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JZnner ,?82ftn, IZahns Km Herr« Graft» von Unruh Übergaben; c )

diese unsere neue Kirche nicht allein nach den in der Liturgie der unveränderte» ougSburgischen Confcßion bestimmten Eeremonien emgeweihct, sondern auch künftighin der ganze Gottesdienst, die Administration der Heilgen Sacramenta, und überhaupt alle liturgische Handlungen nach den in der sächsischen Kirchenagende, als zu welcher die Gemeine seit So Jahren gewöhnet ist, enthaltenen Kiru, wieder eingeführt, und alle im Gottesdienste bisher gemachte Neuerungen abgeschaffet werden möchten; so ertheilten uns gedachten rußisch-kayserl. Ambassadeurs Herrn Grafens von Stackelberg Excevenj hierauf die Resolution, daß da unser Gesuch billig, selbiges in allen Punkten bewilliget würde.

So beruhigt mir anfangs bey dieser Resolution waren, bey unS selbst überzeugt, baß wir nichts Unbilliges, Unrechtmäßiges noch wider unsere Religion laufendes gesucht hatten; so sehr bestürzt es uns, daß einige Mitglieder von unS, die nicht allein anfangs einerley Meinung mit uns waren, und solches durch ihre eigenhändige Unterschriften bekräftiget, sondern auch (welches wir nunmehr? öffentlich gestehen müssen, daß selbige solche Ueüäeri, niederschreiben liessen, und bestätiget haben wollten, die, wenn sie wären angenommen worden, gewiß viele Weitläuftigkeiten und Unordnung verursachet hätten,) uunmehro gegen diese uns ertdeilte ZrxohH und den Zractat von ^nn« ,76«, desgleichen auch unwissender Weise und vermüthlich durch Uebereehung, gegen die von deS rußischckayserl Ambassadeurs Herrn Grafen von ^ Stackelberg Sxcellenz im Namen seiner großmächtigsten Monarchin, als Garantin dieses Traktats, unS den 27sten Dec. vorigen Jahreö l?8l ertheilte Resolution, (welche den zten Januarii c sä üäa conttk. gegeben worden,) öffentlich sich vermanifestiret, vorgebend, als wären sie hiezu von unS beredet worden, welches doch schlechterdings wider unsere Gesinnungen läuft z als vermanifestiren wir unS gegen all« der« gleichen Eingriffe, sie mögen Namen haben wie sie wollen, hiemit aufs fcverlichste, und bekennen vor dem Angesichte Gottes und der öffentlichen Welt, daß wir niemals etwas suchen werden, was unserm Gewissen und unserer heiligen Religion zuwider, laufend wäre, noch jemals entgegen laufen könnte. Unter Verpflichtung unserer Ehre und unser« guten Gewissens. Zu welchem Ende wir gegenwärtiges Contramanifest hier niederlegen, und unS gegen diejenigen, welche sie auch immer seyn mögen, jederzeit zu rechtfertigen anheischig machen. Warschau, den Isten Jan. 178s.

Johann Krlckel. Herrmann Heinr. Bergemann. Bernh. Traugott Muller.

> V«u« den ?ten März 1782.

^ At«ick«tum Keverencki OtmlIkKri! « kraroeoll« Jurium eilkrsäiäi,

I»e«bu» Qlairez, , dk«k. jur. OanüKarü.

e) Dies« lautet «ls». , .

Lxiraäum ex ?rotoeo!!o ^urium Keverenäi dontlliorü Lvangel!« junäi
Xiiy. ?ol. « vue. Kaalovi« 5ub Die « ^Üu 5. ?«Kr, 1782. ^nni.

