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Daß bey anzustellenden iandtage« und andern allgemeinen Konventen der §. F. mehrbesagten hamburgischen Vergleichs zum Grunde gelegec bleibe. Daß aber 4 Wochen ante ^erminum darüber, mit tüommunicgtio« der in ?rop«llkiov zu bringenden gesammcen Punkten, an des Herzogs zu Strelitz Durchl. geschrieben werden solle.

Gleich nach der im Name« 8erenill,mi 8uerine«tls geschehen«« rropoLnon erklären sich die herzogt, stnlitzische «imliri oder Bevollmächtigte im Namen 8«renilU. mi 8treIi»eoL,, wie sie«. wie sä I^um. z.

Worauf sodann der Herzogs, schwerinische iandmarschall 8eren!lNmo 8uerinenli, der strelihische iandmarschall hingegen 8erenil!uno 8treli»eoli, ntion« des stargardischen 0iltriÜ5. die Danksagung erstattete». ''V

Daß es währender landtags'Handlungen mit den Kesolunonen, auch deren und des Landtags- Schlusses ?ublicsuon und sonst, wie »ä Num. z. 4. 5. beschrieben, zu halten. . ... v>

Daß der ein» oder anderseitiger Villenlu5 zwischen den Herzogs. Höfen die Landtags-Handlungen so wenig als den Schluß desselben hindern oder aufheben solle. Hingegen einen jeden hiedurch seines Rechts unabbrüchig srey bleibe, seine Keiolu. von« der gessmmten Ritter-und iandschaft, und zwar 8erenil!imus 8trelil2enll» specie, rslion« Dero stargardischen OiKriLK, zu publiciren.

Sowohl Herzog!, fchwerinischer als Herzogs, strelitzischer Geits wird auf alle de» Schein, Namen und Vorwand eines Lonclommii ober einer Lommunion an der RegKrung habenden Ansprüche beyder, einem jedem iandesherrn in seinen »speüiv« Herzsgthümern und Diltriü. nach vererminorion des hamburgischen Vergleichs, zustehenden vnvsnven Hoheit und Regierung, renunciiret. Es sollen auch, zu mehrerer Festhaltung dieses Vergleichs, die dem hamburgischen Vergleich inkrirte <Asutu1« reeir/roce versichert werden. . ^ ^ ^, ^7, '^

i.K^Der Billigkeit nach «erde« diese Vorschläge nicht teparsn«, sondem eon. jnnkim zu »«eptixen oder zu verwerfen seyn, michin als nicht geschehen angesehen, so bald der «ine oder andere Puntt nicht annehmlich befunden werden wollte i jedoch «naufhälllich der Vergleichtzhandlungen mit Ritter» und iandschaft.

Daß folglich eventualis« einem jeden herzoglichen Hause der Buchftab des hamburgischen Vergleichs unverkürzt, mithin alle Zurs lsl^a r«Q» hiemit erhalten blieben, doch inzwischen mir völliger Unschädlichkeit der für jetzt, tttion« des stargardischen OittriQs, zugestandenen concurrenz zu den gegenwärtige« 'rraü««» mit Ritter - und tandschaft. '1^<>«- ,.', ..

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An den Herrn Geheimenrath und Großvoigt von Gremberg

zu Hannover.

^ ^. Auch

unterm «zsten Marz an den Herrn Geheimenrath von Bernstorf

zu Kopenhagen.

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. E. wollen es hochgeneigt entschuldigen, daß ich den begehrten ferneren Bericht von den hiesigen Vergleichshandlungen nicht gehorsamst erstattet habe.- . . . > , ., . ^, . . .

Die schweren und weitläuftigen Arbeiten, welche mir gleich im Anfange des jetzigen Lonvems aufgetragen worden, und ich bis anhero fast schleuniger, als es die Wichtigkeit der Sachen wohl erfordert, fortsetzen müssen, haben mir solches ohn» möglich gemacht. Ich würde auch, da ich deshalb dm Zusammenkünften nicht beywohnen können, nicht einmal vermögend gewesen seyn, das Vorgegangene zuver, laßig und vollständig zu melden; denn so öffentlich die Handlungen gepflogen werden so ohnbegreiflich find zuweilen, wenn man nicht gegenwärtig ist, die Veränderung gen, welche darinnen vorgehen.

Bey und nach dem vorigen Convenr waren die Zvlom» der schwerinschen und güstrowschen Stände über den Herzogs, schwerinschen Erläuterungöplan so mannich. faltig geworden, daß es ohnmöglich würde gewesen seyn, darüber in pleno reifliche Schlüsse zu fassen.

Es ward dannenhero bald im Anfange des jetzigen Oonvents beliebet, mich sammt einigen anderen Personen zur Oommine zu ernennen, «m alle solche Xloni» in ein Oorpu, zu bringen, nach dem Plan zu«oziren, die uns privatim annoch zukommende, oder uns selbst beyfällige^ wann sie den 8r»kurn publicum beträfen, dabey zu fügen, und darüber sammt oder sonders unser Gutachten zu erstatten.

