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und entstehen wollenden Streitigkeiten zwischen den durchl. mecklenburgischen jandesherren und ihrer Ritters und Landschaft übernommen, auch zu solchem höchstverehrlichen Zweck eine hochansehnliche'Oommillion an Allerhöchstdero Hoflager angeordnet, welche mit einer ihrer würdigen Unparteilichkeit zu Werk gegangen, und so dadurch, als durch die keinesweges Hinterhalten? grosse ?rincir/is, nach welchen verglichen werden sollen, gezeiget hat, was für einen allerseits billigen Vergleich von Deroselben hochpreisl. «eiteren Obwalcung man zu gewarten gehabt haben würde.

Jhro kaiserliche Majestät haben hiesigen löblichen Standen nicht minder als andern das allerhöchste kaiserl. obristrichrerliche Amt wirksam seyn lassen, und Verne Loncluls. insonderheit dasjenige vom uten December 175z, legen sol- idersprechlich zu Tage.

Ich aber habe die Gnade gehabt, als ein Augenzeuge die vorzüglichste allergnädigste Aufmerksamkeit, mit welcher beyderseits kaiserl. königl. Majestäten das leichsgeschafte zu beachten allerhuldreichst geruheten, zu bewundern, und aller,

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Ich wünsche diesem allem nach, daß «in jeder wie ich überzeuget seyn möge, daß Jhro kaiserl« Majestät keineeweges um LerenitNmis nolir» und Ritter-und iondschaft verdienet haben, daß man mit einer Art der Verachtung gegen Allerhöchst« dieselben verfahre, und sich dadurch den Vorwurf des häßlichsten von alle« tastern, nemlich des Undanks, , bloß stellen zu wollen das Ansehen gewinne.

Ich kann mir nicht denken, daß unsere gnädigste iandesherren, welche Höchst, beyderseits in Schrillen mehrmals auf die belebteste Weise geäussert haben, daß Höchftdieselbe persönliche Obligation« gegen einen der würdigsten Kaiser auf sich ha, ben, daß diejenige unter den Ständen, und im Herzogs, schwerinischen KKnilterio, welche mit kaiserl. Begnadigungen persönlich beehret worden sind, weniger als diejenige, welche, nie genug zu verdankendermassen, alleinig Schuh und Rath von Jhro kaiserl. Majestät sich zu erfreuen gehabt haben, geneigt seyn sollten, dem Kaiser zu geben was des Kaisers ist.

Ein Volk, zumal ein teutsches, welches nebst seinem Regenten von einem Oberhenn abhänget, ist nebst jenen nicht berechtiget, ohne vorläufige Einwilligung dieses an dem Hauptsächlichen seiner innern Verfassung, die doch bekanntlich aus dl« äussere sich erstrecket, etwas abzuändern, so ferne nicht sonst alles, was nach der alten hlremsrischen Verfassung Teutschland«« inrer 8kgru« plus vel minu, Oaessreae äurorlnm tubjeüos vel ab esäero «emros zugleich mik abgeändert wttdkN soll.

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Zeit und Umstände können das dem mtgegenlaufe»d<» als ejn Mrgehen^ u«tz vMlG»^was«eh«ttK, a»fth« mache». .?

Es ist bekannt, baß der kaiserl. Hof nie mit übereilte» Schritten gehet.

^ Abessen, «er langsam und mit Bedacht gehet, kommt auch, ^.-.w^ >

Es sind bey uns leider die Narben noch hier und da sichtlich, und die Nachwehe» bey vielen ksmüien in schmerzhafter Empfindung von der Art und Wirtung des obgleich etwan langsamen Kommens der mächtigen kaiserl. Hand, nachdem im vorigen und jetzigem Seculo dasjenige aus den Augen gesetzet worden, was man kaiserl. Majestät pfiichtmäßig schuldig war. Beydemale traf die kaiserl. gerechte Ungnade nur die tandesherren, ohne Verschulden der Stände. Was würde aber zu befürchten seyn, wenn von beyden eine böse Ursache hergegeben würde, und ma» nicht nur, wie z. E. mit dem conelut« vom »ite« Deeember 175z geschehen, vergessen wollte, von der obristrichterlichen Handhabung der iandesverfassung weite, «n Gebrauch zu mache», sondern auch kaiserl. Majest. aufsi, eelanmte Art verach» tend ju beleidigen.

