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der Bau abgttheilt und ausgesteckt, daß die Schühqraben / Contrescarpen und Cas«matcen recht gemacht, wo man nicht in der Eil Bauren aufbringen kann, oben auf die Wälle ein hungarischer eichener Zaun, mir einem gedoppelten kleinen Zaun, einer Brustwehr hoch, vor.chut, der grosse Zaun aber wohl bekleidet, such nach Gelegenheit der Stadt oder Schlosses ein Hußsorwehr vor den Thoren erbauet wett den, mehr im Graben etwa drey oder vier Ellen vom Wall ein Stack«, (wo Holz vorhanden,) und davor ein tiefer verlohrner Graben gemacht seyn, wie kriegoverstä« dige Baumeister werden anzuordnen wissen.

Die Häuser und Städte, so zu befestigen seyn, sollen bedacht werden, baß derselben vom Weichbild oder Kreis Hülfe geschehe, alldieweil dies« Versicherung in allem und gemeinem Vaterlands zu gut vergönnen.

Nemlichen, daß der freye Schultheiß, Mülner, Kretschmer, ober arbekt, same Bauersmann, Geistlichen oder Weltlichen zuständig, keiner ausgeschlossen, im Sommer mit der Hand, jeden Monat drey Tage, und das sieben Monat lang, aus den Gräben Erdreich auf den Wall führe, und im Winter von «in« Husen jeder eine Fuhre mi: eichenen Pfählen oder Zaunruthen, ohne allen Verzug oder Weigerung, thue; würde es aber eine Herrschaft, sie wäre geistlich od« welk' lich, Herr oder von Adel, keinen ausgeschlossen, bey seinen Unterthanen hindern, soll zum Bau fünfzig Mark verfallen seyn, dieselbe ohne alle Gnade «legen und geben. Nicht weniger die Obrigkeit bey den Schlössern und Städten, oder ihre untersetzte Amtleute, Fug und Gewalt haben, eines jeden Unterthan mit Pfändung des golden Viehes darzubringen, damit die tandesversicherug unnachläßig gefördert und verrichtet werde. Mit einer solchen Ordnung würden die Hauser an den Grän« zen ziemlich gebessert und befestiget. Da es nicht möglich m einem Jahr, (wie «< denn nicht seyn kann,) müßre solches auf drey Jahre, oder so lange, bis es verrichtet, angestellet werden, sonderlich wo man an etlichen vornehmen Stellen die Grunde «aure» sollte.

Neben dem will «ine hohe, grosse, unvermeidliche Nochdurst seyn, daß die ksiser« liche Stadt Breslau mitssammt dem Thum und auch dem Sande zur Wehr erbau«, und befestiget werde, in Betrachtung, daß dies,die größte Handels - und Hauptstadt dieses tandeS Schlesien, und so lange die unverderbt, kann das ganze tand derselben ich.viele Wege gemessen; wenn sie auch (da Gott vor sey) eingenommen, würde «us dieser Stadt das iand beschädiget, und verloren werden, derowegen ist dieselbe in grosser Acht zu haben. Mun ist diese ansehnliche Stadt gegen den Oderstrom übel bewahret. So denn dem ganzen tande viel an dieser Stadt (wie jetzt erzehlt,) gelegen; so ist in Wahrheit rathftlM/ daß derselbe Sau, mit Befestigung dies«

Büschinas Magazin X!X. Theil. Ff Stadt Stadt, gegen den Oderstrom zum ehesten vor die Hand genommen, der was schwer fallen wird, dieweil eine starke Mauer miti ihren Conrreskarpen und Castmatten aus dem Wasser, und zwischen derselben neuen und alten Mauer ein guter Schuh muß geführet werden.

