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<v«rden muß: so wollen Ew. Hochedlen künftighin, bis zur Reassuminmg der Schienen »er Generalsynode, nach wohlbesagten Herrn Graf Unruh in Kirchensache» juma, chendei, Verfügungen sich richten, und laut selbigen ihr,« e^ene Befehle alsVioil? senior, sowohl an die Kirchen« und Schuldiener, als an die Vorsteher der Geweine

>, ntheilen, weil die Activitat deö jetzigen Consistvrii durch ci,«n protestirenden Widerspruch gegen alle Handlimgen der letztern kleinpolnischen Synode, von Seiten, des

. Herrn Baron von Solz, als Direktors der Generalsynode, gehemmet ist, damit die Kir«

. chendisciplin und nithige Subordination in gehörige Ordnung gebracht, ein ifi^ sei«eu gesetzmäßigen Vorgesetzten erkennen, und das ganze evangelische Kirchenregsment, nach deutlicher Vorschrift des TrattatS, der nach seinem buchstäblichen ^lihalt zu be«

/,. folgen ist, in anständiger Ruhe, wie sichS gebühret, geführet «erden möge. Mar« schau, den szsteu Januarii 178^. ".' ,

Stackelberg.

vttu» Pen?t«n Makj 1782.

X Kssi,«Z«um KevereoSi OonlZA«m kromroU«

?F) Dies« Befehl lautet solgmd«M«ff«.

Wir verordnete Präsident, Vieeprasident und Räche Eines eviMKelischm Der, einigten kleinpoimschen und mazowischen Provinzialconsistorii machen Einer hcchlöb« lichen hiesigen evangelischen Gemeine A. C. durch gegenwärtige InKibirion bck^mnt: «„ führohin keine Befehle, die der schon «rhm geHabtt» Einrichtung im Allgemeinen

Wocnach sich gebührend zu richten. Warschau, den z lsten Januarii 1782.

Zum evangelischen vereinigten kleinpolnischen und mazowischen ^ > Provinzialconpstorio verordnete Prästdein, Viceprändenr undRöthe. ^

, Cerulli, Viceprästdent. Nusoni'us. Gienng. Watson.

V ...'s5 .- -K«,' Zscvdu, Limre., ,

? jur. tüonsllloni.

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ttr. >i>?j >.-<.!k.»j

Wir, Generalsenior beyder evangelischen Sonfeßionen in «Ken brey Provinze» de? Königreichs Polen, und Senior des Civilstandes der evangelischen Gemeinen unveränderter augsburgischen Svnfeßion in der Provinz Kletnpolen und dem Herzogthum Masovien, heischen und laden hiemit ein - für allemal, folglich pereMtorisch, M lnttzmism eines ansehnlichen klagbar gewordenen Zheilö der hiesigen evangelischen Gemeine U. A. C. den zwcutcn Prediger bep nurbefagter Gemeine, Herrn Friedrich 'Lerulli, auf nachstkünftigen Donnerstag, nemlich den ?ten Februarii 178Z Votmittags von zehn bis ein Uhr, vor unserm in der Behausung des Herrn Senior» Zepver zu haltenden SenioratSgerichtö persönlich zu erscheinen, und auf die ihm vorzulegende Fragen Red uncNlniwort zu geben, besonders aber die Bewegungsursachen deMlich anzuführen, warum selbiger die bey Einweihung der neuen evangelischen Kirche U. A E. auf allerhöchsten und hohen Befehl gemachte Verfügungen, sowohl in Ansehung der priefterlichen Amtskleidung, als auch des Kim; der sachsischen evangelischen Kirchenagende, bisher« nicht erfüllet, sondern in allen seinen Amtöverrichtungen und dem, öffentlichen Gottesdienste sich so zu betragen fortgefahren hat, daß dadurch dem grossesten Theil besagter Gemeine eine nicht langer zu duldende und eine gefährliche Zerrüttung veranlassende Aergerniß gegeben worden. Wir setzen aber dem jweyten Prediger Herrn Friedrich Cerulli deswegen eine Zeit von drey ganzen Stunden, damit keine Ursach des Ausbleibens vorkommen könne, indem keine liturgische Handlung so lange dauren kann: weswegen wir auch dieser peremtorischen Vorladung, weilen iummum periculum in mor, ist, die ausdrückliche Warnung beyfügen, daß im Fall der Richterscheinung «ach Vorschrift der kanonischen Rechte der evangelischen Kirche U. A. C. gegen ihn m co„cum,«,m verfahren, und Gesetzmäßig gesprochen werden Wird, wornach sich zu richten ist. Gegeben Warschau, den 5. Februar. 17SZ.

Hck Hl«»i!«riin KlsgnlL« 8em«r«r» <?ene»lu «räi'ni»
eqnestr» ee inclxti Senior»«» «nlin» äv»li5,
«i nunc »Kum ju«lici,1em rrguiün» Kl«t»ri»l>

Eosmus Matth, von Möller,

ilaxitain und Auditeuv de, königl. Vuarde
. . ,u Fuß,

d) KiS Maniseft lauttt «lt>.

