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dergelegte Klage gewiss« Gemeinglieder über die Aellcften, !) daß jle aus

Bbbb 2 dem

Urkundlich unter unser« kleinxolnischen und Herzogthmn masowiscl>en In«

siegel.

^6 ^läNlZ«um Kevereiictt donsittori, ex?c«. rocollo ^urium exkrsclicli,

Nor«, jur. LooMoru.

l^) Diese Klage laUlet wie solzer.

^^rum in (üonlilr. Lvsnz. junJi, Xl!n. ?ol. ervuest. Vsasoviae Die Zuoäecim, Vieris. iVlsrül ^nuo mill^limo tsriliriizsncelimo otJusgeiuno lscuncko.

Erscheinen persönlich die Herren Heinrich Herrmann Bergemann, AndreaS Gottlieb Nzü, Gc?rge Gottfried Lappich, Joh. Mich. Pfeiffer, Joh. Goltlieb Stephan, Glieder der Gcmcjne A. C- mit dem Gesuch, da« von ihnen sä ^Ä» r>r«ienrirt« Manifest zu oblälixen, dessen Inhalt von Wort zu Wort wie folget;

'Da es bereits am vcrwichenen 7ten Fcbruarii a. c. geschehen ist, daß die zwey Kitt cbenvorMI^er unserer evangelischen Gemeine U A. C. namentlich die Herren Christian Eberl und Konmn , sich in die neuerbaute Kirche heimlich bczebcn, »nd «uS dem Kirchenarchiv allda befindlich «ewcftne Schriften »nd Documenta unerlaubter Weise heimlich weggenommen haben , und solche Key sich lransp?rtiren lassen. Wie wir nun, besonders bey jetzt vor« seuenden Zwisri,,kei:cn, solches widerrechtliches Verfahren nicht anders als unserer Kirch« v«d Gemeine für sehr nachtheiiig und zum Schaden gereichend ansehen können «nd müssen; so manifestiren wir uns Endesunterschricbene gegen obiges Unternehmen und böses Verfahren unser« beniemccn zwcyen Kirchenvorsteher hicmit auf d.'S seyerlichfte, und unter der ernsten Erklärung, wie wir dieserhalb zu seiner Zeit und gehörigen OrtS hinlängliche Verantwortung ven denselben sorvern wollen und werden. Marschau, den 14«« Febr. 4782»

Johann Mich. Pfeiffer. I. C. Hbpke.

George Zschimmer. C. W. Franz.

Joh. Gottlieb Heinrich. Friedr. Budell.

Joh. George Schulze. . B. Gamxke.

Johann Knoche^, D. Schönere.

Johann Schöpfe. . - C- Kurzan.!

Friedr. Kirchhof. G. Karge.^

Joh. Christ. Winklet. George Strauß.

G. Schoners. C. Meinicke/ .

^ C. Neiche.

xers

M. Melchin..
Friedr. Fischer.
A. Fischer, Sen.
D.G. Burich.
G. Hürzsch.
I. G. Rupp.

D. Hafmann.
Olef iongren.

E. i. Blottner,
Eras. Fischer.
Joh. Bapst.
Willhelm Kesiner.

5S4

dem Kirchenarchiv Acten weggenommen hatten; die gründliche Vorftelluyg> welche die Kirchena'testen dem rußisch«n Herrn Greßbetjchafter wegen der aus seinen Befehl eingeführten KirchenLebrauche gethan; m) Herrn Tcp,

C. Reiche.
G. Schemerling.
I. T. Böttger.

F. A. Böhme.
I. G. täppich.
E. Böhnke.
I. A. König.

G. Schnexpe.
PH. Wohlschlager,
ior. Normark.
C. i. Taube.
I. T. Gordan.
Friedr. Berlin.

LxtrggiiZir «or. jur. Csnüllotii. ,:

m) Dies, Vorstellung lautet wirtlich also. . >!

An Sc. Excellenz den rußischen Ambaffadeur Grafen Stacketberg^

> , , , .

Mit Ehrerbietung wazen «I Endesunterschriebene, die Aelreffen der hiesigen zehr so beunruhigten evangelischen Gemeine, Ew. Excell«; folgendes L»r»ik zu Hochder» Em« ficht vorzulegen. ., , . - .„, ., , , /

Lange Erfahrung hatte dieser Gemeine fühlbar gemacht, daß eine Gesellschaft ohne bestimmte Grundsätze unmöglich immer Krast haben könne.

DicftS beweg die Vernünftigsten unter ihn», Key Unternehmung ihres Ktrch«»b«u«s, der ihre Kraft« schrinbar weit übertraf, zu dem Entschluß, einen Plan zu entwerten , nach dem sich die Gemeine künftig i» Kirchensachen äiri^iren sollte.

Dieser Plan ward in öffentlicher Versammlung allgemein geb lliget und uukerschrieben. So entstand mir der Kirchenördnung zugleich an« einer Coionie «ine geordnet« Getelljchaft und ursprüngliche Gemeine.'

per« FriedensvorschkäZe, und ber ^Kirchenastesten Antworte« auf dieses.

