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ciatio diaboli, die interrogatio fidei, das Vaterunser (in coppelter Form)

, ras apostolische Glaubensbekenntniß, die exhortatio ad plebem Christianam, da Wesjobrimuer Gebet, ein Fragment aus Musyilli, die Hochzeit zu Canaan (in der zwiefachen Fassung der altsåd lischen und der fränkischen Evangelienharmonie), ter Schwur der Könige und Völfer bei Straßburg 842, tas Ludwigslied, Aus Merigarton, (zzos Lied (die ersten 14 Strophen), Sdiluj 003 Lebens Jesu, Aus der Kaijerchronif, Aus König Ruother, Aus den Bruchitüden vom Grafen Rudolph, Lieder imd Leiche (1. In Nürnberges Wise, 2. Dietmar von Gif, 3. Sperrogl, 4. Friedr. von Mujen, 5. Heinr. von Ruggc, 6. Heinr. von Veldede), Aus Vet: Deckes (Eneite, Hartmann von der Aue (Lieder, aus Grek, aus Gregorius, aus Jwein, aus dem Armen Heinrich), Neimar der Alte, Waltver von der Vogelweide (S. 75 bis 92), Wolfram von (Eschenbach (Lieder, Parzival, Titurel, Willebalm, S. 118), Aus con Nibelungen, Gottfried von Straßburg (S. 123–32), Lieder şerrn Neidtharts, Aus der Girdrun, Aus Freidanks Bescheidenheit, Rudolph von Em (ius Wilhelm von Orleans, aus Alerander), Aus dem Frauendienste Ulrichs von Lichtenstein, Aus der golinen Schmiede. Den Schluß des Ganzeit, dem ein genaues Inhalte-Verzeichniß zu wünschen wäre, bildet die ,, Mittelhochdeutsche For: menlehre“ (S. 164–84), eine um iv worthvollere Zugabe, da sie ihren Gegen: stand zwar kurz und einfach, aber präzis und vollständig carstellt.

Brockerhoff.

ianern.

Gesez der deutschen sprachentwikelung oder die philologie unt

die sprachwissenschaft in iren beziehungen zu einander unt zum deutschen geiste von Dr. K. G. J. Förster. Berlin, Landsberger. 851. 8.

E wir auf daß einzelne diser schrift eingen würden, muß es uns gestatet sein, den stantpunkt des ferfaßers einer besprechung zu unterwerfen

, waß der férf. grade als das richtige anerkennen muß, als er ja jede erscheinung fon dem lezsten der „geschichtlichen“ stantpunkte auß, welcher im mit dem „philosophischen“ zusamenfält, nur allein beurteilen zu können glaubt. In disem punkte sint wir durchauß mit im einferstanten, nur müßen wir sogleich mit im darüber anbinten, daß er den philosophischen unt zwar den hegel'schen als den entgiltigen gesichtspunkt festhält.

Der ferfasser scheint sich selbst zu denen zu zälen, welche „den meister for unferstänti

. gen angrifen (s. 161) schüzen“ können, nimt sich auß fon den s. g. altbegel

Unt doch sagen wir, daß er nichtsdestoweniger echter althegelianer sei unt wollen im auch den forzug einräumen, eine ganz geistreiche schrift geliefert zu haben. nur können nicht zugeben, daß damit für die aufgewor. fene frage ein erheblicher schrit geschehen sei. Grade daß der ferf. begelianer ist, macht in, solange er daß unt nur daß ist, unfähig, die sache weiter zu fördern. Wir sugten, daß wir mit im darüber einig seien, daß der lezste der „geschichtlichen“ 'stantpunkte der sei, fon welchem aus jede geschichtliche erscheinung nur richtig gewirdigt werden könne. Ja! der hegelsche stantpunkt ist diß aber nicht; den man ist wesentlich über Hegel hinaußgegangen, indem man über daß ente des hegel'schen systemes, über daß „absolute wißen“ hinaußgieng unt in der geschichte, natürlich wie imer in der geschichte „unmitelbar“, zur „tat“ übergieng. Hätte Hegel die lezste geschichtliche bewegung miterlebt, so würde er über den „inneren“ widerspruch, mit dem „subjectiven“ akte des „wißens“ zu "schließen, auch in' reine gekomen sein. Wir