Axtttüu« tt?rotocollo /mium Keverenck («niZiloru Lvmißeliei juoQi ttio. «r Vu«tt. k^usvi»« Kb vis et ^Üu z. ?,dr. 178«.

bbrlgm MUB«d«m des gemewschafckchen CoasisKriun« in demselben niehergek, a«: das Urtheil, welch« die Senioren wider Herrn Eerulli gesprochen; i)

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So viele Achtung wir für die Personen hegen, welchen die vereinigte Synode 'der Provinz Kleinpolen und deö HerzogthumS Masuren das Seniorat aufgetragen, und fle in dieser Würde bestätiget hat, namentlich Herr Goktlieb Ringeltaube, 5mior fpiri» > nni«, und Herr Peter Tepper, Senior civil«; so sthr sehen wir uns doch genöthiget, «gen diese beyde Herren SenioreS uns deswegen zu manifestiren, weil sie ihr Ansehen

- und Würde ganz verkennen , indem sie der änno i??? zu Eielec errichteten Union, "'' «md den auf nachfolgenden Synoden abgefaßten Schlüssen gerade entgegen handeln, 'ihre Grinzen verkennen, und dadurch Unfug, Irrung und Zerrüttung in der evangelischen Gemeine sowohl stiften alö auch fördern. SluS diesen Ursachen manifestiren wir unt hiemit aus das feyerlichste, und damit Ruhe und Friede erhalten werde, MreN wir veyden die Aktivität ihres Seniorats, in Beziehung auf daS odenerwehnte, H,S zur instehenden vereinigten Synode der Provinz Kleinpolen und deS HerzogthumS

'»' Malovlen, mit der feyerlichften Erklärung, daß wir uns duserwegen in t«w comp«. '«n«, auf der vereinigten Prvvinzialsynode der Provinz Kleinpolen und des HerzogthumS Masovien, als ihrem und unserem unmittelbaren Richter, rechtfertigen «ollen.

- jchau, den 5ten Februarii 1782.

OierlnA
Watson^ , ^ ,,

F. Cerulli.
I. S. MusonluS.

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!) Dies,« Urtheil lautet wle folget.

In Sachen eines grossen TheilS der hiesigen evangelischen Gemeine unveränderter augsourgischen Gonfeßwn, als Klägern, denn zweyer Glieder derselben Gemeine, als Denuncionren, an einem, und deS zweyten Pastoris besagter Gemeine, Herrn «riebrick Cerulli, als Beklagten, am anderen Theil«, erkennen wir, Gcneralftnior >. ' deoder evangelischen Eonfebiopen in allen drey Provinzen deS Königreichs Polen, und j„ ^icinpslen und Masovien befindlichen evangelischen Gemeinen für Rechr, weil daS in dergleichen (.»ulii äilc,l,lin«ii>» sonst com»

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Ven Befehl des gemeinschaftlichen Conststoriums an die Achenstte.

