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deutlich und umständlich beschrieben worden. Von der letzten Gemeine weiß ich

nichts

6) Zu Führung der Feder bey der ConsistorialgerichtSbarkeit erwählen sie einen von den Assessoren auf ein Jahr, nemlich auf die zweo Gerichtöcadenzen, nebst Voro ckeeilivo.

7) Zu den Gerichtöcadenzen deS Consistorii wird folgende Zeit festgesetzt: Die erste soll gehalten werden gleich nach geendigter Synode, undvier Wochen dauern, (wenn hierzu hinlängliche Rechtssachen vorhanden,) und an dem^Ort, wo sonodiret worden, die andere aber soll jedesmal in Wilna und Kauen abwechselnd gehalten werden, vomiStenJanuarii bis zum letzten gedachten Monats, wenn die vorhandenen Rechtssachen so viele Zeit erfordcm

8) Von den Consistorialdecreten findet keine andere Appellation, als an die Pro« vinzialsynode deö Großherzogthums Litauen, statt.

y) Die Consistorialgerichtsordnung, betreffend die innerliche Verfassung dieses Gerichtshofes / die Obliegenheiten der Gerichrsversoncii, und die Angelegenheiren, welche vor diesen Gerichtshof gehören- ic. behalten wir unö vor, in plon, iiellions gegenwärtig ger Synode zu entwerfen und festzusetzen.

Gegeben in der Keydaner Kirche den 29sten Junii 1781.

Obigem ist noch beyzufügen beschlossen, daß für dieses einzigemal die Cadenz deS Consistorii nach Beendigung gegenwartiger Synode wegen verschiedener Ursachen, richten kann und soll, aber die im Januario zu halten festgesetzte Cadenz soll laut den Gesetzen in Wilna ihre Seßionen halten, vsr. ur luprs.

Adam Estko, 8lsroKa KliKonzKi, Director der Synode des Großherzog, thums Litauen.

Alexander Monkiewicz, Len. LccI. Viluenlis.

Gerichtsordnung des gemeinschaftlichen Consistorii beyder unirten evangelischen Conftßionen in der Provinz des Großherzogthumö Litauen.

1) Dieses Consistorium soll folgende Rechtssachen richten.

s) We zwischen der^Geisilichkeit und den Gemeinen sich «eignende Streitig« keitcn ?c. und so vice vers,, desgleichen auch die Streitigkeiten derParticularpersone« unker einander in Kirchensachen, auch nicht weniger die Streitigkeiten, welche sich in den Gemeinen, wofür Gott bewahre, erregen sollten.

5)

nichts mehr zu sagen, aber von der ersten unterschiedenes. Sie halten ihre Synoden

K) Die Sachen in punÄo lesnäslos« vir« geistlicher und weltlicher Personen, imaleichen der Vorsteher und Aelrcsten in den Gemeinen, welche durch den tnttiZ««r ^«ntiliorii vorgeladen werden sollen.

c) Die Sachen zwischen Eheleuten einer oder beyder Confeßionen.

6) Ehescheidungsangelegenheiten.

e) Dispensationen sollen auch zum Consistorio gehören, als, vom dreifachen Aufgebot der verlobten Personen, Hausraufcn, ausser im Fall einer Schwache dcS ^ Kindes, HauStrauung, ausser im Fall, daß jemand vom Brautpaare in letzten Zügen läge, und solche verlangte.

k) Die Sachen aller Witwen und Wavsen der Geistlichen, und derer, die der Kirchen dienen, über welche daö Consistorium die Odervormundschaft zu führe» schuldig ist.

2) Zu der Gerichtsbarkeit des Consistorii sollen nicht die Sachen der Dogmatil beyder Confeßionen gehören, diese behalt sich der gemeinschaftliche Sonod bevor, um Personen vom geistlichen Stande von der Confeßion zu einer Commißion zu verordnen, von welcher Confeßion jemand wegen Verfälschung der Lehre verdächtig ober angetlaget ist.

z) In allen Rechtssachen soll überhaupt das Sonsistorialgericht, so bald eine Sache vorkommt, den Weg des Vergleichs einzuschlagen verbunden seyn. Wollen sich aber die Partheyen nicht vergleichen, wird der Rechtshandcl vorgenommen.

4) Um die Zeit zu ersparen sollen die Portheyen ihre Klagen dem Gericht entweder schriftlich einreichen, oder 16 pr«l«collmn mündlich angeben, dieExceptiones, Producke und Repliquen aber soll von drey zu drey Tagen eine Parthey der andern zu com« municiren verbunden seyn.