sagen inneren Widerspruch. den er drang ja selbst positiv auf die fereinigung des subjects mit dem object. Dise ist aber nur die „tat“, worin auf dem geistigen gebiete daß subj. sich mit dem obj. zusamensezt, nemlich als wares geseza? Da wißen kan eß nur scheinbar sein, weil darin daß übergreifen des subj. über daß obj. noch stat hat. Hegel mußte ganz natürlich aber auf daß „absolate“

wißen komen, weil er dise fereinigung des subj. mit dem obj. als „bewußte bewußtlosigkeit“, als „nitelbare unmitelbarkeit“, eben als „wißen“ faßte. Selbst als „absoluteß wißen“ war die sache nicht geändert, weil ja daß absolute sich dem akte der bewegung entzieht, unt damit die unmitelbarkeit ausschließt, also die geschichte. Nur dise aber ist die „tat, den geschichte ist allein , tat“, ist „unentlich“, nicht das absolute. Darum ist der got Hegels ein unwarer, ein „toter“, weil er absolut sein sol, sich der bewegung also dem „leben“ entzieht. Disen widerspruch wolte Feuerbach heben, ferfiel aber dem andern extrem, indem er disem absoluten „geiste“ (contradictio in adj.) die absolute „natur“ entgegensezte. Damit hatte er wenigstens die „unmitelbarkeit“ aller bewegung unt alles lebens geretet, ferneinte aber den geist, so daß Feuerbach folgerichtig die geschichte leugnen müßte. Hegel fülte auch selbst die unwarheit seines „absoluten“ gotes unt ließ in deshalb einen „process“ durch daß bewußtsein durchmachen, eine zweite ungereimtheit, deren warer ungrunt aber die nicht abzuwentende notwentigkeit der „tat“ war. Wolte man selbst got als „den geist der wellt“ faßen, so entriete er doch der bewegung. Man muß deßhalb die „bewegung“ selbst als daß zil des geistes faßen. mit and. worten: der geist kan nur zu seinem zile die „tat“ haben. Da dise aber stets nur in der bewegung stat finden kan, so ist auch der anfang des geistes, sein grunt, die „tat“. (- Darum ist die schepfungsgeschichte des Alten Testaments warer, als die philosophische.) Das ist daß zusamenfallen des entes unt anfangs, aber nicht daß „absolute“, also „fertige“ wißen, was ja nur ente, kein anfang ist. Weil aber die „tat“ stets bewegung, stets anfang „ist“, kein ente „erreicht“, also würklich „unentlich“ ist, mithin „unmitelbar“ d. b. „unmitelbar in der mitelbarkeit“, die „tat des gesezes“ oder die „gegenseitige“ tat, die freie tat der „fereinigung“, daß „gute“, im gegensaze zur tat des „einzelsubjectes“, dem bösen; kan daß wißen nur ein akt post actum sein.*) Daraus folgt aber, daß daß „absolute wißen sich in nichts fon dem fom ferf. gebrantmarkten „gesunden menschenferstante“ unterscheitet. Alleß forhererkennen was man so gerne der fernunft zuschreibt, ist nicht stichhaltig, weil sie grade daß wesen der tat, die „unmitelbarkeit" selbst ist. Der „gesunde menschenferstant“ ist aber nicht ein wilkürlicheh anerkennen der tat,,sache“ (waß man als tat siht), sontern daß durch die jedenmalige stufe der bildung bedingte erkennen, (man würde eß sonst auch nicht ferstant nennen; unt mit dem bewußtsein der sprache koketiert ja die hegel'sche schule so gerne). dise ,,jedesmalige stufe der bildung“ ist aber unser obiger „lezster der geschichtlichen (nicht philos.) stantpunkte“.

