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tbeilt die Warschauer evangelisch« Gemeine, aber auch die allgemein« Ge»

schichte

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Deutsche Uebersetzuttg des vorstehenden Manifestes.
Geschchen im kor, igl. Schloß zu Warschau, den 25. Febr. 178».

Vor dem Warschauer Grodgericht und dessen Acten erscheinet persönlich der wohlg«-
öorne Friedrich von Kaufmann, Obristlieutenant der königl. Armee, und Er. kdnigl.
Majestät abgeordneter Bevo llmacbtiqtcr zu dem wengrowischcn Gcneralsynod der
DMcnten/und schreibt in kraft tc« InhallS deS königl. Mandoks, welches inöbe.
Andere befichkt, daß der gedachte abgeordnete Bevcllmächligte alle Aufmertsamkeir

schichte der dißidentischen Streitigkeiten, und ist «in erhaltungswürdige« Denk'

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und Sorgfalt anwende, dag nicht bey Gelegenheit eines zu errichtenden Kirchenregimenls der Dividenten etwas beschlossen oder gcthan werde, welches der heil, römischkatholischcn im Königreiche Polen herrschenden Religion, den Reichsgesctzen, v^er dem im Jahr i?68 den Dividenten zu Gunsten geschlossenen Tractat, im geringsten zuwider oder 'nachtheilig sey. Erstlich wider die politijch kirchliche Union, welche auf dem Pcovincialsynod zu Sielec im Monat May 1777 zwischen den dißidentischen Einwohnern von Kleinpolen und dem Herzogthumc Masovien, ohne daß auS dem Herzogthumc Masovien ein Adelicher oder Geistlicher der augeburgischen Confeßion gegenwärtig gewesen, gestiftet worden, und wider alle auö dieser illegalen und besagtem Trattat zuwiderlaufenden Union, bisher unter sehr vielen dißidentischen bürgern des Reichs, besonders aber unter den Gliedern der zahlreichen Warschauer Gemeine, auqsburgisch-r Confeßion, entstanden, und die gesellschaftliche Ruhe auf das gefährlichste zerrüttenden Uneinigkeiten. Zweyrens wider die letzte im Monat Funsus ,78'. versammlet? 8/nack. ?rovinci,I. Drittens wider das gegenwärtige Sonsistorium der Dißidenten, welche« zu Warschau angestellet ist. Viertens wider die Vorsteher der besagten Warschauer Gemeine, augsburgischer Confeßion. Fünften, gegen einige Personen, welche den Reichsgesetzen, den Zractaten, dem System und der Kirchendisciplin der ebengenannten Confeßion zuwider handeln, als aller Uneinigkeiten und schädlichen Zänkereyen Urheber und Begünstiger, nemlich den Pastor Serulli, den Gewürtzkrimer Sbert, den Kaufmann Giering und den Kleäicln« Doktor Arnold, die feyerkchste und seiner Zeit in den kor«. welche durch den Tracrat einer jeden Sache angewiesen sind, gerichtlich auszuführende ^mleltzrj«« und relr>ett,vs frörest«!«,, ein, und zwar IN folgenden. Erstlich, weil zwar den dißidentischen Einwohnern deS Königreichs Polen und deö GroßherzoglhumS Litauen durch den Tracrat nickt verboten ist. »ach dem Beyspiele der Nichtkatholischen, die im deutschen Reiche wohnen, eine bloß politische Union zur gemeinschaftlichen Vertheidiaung der gemeinschaftlichen Rechte und Privilegien, unter sich zu schliessen, aber eine Unwn. welche das innere kirchliche System einer jeden evangelischen Confeßion besonders betrifft, und zur Permischung besser durch Lehrsätze, Gebräuche und Zucht aanz und gar verschiednen Confeßionen, welche durch den Tractat von 5768 ausdrücklich unterschieden wsrdcn, wever direkte noch indirekte führt, >zu sckliessen, ist denDißidens ten von Kleinpolen und M'suren um so weniger erlaubt, je mehr durch eine solche Vermischung beyder evangelischen Confeßionen der Zractar wesentlich gebrochen würde, und die Vorrechte, welche zweyen unter sich verschiedenen Confeßionen gegeben worden, einer dritten, die aus beyder Vermischung entstanden, welche weder eine reine auqSburgische noch reine reformirte, sondern zweydeutige, im Tractat nicht genannte, mithin im Königreiche Polen nicht geduldete Secte formirte, gar nicht zuköwen. Daß aber die Sielerer Union, unter dem Zitul einer politisch-kirchliche», die innern Regierungen beyder evanqeiischen