BnschingS Magazin XtX. Vdett. Aa«. «r. aber auch d« Manifest, welches die Aeltefien der Gemeine gegen diet> Reue. - L >'.->' runA

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.' ^! Erscheinet persönlich der Herr Peter Zepper> 5?». ««!!,, mit dem Gesuch, die H>on ihm sck ^Ks präsentirte Note an des kovigl. polnischen würklichen . geheim» . Raths Len. 8ea,«riz aller in Polen und Litauen befindlichen evangelische» Gemeinen , beyder Confeßionen, und Rittern, Herrn Graten vv» Unruh Ercellenj, zu »sroßirem, deren Inhalt von Wort zu Wert wie folget: , ^ ., ^, ^

DeS rußisch-kayserlichen Großbotschafters Herrn Grafen von Gtackelberg Excellenz '/ haben gnädig geruhet, auf unser unterthänigstes Bitten, unS in >den durch den Traktat von än. 176» versickerten und garantirten freyen Genuß deS reinen Göttea« dunstes nach denen Lehrsätzen und Kirchengebräuchen der unveränderten ougöburgi« ^ sehen Confeßion, welche unsere Vorsteher seit einiger Zeit völlig verstümmelt haben, ^ > roieder einzusetzen, und eine unterm 27. »«emKrisp. eigenhändig unterschriebene Vesolution zu ertheilen: „Daß unsere neue Kirche nach dem ti,m der unveränderten „augsburgischen Confeßion eingerichtet, und darinnen der Gottesdienst nach der ,, sächsischen evangelischen Kirchenagende verrichtet werden soll. „

Da nun auch zum ersten bekannt ist, daß in allen evangelischen Ländern urive» önderter augsburgischer Confeßion kern Priester in derjenigen gemeinen Kleidung, in welcher er seine gewöhnliche Geschäfte verrichtet, vor dem Altar, auf der.Eanzel, und überhaupt bey allen liturgischen Handlungen, erscheinet, sondern Key Verwaltung teineS Priefteramtö einen der geistlichen Würde besonders zugeeigneten Anzug gebrauchet, indem eS zweytenS natürlich ist, daß unsere innerliche Begriffe durch die iusserlichen Sinnen entstehen, folglich unser Gemüth durch einen äusserlichen Gegenstand gereitzet werden muß, um sich zu derjenigen geistlichen Betrachtung zu erhebe«, welche die Ausübung unseres Gottesdienstes erfordert, welche Aufmunterung aber

< «ich« geschehe» kann, wenn wir den Geistlichen in ebenderselben Kleidung vor dem Altar sehen, in welcher wir gewohnet sind, ihn in seinem Hause und in Gesellschaft >u finden, deswegen sind auch unfern beyden Herren Predigern noch vor EinweiKung

- unserer Kirche die nöthigen Priesterröcke zugefchicket worden; aber der Herr Prediger Eerulli will sich de< seinigen so wenig bedienen, als daS in der sächsischen Kirchcnsgende vorgeschriebene Gloria, das heilige Vater unser und die EinsetzungSworte deS heiligen Abendmahls absingen, überhaupt auch beo keiner liturgischen Handlung den in der sächsischen Kirchenagende vorgeschriebenen Kimm gebrauchen, handelt also der von des Herrn Großbotschafters Ex/ellenz ertheilten so gnädigen als gerechten Resolu

, rion trotziglich entgegen, und macht in unserer neuen Kirche zwey ganz verschiedene 'Arten des Gottesdienstes, deren eine der unveränderten augSburgifche» Confeßion und der andere der reformirtcn Kirche gemäß ist.

Mmn wir nun versichert sind, daß Ew. Sx/ellenz kräftige Unterstützung unser« gerechten Gesuches, die gnädige Resolution des Herrn Großbotschafterö Excelienz bewürfen helfen: so bitten wir Dieselben hiemir so unterthänig aiS inständig, sich für die Einführung emes reinen und gleichförmigen Gottesdienstes in unserer Kirch« weiter zu verwenden, und hochgedachten Herrn Großbotfchafters Excellenz dahin zu vermögen, daß Hochdieselben, als Beschützer unserer erhaltenen GlaubmSfrcvhctt, ttMg i» S«n gemieinschaftlich«» ConDönum mederlegtm; 6) das Schttiben Ks