Ist nun der hegel'sche boden des ferf. durchlöchert, so fält seine ansicht fom wesen des deutschen geistes als der „gipfelung“ alles geistigen lebens fon selbst durch. Es gibt keine gipfelung irgent einer art; alles ist gleichberechtigt nebeneinander, subject unt object, geist unt materie. der fluß, die aufhebung unt zugleich sezung beider findet nur in der tat stat, die nie ein ente erreicht, sontern stets auf's neue unt auf gleiche weise die gleichberechtigten momente anerkent. Daß einem hegelianer wolbekante

*) Hierbei ein wort über den titel der schrift. Der ferf. sagt „gesez der sprachentw.“ unt hat doch im inhalt nichts weniger als daß gesez, sontern nur eine bloße wißenschaft diser entwikelung gegeben unt bezwekt. er hat somit beideß noch ferwechselt unt damit daß eigentliche gesez noch ferkant unt entstelt. Den die wißenschaft ferfolgt noch forherschent subjective zweke, legt auf das neue unt eigene zu großen wert gegen daß objective unt andere unt wirt dhr so ser anmaßent, daß sie daß, was längst als gesez vorhanten war unt ist, als ir werk forzugsweise betrachtet unt dadurch entstelt. Den daß ist grade die entstellung des gesezes, daß er dal alte gegen das neue herabsezt. Er ferfält dhr noch in denselben nur umgekerten feler der älteren philologie. –

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umschlagen und daß zusamenfallen der gegensäzetritt da ein, wo man solches absol. w. sezt. diß komt zu demselben zile, wie sein gegensaz, die absolute unwißenheit. Daß leugnen der tat, dh. daß für folentethalten seines stantpunkts ist daß merkmal beider. Grade dieß ist eß, was man, fast möchte man sagen schonender weise, daß s. g. scholastische der hegel'schen philosophie genant hat. „Les extrêmes se touchent“ unt du sublime au ridicule il n'y a qu'un seul pas“ sint zu bekant unt for allen der hegel’schen schule. — Es scheint diß filleicht ganz abzuligen fon unserem stofe, unt doch gehört es hierher, wie auch unser ferf. fon ,,dem ganzen kreiße seines philosophischen systemes“ spricht. Mit all seiner" theoretischen fernunft ist er nicht weiter gekomen als der „gesunde menschenf.“ auch. Hegel 8. Grimm sint im so folgerechterweise gegensäze. ir gemeinsamen moment haben sie in Förster. wir müßen in dhr ganz betrachten.

Hegel gieng nicht so weit, dem mitel die bedeutung des selbstäntigen geistes beizulegen. unser ferf. tut'h. er legt dem organe der sprache die bedeutung, der sprache selbst bei. im ist daß organ selbst geist, stat materie, stat mitel. Ist sein gruntsaz richtig, dan muß daß, was er fon der deutschen sprache außsagt, auf alle sprachen anwentbar sein. zudem wil er ja die „sprachwißenschaft“ auf feste gruntsäze zurükfüren. Für seinen stantpunkt aber get diß schlechterdings nicht an, weil er der des „absoluten wißens“ ist, also des abgeschloßenen, zum ente gelangten. Wir haben den der unentlichen tat dargetan, der geschichte, unt räumen also einem faktor in den geistigen erscheinungen einen einfluß ein, den er nicht anerkannen kan. darum sagt er, s. 137: „Nicht jede Sprache hat eine Geschichte, wie sie deutidie", wie er auch, s. 28 „dem deutschen geiste nur eine geschichte“ beilegt. Um aber bei disem punkte sten zu bleiben, so sagt er, s. 24: „Ist das Geschichte, bei dem Alten stehn zu bleiben und Opposition gegen das Neue zu madhen?". Daß tut er ja grade selbst, indem er seinen stantp., über den man faktisch hinauß ist, für daß lezste hält. Er siht die geschichte der deutschen sprache besonters in der konsequenten (??) schreibweise des nhd. , unt hier wider in der ferlängerung der stämme, wie wir noch sehen werden. . Wie würde er wol die italienische umbildung des lat. caděre in cadēre, oder umgekert des lat. movēre in movere erklären, oder des lat. sapěre in sa pēre, wo die beliebte erklärung des ferf. durchauß nicht anzuwenten wäre*). doch hat ja nur die deutsche sprache eine „geschichte“ Komen wir nun auf des ferf. erklärung der nhd sprachentwikelung. Den durchauß unbestreitbaren saz, daß die modernen sprachen (bei im nur die deutsche) die entungen eingebüßt haben, wil er phil. erklären. Dabei ist zu bemerken, daß disen saz der „gesunde mf.“ entdekt hat, welchem der ferf. an mannigfalten stellen die möglichkeit „wareß entdeken zu können“ abstreitet. Dazu aber sagen wir noch, daß unser ferf. nichts neues entdekt hat, waß fom „gesunden mf.“ d. h. eben Grimm u. a., z. b. grade Lachmann, dessen urteil der ferf. nach der forrede nicht einmal hören wolte, nicht schon unt nicht schon beßer gesagt worden wäre. Sehen wir aber zu, was der ferf, für eine erklärung gibt. Er macht einen unterschit zwischen „stamm als stamm, form als stamm unt form als form“, s. 52.