1>«irende forum lloniilrnrü, mittelst der von dem Direktere der Generalsynode, Ge« . ner«U«ut«iant und Rittern, Freyherrn von Golz, gegen die letzte kleinpolnische Provinzialsynode, folglich auch gegen- das in Sielec ernannte Conststoeium eingeschickten solennen Protestalion, und der von des rußisch-kayserlichen Ambassadeurs Herrn Grafen von Stackelverg Excellenz ausdrücklichen an den Herrn 5eniorem ci^il^m geschickten Erklärung, denn auch wegen der ehemaligen Verordnung, ausser den Cadenzen keine Deckte zu teriren, indem der Präses abwesend ist, das evangelische kleinpolnische «nd masovische Consistorium ausser aller gesetzmäßigen Aktivität, und als nicht oxilU. rend zu betrachten ist, folglich die Gerichtsbarkeit, in allen deinen Aufschub Kidenden Kirckendisciplinar-Sachen, dem rechtmäßigen conttikuiiten Seniorat « oKci« m, kommt, daß, da der Herr Pastor Cerulli am zosten Decemder 1781 von dem zur Ein« «eih ing der Neuen evangelischen Kirche U. A. C. abgeschickten königlichen Delegirten'' ..„^den allechöchsten königlichen Befehl, auch von Seiten der rußisch - kayserlichen Ambassadc die deutliche Deklaration gehöret, wie Ihr« rußisch - kayserliche Majestät die hiesige evangelische Gemeine U. A. C. nur unter der Bedingung in Schutz behalten würden, wenn der Gottesdienst in der neuen Kirche nach der reinen Liturgie der unveränderten augsburgischen Confeßion, und zwar nach dem Inhalt der sächsischen >, evangelischen Kirchenagende, eingeführet, und zu allen Zeiten verrichtet werden wird: der Herr Pastor Cerulli auch, zufolge des allerhöchsten Fönigl. Befehls und erwchnter hohen Deklaration, die sächsische Agende selbsten ceremomaliter in die neue Kirche getragen, selbige auf den Altar geleget, und noch am EinweihungStaqe eine Taufe laut dem vorgeschriebenen «im der sächsisch-evangelischen Kirch«, verrichtet, mithin besagte sächsische Agende thätlich angenommen, gleich hernach aber selbige wieder verworfen, auch d^s in den sächsischen Kirchen bey allen liturgischen Handlungen eingeführte priesterliche AmtSkleid nicht gebrauchen wellen, und damit den allerhöchsten sönigl. Befehlen, imgleichen den von der rußisch - kayserlichen Amdassade ergangenen Verordnungen gerade entgegen gehandelt, und eines nicht zu übersehenden Unges horsamS sich schuldig gemachr hat, welchen Ungehorsam der Herr Pastor Cerulli noch '">Vadurch verdoppelt, daß er den von dem Herrn Seniors civil,, auf wiederholte eigenhändige schriftliche Veranlassung des rußisch - kayserlichen GroßbvtschafterS Herrn Gr« fen von Stackelberg Excellenz erhaltenen Befehl, am zten dieses Monatö, vor dem Mar und auf der Canzrl nicht anders als in der priestcrlicher Amtökleidung zu erscheinen, auch den Gottesdienst nach der sächsischen Agende zu verrichten, auch nicht befolget, und zuletzt noch auf unsere an ihn unter dem zten dieses zugefertigte ps«mr«rische Vorladung vor unserm Gericht, weil tummum p«icuwm in m«r, ist, nicht erscheinen wollen, also weder die allerhöchste königl. Befehle, noch die von Seiten der allerdurchlauchtigsten Beschützerin des Traktats und unserer Religionsfrcyheit, noch die gesetzmäßige Autorität des Seniorats, folglich keine Landes- und Kirchenobriqkeir erkennet und relpeSiret, sondern trogiglich fortführt, der ganzen evangelischen Gemeine ein gefährliches Beyspiel einer strafbaren Widerspenstigkeit, den christlichdenkenden einfältigen Gliedern der Gemeine aber ein öffentliches Aergcrniß zu geben, und den Gottesdienst nach einem ganz andern Kim, als der ihm anbefohlen worden, zu verrichten, und mit solchem fortdaurenden eigensinnigen und strüftichem Betragen seine Ver

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, K) sich der Union gemäß zu verhalten; auch die in demselben nieder«

gehunge« täglich häuf«; wir aber nicht zugeben können, daß durch weiteres dergleichen unpriesterlichcS und ärgerliches Begehen eine ciciahrliche Zerrüttung in der Gemeine veronl.issel werde, welche, wenn sie einmal öffentlich auegebrochen, der ganzen evangelischen Kirche den grossesten Nachtheil ohnfehlbar zuziehen würde.

Als luspemliren wir hiermit, und kraft gegenwärtigen 8ulpen5io^s.Ok?creks. den zweyten Pastoren, der hiesigen evangelischen Gemeine U. A. C Herrn Friedrich Serulli, von allen liturgischen Hanölungen, von Altar und Canzcl, und von allen priesterlichen Amtsgefchäfren, und erklaren ihn so lange unfähig, das geistliche Hirtenamt bcy de« Gemeine zu verwalten, bis die zu reassumirenbe hochwürdigste »iencralsynvde diese Sache a'elinirive entscheiden wird. Und da Herr Ccrulli dieses in cc>„rum,xism gesetzmäßig gesprochene dulpeni',««-. Oecr« nicht hat pvblic!ren hören wollen; so ist ihm selbiges, ohne versiegelten Umschlag, durch unsern Gerichtsboten in sein Wohnzimmer zu legen. V. R. W.

Gegeben Warschau, den ?ten Februarii 1782.

Beyder evangelischen Confeßionen in allen drey Provinzen des
Kömgreichs Polen verordneter Generalsenior, und der in
Kleinpolen und Masovicn befindlichen evangelischen Gemei-
nen U. N. C- verordneter üemor civiiiz.

kublicirt ben gten Febr. 1782.

Alexander von Uimih. Petrus Teppzr.

Cosmus Matthias von Möller,

Capitain und Auditeur der königlichen litauischen
Guarde zu Fuß.

K) Dieser Befehl lautet also.

LitraÄum ex"?r«k«collo ^uriurn Reverencl! Oonliltorü Lvsngel:« june^i

^linor» k'oloniae er 0u«rus ^«5oviss 5ub ^üu «r Ois 12. I^lenll, kebruarii 1782. änm.

Wir verordnete Präsident, Viceprasident und Näthe eines evangel. vereinigten klelnpolnisch und masowischen Proviinialconsistorii, crthcilen hiermir dem Herrn Präses und den verordneten Kirchenalresten der hiesigen evangelischen Gemeine A. C. zur Resolution: Sclbige sollen sich nach der Union und allen Svnodalschlüssen verhalten; übrigens von dem ganzen Vorfall der jetzigen streitigen Sachen, bis auf die germgite Begebenheit, «nö ein genaues ti^«^ vorlegen.

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