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Aaaaa rußisch

- an den Nenn SeUior Tepper eine ernstliche schriftliche Ermahnung ergehen läge» möchten, damit erwehnter Herr5emo>- von Amtsgwegen da das hiesige Oonii. >> ttormm jun«um durch die von des Herrn Direttori, der limitirtcn Gcncralsynooe tzrcellen, gegen die ganze letztere kieinpolnische Synodalhandlnng einaeschickre solenne Prctchation als nicht exiftirend betrachtet werden muß,) dem Herrn Prediger Ctrulli, bey Bedrohung der Suspension vom Amte, «nbesehle. sowohl die prte,lerl,che Amtskleidung . als die sächsische Kirchcnagende dev allen öffentlichen und privatlilurgischen Wandlungen zu gebrauchen, damit wir in unserm Gottesdienst nicht einmal umS andere aestört, und gezwungen scyn möchten, uns selbst als zweydeutige Christen, die bald so, bald anders ihre Glaubenspflichten ausüben, anzusehen. Die Abschaffung des neueinrten uns Aellern ganz unbekannten CalechlSini, den unsere Kinder leider lernen wird von sclbsten erfolgen, wenn unsere Herren Prediger zu der reinen Lehre

zum Gebrauch der sächsischen Kirchenagende
den

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U. A. C. und scyn werden.

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Erscheinen persönlich die Herren Christian Ebert, Stubenrauch, Kortum, Präses und verordnete, Aelteste der Warschauer evan'

Manifest s6 ^S».'

Sattler, Kinzel.
Gemeine A. C-

Nachdem neulich verschiedene Privatglieder der evangelischen Gemeine t!. Ä. C
in Warschau, zum Thell aus mangelhafter Kcnntniß des wahren Sinns dieser
«t Canom), zum Theil auch auS andern >

«ßisch - kaiserlichen Herrn Großbotschafters an Herrn Tepper, in eben bieftrSa

^ ^ . 'che;

bewegt, die Einführung verschiedener liturgischen Gebräuche von uns Mdesuntee«. schrieben«», den Aeltesten dieser Gemeine, anverlangt, die, da sie der zeithero bey unt jdlich gewesenen edlen Simplicität deS äusserlichen Gottesdienstes und unserer Kir« chenordnung zuwider, wir ihne» 6ireÄe nicht bewilligen konnten, weil wir, vermöge der von der hochlöblichen Gemeine in öffentlicher Versammlung empfangenen und von uns beschwor««« Instruktion, uns dazu nicht befugt hielten; . auch dieferhalb von dem 8ek,inrs civili genersli, dem hochedelgebornen Herrn Peter Zepper, ein Schreiben empfangen, wsrinn derselbe kraft seines Amts alle Abänderungen in Kirchengebraur

chen inkibirte: , ,"

Als wurden obgedachte Mitglieder der Gemeine von uns liebreich ermahn«, und dahin beschieden, daß sie ihr Gesuch bis zu nächsten hochwürdigen Synodalver« sammlung anstehen lassen möchten, der wir eS zur Prüfung vorlegen, und sodann di« weitere Synodalverfügung deshalb erwauen würden.