„Stamm und Endung bilden eine untrennbare Einheit, heißt's s. 47; wie will man nur eine Veränderung dieser ohne Rückwirkung auf jene zulassen! Leidet ein Theil, jo leitet das Ganze, der Geist wie der Körper.“. Hier haben wir eß sogleich mit einer ganz unrichtigen auffaßung fon stamm unt entung zu tun, die scheinbar etwas ser einleuchtenden hat. Die angefürte äußerung Jakobi's, „daß man im ahd. noch die bedeutung der entung gefült habe, waß der ferf. selbst noch dem mhd. in einer gewissen beziehung zuschreibt

, ist nur scheinbar für in. Wir sagen daß nemliche, folgern aber ganz anderes darauß. im goth. unt skr. ist die bedeutung solcher formen noch weit

*) Freilich fält das unten besprochene ferhältnis der formen wie mhd. vischære grade hierher.

ferstäntlicher als im ahd. Onehin hätte der ferf. biß auf skr. zurükgen müßen, um daß chines., eine ofenbar noch frühere entfaltung des geistes, als nicht zu unserem sprachstamme gehörig, ganz zu übersehen. den in den klass. sprachen, die der ferf. nur allein herbeizieht, unt forzüglich im griech. geiste, began schon, wen auch noch in der anschauung befangen, die reflexion, mithin daß quantitative element gegenüber der noch forzugsweise elementarisch-qualitativen bildung des indischen.