Hierauf bekam ich eine zweytA und wiederum eine dritte Oamminö zu gleich, maßiger Erwegung der special-öloniwrum der Stadt Rostock, des stargar

dischen ^ifchm Kreises, auch der herzegl. strelitzischen lucceilive eingelaufene« Kesvluklo» nen, welche letztere Kioni« und Kesolurs öfters von den schwerinfchen öifferirten; und endlich ist eine erst neulich übergebene Ausführung von mir erfordert, daß keine eröfnete iehen von der iandesherrschoft können eingezogen, noch andere adeliche Gü« ter sequiriret und inesmeriret werden. Diese Ausarbeitungen haben tagtäglich fort« gefetzet werden müssen, damit es dem Ooros nicht an Beschäftigung fehle, in welchem Key vielen die Ungeduld oder Ermüdung über die !angwier:gkkit und Kostbarkeit der lrsQsten, sammt dem Zweifel an deren jemaligen guten Ausschlage, hingegen bey andern hierzu die baldige Hofnung, mehr und mehr zunimmt. Die Gutachten übe? die Tonika sind in den dommeen fast unsnimiler abgefasset, auch Key dem, "Loros fast durchgängig approbiret, und dennoch kann man nicht von einem Tage zum andern mit Wahrscheinlichkeit absehen, ob es dobey bleiben werde, oder nicht? denn die Uneinigkeit im Lorvs ist leider noch s hr groß, und dessen Entschliessungen verändern sich öfters; ich nehme die Erlaubniß, davon nur einig« Fälle anzuZ führen.

i ) Die Aufgebung des Sandkastens, in Ansehung der <5omriburi«n aus den vomsinen und Städten, war vorhin von demHerzoglich - fchwerinifchen VliMerio fast als der einzige kraeliminsir ?unü namhaft gemacht, ohne welchen an keinen Vergleich zu gedenken sey. Man hat darinnen nachgegeben, jedoch zugleich i„ punüo Oonmburioms einige Conäiiiones, infonderheit wegen des Neben - ^locli, pro ulkimar« beygefüget. Gleichwol sehet jetzo das Ministerium in dem Neben - Viva'« die Annehmung der fürsil I^orme, nach welcher, ausser der Hufensteuer und den Handwerkern auf den adelichen Gütern , auch Pächter, Holländer, Schäfer und Müller comribuiren sollen, wiederum zum krseliminair-kmiü, und verschiedene scheine» dahin eingehen zu wollen.

2) Der Vergleich sollte nach der vmon zwischen allen dreyen Kreisen mit beyden Höfen wohl ohnstreitig pari rempore er mocl« geschlossen werden. Gleichwohl, da kein strelitzifcher Bevollmächtigter vorhanden ist, und die Keloluriones beyder Höfe noch sehr unterfchieden lauten, emriret man an jedem Orte, besonders in einzelne Puncle, ohne zu wissen, ob sie «n dem andern werden zugestanden werden.

z) Man hatte wegen der Forderungen und Gegenforderungen, welche noch nicht einmal liqmckret find, vorläufig zum ?rincioi«> gefetzet, daß man mit 8ere> nilllmo in die Zeiten des Herrn Herzogs Carl Leopolds nicht hinein gehen könnte, weil solches dessen Mo6ia! Erbschaft eoncernirke, und dennoch ist seither« in tolle eine generale Lompentslioli bereits vorgeschlagen.

Büschings Magazin X!X. Theil. uu 4)

4) Zur l^i<zmä»lioa der rückstandigen LoorriKvtioo seit 1748 / nxer ein« Lommine verordnet. Bevor ober selbige noch reteriret, werden 250000 Thlr. innerhalb 2 Jahren zahlbar zugestanden, an deren I.iquiäirär viel« zweifeln, noch mehr aber an der Möglichkeit/ selbige nebst der currenr Oonttibulioo so bald aufzubringen, wann, zumalen wegen der Veränderung mit dem tandkasten, auch die darauf hafttnden Schulden aufgekündigt werden sollten. 'i

z) Die güstrowsche Ritterschaft äissentirte von einer vorgenommenen landrachsWahl der schwerinschen, deren ?rsesentoli«n auch » Lereniilim« verworfen ward. Gleichwohl schreiten erster« noch ebenfalls zur Wahl, ohne jedoch bis anhero die i?rs«. Kn»uoQ K»2«äiren zu wollen:e. ^ ^ ..»«Ätt

nA E. ermessen genugsam aus obigen wenigen Umstanden, dergleichen noch viel mehrere Vorhemden sind, in welcher Lüustion sich die ganz« tandesverfassung und Wohlfahrt befinde.

Es kann leicht geschehen, daß in wenig Tagen und noch vor Ostern, ein Vergleich zum Stande kommt, er mag auefallen wie er will, oder daß die ganze 1rsü«. te» auf eine Art zerrissen werden, welche bey dem ?ublic« schwerlich Beyfall finden dürfte; denn die Verbitterung hemmet bereits alle reifliche Ueberlegung. Es laufen von etlichen abwesenden und llissenrirenden, auch nomine eolleQivo einiger ganzen Aemter, krokeltanone, ein, welche der iandesversassung offenbar entgegen sind. Hingegen werden von den Anwesenden die wichtigsten Schlüsse zuweilen mit so weniger Aufmerksamkeit gefasset, daß die mehresien kaum einmal zuhören.

