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Seit der ersten zm jahre 1875 erschienenen au/lage hat sich das ahd, lesebuch fortgesetzt befälliger au/nahme von seien der /achgenossen zu er/reuen gehabt und ist im inlande und auslande sowol. zum akademischen unterricht als zum privatstudium in immer steigendem ma/se benutzt worden. Dementsprechend habe zch in 7eder /olgenden auflage versucht, durch nachbesserungen und ausnutzung der neuen literatur das buch den fortschritten der wissenschaft gemä/s weiterzuführen. - Aus den vorreden der /rüheren auflagen stelle ich im /olgenden zusammen, was noch dem jetzigen benutzer über die einrichtung dieser auswahl zu wissen dienlich ist. Das lesebuch soll zur ein/ührung zoz das studium der ahd. sprachdenkmäler ausreichenden stoff darbieten. Zu diesem Zwecke mu/sten alle kleineren sprachlich oder literargeschichtlich wichtigen stücke au/zzahme finden. Da es aber nicht räflich ist, an diesen das studium des althochdeutschen zu beginnen, vielmehr die lektüre eines grö/seren, einen einheitlichen charakter tragenden stückes /ür den an/ang sehr zu empfehlen ist, so mu/sten aus den um/angreicheren ahd. schr/zwerken /ür diesen zweck genügende proben ausgehoben werden. Obenan unter diesen steht Ot/rid, aus welchem ca. 26oo verse aufgenommen sind. Das zusammenhängende stück aus dem vierten buche (23–39) wird sich besonders zum beginn der O/ridlektüre egnen. Den meisten aus dem lateinischen übersetzten stücken sind die orginale begegeben worden. Nur die rücksicht auf raumersparnis hinderte mich dies überall zu tun. Aber dem anfänger, der die bibloschen stücke aus 7atzan, den Zsalmen u. a. durchzuarbeiten zwinscht, wird doch eine vulgata, oder wenigstens eine deutsche blel leicht erreichbar sein: wer /einere untersuchungen anstellen will, mu/s notwendig auf die ausgaben der betr. denkmäler zurückgreifen. Ein grö/seres stück aus dem Heliand Ä schien mir nicht geboten, da zu den vorlesungen über denselben handliche ausgabenz zur zerfügung stehen. Wenn ich dennoch zm anhang eine probe daraus au/nahm, so geschah das zu der erwägung, da/s bei der lektüre der althochdeutschen alliterierenden gedachte die vergleichung der alsächsischen dichtung erwünscht sein könnte. Das gleiche gilé zooz den kleineren altniederdeutschen stücken, von denen besonders das

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tau/gelöbnis und die beichtformel neben den entsprechenden hochdeutschen denkmälern nicht gern entbehrt werden würden. Die exte schlie/sen sich möglichst genau an die handschr/liche überlie/erung an, abzeeichungen zon derselben sind unten angemerkt. Die langen stammsilben sind durch circum/exe bezeichnet, au/ser wo, wie bei O/rtd, Notker u. a., den handschr/lichen accen/zechez ge/olgt werden mu/ste. Auch die langen endst/ben sind wenigstens zoz den älteren stücken bezeichnet, den prinzipien gemä/s, welche ich in meiner abhandlung über die quantität der ahd. endsilben (Beitr. 2, 125 /7) dargelegt habe. Die literarischen nach zweisungen sollten ursprünglich, au/ser den nötigsten angaben über die handschriften und etwagen bemerkungen über das verhältnis des gegebenen extes zu denselben, nur noch kurze zweisungen geben, wohin man sich behz/s des weiteren studiums der betreffenden stücke zu wenden habe. Für die in Müllenhoff-Scherers ZDenkmälern * enthaltenen war ein hinrees auf die dort verzeichnete literatur ausreichend erschienen, etwas aus/ührlichere angaben wurden zu den übrigen stücken gemacht. In den späteren az/lagen sind die nachweisungen durch möglichst reichhaltige verzeichnisse der neueren literatur erweitert worden. Eine stärkere zermehrung trat ein in der 7erenz az/lage (7897) durch die ez/ührung eines längeren abschnitts über das Hildebrandslied. ZDzeser soll aber ketz Äommentar setz, sondern nur ein aus/ührlicher zudex zu den kommentaren. Freilich tritt dieser abschnitt etwas aus dem rahmen des übrigen heraus, aber die praktische erwägung gab den ausschlag, da/s es für übungen zweckmä/sg sei, das material /ür die interpretation des Hl. übersichtlich geordnet zur hand zu haben, da die literatur so angewachsen ist, da/s selbst die fachleute mühe haben alles zu überblicken. In der ausführung habe zeh die neuere literatur bezorzug, aus den älteren arbeiten aber dasjenige angemerkt, was mir jetzt noch er70ähnenswert erschzenz. Zachmanns Äommez/ar zs/ dabez zmmer als grundlage jeder erklärung des H. vorausgesetzt. ZDas glossar soll im wesentlichen das erste zerständnis der lesestücke vermitteln: hinweise auf das vorkommen der ahd. worte auch im gotischen, sowie im altsächsischen und angelsächsischen sind als zugabe zu betrachten. Für ein ahd. glossar sind bei der so differierenden lautbezeichnung zerschiedene anordnungsweisen möglich. Man kann die Worte unter der altertümlichsten /orm au//ühren, zwelche 21/ällig zorkommt, und mu/s dann bei jeder anders beschaffenen /orm darauf verweisen - so vermag man denn durch blo/s mechanisches nachschlagen jedes woré az/zz/inden. Da/s diese methode hier nicht zu befolgen war, lag auf der hand, schon wegen der damit zerbundenen unzahl zon verzweisungen. Es scheint mir aber auch für den lernenden ziel /örderlicher, wenn die anordnung unter zugrundelegung eines gewissen lautstandes geschieht, da man sich so bei der lektüre eines denkmals zuerst klar werden mz/s, wie das zerhältnis seines lautstandes zu dem im glossar zugrunde gelegen ist. Wenn zch unter den zerschiedenen möglichen anordnungswesen den ost/ränkischen lautstand wählte, als dessen hauptrepräsentant uns der 7attan gilt, so leiteten mich dabei nur nahe liegende praktische rück