Zudem erfordert die Nothdurft,daß nicht allein das Thumstift, sondern auch der Sand, vom Thum anfahend, bis nahe an St. Matthis,geqen dem Felde, befestiget werde, und solches aus folgenden Ursachen. Wenn der Sand von den Feinden eingenommen, und vom Bollwerk, wäre der Feind zwischen der Stadl und Thum, mit Massen umgehen, und könnte eins das ander nicht entsetzen, was würde geschehen, da die hohe grosse Kirchen zu unser Frauen gefüllt, und ,ur Wehr angerichtet, ob nicht au« dem Orte der Stadt und dem Thum grosser Schaden und Nachtheil könnte zugefüget werden, darum der Sand eben so schädlich, als der Thum, wo er nicht in die Befestigung eingezogen; doch wird nicht gerathen, beyde Stücke gegen der Stadt zu befestigen, allein vor dem Ersteigen verwahret zu machen. Die^ Gebaute sind so schwer und groß, daß solches die Stadt und Thum mit Hüls aller. Geistlichen nicht vermögen.

Als würde Vonnöthen seyn, die Herren Fürsten und Stande entschlössen sich zu einer gemeine» iandhülfe, etwa durch Scheffelgelb, Weingeld, oder einen Bier» groschen mehr vom Faß,wie es am leichtsten könnteangestellet werden,und das zum wenigsten auf drey Jahr, dann in solcher Zeit diese Baue nicht können verbracht werden. Die Geistlichen und Klöster, so an dem Ort des Wassers liegen, thöten das Ihre nach Vermögen und christlicher Vergleichung, dabey ihre Unterthanen führeten im Winter grosse Feldsteine und Ziegel, und hülfen alle Jahr sieben Monat, jeden Monat drey Tage, schütten; wer dies nicht thun wollte, der gebe vor jedem Tag drey Sgl. Die Herren von Breslau mit der ganzen Stadt verordneten Werkstücke, Kalk, Ziegel, Maurer und den Baumeister, damit es rechtschaffen gemacht würde. Also möchte dieser nothwendige Bau fortgesetzet, und mit der Zeit verrichtet werden. Da nun Fürsten und Stände, geistlich und weltlich, diese Gefahr, und was daran gelegen, recht ansehen, und bedenken, so ist zu glauben, sie.twerden sich wider eine möglich« Hülfe nicht legen.

Also würde auch vonnöthen seyn, daß alle Städte, so «in guten Situm an der Oder haben, befestiget würden, von Oderburg in Oberschlesien anzufahen, bis gegen Groß^ glogau herunter, daran zwischen Breslau den Oderstrom hinauf, bis gegen Oder» bürg, etliche gute Städte und Flecken, nemlich Ohlau, Brieg, Oppeln, Kosel, Ratibor, und auch das Schloß Oderburg, welche an Pässen und zum Theil sehr feste gelegen, anzurichten ftyn, von bannen sich auch der Türken und Tarkern Ueberfall durch Polen am höchsten zu besorgen. Wenn aber dies« Städte mit du Hauptstadt Breslau sowohl, als Großglogau befestiget und versichert sind, würde dem tande Schlesien «ine grosse Verwahrung und Sicherheit geben.

Welches mit solcher Ordnung, wie oben davon gerebt, am leichteste« geschehen mag, nemlich daß zum Bau bey den Städten, die zu befestigen, der Biergrosch«, oder Scheffelgeld desselben Kreises geordnet, Fuhren und Handarbeit, als hiervon gemeldt, von männiglichen geleistet, wurde von Jahr zu Jahr was Ansehnliches Verrichtet; dann die Weichbilder, Flecken und Städte sn der Gränzen und bey der Oder gelegen, die der Befestigung zu Bewahrung d« tandes selber bedürfen, kö«F nen den andern keine Hülse leisten; ab» die andern Fürstenthümer, Weichbilder, Kreise und Flecken, da die eilende Verwahrung nicht vonnöchen, thätcn ihre Hülfen bey den breslauischen Bauren, wie oben davon geredt: doch wird solches alles zu der Herren Fürsten und Stände ferner räthlichem Bedenken gestellt, alleine mit dies zu wenig vermeldet.

