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I.

Mö einem Briest des Landraths von N. vom tten März »748,

an den Geheimenrath von der Lühe.

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ie gute Hofnung, so man von dem jetzigen Hofe gehabt, fällt leider l ganz weg, und die vorigen dömitzischen ?rincipis wollen überhand

Es schein«, baß die ?«siitäten noch nicht aufhören «ollen, über Mecklenburg zu seyn; alle 0e?uti«e find mißvergnügt zu Hause gereiset, um ihren Oommicrenten zu reieriren, welche nächstens dem Engern Ausschusse ihre patriotische Meynungen und Aufträge geben werden, um zu vigiliren, und sich nach Wien und nach Hannover zu wenden. Man läget sich in Schwerin offenbar merken, daß man nichts anders suche, als nur sein tand eben so gut zu gemessen, als andere Nachbaren ihre jönder. Von der Stadt Braunschweiz hätten der Herzog von Wolfenbüttel an Zöllen, Kc«ttn, ^K«e. wenigstens jährlich izcxicxz Rthlr. dies fty mehr als das ganze conmbuuons.Husnwrn, so in dem Inrerin«. R«eß von 1701 Du« nur verwilliget sey. Warum könnte nun z. E. Rostock auch nicht so viel thun, als Braunschweig? Der lleear-Xlogu! brächte so viel Selb«. Dies sind die rrincipia. so gewisse ieule 8e«mlümo in den Kopf setzen, und darüber immer in circulo raison' mret wirdz dargegen hilft denn kein remonttriren. LntZn, es wird, leyder! hier im iand« vors erste wohl beym Alten bleiben, um des tand« Sünden willen; aber vorhin waren die Umstände im tande und brausten besser, als nun.

ES ist ein Unglück, daß viele im tande, z. E. der Graf ««d andere

Nothdürftige oder lnrereKrt«, SerenillZmo heucheln, auch sonst«, viel Unwesen in landschaftlichen Sachen anrichten, und daß übrigens nicht alles bey uns so ist, wie es seyn sollte. 8eck Dominus provicKKir.

Ein gewisser Herr von Deufel ist in fürfil. Mecklenburg - schwerinisch« Dienste gekommen, und soll nach Regensburg gesandt werden. Aus roeffmHänd« er gekom» men, und von welchen Character er sey, weiß noch nicht. Er ist diese Stunde in Schwerin. Sein Bruder ist preußischer Husaren. Rittmeister.

Man sollte aus der ungebetenen Erläuterung und weiter» Erklärung der ?«. polmo» dafür halten, als wenn sich die Herren Depuran darauf eingelassen hätten aber das ist gar nicht geschehen, hat auch nicht geschehen können, «eil sie nur bloß «cl suäienäum « relereuSum hingesandt worden. Aber der Hof hat sie iolealible. menr, wiewol umsonst,, mäuciren wollen, durch die gebrauchteL-xreMon«. von bevorstehendem Abtrage der Lxeeutions-Kosten, und mildesi vorgeschlagenem K5o6o. gerade als wenn er 5u?r,oniret, daß Stande schuldig wären, ,u solchen Abtrag

woran woran e« aber doch sehr weit fehlet, und noch viele andere Dinge vorhergehen muffen, wenn die Stände einige Hülfe «ersris psribu, nach und nach zu leisten bewogen wer, den könnten. Ob die an Seiten de« Hofes inrenäirte und angekündigte Aufhebung der alten jandesverfassung, Union und Kommunion der tänder und Stände, hiesigen Ständen wohl eine Reitzung seyn könnte, Hülfe zu leisten, gebeEw. Hoch, wohlgebohren zu bedenken anHeim. Von den dömitzifchen Klinistri, ist «iner Namens Aus einem Briefe des Landraths von N. 6« ,758. an den