Nun sol daß wegfallen der bildungselemente im nhd. den stamm ferändern. daß ist der sin des sinhieroglyphischen außdruks: „Forin als Stanın ist im Stamm als Stamm aufgegangen". Was hätte damit die nhd. sprache gewonnen? nichts als dopelte ferfinsterung. Einmal hat sie die früher noch ferstäntlichen entungen eingebüßt, unt dan sol sie den stamm dermaßen ferunstalten, daß er ein für alle mal die beweglichkeit der entungen wie ein tintenfisch ungestaltet in seinen zweiseitigen magen aufnimt. Der ferf. hat übrigens auch hierbei formen im auge, wie mhd. vischære für ahd. fiskârî, nhd. wirt darauß „Fijder“. Ist aber hierauß nur die mindeste intensivität für den stamm, die doch der ferf. („Stammverlängerung oder Stverkürzung“ heißt ein kapitel bei im) beansprucht, erwachsen? Nimermer. grade daß fortschreiten zum nhd., was er selbst aufhellen möchte, hätte im zeigen können, daß daß mhd. „æ" nicht nur nicht länger als dal ahd. ,,â“, sontern im gegenteile kürzer. dazu hat daß nhd., waß noch ein stük der „,form als form“ (sih unten) einbüßte, sich zum zweitenmale ferkürzt. „form als form ist im stamm als stamm aufgegangen (???)" unt doch ferkürzung? Omen animula quo nunc abibis! Aber ,stamm als stamm“, diserträger der bedeutung oder des geistes nach dem ferf., ist ja gar nicht fon diser feränderung betrofen, sontern daß ableitende ,,â“ also abermals nichts. xai ov tévvov! Nein! nein! nein! waß wir weiter, s. 48, lesen, ist ganz geeignet, den forwurf einer „un-ir-wansinnigen forstellung“, s. 113 der neueren sprachforschung gemacht, auf den ferf. zurükzuschleudern. Die bildung der deutschen sprache unterscheitet sich in nichts fon der der griechischen, wol aber der griech. geist fom deutschen. Ja, der ferf. hätte disen gr. geist in seiner entwikelung selbst ferfolgen müßen, wen er den geist Homer's unt Demosthenes' hätte neben einander halten wollen. Daß, waß die modernen sprachen zu dem macht, was sie sint, ist etwas ganz andereß. Natürlich kan man fom stantp. des „absol. wißens“ keinen irtum hegen, unt der ferf. wirt fon uns denken, (da er selbst Lachmann en passant behantelt), daß wir in nicht beurteilen könten, da wir seine höhe noch nicht erklimmt. Es sei im aber bemerkt, daß auch wir einmal auf dem Wege waren, auf der kalten höhe des absoluten horstes zu erfrieren, aber noch zur rechten zeit in den erwärmenden schoß des lebens zurükkerten. Nun wider forwerts! Daß die modernen sprachen ire formenfülle einbüßten, hat grade den geist zur ursache, den der ferf. suchte unt leider an der unrechten stelle gefunden hat. Man betrachte einmal die „redes der ältesten skrwerke unt die eines vogt’schen briefes. solte da kein andrer unterschit walten, als daß in der einen folle formen mit schwachen stämmen, in der andern schwache formen mit gefülten stämmen anzutrefen seien? Nein, die moderne sprache läßt die formen fallen, weil sie (fgl. s. 49) nicht mer so unbeholfen im außdruk ist als jenen geistige kint skr. Freilich könte man die feinen ferbintungen der griechischen rede hier entgegenhalten. wer sich aber nur einigermaßen mit der sache beschäftigt hat, wirt nicht ferkennen, daß trozdem in der griech. sprache kein moderner geist wont, wen im dise auch durch iren artikel eine brüke gebaut hatte. Grade im saze (fgl. s. 50) ist der geist, und deswegen genügt der stamm. (Uebrigens findet files fon dem fom ferf. gesagten nur anwentung auf daß dingwort. daß zeitwort stet ja fast noch auf alter basis.) — Diser wirt in den modernen sprachen allerdings intensiv ferstärkt. er trägt die bedeutung allein, weil die ferstärkte außdruksweise der entungen mer entraten kan, als die sprache des ungebildeteren geistes, Die außdruksweise, d. h. die sprache in irer gestaltung, ist der adäquate außdruk des geistes unt somit auch des modernen geistes, nicht der sprachstof, die materie. Man betrachte einmal die französische neben der englischen sprache. beide tragen daß merkmal moderner sprachbildung an sich. wo ist aber in der franz. der geist, welcher in Albion's starker sprache wet? hat daß franz, nach des ferf. ansicht etwa mer fon der alten materie bewart, mer kurze stämme als daß englische? Waß sol uns im nhd. „wieder" bedeuten, weil die scbreibweise ein „ie“ hat neben demselbe stamme in „winer"? ist die forstellung, die man damit ferbant, im nhd. eine andere geworden, als sie eß im ahd. war? Grimm unt der „gesunde mf.“ haben recht, wen sie diß „ie“ „unorganisch“ nennen, grade weil eß ein unt daßselbe mitel, welches die sprache gebrauchte, der wilkür der schreibweise, also dem unorganischen, anheimgibt. Oder, waß sol nhd. ,,ie" in „stiehlt, lies't“ (daneben aber „gibt“) etc.; wo ferschwindet da die form als stamm? Warum schreibt der ferf. ,,ging“ unt nicht daß richtigere gieng“? „stammferlängerung oder st.-ferkürzung“, wie die überschrift s. 45 heißt, findet doch hier nach seiner weise gewis stat. Daß lachen seiner dorfschulmeister über Grimm dürfte balt als ein antediluvianischen eräugnis betrachtet wer-, den. Unt ferner, warum zieht der ferf. nicht neben dem ofenbaren umlaut ,,in“ (sih Vilmars anfgsgrr. s. 21) die „a'i etc. bierher? wil sich daß licht fügen? Aber andrerseits ist ,,in“ auch ablaut, unt nun komen wir auf seine „Kriemhilt“, worüber er mit dem starken Lachmann eine schwache lanze bricht. Darauß ist auch nicht der mindeste grunt zu dem, waß der ferf. darauß folgert, zu finden. bei Grimm kan er lernen, daß diß nur ein unbekümmerten sichgenlaßen des sprachgeistes ist, indem formen nach dopelter bildungsweise entsten (fgl. Gr. I, 188, unt seine unfergleichliche darstellung in kap. XXXII der Gesch. d. d. spr.). Ja, man darf auch theoretisieren. nur muß man nicht fergeben, daß der geist in dem geseze ludibundus ist (Grimm selbst sagt: ,,notwendigkeit und freiheit sind auch in den sprachen ewiges gesetz“, Gesch. I, 8). Der geist ist nicht konstitutionel, wie die hegel'sche philosophie, auch nicht absolut, aber „ freigestaltent innerhalb des gesezes“! Wo hat aber Grimm iemals behauptet, die „sprache“ babe sich nhd. unorganisch entwikelt? daß ist aber der fluch der dummheit, der auf dem „absoluten wißen“ lastet. daß eß auch wesenlose erscheinungen für inbärierende momente der entwikelung betrachtet. Niemant hat diß „zwingen“ der ferhaltnise so schön persifliert als Sallet: „Mit dem besteenden den zwist vermeite jüngling künftig“! welche worte ein erhängter manent außruft. Sobalt man einmal daß „absolute wißen“ an die spize gestelt hat, komt man auch zu der falschen ansicht, wornach man die fernunft an die stelle des ferstants sezt. Die fernunft ist allerdings daß gestaltende gesez der entwikelung, der „tat“. daß anerkennende aber bleibt stets der ferstant