I» dem Eingange des Vergleich-Entwurfs hat man sich zum Richter über diejenigen lugi««« «es»« aufwerfen wollen, welche absichtlich gelten sollen, und hat sich erdreistet, dadurch zu zeigen, daß man sich ermächtiget zu feyn glaube, der Gültigkeit oder Ungültigkeit derselben etwas zu- oder abzulegen.^. .. '5, ,^...,>

In dem zur Geburt ans Tageslicht stehenden Körper des Vergleichs hat ma« «inigen ZuSicsris caelsrei, grade zu ändern, durch Umwege von ihrer Wirksamkeit etwa« zu benehmen getrachtet, und ist insonderheit dasjenige Stück der iandesverfassung, worüber die meisten kaiserl. luclicses vorhanden, aus seiner vorhinnige» Gänze, Gestalt und Stellung zu vergleichen gesuchet, und endlich auch in dem rtziloso zur Zernichtung der übrigen Zuckcsrorum die Abmaß dergestalt genommen worden, daß eine gänzliche ännullirung für die meisten, und eine Bezweifelung für die wenigeren übrig bleibet, ob sie landesverfassungsmäßig, und mithin gültig

. * Ich überlasse einem jeden, zu beurtheilen, von welcher Seite kaiserl. Malest, diesen Vorgang ansehen, und auf was Weise Allerhöchstdieselbe solches auf vorabzusehende unausbleibliche Beschwerden, ohnedem auch die kaiserlichen Aussprüche bey Nachdruck zu erhalten, Ihres allerhöchsten Rechts und Am« finden werden? > . ,

° Mlr, als Kndrach, ist lnzwnHen obliegend, treMch zu warnen, daß man sich nicht übereile, und einen Schritt thue, welcher zu ftmer Ztt: ungldckftLg« Fol» gen, aber niemal« den Beyfall kaistrl. Majest. und d« Reichs habe« kann.

Es hat löbl. Ritterschaft über dasjenige, fo ich wahrend der aufgehabten De» put«ion zu Wien nicht ohne meinen beträchtlichen Schaben und mit vieler Mühe gewirket habe, Dero Zufriedenheit auf mancherley Art mir zu bejeugen beliebet.

',, Verbundenheit solches als eine Belohnung an.

Rebliche Ursachen haben mich bis daher abgehalten, solche Deputation

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zenskummer setzen muß, daß den glorieulen Thron ^ ich mich verfärben oder verstummen müßte, Zumalen wann leicht zu erachtendermassen ein zu Boden schlagender Vorwurf von grösftster Undankbarkeit und Vililonllirung der erhabensten kmserl. das Reichs-8Mem«, und mithin die gemeine Wohlfahrt deutscher Nation befestigenden und erhaltenden Vorrechte ins Mittel käme, so lege ich, «um relervs« «ione der mir verbindlichst zugesagten Roth-und Schsbloshaltung, die Veputtrio» nach Wien Einer löbl. Ritterschaft, mit verxsiichtesten Dank für das mir «„geehrte Zutrauen, wiederum in die Hände.

^ Erachte es aber meiner allerukttrthänigfie«, unttrthZnigste» u«V sonstige» Pflicht gegen Jh« ksiftrl. Majestät, das heilige Reich, gegen die durch!. Herren Herzöge zu Mecklenburg, unsere gnädigste Herren, und Höchstberoselben Vurchl« Reyierhauser, gegen die löbliche Ritter- und iandschaft, gegen die meine Und tnich zu leyu, daß ich, wie hicdurch, sufs sudmissefte und kräftigste es geschehen kann und «lag, geschiehet, als tandrath, welcher die ganze Half« dermaliger iandrZlhe aus« machet, gegen Hintansetzung des allerunterthanigste« schuldigen KeipeSs fi« die ° kmserl. geheiligt« Majestät und der schuldigen AchtuM für Allerhöchftders allerg««.' digft angeordneten, und von der Ritterschaft, wie von SerenilNmü bey geschehener Anzeige der vorseyenve» l'rsÜKten — lande, «presse vorbehallenen Hof-Lommisiwn, bey gänzlicher allhiesigen Vollziehung des obbesagkermassen beHsHnen Vergleichs zu ptorettire«/ «Nd nachdem ohne allen Zweifel von allen Patrioten nach skäheter und" reiflicherer der Sachen Ueberlegung kein ei«jiger ftyn kann, der nicht" mk allenntker-' thönigster Ehrfurcht die HanS von der Seder zurück zieykn ward,, falls er auch dießelbe in ßeinn Unschuld zum Unterzeichnen derel« zefasset hatte, »snn er beöevtet wird, daß dadurch Jhro kaiserl. Majestät und mithin das patriotische Reich beltibigkk, und baß snbey die Grundfeste der Wohlfahrt teutscher Nation zur schweren kaiserl. Ungnade und des Vaterlandes Verderb von ihm angetastet werde; so bedinge ich Amtshalber vor einen jeden derselben, und mich, die UnVerbindlichkeit dessen, was etwan hierunter, als vermuthlich nickt genugsam eingesehen, in dem Vergleichsenkwurf zur Verkleinerung des allerhöchsten Reichsoberhaupts mit unterlaufen und verabredet ist.

