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^« D uf das in meinem letztem wiederum «inberichtete herzoglich - mecklenburgische NID weitere Schreiben an des Königs in Preussen Majest. in Berref d« vormals tenden Werbungö-Irrungen, ist abermals «ine königl. preußisch« Antwort, welche erst unterm 14. xraer. ergangen, erfolget, worinnen aber Jhro königl. Majestät de« herzogl. Vorstellungen Platz zu geben sich noch nicht geneigt finden lassen, viel» znehr auf ihren vorigen Sahen und Benmessungen «in«« g«g«n sie und die Ihrigen v«n Seite« Mecklenburg bezeigten unfreundlichen und unnachbar!ich«n, auch nnt den unter ihnen lublikirenden Hausverbindungen auf keine Weist zu eoneiliirenden Verfahrens beharren, hiernebst weiter anfuhren, daß die Officiers und Soldaten von ihrer Armee, wenn sie einmal in ihren Eid und Pflichten stand««, alkzeit und an «lim Enden und Orten ihre k^Nuir. Bediente verblieben, und wann sie gleich jn andern landen sich ihrer Verrichtungen wegen aufhielten, nicht schlechterdings sogleich «ie andere tandesunterthanen angesehen, und mit willkürlichen Strafen beleget «erden könnten, sondern wenn ja ein ex«!» ihnen beygemessen werden mögt«, solches dem Regiment, worunter sie stünden, oder Jhro königl. Majestät angezeigt werden müsse, als welche niemals zugeben würden noch könnten, daß andere sich über ihre KK!il«r Bediente eine unumschränkte Furi«ZiSi«n anmassen wollten. Ferner wird zur Behauptung der freyen Werbungsrechte in den mecklenbargifthen ians den erwehnet, baß. Jhro königl. Majestät «bin nicht so fremd und auMdißb,. wie) der Herr Herzog vermeynten, in diesem iande seyn, und als evemusler tandesLucesilor eben nicht Urfach fände», noch gemeyn« seyn, das ihnen und ihren h"hen Vorführen zugestandene Recht der freywilligen Werbung in besagten landen jeho zu vergeben, und ihnen fo kurzum aus den Händen winden zu lassen, wobey aber ge« wiß niemand mehr, als Jhro königl. Majestät den Schaden und Ruin dortige« landen und Unterchanen abzuwenden bedacht seyn> folglich ihren Klilirsir-Bedien, ten darinn die Ausübung der angedichteten Feindseligkeiten um so weniger gestatten würden, als mehrgedachte mecklenburgische iandesständen und Unterkhanen Ihr« ttnigl. Majestät, wie ihre» hohen Vorfahren, als evenrualen tandes < 8uc«ssvren bereits gehuldige« hätten, und dermaliger Herr Herzog solches bey dem nächste» ttomsgia! > ^3u in ihren iande« wiederholen zu lassen, und ihren Ständen und Unterthanen vorzuhalten, in Kraft der feyerlichen Verträge, verbunden seyn.

- Wann hiernächst in dem letzter« herzogl. mecklenburgischen Schreiben, zu Rechtfertigung der gegen die fremd«« Werbungeil erlassenen r««me, sich besonders auch

auf auf eine ehedessen für die Sachsen - lauenburgische lande ergangenes dergleichen landesherrliche karenr als ein Beyspiel bezogen worden, so wird dermalen hierauf geantwortet, baß eines Theils Kiest churbraunschweigisch« gegen die Werbungen zu einer solchen Zeit emsm'ret seyn, da es zwischen den damalige» Königen von Großbritanien und Preussen fast bald zur öffentlichen Kuprur und Krieg ausgebrochen wäre, und daß andern Theils besagte ?«ren« niemals zur Lxecuüon gebrach^ svndem die mit Ehurbraunschweig etwa vorgekommene Werbungs' vilkereorien jedesmal zu bevderseitigem Vergnügen beygelegt, und gütlich erlediget wob,