Confeßionen zu ihrem geheimen Zwecke gehabt, erhellet deutlich daraus, daß der diese Union machende Synod nur ein gemischtes Consistorium angesetzt, welches 5r«m «der dem wörtlich ausgedruckten Inhalte und dem Sinn des ZractarS geradezu entgegen ist, weil der desagte Tractat zur errichtende» und erhaltenden in jeder Confeßion nothwendigen Subordination und Kirchendisciplin fen,undConslstoria errichten mögen, welche SvnodenundConsistorien alle Sachen, die die Lehrsatze, Lehre, Liturgie, Ordnung und Disciplin angehen, leiten und regieren sollen, welche Worte schon an sich genugsam ('eweistn, daß einer jeden Confcßion ihre eigene und desondere Synode zukomme, und ihr eignes Consistorium, weil eine jede Confeßion, indem sie ihren Grundsätzen folget, auf die sich ihre Discip/in, Sir,chenregiment und Gebrauche gründen, über die Lehrsätze und Disciplin einer andern Conkcßion nicht gründlich genug bestimmte Urkheile um so weniger tällcn kann, da das Consistoriuin aus gleicher Zahl von Assessoren, die aus beyden Confesiionen genommen, bestehet, und also durch den unumgänglichen Mangel der Wahrheit die Beschlüsse unmöglich dccisiv werden können, weil jede Confcßion ihrem kirchlichen System anhängt, und von der andern Confeßion Sachen immer ein unfüglichzS Urtheil fällen würde; welche lnconvenien? die weisesten Stifter des Traktats weislich verhindert, indem sie festgesetzt Artik. >l. §. 4. daß die Fundntorcs neuer Airchen von demjenigen Consistvrio der Confeßion den Consens suchen sollen, zu deren Gebrauch die Kirche gerichtet wird, woraus überzeugend erhellet, daß eine jede Confeßion von ihrem eignem Cvnsistorio und Synod abhangen soll/ mithin können gemischte Synoden und i.«k>iittaris, jimk, nur dann collegialisch zusammen kommen, wenn Geschäfte, welche das ganze coro« ö'iliäeluium betreffen sollen, verhandelt werden. Dennoch haben dieser Wahrheit zuwider die Vorsteher der Warschauer Gemeine A. C. «ine solche innere Ver« einigung beyder Confeßionen wirklich bereits angefangen, wie dies unten deutlicher und weilläuftiger wird gesagt werden; und obgleich einige zur Gemeine besagter Confeßion gehörige Glieder des RitterstandeS, da sie damals keine Arglist verywtheten, sondern den Btynamen der Union, welcher von der Kirche hergenommen ist, für ein brüderliches Band jeder Confeßion ihre frene Religionöübung in allen zu beschützen hielten , diesen Unionsact hier in Warschau auf guten Treu und Glauben unterschrieben, so sind sie doch, wie sie hernach die schädlichen Wirkungen der Union eingesehen, stillschweigend von ihr abgegangen. Zweirens, weil der letztere im Monat Junio verwichnen Jahres verhandelte Synod zu Sirlcc nickt, wie die Gesetze verordnen, durch Dcliberation und Stimmung, sondern oictirend seine Atta und Canoncö gemacht bat, und alle zu erwählende Personen, denen Geschäfte aufgetragen, oder Acmter übertragen werden sollten, auS dem Schudsack des Kaufmann« Giering, der die Namen auf ein Papier gcschncbcn hatte, helausge-ogen, und dem wchlgcb. SynodalDirektor als Erwählte hmgercichet wurden; so wurden die neuen Ässessores lzeS Consistorii, so die auf den zu rcassumircnden Gcncralsynod aus der Mesau zu ernennende Dcputirte, so die Untersuche,.- des neuhexauSgcgebenen dißidcntischen KirchcnrcchtS, welches die wohlgeb. Dcputirte von Kleinpolen zu Wengrow schon überhaupt approbirethaben, (insbesondere aber sind e»nae ^l<,«,sic,ri«nen, Erklärungen oder Aenderungen, die dem Orte und Umstünden angemcffen, auf dem künftigen Generalsynod vorzutragen, durch den Canott der Genera lsttnode nicht nur den Provinzialsynoden, sondern auch den Gemeinen erlaubt worden,) so die Censoren des noch im Assessorialgerichr befindlichen, mithin zur Compctenz dcS Provmzialsynods nicht gchörigcn Manuskripts eines wahren Kirchengesetzbuchs, welche« von den Vorstehern der War

mal der Gesinnung dieses golzischen Weckzeuges.

Ich

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schauer

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