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tig allerhöchst achten, da wir uns desselben Unstatthafcigkeit genugsam darzuthun im Stande sehen. Wollen auch, unter allergnadigsten Genehmhaltung Ew. kaiserk. Majestät, sä juttii,»n^am vroretts6onem vorlaufig uns die Gnade erbitten, dieses sowohl qua tormslis als msrerislls desselben lumm,rü/I,me vorjetzo darzuthun, und uns dasselbe hiernächst, Key allerunterthZnigst erbetener Untersuchung, des weiter» auszuführen rechtlich vorbehalten.

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Zweytens hat eben dieses anmaßlich sich so nennende Plenum ohne hiezu ha, bend« InttruSion und Vollmacht verfahren. Ihnen ist niemals aufgetragen, VerB gleiche-'rrsüste einzugehen, sondern nur streitig seyenbe und streitig werden wollende Lunüa abzumachen. Kann also ein Pergleich nimmer gültig werden, dessen ?ae,leen. ten ulrrs er comr» commillä gehandelt haben.

Drittens ist notorisch, daß selbst bey bieft» wenigen, welch« augerdem nicht einmal einträchtig und ordentlich den velibersriouen beygewohnet, alles rumulmsrisch «ngegangen s«?. Sie haben über einen Erbvergleich z» rrsnngiren das Ansehe» habe» «olle», »elcher ihnen vorgeleget ist, ohne daß st« ihn genugsam gepröfet, sa Vielleicht «M sattsam gelesen haben, eder besten Inhalts kundig gewesen fi»d. ,

Ferner ist in persönlicher Besetzung und in dem Verfahren des jetzigen ftge» nannte» Ausschusses alle 6,rm«1« IUeL»Iü6 sonnenklar. In Ansehung der Personen selbst hat / . .. ..^

a) der iandrach von Hab» weg«, der nicht allein durch ihn abgezweckten Ein, fuhrung, sonder» auch heftiger, und also aus sichtlichen Absichten herrührender Be» eiferung und Fottförderung des sogenannte» Erbvergleichs, sich in viele« Stücken bey bedachtsamen Mitstanden verdächtig, und daher des billige» Zutrauens mächtig unfähig gemacht. : -.'' . .. . ..... > . ,<5 -? ^,

b) Der Vepu»tu5 des mecklenburgischen Kreises, Drost von Wackerbarch, war damals äußerst krank, ist auch bald darauf gestorben.

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^ e) Der Oeponrke des wendischen Kreises, der jandrath von Kamps aus Kop-pelow, kann und mag sich Aller« halben in die Angelegenheiten des engern Aueschusses nicht mischen, und .

ä) hat der Deputat« des stargardischen Kreises abgedankt. Endlich ist ''

e) der jetzt sogenannte tandrath von Berner allererst p«K interpdlZrsm sopel. Isrionem, und als Dan viele Patrioten auf die unanständigste Weise entfernet hatte, von einigen wenigen lVlembris zur iandrathswähl gebracht, und voreilig in de» ni» . gern Ausschuß eingeschoben worden. Wie nun derselbe «b illegslirsrem eleüioni» nicht einmal zu gcimitliren, so ist am wenigsten einige dessen Handlungen zum kraeju^ 6iee der Ritterschaft im geringsten als rechtskräftig anzusehen. - ><

^ Das Verfahren derer, welche den Erbvergseich zu Stande zu bringen bemühet waren, ist augenscheinlich illeßsl, und sind dabeu dergleichen Lxorbitsntien vorgenommen , daß sie nicht allein mit der gesunden Vernunft und den wohlhergebrach« ttn Vorrechten der Stande kräftigst streiten/ sondern der allerhöchst gerechtesten Ahndung Ew. kaistrl. Majestät würdig sind. ?- ^

I. Hat man bey anfänglicher veliberstion und blindlings verlangter Unterschrift des vorgelegten Vergleichs gegen die bescheidentlich remo»ttrirende, auch «ven^ ruslirer sppellirende Mirftande, die wildeste Ungedult bezeiget, ist auch sogar zu Schmähungen und Gewaltthätigkeiten geschritten: hat es auch dahin gebracht, daß verschiedene ihre Gerechtsame, Vaterland und nachkommende Wohlmeynende den Convem verlassen, und sich in Sicherheit haben begeben müssen.

II. Sind die meisten Lubscridenren des neuerlichen Erbvergleich«, ehe sie de..« selben angesehen oder gelesen, eiligst beredet und gedranget, ander« durch Briefe dazu herben gefedert, noch mehrere hat man durch auf ihre Höfe gesendete I^orsrios beschicket, und sind durch ^gninons- Keverle von dem nach alle vorhergängigen noch den Namen führenden engem Ausschusse dazu gezogen worden.

III. Ist sehr leichtlich zu erweisen, daß von denen, welche den oftberegten Vergleich unterschrieben haben, sehr viele dazu innakiles sind , als welch« nicht wahre tehnträger, sondtrn nur Pfandinhabere, theils gar nicht angesessen, theils mmc>. renn« sind, und also den Mirständen und Ritterschaft auf keine Weise, zu unersetzlichem Nachtheil, dem Vergleich haben beitreten können. Wir haben die Gnade, Ew. kaistrl. Majest. in der Beylage lud die statthafteste Bewahrung dieser unserer Beschwerde unlerthänigst vorzulegen.