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Ncht weniger wird abermals als ein in der allgemeinen Reichs - und Krels? Observanz, in der ^««rität und Erfahrung gegründeter Satz behauptet, baß de» Churfürsten und Kreis - vireüoribu, das Recht der freywilligen Werbung in den landen ihres Kreifes zustehe, und zu solchen Kreis - Direüorial Werbungen keines««-' g«S die von Seiten Mecklenburg vorausgesetzte kaiserl. Autorität erftrderlich sey. Der Schluß gegenwärtigen Schreibens enthält demnach diese Erklärung, daß, da die von dem Herrn Herzog vorgeschlagene Bedingungen zu einer gütlichen Auskunft über diest ViKerevrien so beschaffen seyn, daß sie alle Werbungen fortan in den mecklenburgischen landen aufheben, Jhro köntgl. Majest. sich darauf keinesmeges einlassen könnte», sondern annehmlichere Vorschläge erwarten wolltm; widrigenfalls aber de» Proceß mit dem Herrn Herzog so gut sie könnten ausmachen müßten, letzte«, re jedoch am Enh« selbst zu ihrem Nachtheil erfahren würden, wie übel sie von unbe^nnenen und gar zu hitzigen Rathgebern berathen worden, wie man solches «lb hier zu Regensburg und zu Wien selbst zugestehe, und eingesehen habe.

Rostock, ^en zofien April 1755.

HochwohlgeVohruer Herr,

Hochgeneigter «nd Hochzmhrender Herr GeheimexaH und ^ KammerpräfidttttZ , . , i

^tz^er Susserllche Verlaut Ivo« den Hiesigen jandesumstanden ist seit einiger Zeit ^ / so verschiede», und zuweilm widersprechend gewesen, daß ich davon zu berichten Anstand genommen habe. Gegenwärtig ermangele ich nicht, davon, meines Wissens zuverlsSig, folgendes gehorsamst zu melde».

l) Schon vor «hngefähr 7 Wochen ward fast allenthalben versichert, auch Hinfällig geglaubet, daß die kaiserliche con6rm»rion des getroffene» Vergleichs wirklich «nmmet sey. Es rouürte schon damals (wiewohl «»fänglich nur unter der Hand, und abr^ue o'aro er subseriptione) die anliegende Abschrift der kaiserlichen KetoKttio». und es sollte deshalb bereits ein durch den Herrn tandrarh von Basse, «itz zu übergebendes Danksagungsschreiben ,S Imv«-«orem abgelassen werden, dessen mir angemucheten Entwurf lch, «ebst andern Ursachen, damit ablehne«, daß es, meines Ermessens, nicht üblich, noch meäi« . Ständen zuständig sey , g» kaiserliche Majestät, <zu» Zuäicem,^ verschlossene Schreiben abzulassen. Inzwischen haben sich wegen jener Kelolmion über deren äurnenrienat verschiedene Dubia her° vorgethan, z. E. von wem und warum selbige nur vrivnim «ommuniciret werde? Warum dieses nicht publice vom engern Ausschüsse in alle Aemter geschehe? Wie die Connrmsnon nur allein mtuim des Herzogs von Schwerin und Dero Stände habe ertheilet, und dadurch der letzteren im Vergleiche selbst anerkannte vnion mit dem stargardiftyen Kreise, gleichsam ex oKeio habe aufgehoben werden können? und falls auch etwa in dem Reichshofraths- V«io «6 Imperatoren, auf dergleichen ReKImZo» «meluäiret seyn mögte, wie «M es dennoch zulZM, oder selbst nur einmal rathsam sey, den Inhalt davon sn« äpprobar. « ?ublieanon«n mttzuthellen, oderL« erlangen , und bekannt werden zu lassen? zc. ^ ^

