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Betrachtungen'

über vorseyende

Ausstellung etlicher Taxregeln

zu ^ettimation der im Fürstenthum
befindlichen Lehngüther.

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^ iglichst zu csvire«, daß man weder

1. den Cameralen, als welchen keine Gükher hoch genug, wann sie was daraus zu gewarten haben, angeschlagen werden mögen., da sie doch weit niedriger dieselben berechnen;

2. noch den ?oileisoribu8 teuäor. tev6«Iium, die ihr Interesse dabey gemeinig? '' lich pro norm« juäieii mit untermengen, und solch« Güther aufs leichtste

angeschlagen wissen wollen, zu nahe komme.

II. Zumalen solche Regeln auch in den andern Fürstenthümern gebrauchet werden sollen, da gleich sonst nicht in subksnkislibus zu erinnern, leicht eine DiverLtqt hervorgesuchet, und daher« vermeynter Mangel ausgestellet «erden könnte.

III. Äöie aber niemand so glückselig, der allen teuken, bevorab den Imerellätis, die ihr Inkeresse ein?sr5 Oonillii seyn lassen, wird recht lhun mögen: also wird es allhier auch nicht geschehen, gleichwohl das beste Mittel seyn, darauf vorzusinnen, daß mögliche Gleichheit gehalten, und alle lnleaiivn darauf gerichtet werde.

IV. Welches nicht allein in Ausstellung hierzu dienlicher Regeln, sondern auch auf der Lxeeuwren Oexrerität, die solche Regeln sppliciren sollen, bestehet; weil doch kein Ding so perkeä seyn kann, daß, nachdem man in rem prselen. tem kommet, und ein Werk angreifet, nicht hier und da (etwas) angetroffen werde, daß einige l-Kessrskion den ?rsQi6cgi,ten verursachen dürfte.

V. Derowegen diefelben nicht so genau an die Regeln zu verbinden, gleichwohl auch ihnen nicht allzu freye Hand, die wohl selbst genommen wird, so viel das ^egonum leidet, gelassen werden solle.

VI. Die Regeln betreffend,

1. ist wohl erfunden, daß keines Weichbildes Tax gedacht, (anders solche Meldung gemißbraucher, und in milibus minderer Anschlage sllegiret, im widrigen verworfen werden dürfte,) gleichwohl einige KeÄexion darauf, als eine gepratticirte Sache, und worinnen milis enthalten, gemachet wird, sondern die Güte des Bodens allein pro tunäamem« gesetzet wird, welchem nicht mag widersprochen werden. Allein

2. scheinen die drey Abfälle, gut, mittel, gering, fast zu wenig zu seyn: welches aber, meines BedünkenS äexkenrsri Kevilorum zu comminiren, und freylich, wie in z. erinnert wird, her 5?Uabus der tehngüther erläutern würde. Bleibet also dabey.

z. Hiernachst ist sehr gut, daß das breelauische Maaß prselupponiret werbe, (wiewohl «insmals in Co„lull«ione puKIics davor gehalten «erden wollte, daß die im lande übliche Maassen unmöglich darein zu relZuciren wären,) um mögliche Gleichheit zu erhalten: es würde aber meines Bedünkenö die Ke> «ZuUion, als im Briegischen 1 Malter vor iz Schl. Breölauisch, im Strehlischen und Nimptschischen 1 Malter vor 18 Schl. Breslauisch, im Creuzburg- und Pirschnijchen 1 Malter vor 2 Malter Breelauisch eigentlich zu melden seyn, anders die Keviloren sich an eine kleine vifferenr des antreffenden MaasseS kehren, und in dem Anschlag irre gemacht werden dürften.

4. Diesemnach das Getreide betreffend, und zwar die Winterung, ist zu erinnern, ob nicht der sonst üblichen Creuzburg-und Pitschnischen landtaxe zu nahe gegangen werde, indem daselbst ein Malter vor 18 Thal, angeschlagen, allhier auf 24. 2«. und 16 Thal, angesehet wird. Der Unterscheid der Aecker würde es entscheiden, und stünde dahin, ob sothane Creuzburg-und Pilschnische Aecker durchgehende vor mittler und geringer gehalten, und noch

^>«ine Sorte dazu gemacht würde.

5. Dann, ob die Sommerung nur auf die Halste gegen die Winterung ange» schlagen werden sollte, stehet zu betrachten: ich vermevnre, es sollte bey dem Abfall der lerriae; verbleiben, bevorab an den Orten, wo mit Ochsen die Ackerarbeit verrichtet, und das Futter ersparet wird, weil «S ja sehr nie« drig kommet, , ...

ein Malcer über Sommer im guten 6 Thal. Mittlern 5 Thal, geringen 4 Thal, und darzu die Garste, Brodtgetreide abgieber.