Vorwort. V

sichten. Freileh war damit o/ der übelstand zerbunden, da/s jüngere /ormzen den älteren zorangestellt werden mu/sten z. B. boto, bodo; engil, angil; ouga, auga. Bez einer anordnung nach dem oberdeutschen lazzstande 7wäre dies jedoch in noch ziel höherem grade der /all gewesen. Eine grö/sere znkonsequenz habe zch mir gestattet, indem ich die noch zu den älteren denkmälern mit hl, hn, hr, hw anlaufenden wörter unter h einordnete. Ich hielt das für die einprägung der bebetreffenden worte für ersprie/slich. Unter l, n, r, w ist aber durch verzweisungen /ür das au//inden derselben gesorgt zeorden. Im übrigen Konzzien durch das anordnungsprinzip zzel zerweisungen gespart werden, obschon ich zwar mit rücksicht auf den anfänger öfter verwiesen habe, wo der vorgerücktere bei gehöriger klarheit über die lautz erhältnisse auch ohne zerweisung auskommen würde.

Die gegenwärtige sechste au/lage hat hinsichtlich der exte einen geringen zuzelachs erhalten durch az/nahme des s/ückes aus Einhard und der zuschr/ (I, 7. 8). Auch sind dem Stra/sburger /ragment zooz Ezzo's gesang die abweichungen der Vorauer hs. begefügt und zu den Matthaeusstückez 2–8 der Monseer /ragmente au/ser den parallelez aus Zazan noch die lateinischen originale hinzugetreten. Für die literarischen nachweisungen war eine ausdehnung der zum Hildebrandslede gegebenen aus/ührlichen literaturübersicht auch auf die übrigen alliterierenden denkmäler gezeiünscht worden. Doch konnte ich mich nicht entschlie/sen, dem 7olge zu geben, da die betreffende literatur immerhin noch übersehbar ist. Nur als probe habe ich die zusammenstellung der erklärungen des wortes mfspill hinzugefügt. Grö/sere erweiterungen des zum/angs würden durch steigerung des von der verlagshandlung in dankenswerter Weise billig gehalczzcz /reises die zugänglichkeit des buches erschweren und können daher nur aus gezwzchgez gründenz zugelassen werden.

Auch /ür diese az/lage sind mir zon /reunden und benutzern dankbar entgegengenommene bemerkungen und berichtgungen zugegangen. Darüber hinausgehend hat E. Seizmeyer mich zu zers/ülz/, indem er mir durch mitteilung seiner kollation ermöglicht hat, zon den alemannischen psalmen (X///4) einen sehr verbesserenz tex zu geben. Au/serdem hatte er die güte, mir einen abzog setzes artikels über ahd, aus dem jahresberichte /ür 1905 zor erscheinen desselben zugänglich zu machen. Hierfür sei ihm auch an dieser stelle herzlicher dank gesagf/

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