Bbbbz ben;

Natürliche Billigkeit, Landeöqesehe «nd die augiburgifche ConfeßioN, zu der Mir uns bekexnen, waren die EanoneS dieser Einrichtung.

Die Gemeine bestimmte zuerst, wer zu ihr zu zählen? nach diesen z Requisiten:

») Ein Glied der Gemeine «der Hausvater muß scyn, ei» freier unabhängiger Man»; /

d) muß Zu Unterstützung des Ganzen eonrribuir« n,

«) «nd sich dieser jetzt festgesetzten Ordnung gemöß betragen.

Zu Einrichtung der nithigen Kirchenbisciplin 5«rmitte der vereinte Sync-d «en K/ei»s Posen und Masovien ein gememschafilicheS protestantisches Confidol tum in dieser Stadt, gab ihm die Vorschrift seiner Gerichtsbarkeit, und wies uns solches zu unserm ?«ro an.

Zeder gut« Bürger freute sich dieser Einrichtung, und trug willig nach seinem V<r< wögen zum Kirchbau bey. , , > . , ,

zc>,cx>« Ducaten, die in z Jahren ans der Gemeine gest'Mmlet wurden, waren der Beweis ihrer Zufriedenheit, und der l'snegyrique ihrer Verfassung.

Wahrender Zeit liessen Sr Txcellenz der Generallieutenont von Golz durch einen Professor in Jena einen Entwurf zu einem allgemeinen dißidentischrn Kirchenrecht von Po« len aufsetzen, «nd prvoonirte diese« Gesetzbuch auf dem Gcneralfyned 178s. Unsere nnirt« Provinz Klein polen und Massvien nahm eS, so wie die aodern, durch ihre Dcputirt« in s« weit an, daraus, bi< zu folgender Synodalversammlung excerpiren zu lasse», waS un? serer Verfassung angemessen sey oder nicht; weil «in Codex von 456 Leiten doch «inige IeK jnr Prüfung erfordert.

Der Verfasser nimmt den weifen Grundsatz an, daß beyd« dißidentische Eonfeßionen in Ansehung des äusserlichen Gottesdienstes, wo möglich, gleiche Einrichtung und Gebrauche zu beobachten haben. Ein Grundsatz, der uns jetzt zur Last gelrget wird.

Ä ': Nunmehrs stunden Zelot,» auf, die aus Gründen, die wir nicht entwickeln migm, t «egt» der vmitirnn Annahme dieses <.«cttci5. di« in der Natur der Sache gegründ« war, un< aufs heftigste verfolgten, und oabey die in eben dem Gesetzbuch angepriesene christlich« Verträglichkeit ganz vergaffen. Da sie mehr aus Leidenschaft als nach richtigen Grundsätzen handelten, so haben wir Ursache zu glauben., daß ihr Haß noch nicht «errauchr ser, und bey jetzigen Unruhe» vielleicht grossen Einfluß hat. Ihr eigen Herz mag si« . . Achten!

Nun wurde die Kirche fertig, wir hofften die Frucht unserer Arbeiten zu sehen; «der unsere Erwartung täuschte uns.

Am verflossenen lsten,DesZmbe> kamen? Minner mit einer Schrift, worunter 277 Namen eopirt waren, "von denen allen un« kaum der achte Theil bekannt, und nicht der zehn?« ZheN in unfern kZ«ll«ttnbüchem zu sind«n w«r; folglich auch die st«, «ng«fühtt t« Requisira v,n Gkmxingliednn nicht hatten.

Sie begehrten die Einführung einiger Key uns zeichero ungewöhnÜcher Vcbranche ieym Gottesdienst, der in unserer Kirchenordnung genau bestimmt ist, und den wir de» skiner Simplicität zu erhalten wünschten. Obgleich sie nie die Originaluntcrschriften vorgezeigct, welche die Ordnung crftrücic hötte, besprachen wir uns doch liebreich mit ihnen, suchten ihnen >!)rcn Jrrlhuin zu benrhmen, und- ermahiitcu sie, ihr Gesuch bis zu »öchs.er SyNoe«l«c!sm,!!i!ttng anstehen zu l«sjc„/dce wir eS zur Prüfung vorlegen, »nd sodann lhun würden, was diese cmschcidcn sollte, wcil wir „ach, unserer Jn^ructivn ANS nicht anMassen könnten, Abänderungen iiturgischervGcbrüuche zu machen. .

Sie beruhigten sich damit, und versicherten dieses mit einem Handschlag im Nam«» ihrer vermeintii^cn Constitueiücn.

Herr Tepper, als bürgerlicher Sedier, bediente sich dccbey seines AmtS, und ermahnte nnS in einem Scnioratsschrcibcn: keine Neuerungen bevm Gottesdienst zuzugeben. Bald darauf merkten zvir, daß diese Leu» unter sich selbst uneins geworden; der beste The.il ging in die Consistorialkanzlcy, trat von seinem DegeKren ab, und bekannte in einem Manifest: daß ein Schustcrmeister, Namens Müller, der sch?n, als Bürger betrachtet, <in unruhi« gcr Mann ist, in Gesellschaft eines Apothekers Krickel, sie zur Unterschrift hinterlistiger Weise beredet Hab«.

