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ach de» numnehro erfolgten Umstanden wttden wohl bey denjenigen/ welche von dem Vergleiche »ppelliret haben) hauptsächlich drey Fragen vorkommen:

1) Ob, der kaiserlichen c«v6rmstion ohngeachtet, Hofnung übrig sty, indem Wege Rechtens annoch «was auszurichten?

2) Ob sie sich von anderen hohen Orlen etwas Vortheilhaftes versprechen können? und woher? . /

z) Was gegen den bevorstehende» DeputslionsOonvenr zu prsepsriren, mit) daraus zu beschliessen sey? ^

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Die erste Frage dürfte von etlichen bejahet werben, theils wegen der Vielen und erheblichen <7^v«mk««m, welche gegen den Vergleich vorhanden, und noch nicht vollständig übergeben seyn, auch noch vollständiger ausgeslchrct werden könnten, wann man nunmehr zu Wien um communiesrion der von der andern Seite übergebenen Schriften anhielte, theils wegen des bedenklichen Umstände«, daß die kaiserliche /ie/o/«r/o» schon lange vor der bekannt gewesen ist, theils wegen des 2)^/icKi in dcr c7o»/^msk/o» selbst, da selbige, so viel man weiß, bisher nur allein in Ansehung Serenissimi 8uerinenl» und Dero Stande, nicht aber zugleich in Ansehung 8ereliimmi 8rr«!ie«r,l!i und des stargardischen Kreiste, enheilet worden, durch welche einseitige covnrmsnon 5ie in dem Vergleiche selbst anerkannte vnion aller drey Kreise offenbar aufgehoben würde, und weiches Qrsvsmen nicht «Sein die Appellanten, sondern auch die stargardischen Stände, und sogar 8ere»iilimum 8rre1icenlem selbst betreffe; denn, vermöge der vnion. könne unter den Kreisen keiner besserer oder schlichterer Onckrion seyn, als der andere, der stargardische Kreis aber sey nicht schuldig, so lange NL. in demselben keine inwendige ?lurslität vorhanden sey, die schlechteren Lvnckliones der Heyden übrigen anzunehmen, und der Herr Herzog von Streich selbst könne dieses zur Ooniervsrion seiner eigenen tandeshoheit nicht zugeben, weil sonsten seine Stände m etrcüu, und vors künftige allemal von dem zahlreicheren güstrowischen Kreise, und jn den meisten Fällen, wann die Höfe unter sich nicht einig mären, nach der In> reniion des schwerinischen Hofes könnten und würden überstimmet werden, wannen» her ihnen nunmehr hauptsächlich daran gelegen sey, dieses sowohl prorettsnöo ihren Mitständen, als auch zu Streich, und luppljcanä« zu Wien vorzustellen, damit nicht dermaleinst die e«enllon der Lonlü-mälion auch über sie erfolge «. ? und

und diese BorfieAung (wann die Appellanten gleichfalls rinksKSS' und der firelihlsche Hof nur einiqernmssen sich nicht dagegen erkläret?,) scheine wohl da« einzige noch übrige auch nicht unmögliche Mittel, der Sache in dem Wege Rechtens zu Wien eine andere Gestalt zu geben, dürfte aber auch/ wenn man dazu relolvirte, unverzüglich ins Werk zu setzen, seyn ,c.