5) Nachdem der gerichtliche Spruch der Partheyen vorgelesen worden, kann das Consistorium denselben die Berufung auf den Provinzialsynod nicht versagen, Vielmehr soll es den Appellirenben ein Zeugniß äe !nr«-pos,ls »ppeilsrion« zu er« theilen schuldig seyn, denselben sind überdcm drey Tage, nachdem das Urtheil gefaßt worden, als Bedenkzeit zu gestatten , ^ ...

6) Die Gebühren sowohl für daS Gericht als den Notarinm, und die Subalternen, gleichen für die Consistorialdispensen, werden folgendcrgestalt bestimmet.

») Für einen ganzen Proceß zwischen den Partheyen bis zum endlichen Urtheil. dem G^ncht einen Duralen.

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Für dm Extra« eines gerichtlichen Acts und ander« Resolutionen, imgleiÄen für die Unkerschrift deS Nvtarii mit der Gorrecte, für jeden Bogen einen Gulden, «ovs Siegel funfieh» Groschen.

c) Für eine Entscheidung, nachdem der Stand der Personen ist, von sc» bis soso potiüsche Fl. um Aerzernisse zu verhindern

. . t) Für den Indult wegen des Aufgebot« ein - für allemal, von Personen, die solches verZangen, z Ducaten. Bon Armen soll man nichts nehme».

'Bon den Indulten z» smal AukgebcU innerhalb 8 Tagen wird bezahlt 8 M. Die Armen sind, wie vorher gedacht, frey.

L) Die Dispensation zur Hanstaufe in hen Städten und Oettern, wo Kirchen sind, soll aufser der Schwache eineSckiindeS cchnentgekvlich ertheilet «erden, doch ohne solche Erlaubniß soll wegen guter Ordnung die Haustaut'e nicht zugelassen worden- Denen in den Dörfern wohnenden aber soll, laut alter Gewohnheit, der Geistliche ohne die Grlaubniß vcm Sonsistor« zu suchen, zu rciscn, und diesen heiligen Act zu verrichte» erlaubt seyn.

Dieses soll auch de» Trauungen beobachtet werden, und wird eingeschärft, daß, so viel als möglich, und die Situation der Oetter rs zulaßt, ein solcher Actus in der Kirche verrichtet werde.

K) Alle dergleichen Einkünfte sollen die ConsistorialeS zu gleichen Zheilen «nt« sich theilen, «usser daß dem Nvtario die Sporte! fürö Schreiben und fürs Siegel» «lleine zukommen, welcher jedoch für Verfertigung und e«rzckrugg a»ch des ailerweitläuftigftm Unheils mehr nicht als 2 Duralen verlangen soll.

7^ Wenn vermöge Dccret eine Commißion oder Inquisition ausgeführ« werde« müßt,, so sollen die streitenden Partheyen für die hierzu ernannte Sonsistorialrälhe gemeinschaftlich die ZorlschaffungS? und Unterhaltungsunkosten tragm.

8^ Jeder Consistorialrath soll für beyde Cadenzen, nemlich für Verwaltung der jährlichen Funciion, zc« polnische Fl. erhalten , welche unterdessen jede Cvnfeßion für ihre Consistorialrathe unter sich in so lange zusammen bringen und zu bestreiten habe» wird, bis die gemeinschaftliche Casse eingerichtet worden ist. .

9) DaS Comvltt des EonfistorialgerichtS soll <mS 4 Personen bestehen, wenn ayS jedem Stande eine Person vorhanden ist, nur muß die Parität der Personen von beyden Confeßionen beobachtet werden- Diejenigen Consistorialräthe, welche der Labenz nicht beowohnen, bekommen keine Pension, sondern solche bleib« in der Casje.

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Im Februar 178z verfertigten sie zu Birsen eine Consistorialord

nung

KIZ. Wer der 4 Wochen daurendenConsistorialcadenz beywohnt, bekommt 200polnische Fl. wer nur der 2 wöchentlichen Cadenz sitzet, lc«Fl. und bey Heyden zugegen ist, die ganze Pension.

io) Die Pluralität im?>en« bestehet auS 4 Stimmen, und im festgesetzten Complet aus drey Stimmen. Bey einer Parität ist der Präses befugt, solche durch seine Stimme zu heben.

nXWenn ei» vom Synod erwählter Consistorialrath daö Complet durch seine Entfernung aus dem Gericht line legirimo impedimen?« zerreissen sollte, so setzen wir auf einen solchen rigorem remsriontt sb oöicio hiemit fest.