Nachdem aber nunmehr vor wenig Tagen die kaiserl. ZiesolmZon, verboten» dbige» Jnhals, subSstoden i4tenkujus, Hieselbst angelang«, und bereits öffentlich gedruckt ist: so bleibet wegen deren Würklichkeit kein Zweifel übrig, und das Fernere beruhet auf sich selbst, als eine geschehene Sache, welche glelchwohl möglich gewesen sey, weshalb ich mehrere davon zu «elden vor überflüßig er»

«chle, jumale»

2) «nf

2) auf einem am Zysten May anhero ausgeschrieben« veput«!o»s.c«»ve«t sich die darüber in dem tande entstehende ImpreKones zweifelsohne deutlicher äussern

werden, wann die erwehnte Kesoluiion zuvörderst in die Aemter versandt seyn wird. Die sonsten von dem engern Ausschusse bisher namhaft gemachte Oeliberanä, auf sothanen Konvent betreffen a) den von der Ritterschaft gegen die Städte zu führenden Beweis wegen der Krug » Nahrung; b) die Aufbringung der Kosten zur Vermessung« - dommiilion; e) die Kloster - Hauptmanns - Wohnung zu Ribnitz; 6) die nach dem Vergleiche zu begehrende, aber » Lereniliimo Luerlnenli bisher verweigerte Kemiluonem OonkriKunonis in Kioulirten Fällen; e) den hieraus (weil der engere Ausschuß gleichwol auf solche Fälle nicht execzuiren könne,) in dem iand, kästen entstehenden Mangel, und deshalb bereits auf bevorstehenden Irimcsci, anderwärts zu verschaffenden Landes - Credit; 5) die zu erhöhende Besoldung der Hof» geizichcs - .^llellorum, und g) die Vorlegung der wienerschen, imgleichen K) der seit dem letzteren Landtage geführten hannöverischen correlponäen«, um daraus in die Aemter reteriren zu können. UebrigenS erwchnet der engere Ausschuß in inkroini des Augschreibens, daß sich unterschiedene besondere Umstände finden, worüber derselbe das Gutachten und die weitere Instruäion von gesammter Ritter- und tandschaft allerdings vor nölhig erachte. Noch einigen vorläufigen Muthmassungen dürft ken selbige betreffen', >) die tandkastensrechnurg von Zeiten des vorigen engern Ausschusses; K) die Aufbringung der neulich angewandten Unkosten zu Wien; vielleicht auch !) das Verhalten in Ansehung der preußischen Werbung, so ferne deshalb vom Hofe etwas an Ritter - und Landschaft gelangen sollte ic. Wie weit nun über alle diese theils nur ßenerslirer verkündigte, lheils noch unbekannte Ve!iberzn6» aus den Aemtern theils die Inltruüiones hinreichend erfolgen, theils andere ?ror,olirio„« dazu kommen werden? wird sich nach den vorgängigen Amts Konventen ergeben. Vorläufig vernehme ich »ä b) daß mit etlichen Gütern fchon die Ausmessung, aber noch nicht die Lonilirung, geschehen; sä ä) im Strelihischen wegen der Kemilnonen bereits eine gewierigere Ketolulion ertheilet sey; sä e) der geschwinde, anderweit zu suchende tandeö > Credit einiges Nachdenken verursache; «6 5) « I<) der jetzige engere Ausschuß über die NeAvriaklon des Herrn iandrath von Basscwitz einige Unruhe gesasset, und ihn deshalb, bevor noch die kaiserliche Kelolmion eintiefe, bereits zurück entboten habe, gestalc denn auch die selbst beliebte öffentliche Vorlegung der von demselben geführten Correl^onäen« eine sonst ungewöhnliche Sache ist; «6 I) haben 8erenlliirrms Ltreliaenlis im Stargardischen die freywillige Werbung auf zwey preuf> fische Regimenter zugestanden. Hingegen ist v

z) hier auf dem tande die seit einiger Zeit stille gewesene Aufsuchung der Herzogs. Beamte» und Pachter durch die preußische Husaren wieder angefangen. Die deshalb gewechselte Schreiben, imgleichen das zu Wien emsmrtt DeKorrsrorium und , kaiferl. dommillisng. llecr«, welche letztere in den schwerinifche» Intelligenz, Blat