Hingegen dürft«, einige, mehrer« ober wenigere, von den Appellanten, wegen der Kosten, oder aus Furcht sich gehaßig zu machen, oder wegen der überwiegenden Anzahl von der andere» Seite, oder wegen des zweifelhaften, wenigstens langsamen Erfolgs eines kavor^bleren Erkenntnisses von Wien, auch wegen nicht genügsamen Vertrauens unter fich, und wem die Sache aufzutragen sey, die Hände und den Much sinken lassen, und davor halte», daß zuvorderst mit weiterer Ds^««rung der 6>«««»«ixtt» zu Wien m«ts auszurichten sey; denn wann darauf über« Haupt hätte reileHtret werden wollen; so sep blshero gegen den Vergleich schon g« vug, wenigstens so viel vorgestellt!, daß man zur weitere« veäucirung die geberene communimkion der tandes? Acten und gegenseitigen Schriften nicht würde versaget habe», folglich dürfce selbige auch künftig versaget bleiben, und müßte dannenhero Sie C«ol«m»tton wohl aus anderen Ursachen erlheilet seyn, welche sich entweder nichk entdecken, «och namhaft machen liessen, oder vielleicht aus den publique« Con. junQuren herrühret««, daß etwa« der wienerische Hof, aus einer verlautenden Kalksinnigkeit über die grösseren Benachbarten dieses iandes, den Herzog durch Unterwerfung seiner Stände an sich ziehen, und gegen jene einigermassen, wie bereit» auch wegen der Preußisch«, Werbung erhell', aufhelfen wolle, um nach jedesmaliger Veränderung der ^M,»e«n Hieselbst vor anderen puilläncen einen Eingang zu bahnen, de» welche« meilaussehenden Absichten dann die Stande schwerlich durchdringen dürften. Dabeneben sey die voreilige Sekanmmachung der kaiserlichen Re/ö/«k,'o», mann es auch damit nicht gar zu rechtlich zugegangen wäre, dennoch ein Umstand, welche» n»n schwerlich zu Wien einmal dürfte nambafc machen können, ohne^ in Ermangelung des eigenklichen Beweises, daselbst anzustossen. Endlich dürften auch die bisher noch ckissenrirenden siaxgardischen Eingesehenen sich durch die noch zur Zeit erfolgten glimpflichen /K/oKttose, Pyn Streliy einnehmen lasten, in Hvfnung> daß dergleichen such künftig allemal «folgen würden, und ihnen daran mehr als an der vmon gelegen sey ,e. und diesem allem «ach dürfte de« ^ppellsoten die Fortsetzung des Processus, falls sie nicht von den Mehresten stargardischen Eingesessenen obgedachtermassen «Mirer würben, bald unmög, lich fallen, folglich in auediücklicher Verweigerung diese? ^tliKsnce vortheilhafter seyn, nach einer hierüber zu suchenden baldigen und zuverlößigen Erklärung 5 nu?

BüschmgS Magazin XiX.THeil. S, mehr wehr nnr mit ««deren ihre Sorge dahin z« richten, daß die in dem Vergleich« »och eonlnvirte» Zu» wenigstens ferner «mlerviret blieben.

Wegen der zweite «Frage dürste es den Ap^elKn«« muthmaßlich wohl bedenklich,^^nuh gefährlich seyn, sich ihrer SeitS an anderen hohen Orten um Hülfe zu bewerben, weil dergleichen Wege, da sie der Reichsverfassimg nicht gemäß sind, gar zu leicht fehl schlagen können. Die pudliquen Umstände, wodurch nach «inigen Gerüchten oder bloss?« Vermuthungen über kurz oder lang die Stand« mit berühret werde» können / sind die preußische Werbung/)'die N M Schreiben erwehnte Lvenn»!.Huldigung, unVdieOeKon der hannoverschen tt/» xvtK«que» an Preussen. Gleichwie durch erster« die Stände bishero nicht znvittt find; so ««eben sie sich auch künftig wohl daraus halten, und die übrigen beyden Punkte, wann die Höfe darüber einig sind, zwar ihres OrtS nicht ablehnen könn«», jedoch zweifelsohn ohne sich dabey die Com«»«»« der iandesverfassung zum voraus möglichst angelegen ftyn lagen.

In Ansehung der dritte» Frage dürften sowohl die äppeklsnten, aks sllbst einige von denen, welch« den Vergleich unterschrieben, aber seither«, darüber «llerley Unruhe und Besörgniß gefasset hab«n, nunmehro, anstatt über die Sache zu ermüden, oder alles Preis zu geben, folglich weder auf Amts-und tandes-Con» venten zu erscheine», noch sich dazu äepmiren zu lassen, sondern ihre Güter alsbald zu verkaufen, bey näherer Ueberlegung begreifen, daß ihnen und künftig den Ihrig,« dieses mehr schädlich als vsrtheithaft styn werde und müsse. Folglich werden die bisherigen Am» > vevvrirten muchmaßlich die Nothwendigkeit zahlreicher Am»-Konvente bestens vorstellen, wozu die wichtigen birher ausgeschriebenen ?rc> sonevss genugsam Anlaß geben, um darauf möglichst gemessen und zahlreich inttrurret und bevellmächtiqet zu werden, auch um dasjenige hinzu zu thun, was so viele Einsichte« zum Besten desiandes cm Hand geben können, welches man dann endlich, um eine gänzlich« Arrüttung zu verhüten, wohl vor das wahre oder nach bewandtt« Umstände» mögliche Ii,«reSe des tandeS würde hatten muffe», zumalenwann mehrere Aemter «s zugleich zur ?roposttion brächten, oder unterftützeren. Weil inzwi, ßchen unter den bisher bekannt gemachten ?rop«men6i, einige, ohne des engeren Ausschusses Meynung, nur bloß senerarner benannt, andere noch dahin auSgestekKt sind, daß darüber zuforderft in die Aemter reteriret werden solle; so werden darüber muthmoßlich noch keine gemessene InitruSione, einlaufen können, sondern tzie AmtS-v«ouurle solches sä re5»e»aum annehmen, und ju dem Ende cornam rrotoeow, m ipeeie auch der valsnce vom vorig««, und seit dem Vergleiche von dem jetzigen tandkasten, von der hannoverschen und wienerschen LorreHonckenes mit den Rechnungen «. zur Erhaltung des landes - CreditS begehren, und mir einem vom stargardischen Kreise zweifelsohne zu gewartendem Oepuksnclo darauf sehen, daß der vmon kein Eintrag geschehe, indem solches alles, der Prceeß möge obberegtermassen fortgesetzet merden oder nicht, dennoch der tandesverfassung gemäß also geschehen könne und müsse.