Der andere Thcil dieser Leute wurde nun um destomchr erhitzt, und msßte stich un« billiger weift den Namen Gemeine an.

Zu unserer Kränkung wußten wir lyahrnehmen, daß der erste Lehrer dieser Gemeine-, Ringeltaube, der doch die zeilhcrtge Kirchcu.igcnö« selbst ausgeardeiier, unc, darüber 4 Mo^ iiate Zeit zugebracht hat, ihr Oracle nud Hauplra>i>?eber war. Wir wellen un« zwar aller Auuierkungci, über de» C!)«r«c:er dieses Theologen enilMcn; sein Betrage, i>eu diesem Borsall «der verdient die Vcrachiung des ehrlichen Manncö, und vzrdrcücr über sein Herz und seinen Verstand kein vrnhMasres Licht; 5a es die erste Pflicht eines SeeihrgerS ist, die Schwachen zu ermahneu, und die Irrend,'« zurechre zu wei'en; er auch um diese Amtspflicht von uns ersuchet worden.,, . ^ ..

D r weitere Gang dicser Sache ist Sw, Txccllenz zum Thnl bekannt, zum Theil fält yr ,'cyr i>>6 Kleine, als daß wir Hochdiesclben öamir crgiüecn selltcri!

Bev den von Ew. Erccllen; dieserhalb getroffenen Verfügungen l>-öen wir uns leidend verhalten, »nd ein tiefes Stillschweigen beobachtet, indem wir überzeugt sind, daß Ew. Cxccllenz lediglich die Absicht gehabt, Leute zu beruhigen, d« selbst nicht wissen was sie 'wollen; denn daö Verlangen eines ChorrockS und die Einführung der sächsüchn, Kuchen? «gende war in ihrer Eingabe an uns mit keiner Silbe erwehnt, und ist mit dem neuen Gestl^buch schwerlich zu combimren.

Traurig ist eö in aller Absicht, daß kanzt,5me eine Stiftung zu Grui^o ricl'ct, die unendliche Mühe gekostet, indem d« beste Theil der Gemei ie sich numuchro t'ller Beitrage zu Unterhaltung des Ganzen entziehet, da Fremde die Früchte ihres b«zcigicn Eifer« «rndcen, die doch zu schwach sind, ein so grosses Werk allein zu unterhaken.'

Wir hatten vor dieses Jahr ein ErzlehungSinstirut projegirt, dessen Auisührunz nunmchro von selbst wegfällt. —

. ^ Di« ben; n) die Einladung zu der sogenannten masurischen Partlcularsynode,

wel

Die Rechtfertigung unserö eignen Betragens bey dieser Sache überlassen wir der Zeit. Wir fühlen uns, d>ß wir als rechtschaffene Männer gcchan, die ihre Pflicht und das wahre Interesse ihrer Gemeine beherziget, es auch gekannt haben.

Wenn wir zuletzt eine Bitte an Ew. Ercellenz wagen dürfen, so besteht sie darinnen, baß Hochdjeselben gnädigst geruhen wollen / diese verwirr« Sache, wobey Hochdero Eonbescendenz gewiß >«>ucht worden, an die reeixircen Instanzen der Gemeinen, nemlich Cvnsistsrium und Svncd, zu rcrwcisen.

Wir haben die Ehre mit tiefster Ehrerbietung zu scyn

.' ^ Etv. Excellenj

Warschau, den 15km Febr. 1782. untcrthünigste Diener,

D!e Aeltesten der evangelischen Gemeine
A. C. in Warschau,

v) Diese lauten also^

Da die wohledelgcbornen Herren Kirchenastesten der Stadt Warschau dürch ihre Herren Deputirten, als den Herrn Kinzel und Herrn Notarium Kortum, an mich, Semorem civilem, Peter Teppcr, Friedcnseröffnungen gelangen lassen, um in obwaltenden Streitigkeiten Ruhe und Einigkeit zu treffen; als werden vorlaufig folgend« Artikel zum Grunde vorgeschlagen.

,. Daß die Zusammenkunst, in der neuen Kirche/ von dem Kirchcncollegio, Montags den inen Martius früh um neun Uhr geschehe, woselbst der Herr Generalsenior, Graf v. Unruh, Herr Obrist v, Königsfels, Zepper und andere «deliche Personen, von evangelischen Glciubcnsbrüeern sich einfinden.

s. Daß alles aufrichtig, ehrlich, rhne Falsch, mit Treu und Glauben tracti, rct werde.

z. Daß Herr Cerulli öffentlich seinen Ungehorsam bekenne, und den Herrn Generalsenior Grafen v.'Unruh, so ivohl als den Cwilscmor, die begangenen Fehl« tritte, Lästerungen «nd Widerspenstigkeir abbitte, und künftig Gehorsam vcrfreche in Kircheiisachen.

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