صور الصفحة
PDF

ein Corporal aber 50 Rthlr. hinein zulegen, welche Gelder bey Abgang eines jeden herausgegeben werden, ist also der beständige Vorrath einer Dragoner Compagnie 4oo Rthlr. und einer Reuter Compagnie 22o Rthlr. Ferner wird einem jeden Wachtoder Quartiermeister laut der Zahlungstafel, monatlich aus dieser Casse 1 Rthlr. 18 Mgr. und einem Corporal 1 Rthlr. 1 2 Mgr. abgezogen, thut also jährlich auf eine Dragoner Compagnie 1 1 8 Rthlr. und auf eine Reuter Compagnie 66 Rthlr. Noch fliesset hinein der Abzug gleich den Reutern und Dragonern der 3 Graßmonate jeden 33 Mgr. thut auf eine Dragoner Compagnie jährlich 19. Rthlr. und auf eine Reuter Compagnie 1 1 Rthlr. desgleichen das Geld für alle verkaufte Unterofficierspferde, und darauf zu ziehende vacante Rationen, /

Ausgabe. Hieraus werden nun alle 3 Jahr die Wacht- und Quartiermeister wie auch die Corporale, mit Leibesmundirung und Hüthen versehen, ferner muß auch solche die abgehenden Pferde, und überhaupt alle Ausgaben, wie bey der Compagniecasse,

für die Unterofficiere und Corporale bestreiten.

Einrichtung und Unterhaltungsart der Cavallerie.

Die vom Obristen verwilligte Zulage, von dem Regimentsquartiermeister, Adjutant und Ueberschuß der zu haltenden Hauboisten, komt aus den Compagnie Cassen. Alle 3 Jahr wird die ganze Cavallerie neu mundirt, (es geben aber die Regimenter nicht gleich an,) auch Futter und Knöpfe, die übrigen Mundirungsstücke werden aber nach Gutbefinden des Chefs verändert oder wieder ersetzet. Ein jedes Dragonerregiment kann 6 und ein jedes Reuterregiment 3 Mann jährlich ohne Unterofficiers in Pension setzen, die Tambour und Reuter, haben bey dem Chef der Compagnie kein Geld gut, und müssen sich von ihrer Gage selbst die benöthigte Uutermundirung, anschaffen. In dem hannöverischen bekommen die Reuter und Dragoner aus ihren angewiesenen Quartiern nichts als frey Obdach und Lagerstadt, ferner ein jeder monatlich 4 Mgr. kleinen Servis, und eine Reuter Wiese in einem jeden Dorfe, hierzu wird auf jede Ration vom König gegeben, für hart Futter monatlich 1 Rthlr. 21 Gr. und für rauh Futter 1 Rthlr. 9 Gr. wofür dieselben ihre Pferde gänzlich unterhalten müssen. In dem lüneburgischen und cellischen auch der Grafschaft Hoya, haben die Reuter und Dragoner bey den Bauern nicht nicht allein frey Obdach und Lagerstatt, sondern aus einer hergebrach- ken ten Gewohnheit frey Essen, ferner auch noch das rauhe Futter und die 3 Graßmonate frey grünes Futter, wofür den Bauern von jeder Ration das Rauhfuttergeld wieder gut gethan wird, die vacante und Officiers - Rationen, müssen die Bauern bezahlen, nachdem sich dieselben mit den Officeren vergleichen können; im bremischen und verdischen ist es auf gleichen Fuß, ausser daß eine jede Ration für die Officiere nur des Monats mit 2 Rthlr. bezahlt wird. Alle abgehende Mannschaft, der Unterofficiere, Tambours, Reuter und Dragoner, muß der Chef der Compagnie wieder ersetzen, und die neu angeworbenen Leute mit Handgeld versehen, wie auch die darauf verwandte Unkosten bezahlen. Zum Behuf dieser Ausgaben, werden dem Chef Chef der Compagnie die vacanten Reuter oder Dragoner auch Unterofficiers Gagen, doch ohne Rationen, gelassen, ferner bekömmt derselbe noch alle Abschiedsgelder welche die Reuter oder Dragoner zu erlegen verbunden sind. Die Quartiermeister sind schuldig, wenn der Chef der Compagnie es begehret, Bürgschaft zu stellen und zu leisten. - /

[ocr errors]

Einrichtung und Unterhaltungsart der Infanterie, die Garde und Infanterie Regimenter wie auch das Füselier Regiment, sind in Bezahlung der Gagen gleich, ausser nur im Abzuge unterschieden, welches auf gutfindende Einrichtung des zeitigen Obristen ankömmt.

Von erwehnten Geldern, müssen nun die Infanterieregimenter sich gänzlich unterhalten, wozu dann die in den Zahlungstafeln angeführten Abzüge eingerichtet sind.

[ocr errors][ocr errors][ocr errors][merged small]
[ocr errors][ocr errors][merged small][ocr errors]

natlich jeden mit 6 Rthlr. unterhalten, wenn aber das Regiment mehrere Oerter

[ocr errors][ocr errors][merged small]

Den Vorrath hat der Chef des Regiments in Verwahrung, und fällt solcher

[ocr errors]

Unterofficiers und Corporals trundirungs Casse.
Dieses Geld hat der Chef des Regiments in Verwahrung und formiret

daraus eine Casse, woraus die Unterofficiere neu mundirt werden, die Corporale aber nur mit Silber gerechnet werden.

[ocr errors][merged small]

- Bekommen die Chefs der Compagnien als eine Beyhülfe zur Bestreitung der Werbung.

Verzeichniß der bey einem Infanterie-Regiment befindlichen Cassen, Einrichtung, Einnahme, und Ausgabe derselben,

[ocr errors][ocr errors][ocr errors]
[ocr errors]

Solche ist eigentlich nicht gewiß zu bestimmen, sie bestehet aber ohnge fähr darinnen. 1) Alle 2 Jahr, wenn mundirt wird, an jede Compagnie für 5 völlige Deserteurs Montirungen, welche bey einigen Regimentern nicht in natura, anstatt dessen, für jede Montirung oRthlr. empfangen werden. Es sind noch einige Regimenter, wo nur 4 Deserteurs Mundirungen den Chefs der Compagnien gut gethan werden.

2) Für die zum Empfang der Montirungsstücke verschickten Officiers, Unterofficiers

und Gemeine tägliches Zulagegeld. 3) Das Seitengewehr, für Unterofficiers, Corporals, Regiments Tambour, Tambours, Gesreyte und Gemeine.

[ocr errors]

4) Die Kurzgewehre für Unterofficiers und Corporals. 5) Die Schurzfelle ünd Zimmerarten der Grenadier Zimmerleute. 6) Die hölzerne Granaten, welche bey den Musterungen in der Feurung pflegen gebraucht zu werden. 7) Die blasenden musicalischen Instrumente der Hauboisten und Querpfeifer.

[ocr errors]
[ocr errors][ocr errors][ocr errors]

, Einrichtung und Unterhaltungsart der GewehrReparations-Casse. Es thut die Kriegscanzley einem jeden Bataillon monatlich 14 Rthlr. zur Erhaltung der Obergewehre gut, woraus eine Casse errichtet worden. Hieraus werden nun die Ober- auch wohl die Seitengewehre nach herausgegebener Tare, an - - den

« السابقةمتابعة »