'IV. Da nun diefts vielleicht in keiner andern Absicht geschehen mögen, als daß man die Anzahl der 8ubleribente« bis an die zweihundert Haufe», und dadurch die Augen des ?ublici 5sleiniren mögte; so ist doch Noch ein solches daraus naher zu schliessen, weil derjenigen gar nicht gedacht wird, welche sich aus reifem Bedachte und billigster Besorgniß dieser 8udlcripli«n bis claro weigern. Denn

s) findet der ganze dritte, nemlich der stargardische Kreis, diesen ausgegebenen Erbvergleich nicht allein so bedenklich, sondern auch seinen wohlbehaupteten und versicherten Vorrechten dergestalt verfänglich, daß wir jelzo der sichern Vermuthung, leben, es werde derselbe seine ?rotelt«ion wider denselben vor Ew. allerhöchste kaiserliche Majestät bereits allerunterlhanigst eingereichet haben. ,

b) Beweisen wir in der Beylage L. unwiderleglich, daß wenn auch gegen keines einzigen unter den Lublcribenten Gültigkeit das geringste einzuwenden wäre^ davon da« Gegentheil bereits dargeleqet ist, desgleichen wenn auch der ganze stargar? dische Kreis, welcher angezeigtermassen einhellig proleltiret, nicht mit gerechnet wird, daß, sagen wir, noch vierhundert adeliche Güter in den zweyen übrigen, als den mecklenburgischen und wendischen Kreisen, befindlich sind, welche in der Unterschrift des Erbvergleichs nicht bemeldet werden, und deren koNelZor« also denselben nicht gFnolciret haben.

Wir leben des allerunterthZnIgsten Zutrauens, Ew. kaiferl. Majest. werden nach allerhöchst weisen Einsicht dies so vielen hundert Häusern unter Dero allergetreusten mecklenburgischen Ritterschaft höchstschadliche Verfahren anzusehen g« ruhen, und nach Dero allerhöchst gepriesenen oberrichterlichen Gerechtigkeit, der Erschleichung und den verfanZlichen Künsten einiger weniger unlauter gesinneren, dadurch den übrigen Milstanden unvermeidlicher Schade abgezwecket wird, mächtigst steuren.

II. <Znz KZarerlsIIs, unkerwinden wir uns, E«. kaiserl. Majest. vorläufig -ehrerbietigst zu versichern , daß wir in untadelhafter Reinigkeit unserer Gewissen, bey allergnähigst verordneter Untersuchung, der wir uns in Demuth getrosten, genug' sam darthun zu können glauben, daß k" ''. . '.' ''.

i) unsere iehen dadurch, zu künftiger Ausrottung samnttlicher Ritterschaft, ihre Natur verliehren müssen, da sie bey eraugnendem Erledigungsfalle in der blossen Willkühr der tandesherrschaft stehen, und endlich dadurch^ wie nicht weniger durch

Yy Z die die in dem Vergleiche dem tandesherrn zugestanden «erden wollende beliebigt Anhäufung der Güter, aöe zuvomsinen werden durften. i>

^) Daß der tandkasten, als die Seele des Credit« der lanbstände, eingeh« würde, wodurch nicht aSein der gewisse Ruin des meisten Theils der Ädelschaft erfolgte, sondern bey «traorämsiren vorseyenden Ausgaben und Bedürfniß duk il des kein ferneres Rettungsmittel ausgedacht werden könnte, q^^-s,^^^ ^

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Z) Daß widtt so viele allerhöchst bestätigte und rheuer erstrittene Gerechtsame der Stande und Ritterschaft, das Besteurungsrecht ritte licher Güter in landesherr» liche Hände zu gänzlich anscheinender 6espmi>cher Willkühr gespielet werden woll^ und daraus nichts gewlsser als die gänzliche Unterdrückung des Adels de sehen stehe.

4) Daß durch denselben die vnion. als die Seele ein« lande«-Körpers, und das Mittel, allen Bedürfnissen zu steuern, und in Eintracht das gemeinschaftliche Wohl zu beherzigen, zerrüttet, und gar aufgehoben werden will.

z ) Daß das Justihwesen dergestalt umgekehret ist, daß dem Adel das Jus «p» xellsno'i benommen worden, und die ehemalige Fceyheit, das Seine gerichtlich zu handhaben, ganz neuerlich aufgehoben ist.

6) Will der sogenannte Erbvergleich der Herren Herzoge« Durchl. das st«, meocki « polettsli, legislsrori« zu eigen geben, dadurch gewiß die Fnyheit, und in der Folge Gut und teben, der Ritterschaft ihren gänzlichen Umsturz erfahren würde. Dergestalt wäre ein jeder Wille des Hofes ein Gesetz, und es mögte« die iandstände innerhalb iandes, oder vor Ew. kaiserl. Majest. und Dero allerhöchsten Reichsgerichten ihre Befugniß suchen wollen, so würde ihnen allemal schon selbst die Klage ihrer Roth als ein Ungehorsam und Uebertretung der Gesetze angeschrieben sevn, und solche also unter dun strengesten Desooris ver» gebens ftufzen müssen.

7) Hat man unter alle Iure, und alte Grundgesetze besonders die Keverie cke i«>z,, «16?, den Vergleich Se 1701, die Keialurion« Seremilimorum, fürnemlich «ck (Zra^smina und >Iö. so unwandelbare Iuäi«» «elär«, aufgerufen, gegen» theilig aber Jhro Durchl. die selbstige Samtens«« bey dem Vergleich, und sogar i« Zweifel und Mißverstände die Abthuung, mithin die Deutung, gefährlich eingerau» met. Endlich

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K) hat man statt 84000 Thal, unverkündigte Oonmbunon, 252000 5hal. «eoräiret, und unter dem Namen einer compensatio» Millionen ver« schenket, und also dadurch die Ritterschafe in eine unerzwingliche Schul« denlast verwickelt.

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