Wenn nun die Defensiv« bermossen angestellt, und in Ordnung gebracht, die Frontiren und Gränzhäuser befestiget und angerichtet, der Obristlandshauptman» in Ober- und Niederschlefien (zu gelegener Zeit, sonderlich wenn Geschrey vorhanden,) seine gute Kundschaft bis in Hungarn und in Pylen, nach den tartarische» und moldauischen Gränzen, hielte, und da was Gefährliches vorhanden, warnet, und Vorschüsse, die Wälder an Gränzen zu verhauen, in die Beftstungen Proviant zu sammlen, an dem Oderstuß alle Pässe und Forte zu verbacken und verfallen, und bald darauf das erste und andere Quartier, wäre es noch, das ganze land i« Anzug brachte, dem Haufen zuzuziehen, und Proviant hernach zuführen, «nstlich verschafft.

Der Obristfeldhauptmann aber treulich und fleißig trachtet, wie dem Feinde gewehret, und wldelnanden, auch seine gute Kundschaft hielte, ob der Feind stark, wohin er sich wenden, und sei» Vornehmen stünde, die Hausen mit guter Ordnung in die Wagenburg führet«, und den Bedrängten zu Hülse käme, würde nicht so leicht und schnell der Ueberfall angehen, und ob es, da Gott vor sey, ja geschehe, würde es bey den Städten und Befe,ugung viel tandvvlk erhalten, dem Feinde wo nicht widerstanden, doch was verhindert und aufgehalten werden.

Denn wo die Nachbaren sehen und wissen, daß man in guter Bereitschaft sitzet, an Frontiren und Pässen wacker gerüstet und gefaßt fty, pflegt man sich des Einfalls nicht bald zu unterstehen.

Begebe sichs aber, daß au« Hungarn oder Polen dem ianbe mit Ueberfall, Rauben und Brennen zugesetzt, und Schaden beygelügt würde, ist nicht anders z« rathen, als daß Fürsten und Stände dieses tandes Schlesien hinwieder nicht sthonen.

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sondern trachte«, wie sie zu ehester Gelegenheit, auch im Winter, wenn der Feinb abgezogen, zu vorfthlicher Zeit, in desselben DiJion, von bannen er kommen, oder an einem andern Ort, da sie des am wenigsten Sorge tragen, wieder einfallen, rauben und brennen, in aller Massen wie die Feinde gethan haben; also wird ein Schwerdt da« andere in der Scheiden halten, denn es soll ihm niemand Gedanken machen, daß der türkische Feind und desselben Anhänger mit grossen Gedolle, nachbarlichen , freundlichen, erbittlichen Worten abzuhalten, sondern unser spotten, verlachen, mehr trotziger, freudiger und thatiger wird, darum kein ander. Mittel, als mit der Wiederthat ritterlich und kecklich zu bezahlen. .' . - - . ^.

Doch wird nicht gemeynet, daß wir jemanden, sonderlich unfern christlichen Nachbarn, (wer die auch feyn,) die wenigste Urfach geben, fondern Ehren verhalten, und alle gute nachbarliche Freundfchaft ( fo lange ihnen das lieb sey,) erzeigen und beweisen sollen. Da wirS aber von ihnen nicht könnten erlassen und überhoben werden, und unser iand (dessen sich Key Christen nicht zu versehen) feindlich angreifen, daß wir hinwieder unfer teib, Gut und Blut nicht sparen, die Gegentl aten, wie davon geredet, vorzunehmen, das wird uns der gnadige Gott verzeihen, die höchste Obrigkeit und andere benachbarte Fürsten und Herren nicht verargen, bey ritlerlis chen ehrlichen ieuten und unfern Feinden selbst einen rühmlichen Namen machen. Der allerhöchste gewaltige Gott wolle uns aber durch seine Barmherzigkeit vor des grausamen türkischen und tartarifchen Wüterichs Ueberfall, und aller andern feindlichen Verheerung gnädiglich behüten und bewahren, Amen, äüum Breslau, den > 4ten Januarii im i578ste«Jahre.

II.

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