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Auf ganz unbekannte oder unvermukheke rropoLrion« dürften sich die v«du. ntZ. wegen Mangels voriger lottruSionen, wohl schwerlich herauSlagn» wolle» oder können.

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Nachdem Key meiner vorjährigen Abreise von Wien und vorläufiger allerunterthänigster und sonstiger Beurlaubung, mir allerhöchst und anderer Orten mehrmalig nachdrücklich aufgegeben worden, wie ich dahin zu sehen halte, daß hier im tande nichts gegen die kaiserliche ^uwrikat," nichts gegen die reichshofräthliche Lonclus», nichts gegen die zu dem 8?ltemsre von Teutschland gehörige alte isndesverfassung verglichen, und dadurch demnächstig kaiserliche Vollgültigmachung des Verglichenen erschweret werden mögte; so habe ich nicht umhin gekonnt, meine bisherige ConiZI» darnach einzurichten, sonoerheiclich auch löblicher Ritte«, ü»d tandschaft in solcher Absicht mehrmalig, und mit damaliger Bestimmung der in z priv«. Zusammenkünften der gesammten Ritterschaft gemachten Kloniwrum an Hand su geben, die Ehre gehabt, daß in Konorem ^uguttisNmi wenigstens der ?ro!ogus und Lpilogus zur kaiserlichen anderweitigen allerhöchsten Obwaltung ausgesehet bleiben mögten. Ich habe aber auch hierinnen bedauerlich finde» müssen, daß man über meine treugemeynte Rathschläge, welche besorglich ei»e andere Zeil rechtfertigen dürfte, hinaus zu gehen beli-bel, und nicht vielmehr dieses Mittel ergrifft« hat, zu zeigen, daß man Empfindungen von den dem allerhöchsten Reichsoberhaupt allerunterthänigsten schuldigen Pflichten habe, und sich dadurch eine Thür zur künftigen etwa »ithige» Zuflucht offen behaltt. ..^ .

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Wem hat Ritter-und iandfthaft seit verschiedenen Jahrhunderten die Erhaltung ihres Daseyns als Stände hauptsächlich zu verdanken, als der kaiserlichen höchstverehrlichen Autorität?

Wer hqt in neueren und von un« noch zum Theil erlebten Zeiten, da landes« herrliche und fremde zahlreiche Völker, Geld in landesherrlichen Kaste«, Misneen mit z mächtigen Kaisern und Königen, die alte tandeeVerfassung übern Haufen werfen sollten, unsere Väter und uns aus dem Elend, wohin sie und wir kümmer» lich «andern mußten, wieder zu dem Unsrigen gebracht?

War «S nicht vorzüglich die kaiserliche vbrist, reichsrichterliche ämorität? und ist es nicht sie, der wir hauptsächlich allerunterchänigst zu verdanken haben, d.aß wir annoch einige von den alten Rechten der tandstände bis daher erhalten h<n den, und über dasjenige, so wir davon zum Theil vielleicht zu geschwinde fahre» lassen wollten, vergleichen können?

Die jetzt glorreichst regierende kaiserl. Majestät habe« Reichskünbigermassen Allerhöchstselbst das Mittleramt zur gütlichen Vergleichung aller alt und neu entstan

^ denen

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