12) Da« Consistorium soll sich folgendes Siegels bedienen: Zwey Hände, die sich in einander drücken, oben das Auge dcr Vorsehung, mit der Umschrift:

LigiUum Oonsiitorii vnicoi-umLvanFsIiecirum in K4gg.vu?. I^itK. 4. 1781.

Eidesformul für die Consistorialra'the.

Ich N. N. durch Mehrheit der Stimmen erwählter Sonsistorialrath deS vereinig« ten evangelischen Consistorii im Großhuzogthum Litauen, schwöre zu dem drcyeinigen Gott, daß ich dieses Amt mit aller Gewissenhaftigkeit und Treue verwalten werde, ohne leichtsinnig die festgesetzten Cadenzen zu versäumen, xvhnc die geringste Partheylichkeit. Ansehn der Person und Stand, Freund? oder Feindschaft, sondern alle meine UrtKeile sollen sich gründen auf das Gebot Gottes, die Kirchcnagende, die Synodalschlusse und andere Gesetze dcr protestantischen Kirchen beyder evangelischen Confeßio: nen, und daß ich keine mir anvertraute Geheimnisse entdecken werde, so wahr mir 'Gott helfe.

Eidesformul, für den Consistorialnotarius.

Ich N. N. erwählter Consistorialrath zur Führung der Feder in dem Consistoriab geeichte des Großherzogthums Litauen, schwöre zu dem drcyeinigen Gott, daß ich alle Acten auf das treulichste und fleißigste in Acht nehmen werde. Die Register der Rechtssachen werde ich nicht verändern, alles getreulich ins Protokoll einschreiben, und alle Extrakte und Dekrete nach dem Inhalt der Entscheidung des Gerichts verfertigen, herausgeben und unterschreiben, auch keine Geheimnisse verlautbaren. Hierauf schwöre ich zu Gott, so wahr ich von ihm Hülfe begehre.

iz) Nachdem wir die Gerichtsordnung des Consistorii verfertiget, und wir zur Wahl derer Consistorialräthe geschritten, welche bis zu künftiger Synode diese richterlichen Aemter bekleiden sollen, und zwar sollen alle Consistorialräthe auf die künftige Januarln Cadcnz sich persönlich einstellen, um daS Consistorium zu gründen. Erstlich aus dem Ritterstande sind die hochwohlgcbornen Herren Christoph von GlinSko Glinski, Obristlieutenant der Armee deS Großherzogthums Litauen, George aus Mlodzi'anowa

, Gransnung 1) für ihr Consistorium , welches sie das Provinjialconsisiori

Sss s um

GranSzewSki, Generaladjutant des Unterfeldherrn des Großherzogthums Litauen. Vom geistlichen Stande, die hochwohlgebornen Herren Gottlob Bitner, Eonsenior von Wilda, vom Ritterstande augspurgischer Confeßisn, den hochwohlgebornen Herrn von Essen, königl. Hofrath. Aus dem geistlichen Stande die hochwohlehrwürdigcn Herren Theodor Zakrzewski, Pastor zu Zaurogen, Joachim Friedrich Schulz, Pastor in Kaydan, einmüthig erwählt worden, und haben diejenigen respcctive Herren, welche gegenwartig waren, den oben vorgeschriebenen Eyd in Absicht der Synode abgelegt. Gegeben in der Kirche zu Kaydan im Jahr 1781. den zosten des Monats Junii.

AdamEstto, Lurotta 82lK«v5lci, Director der Synode der Pro-
vinz Krauen.

Michael Kr. von Konspka Grabowsky, Generalmajor und Chef der
Garde zu Pferde. , ',

Johann Bukoweki, ex eyu. orSine No»r!m.

Alexander Makiewicz, Senior Vilnens.

Benjamin Kanot, Senior von Podlachien.

Thomas Makiewiez, Senior des Districtö Novsgrod.

^lemori»!.

Unter dem Titul Gesetzbuch in geistlichen Sachen für die Dißidenten ,c. sind 6 Exemplare in deutscher Sprache unter die Distrikts vertheilct, um solches Gesetzbuch zu untersuchen. Von diesem Buche sind 1>ie empfangenen 4 Exemplare in polnischer Sprache denen Distrikten Wilno, Novogrod, Weißrußland und Samogitien zugesandt worden. Das auf der Generalsynode corrigirte Exemplar aber, in welchem die Regierung an die Provinz des Großherzogthums Litauen verzeichnet worden ist, wird dem Archiv zu Wilna einverleibet, l - .> - - ,

I) Dies, lautet also.

Consistyrialvexsassung der evangel. Gemeinen U. A. C. im Großer.

jogthum iitauen.

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