Da nun demohnzeachtet der wohlehrwürdige und hochgelahrte Herr Vottlieb Ringeltaube, erster Lehrer dieser Gemeine, und 8en. eccl. seiner Instruction zuwider, und uneingedenk der Pflicht eines Seelsorgers, die Schwachen zu ermahnen und die Irrenden zurecht zu weisen, sich angemasset, eigenmächtig und ohne Anordnung des Kirchcollcgii, einen neuen Kirum einzuführen, welches eigenmächtige und unor« dentliche Verfahren desselben einen-schädlichen Eindruck in die Oeconomie der Gemeine gemacht, und sonst äusserst nachtheilige Folgen besdrgen läßt: so bezeugen wir, die Aeltesten der Gemeine, mit gegenwärtigem Manifest, wie daß wir an diesen Ncuerun« - gen weder Anlheil genommen, noch sie angeordnet habcn. Verwahren unS also hier. mit im Namen der evangelischen Gemeine U. A. C auf das feyerlichstc gegen diesen ganzen Vorgang, und alle daraus entspringende nachtheilige Folgen, und behalten uns vor, den mehrgedachten wohlehrwürdigen und hochgelahrten Herrn Gottlieb Ringeltaube, ersten Lehrer dieser Gemeine, und 8emor,m «cl. deshalb seiner Zeit und bey seiner Behörde zu belangen. 8«Ivs /vieiiorüiione. Warschau, den i7ten Jan. 178s.

Präses und verordnete Aelteste der evangelischen Gemeine U. A. E.

Christian Ebert. Karl Kortum.

Stuvenrauch. '. - - I. P. Kinjel.

Sattler.

Vimm den ?ten März 17^.

^cl Usmastum Kevenmäi doniZllorü e« ?r«ocolk« . , . / ^urium exrr^i^i,

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Ew. Hochedlen werden aus oeyljegenden pro Memoria ersehen, waS die hiesige evangelische Gemeine augsburgischer Csnfeßion wegen ihres Gottesdienstes klagbar ««gebracht hat. » ',

Wann ich nun bereits am vergangenen 2?sten December besagter Gemeine versichert habe, daß der in der sächsischen Agende vorgeschriebene Kini5 auch in der hiesigen evangelischen Kirche A. C beybehalten werden soll, und ich diese Resolution nicht abändern werde: so wollen Sw. Hochedlen, als Senior, dem widerspenstigen und der Gemeine ein so unpriesterlicheS Bevspiel des «igensinniqsten UnaehorsamS gebenden z«eyten Pastori Cerulli, nicht nur unter Bedrohung der Suspension, sondern auch bey Versicherung der Cassation, anbefehlen, daS seinem Amte zukommende Priesterkleid dey allen liturgiichen Handlungen zu gebrauchen, und den Gottesdienst nach der Vorschrift der sachsischen Agende zu verrichten, ihn auch belehren, daß er nicht ein Diener der Vorsteher, welche selbst nur der Gemeine Diener, sondern der ganzen Gemeine ist, weil diese in Corpore, nicht aber dje erwählten Aeltesten, die Patronen dir Kirche ausmacht. Dahero hat auch dieselbe das im Tractat von änn« 1768 gegründete Recht, sich, so oft sie eS nöthig findet, ,u versammle«, über ihre Angelegen« heiten sich zu berarhschlagen, und die zu ihrem Wohl gutbefundene Schlüsse abzufassen, ohne sich deswegen erst dey den einzig und allein zur Kirchenwirthschafts - Administration erwählten Vorstehern, die für ihre Personen weiter nichts «IS Mitglieder der Gemeine sind, zu melden, und wie die Gemeine das völlige Recht hat, ihre PaftoreS zu berufen, und ihre Vorsteher zu erwählen; so ist sie auch berechtigt, wider unexemplarische und öffentliche Aergerniß gebende PastoreS gesetzmäßig zu verfahren, und die ihre Pflicht »erkennende Vorsteher abzuändern.

D« übrigens die limitirte wengrowische Generaksynode, welche unter allerhöchKem Schutz meiner allergnädigsten Kayserin und Souverainin noch in völliger Activität ist, währender Zwischenzeit ihrer Seßionen den Herrn Grafen von Unruh zum Gene, ralsenior beyder Confcßionen in allen drey Provinzen deS Königreichs Polen consti«uiret, ihm also die Srercirung der Synodalrechte übertragen hat, dieser Herr Generalsemor auch Hey solcher Würde und aller damit verknüpften Autorität erhalten

Hochedler, Hochgeehrter Herr Senior!

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