Der stargsrdifch« Kreis / aus welchem nur zweye hier sind, ist ganz stille, und der strelihischeHof halt seinen Bevollmächtigten «prelle zurück, um zuvörderst abzusehen, «i« man hier sich vergleichen werde. Die Städce werden gegen die Ritterschaft tomemret, und gleichwol folgrt man zuweilen den Nachschlagen von jener Devmirten, welche zugleich fürstl. Bediente sind.

'Der Obhut von Sr. köniql. Majest. von Großbrittannien und Dero hohe» ^inilterii, welche diesem iande öfters ersprießlich ewgediehen ist, vergessen einige so sehr, daß man wohl Aeusserungen höret, ob es nicht mn besten seyn dürfte, sich von allem I^»u mit demselben los zu machen?

Die Handhabung kavsirl. ^ucli«korvm wird zuweilen als «in blosses Oet,6e> rium angefthen, imgleichen die Auswürkung einer künftige» Qusnmie über de« Vergleich als eine kaum zu begehrende Sache. Dieses ist en gro, der Zustand der Vergleichshandlungen, und das mchreste von obigen erst in diesen letzte« Tagen geschehen, wie dann während verhinderter Ablassung dieses Schreibens mit voriger Post annoch relolvuet worden, wegen des Neben Kloöi, anstatt eines relolvir

^ ten tt« ßenvr»len yusnti, über die sursis, ^vrme in Handlung zu treten , lmgkichen 8««nMmi5 den Ankauf adel. Güter zuzustehen, wann nur die Ons» davon «nttich, tet, und selbige nicht zu vomsinen gemacht würden, i " ' ' ° ^ -'

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. . . Ich sehe kein Mittel, diese« all« abzuwenden, « müßte Hann, fall« der JZex^ gleich ni6)t vor Ostern zum Schlüsse käme, von wohlgesinnten Orten ^ordersämst der strelitzische Hof und stargardische Kreis zu einer mehreren Wahrnehmung der . I^nZon, und seines sehr pericürirenden Inroreile, tonne» aufmerksam gemacher, oder auch etwan andern einzelnen Personen, welche an solchen Orten bekannt sind, durch priv«. Schreiben eine diensame Erinnerung, daß man an hiesiger Verfassung Theil stthme? zugefertiget werden. ^

Düß ich übtkgens den Schluß des Vergleich«, wie derselbe nach obigen Umstanden anscheinet, in den mehresten und hauptsachlichsten Punkten vor sHr nachtheilig halte, gestehe ich ohnverdeckt. Ich dürfte, wann es die iiebe mein« Vaterlande« verstattete, hinzusehen können: mit einer ganzlichen Gleichgültigkeit, weil ich nichs angesessen bin. Ich fürchte ausser dem Verlust vieler Gerechtsame, noch mehrer« betrübte Folgen. Man höret bereit« Gerüchte von Verstärkung der XMr«r. Macht, wobey der Adel, anstatt sein Geld ausserhalb*iandes zu verzehren, emploiret «er» den könne; item von zu suchenden Lubssckien-Iwüsten, von einem einzuführenden neuen Münzfusse, von künftigen Llttlischen äüionen, von Abschneibung de« Leme. äil sppellsrioniI in selbigen, von d« engern Ausschusses?oro bey den Justitz, Canzleyen ic. Hiezu kommt ein besorgliches inwendiges Mißverstandniß auf lange folgen, de Zeiten; denn viele Eingesessene erscheinen gar nicht mehr, andere reisen stillschweigend davon, um dem Schlüsse d« Vergleichs nicht beyzuwohnen. Au« welche« allen leichtlich zu ermessen ist, wie schwer es bey künftig wieder entstehenden Krün, gen fallen werde, Hülfe zu suchen und zu finden. Ich glaube auch, diese Besorg, niffe nicht aus Vorurtheii zu hegen, indem sie andere mit mir hegen. Der Herr tand - 5xo6icus Röpert wünschet, wie er mir im Vertrauen gisaget hat, nichts mehr, als einen füglichen Anlaß, sein OKcium auszugeben; der Herr iand,8>oäl> eus Taddel, welcher sonst für dem Vergleich ziemlich porriret war, fanget ebenfalls an, darüber nunmehr unruhig zu werden, und obgleich meine sorgsame Gedanken Vielleicht Hieselbst bey einigen die Auslegung finden, daß ich keinen Vergleich »ün» sthe, damit nur mein Lng»ß«venl nicht aufhöre: so fehlet doch hieran so viel, daß ich bey mir noch anstehe, ob ich nicht lieber von selbst reSsniren, als zur Con6r. mati«n sothane» Vergleichs die Reise nach Wien thun wolle.

Rostock, den 22sien Mörz

1755-'

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