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Nachdem 8»emlNmis »ottris landesvZrerltch es nicht anders als angenehm styn kann, wann Dero Zand und jeuten die kaiserl. Ungnade, und deren unausbleiblichen Folge, abgewandt wird? .......

Nachdem auch Ritter - und landschaft sowohl vor jetzt als künftig höchlich dara» gelegen ist, daß sie sich dje allerhöchste kaiserl. Hulde, Gnade und ?roreüioo beybehalten? so zweifele ich an beyderseits gnädigst und geneigten Beysall nicht, da ich gnjetzo bemühet hin, einen allerseits midi igen Schritt abzuwenden, und auch hledurch meiner Obliegenheit nach Vermögen Gnüge zu thun»

Ich werde ohnermangeln übrigens von meiner Rieberlegung der vepumnon Jhro kaiserl. Majest. und dem hockpreisl. Reichshoftath die allerunterthänigste und schuldige Anzeige i« chun, pnp um die allergnadigste Genehmigung behörig zu bitten.

Und nachdem ich gleich nach den dermaligen meiner Zuhausekunft von Wie» dem lobt, engern Ausschuß meine Rechnung abgeleget, und den HgiV'Rest da« ausgezahlt empfangen habe, so wird lbbl. Rittersihast mir nicht nur ein behöriges ^dlolutorium zu ercheilen, sondern auch auf die versicherte Noth? und Schadlos, Haltung billigen Bedacht zu nehmen belieben.

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grösser sich das KlZmtterium die Anzahl der Hufen vorstellet, welche durch V die Ausmessung herauskommen dürfte, je mehr wird« hierauf bestehen, und desto weniger wird es über ein cenum Huavrum handeln wollen.

II.

Je geringer sich das Klimlrerium die Anzahl der Hufen nach der Ausmessung vorstellet, desto mehr wird es auf den Neben-K4oäum bestehen.

Die Ausmessung wird schwerlich ohne mancherley Unrichtigkeiten durch das ganze !and zum Stande kommen, wovon man nur z. E. berühren will, ») die tand, messer sowohl als die commilZsru, welche die Ausmessung l^irigiren sollen, können partheylich, corrupkible, auch wie gut oder schlecht das tand sey, ob die Klsliors. «one8 reullnen werden, und wie viele Freyjahre dem Xleliorsnten rsrione der Kosten zu geben seyn, öfter« unkundig seyn, indem die Güte des Ackers und der gute Ausschlag der Xteliorsnonen auch, von den besten Hauswirlhen selbst nicht anders als durch Zeit und Erfahrung können gelernet werden, d) Die Anzeige der, Krenäue und der Gränzen, so ferne nicht Key jedem Gute die Nachbaren dazu cz. nret «erden, kann von den Eigenthümern unrichtig geschehen, e) Der Anschlag, daß unbebauete Distrikte, weil sie ausgearbeitet werden können, mit zu den Hufen gemessen werden, ist eine Einschränkung des vominü, nach welchem ein jeder das Seinige gebrauchen «der nicht gebrauchen, auch so gebrauchen kann, wie es ihm beliebet; e. Wann ein Gut nach kroporrion zu viel Weide und Wiesemachs, hingegen zu wenig Acker hat, der Eigenthümer aber glaubte, nach seiner läse, mehr mit der Holländerey als mit dem Ackerbau zu erwerben, die CommilNo» hingegen wollte von Wiesen und Weiden zu einer Hufe nur eben so viel tand, als vom uhrbare» Acker anschlagen; wie sollte man solches mit genügsamer Gewißheit öeciöiren können? (Nichts ist derFreyheit eines tandes gefährlicher, als wann der vlu, rei priv««« per leg« public« ««geschränkt oder vorgeschrieben wird, so ferne nicht iumm« ne> «lKrs, vorhanden ist.) ä ) Weil man bey der Ausmessung und verermuurlan der

Büschings Magazin XIX. Thtil. Aaa Hufen.

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