BüschingS Magazin XIX. Theik. Ddd

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kern gedrucket sind, »erben Ew. Exeellenz ohne deren Beyfüguug bekannt seyn. Dem Verlaute nach wird über sochane Streitigkeit diesseitSj an einer weiteren OeäuU'wn gearbeitet. Einige hoffen darüber eine baldige gütliche Auskunft, andere befürchten daraus noch schwerere Folgen, «srinn die Stände leichtlich mit verwickelt werden könnten, und noch andere glaubm, daß darinn eine hinreichende lismsäur vo» höherer Hand erfolgen dürfte. Es laufen Gerüchte wegen einer preußischen 0«ups> rion des Dömitzer Zolles und mehrerer Oerrer, wegen OelZion und Umtaufchung der preußischen ?ra«enlion auf jauenburg gegen die hannoverschen lrl/porks<zuen, irem wegen Kenovirung der hiesigen ?«etenLo» auf beregteS Herzogthum, wegen einer in Schweden obhandenen ttöe, den Warnemünder Zoll zu reluiren, auch Wismar wie« der zu befestigen:c. welche Gerüchte jedoch insgesammt oder zum Theil vielleicht un» gegründet seyn mögen.

4) Inzwischen bleibt Key diesen zweifelhaften Umstanden das ausserliche Ver« halten derjenigen, welche dem Vergleiche beygepflichtet haben, oder nicht, bisher noch, wie zuvor, unterschieden. Der dänische Lksis > Kiinilire, Herr lvon Bernstorf, hat deshalb ein Q?srulslion8 - und Danksagungs - Schreiben an des Herzogs Durchlaucht abgelassen. Verschiedene Eingesessene versprechen sich geruhigere Zeiten, und beeifern sich, den Vergleich Vortheilhaft zu erklären. Ander«, se!bst von den LubKribenkiKu«, scheinen mehr nied'ezgeschlagen. Der engere Ausschuß, welcher zwar in Lontormirät des Vergleichs handelt, kann dennoch seine Verlegenheit zuweilen nicht ganzlich verbergen. Der stargardische Kreis hält sich sehr geschlossen. Der Herr von der iühe von Mulsow soll neulich, wie verlautet, nach Wien abgegangen seyn. Der Herr landrach von Wendessen bietet seine Güter öffentlich feil. Noch mehrere sollen dasselbe thun, und verschiedene hinkünftig weder auf Amts - und tandes 5 Oanvencen ferner erscheinen, noch überhaupt an den tandesangelegenheiken Theil nehmen wollen. Es werden zwar noch bis anhero die zum Verkauf kommende Güter ziemlich hoch bezahlet: solches aber geschiehet mchrentheils von Käufern, welche mehr auf den blossen Ackerbau, als auf die noch anscheinende Ungewißheit der allgemeinen Umstände sehen, nebst welchen

5) die privar - Umstände sehr vieler Eingesessenen wegen der vorjährigen schlechten Erndte, des Viehsterbens, der bevorstehenden grossen und schleunigen Ausgaben, auch selbst zu verzinsender Schulden, oder abzutragenden dapitslien :c. so beschaffen sind, daß vermutlich schon in dem so nahe bevorstehenden 1'rmitsrisl'ermimo sich veroffenbaren wird, was sowohl wegen des allgemeinen als des bescnderen AeditS noch in Zukunft vor Zeiten und weitere Folgen zu gewärtigen seyn. Silbst einigen ziemlich Begüterten, welche nur wenige Schulden haben, dürfte es schwer fallen, jenen zu erhalten, wenn ihnen diefe gekündiget werden, wie mir Eremxel davon bekannt sind ic.

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