eines Predigers Sohn aus dem ratzeburgifchen Stifte, in SereniiNmi Dienst

als Regierungsrath v!«iret worden; dieser fängt an, bey dem Herrn das Ohr zu bekommen, und mehr zu gelten, als die beyden bekannten Brüder und Herr Krebs,

wesfalls diese in Unruhe sind. Dieser ist sonst vor einige« Jahren noch ein

wilder, roher Student in Rostock gewesen, und was er in Dömitz lernen können, ist leicht nachzudenken; aber er ist von l)u«s öetunQi Klsximes und 8t^Io ganz ein« genommen, und glaubt, daß dieser der größte Herr i» der Welt gewesen, der das Fürstenrechr am besten gekannt hätte, und hiedurch mLnuiret er sich, und die andern Räthe fürchten sich alle vor ihm.

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Geheimenrath von der Lühe.

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enn E«. Hochwohlgebohren str gut finden, Der« Herrn Vetter von Preen ., in Göttingen Silpuüren zu lassen, wünschte ich sehr, daß das 1'nem» gegen das XXXV. Capitel des Herrn Jargow BeschreiB bung von Mecklenburg gerichtet seyn mögre. Ich habe gegen die ?eu6» Ss» in Mecklenburg, welche von Herr Jargowen, oder vielmehr jvom Hofe, »lleri. ret werden, unter andery dieses zu erinnern, darüber mich aber künstig noch weiter e^iliciren mögte. Ich halte nämlich dafür, daß die Aecker, so ttenrieu» l^o, Du« 8. öl L. den Ktiliribus, !. e. den von Adel, suSgetheilt, ihnen nicht zu iehen, sondern als «in Entgeld für die aufgewandte Feldzugskosten eingerau» met worden. Die bittres in >Vsgria find mit unter denjenigen gewesen, quibu« ttevricu» Dui «rnm äiviLr. Run ist aber gewiß, daß man in Wsgris kein« lehne findet, sondern die dortigen Mobiles besitzen von jeher ihre Güter als Blocks; ich concluäire also billig, daß es in Mecklenburg bey den Kliliübu, quid« «rn« SiviKe iunr gleich« Beschaffenheif gehabt haben, und diese her» nachmals ihr« relpeüivö erworben«, und ihnen, um nicht unter sich selbst zuver« fallen, ausgetheilte ^Uo6i«I. Güter den «ecklenburgischen Herren zu Anfang des Xlllten 8>eeuU auf gewisse Art, und mit den Kelervirungen, davon wir heut« noch Spuren in unserm Iure eonsuemckinsno finden, zu tehen, oder vielmehr in 1« clienteke, aufgetragen haben müssen, denn sonsten wüßte ich nicht, war» um die 5?oKllu oder KAlüe» ^Vsgriae besonderer don6iuon geworben seyn könnte«, als die bWl« in Mecklenburg, wovon wir herstammen. Ich Hesse den Herrn von Ranzow zu Göttingen zu bewegen, von einer und anderer mecklenburgischer Khnsmaterie zu öilpuuren.

Betreffend die Universität zu Görtingen, so können Ew. Hochwohlgebohren versichert seyn, daß ich, was ich nur thun kann, anwenden werde, um junge t«ute hier im lande zu werben, die nach Göttingen gehen können, um sowohl Ew. Hochwohlgebohren als unsern gemeinsamen grossen Gönner, den Herrn Ge» Heimenrath von Münchhausen zu obligiren. Ich kann aber nicht verhalten, daß hier «S «inig« teute giebt/ welche die göttingische Werke allzu trocken, und für eine unter so vielen andern alten Universitäten neu angehende nicht bri»,nr genug «schri«be« halten, auch daher glauben wollen, daß den Herren rrokeilöribu» die Hände gebunden t«yn mögten, neue Wahrheiten zu entdecken, oder freo ge> — nug nug zu Kaüren. Man will auch hier empfind«, daß den Grafen ein gar z« grosser Vorzug vor dem Adel, wie auf fast keiner einzige» andern Universität geschieh«, eingeraumet werde, wie solches sich auch sogar darin gezeiget, daß bey der In,uLur«ti«n nur allein die Graf« gewürdiget worden, mit des Herrn von Münchhausen Erttllenz zu speisen.

