und Personen darzu bestellt werden, die es kennen, ob das ein recht Kreidenseuer fty, von Stund seines auch ansteckt. Also eins ,nm andern^ damit das ganze tand, nach der tän» ge an den Gebürgen, die Feuer eins zum andern sehen möge, darauf soll bey allen Srädten und Schlössern, so die Feuer sehen, drey Schuß aus-guten Stücken getha» werden. Also wird man in einer Nacht durch das ganze tand wissen, daß die Feind« das tand angreifen, so eine gute Warnung, sich in der Eil darnach zu richten.

Wenn nun die Defenflonsordnung aufgerichtet, von der kaiserlichen Majestät nmkeiret, und gänzlich beschlossen, solls eine jede Obrigkeit beschreiben lassen, die Artickel, so dem gemeinen Mann zu wissen vonnöthen, alle Dienstage den Untertha» «en vorbringen, wie er sich in Feindes «Nochen zu verhalten habe, besonders wenn man sie mustert, ehe man sie durchgehen läßt, soll dasselb öffentlich verlesen, und dem armen einfältigen Mann wohl eingebildet werden, wie sich ein jeder in Aufgeboten, Zuzügen, sowohl auch die Heimbleibenden, verhalten sollen.

Es will aber nuch zu Bewahrung des tandes Vonnöthen seyn, daß die Fron» tiren, Granzhäuser und Städte, so zur Befestigung einen guten Situm und Gelegenheit haben, gebauet, vor wehrlich gemacht, und zur Gegenwehr ««gerichtet, auch mit Proviant, Geschütz, Pulver und andern Wehren versehen werden, dabey sich der Zuzug aufhalten, und seinen Bortheil haben könne.

Als wird sich gebühren, daß von hungarischen GrZnzen anzufahen, die tZnge neben der Krone Polen herunter, bis in die Mark, die Gränzhäuser und Städte m Schlesien durch dauverstSndige Abgesandten d« tandes in Augenschein genommen,

der

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