6. Bey Anschlag der Viehzucht verbleibet «S bey dem Ansatz billig, es wäre dann, daß in dem Creutzburgischen noch «ine mindere Classevon 1^ Thal, oder Rthlr. gemacht würde, weil geklaget wird, daß sie drey Kalber vor einen Reichechaler gebe« müssen, und die Milchspeise keine Anwehrung hätte, als nach Breslau.

7. (Zus.«ilur, wie eine Ziege anzuschl-zen, «eil an theils Orten eine ziemliche Anzahl gehalten werden.

8. Da« Schwein-und Federvieh, so im Creutzburgischen in grosser Menge gezeuget, bleibet unangeschlagen, zum Behuf des WirthschaftS, Unterhalts.

9. Schaf«/ Teiche, WiesemachS, Nutzholz, Brauuhrbar^ ZinS, aus Mühlen, Wassern, von Unterthanen, Geld, Getreide, Ehrungen n. Verbleibet bey dem Ansatz. Nö. Gespinst im Wohlauischen, Pitschnischen und Creutzbu: zischen.

10. Die Arbeit der robothsamen Gärtner möchte in 8ol»üum unangeschlagen Verbleiben; dag«g«n

273 V. Betrachtungen über vorseyende Ausstellung etlicher Tarregeltt.

zi. Die Dienste der Bauern, unter welchen auch die zu. dem Rittersiß Se 5,üa genossen werden, (wie denn unterschiedene Herrschaften mit Fleiß nicht Bauern aussetzen wollen,) mit gemeynet, werden billig angeschlagen. Item der Freygärtner Arbeit umsonst, und was die Handwerker arbeiten und Zinsen. (Zuaer. Was von der Wächterhaltung zu urtheilen?

12. Vorwerksgebäude, nächst dem Rittersiß, Obst - und Tatzgarten, Obergerichte, Jagdten, Stellwerk, Kirchlehn, dünket mich zu gering, von 50a Thal, bis ioc?s Thal, angesetzet zu seyn. Weil ein geringer Rittersitz, zu, sammt schlechten Vorwerksgebäuden vor 500 Thal, geschaffet werde», theilS ihre Gerichte nutzbar zu brauchen wissen, Li. grsr. der von Koschenbahr zu Jacobin «. Gerichte und Kirchenlehn zu des vomini Respekt dienen.

iz. Unter den veelucenäis hielte ich, ur eum pses äixerim, das Holz un, wöchig, weil es unter die Wirthschaftsnothdurften, wie Salz, Fleisch, Handwerkergehöret, und unter dem moclerirten SäewerkSanschlag enthalten, den Unterhalt des Viehes nicht angehet, und allzu gemeinen und grossen Abzug machen dürfte, und in vorigen Taxen nicht srlencliret worden, ja wohl zu besserem verhoftem Nutz möchte vertrieben worden seyn, und nunmehr wieder in veäuüion käme.

14. Hiernächst stünde zu versuchen, ob es nicht allzu grossen Abfall verursachen dürfte, wann die Steuer-IncliSion doppelt abgezogen würde, als woraus « Zn effeüu fast jährlich ankommet.

iz. Die andern Oners «erden einfach abgezogen, 6 aufs Hundert gerechnet, und das Getreide in gleichem Werth, als es oben in dem Einkommen angese,

het ist. ' .

16. Was reckmibel, an dessen Stelle mogte das Capital in Abzug kommen.

17. Hirten - Schütte wird nicht «leaäiret, weil davor gearbeitet wird, und zu des Viehes Vorsorge gehöret.

13. Der Ritterdienstanschlag, weil er selten vorkommt, und pro rslion« ttstm von der höchsten Obrigkeit äepenlliret, wird billig gemäßiget.

VII. Wegen der Revisoren, die solches alles fein bescheidentlich tractirten, dürfte es am schweresten hergehen, .wie selbige zu erwerben: weil sich niemand Mühe, die schlechte Belohnung und viele Verdrießlichkeit mit sich führ«, auftladet: der juilus superioris, dem nicht zu widerstreben, und daß den Kevinen«!» ,„.. zu erlangender freyer Hand in ihrem Eigenrhum gedientt werde, mögte es

HMliren. > . > ^

'Lslvo melius lekmenuurn juäiei«.

Unmaßgebliche Erinnerungen

über die

Extracte aus dem blauen Registratur-Büchlein,

die l'rsllswioo der Süther von Besitzern zu Besitzern betreffend,

und zw«

Bnegisch und Str«hlisch Weichbild.

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