, ja! der „gesunde menschenferstant“, wen auch schon Homer sagt dexler de TE VÝPLOŠ, tyvo factum insipiensque agnoscit, nur um daß Wie hantelt es sich.

Komen' wir nun auf des fert. dreiteilung des sprachstofes, auf die einteilung in „stamm als st., form als st., unt form als f.“ zurük, da wir dem leser noch die erklärung schultig sint, was der ferf. darunter ferstet. Stamm als st.“ ist im, was die „sprachforschung“ schlechthin stamm nent. seine „form als st.“ ist einmal der s. g. declinationsvokal Grimms, was wie bemerkt schon nicht mer auf die konjugation passt, wo der ferf. andrerseits die reduplication als diß moment faßt unt eß in einer noch nicht außgemachten außdenung als ganz unzweifelhaft anwentet. Dasselbe hat übrigens auch schon der „gesunde mf.“ entdekt (sih Bopp's fgl. Gr. 843, 48, 50 unt Grimm's Gesch. d. d. spr. 873, 82). Die schwachen zeitwörter sint dadurch ausgeschloßen. des ferf. sprachgeist ist also auch stiefmuter. (-der?). Seine „form als form“ entlich ist die commune entung.

Doch sagt der ferf.: „Keine Sprache hat bis jetzt einen richtigen Intersdjied zwischen Stamm und Ens nung gemacht“, weil nemlich Lachmann so frei war, „sun“ für einen vers

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