Ich wünsche sehr, daß dieft und ander« dergleichen Vorurtheile des Argwohns (gewisser regalistischen Meynungen zu gesihweigen,) der guten Universität nicht mit der Zeit schab,» möge«. In Halle äussert man jeht gute kriaeipi« für die iandstände. Herr tudewig wird täglich besser. Sein Schooßjünger Bünemann schreibet ftey und artig wn dem Adel «nd vom gemeinen Besten.

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Aus einem Schreiben Rostock den isten May '7z8. an de»

Geheimenrath von der Lühe.

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,ie von dem ftrelitzischen Herrn Jargon) geschmiedete, und von dem Herrn von Westphalen zu Kiel polirte sogenannte klüversche Beschreibung betreffend, so dünkt mir solches zwar kein dummes,aber doch ein ungegründetesWerk zu seyn.

Denn das ?rincioium taüi sowohl, Uenricus l^eo, weil er Mecklenburg mit Gewalt oecupiret, habe darinnen sblolurgm potettsrem erhalten, und diese dem ?ribi,Is« wieder eonkeriret, als das ?rincimum juris, was solcher primsevae inttlruttortlMeiriubllese! entgegen, verbinde dem 8uc«ssorem nicht :c. ist wohl nicht richtig; denn so wäre auch der Kaiser an keine Ospuulskion gebunden, zu geschweige« , daß die lieguli LIsvorum er Oborrirorum kein »rbirrsirisches Regiment gehabt, und das von ttennco l^eone aufgeführte Diploms nach ordentlicher Auslegung von keiner «rbirrsirischen Gewalt redet; gleich denn auch die übrige in solchem Werke geäusserte Nebensache» nicht bestehen. Z. E. die Steuerfreyheit des Adels in Deutschland, und vornemlich in Mecklenburg, ist keinesweges etwas Neues, son, dern sie gründet sich auf die uralte Eigenschaft der prseckorum ingenuorum propriorum « ull«6iorum, mit »ichten aber auf das mevianische abgeschmackte ?riuelpium der Ritterdienste ic. Ferner ist auch durchaus falsch, daß vor 1555 weder s) tandstände, noch b) iandtäge in Mecklenburg gewesen; denn ist »6 s) gleich das Wort 8rstus provineisl« nicht zu befinden, als welches wohl erst aufgekommen, als das Wort 8rslu« imperii entstanden, so ist es doch einerley, wenn in den alten Oipiomsribus stehet: Majores proviocise, er Oominorionis Optimal«, er Xlsgnsles «rrse, ?rimores povuli erc. Ferner in teutschen Viplomstibu«, jandherren, wie in iehmanns speyerschen Chrcnik l^ibr. z. e. iOg. befindlich, und enklich im izten und i4ten l.ibr. prselsten, Manne und Städte. Sind nun tandstande gewesen; so müssen sä b) auch landtäg« gewesen scyn, obgleich die meiste Zeit kein schriftlicher Abschied gemacht, sondern nur ein mündlicher Schluß genommen worden. Es finden sich aber dergleichen vom Krieg und Frieden, auch «inheimischer Ruhe handelnden Schlüssen, bereits Nachrichten in DiplOmskir,« cle 1Z22 ieq«,. Mecklenburg hat nur im izten und i4ten 8seculo keinen 8criororem äomeüicum cosevum gehabt.

I» dem ckron. 8Isv. spuä I^inZenberg. findet sich Erwehnung solches landtches k Tageleistung äe 1482. LravZÜu^m Vsnäslia bemerket, l.ibr. 10. c. 14.

^ der

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