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gegenüber etwas erhöht und gegittert mit ziemlich breitem Vehrande; den ganzen Schild, Vehrand mit inbegriffen, überzieht ein Andreaskreuz oder sogenannter Schragen. Das nächste bekannte Siegel, auf dem Straßburger Stadtarchiv befindlich, ist das des Ritters Konrad von Schauenburg vom Jabr 1314: rund, über Thalergröße, von gelbem Wachse, die Legende zum Theil unleserlich, zeigt es im Siegelfelde den dreieckigen Schild, ebenfalls mit breitem Vehrand und dem Schragen über den ganzen Schild. Ihm gleicht, von der Größe abgesehen (es ist bedeutend kleiner), das Siegel Ottos von Sch. vom Jahre 1333 und des Heinrich, des Burggrafen von Sch., der sich jedoch in der Legende blos: Heinricus de Scoweburg nennt. — Bei den übrigen Siegeln des 14. Jahrhunderts, fast sämmtlich klein und von gelbem Wachs, ist der Schild ohne Helm, bald unten spitz, bald abgerundet, aber auf allen erstreckt sich der Schragen auch über das Veh, das oft blos durch erhöhte Punkte angedeutet ist. Erst gegen Ende dieses Jahrhunderts, seit 1380 etwa, kommt das grüngefärbte Wachs zur Anwendung und seit 1400 ist der Schild meist rechts geneigt, versehen mit Helm und Helm zier, zwei Hörnern, dazwischen das schräge Kreuz, nicht ein Ball, wie das Fürstenberger Urkundenbuch III, 35 meint. Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts tritt an die Stelle des Kreuzes zwischen den Hörnern ein Kopf, allmählich kommt zu dem Kopfe ein Rumpf mit dem Schragen über der Brust, wachsende weibliche Figur, und die Hörner werden offen und mit je drei kleinen Schellen behängt. Jetzt kommt es auch öfter vor, daß der Schragen sich nicht über den Vehrand erstreckt, woher es wohl rühren mag, daß die Heraldiker irrthümlich von einem inneren oder Mittelschild und von einem äußeren oder Hauptschild reden, 2

Die Wappenfarben sind natürlich an den Siegeln nicht zu erkennen. Der älteste mir bekannte und wohl auch der zuverlässigste Zeuge dafür ist das auf dem Karlsruher Archiv befindliche Pfälzer Lehenbuch von 1450-1500: der Schild ist weiß, das Veh wechselnd roth und gelb, das Kreuz roth, die Jungfrau in blauem Gewande mit dem rothen Kreuz über der Brust, ohne Krone, mit blonden, aufgebundenen Zöpfen; von den Hörnern ist das rechte blau, das linke roth, die Helmdecke wechselt blau und roth. Ob die Wappenbilder, welche in der Lautenbacher Kapelle sich befinden, bei ihrer Restauration die ursprüngliche Färbung wieder erhielten, bezweifle ich. Herzog. Elsäss. Chronik VI, 280 weicht von dem Pfälzer Lehenbuch in der Färbung des Vehs und der Decke ab, indem er sagt, zum Unterschiede der Geschlechter führe die eine Linie den Rand blau und weiß, die gewöhnliche Farbe des Vehs, die andere blau und gelb und dem entspreche Gewand und Decke; damit stimmte die Zeichnung in der 1870 verbrannten Chronik des Sebald Büheler auf der Straßburger Stadtbibliothek und, weil dem Herzog wahrscheinlich entnommen, auch Siebmacher überein. Offenbar falsch aber ist die Blasonirung bei Cast, Bad. Adelsbuch p. 174: goldener Haupt- und silberner Mittelschild; – der Vehrand und ein goldener Hauptschild! Das Wappen der gräflichen Linie war in vier Felder getheilt mit einem kleinen Herzschild. Das rechte Ober- und das linke Unterfeld enthielt das schauenburgische Wappen, das linke Ober- und das rechte Unterfeld den winterbachischen oder kalwischen Adler und der Herzschild das Wappen der Herrschaft Staufen. Es ist bereits erwähnt worden, daß die Winterbacher und Kalwer wahrscheinlich nur das Wappen ihrer Lehensherren, der Herzoge von Zähringen, resp. der Grafen von Freiburg führten. Wie die Höfinger, nannten sich auch die Kalwe mitunter auf ihren Siegeln einfach von Schauenburg und in Urkunden gewöhnlich: Ich Burkard oder ich Rufelin von Schawenburg genannt Kalwe. 2 Die hier folgenden Regesten stammen zum größten Theil aus dem Karlsruher Generallandesarchiv und aus dem schauenburgischen Familienarchiv zu Gaisbach und zu Winterbach, andere wieder aus dem Straßburger Stadt- und Bezirksarchiv, andere aus den Archiven zu Stuttgart und Donaueschingen, andere verdanke ich den Mittheilungen des Hrn. Kindler von Knobloch an Hrn. Baron R. von Schauenburg; letztere sind mit K. v. K. gezeichnet. Mannheim

1 Wahrscheinlich ist an dem fraglichen Siegel das Wachs des kleinen Kreuzes etwas zerdrückt. - 2 Gleichzeitig mit den Schauenburgern nehmen auch die Windecker, die Staufenberger und die Neuensteiner die Jungfrau mit den Hörnerarmen als Helmzier an. Vielleicht ist der Adler auch das Wappen einer mährischen Herrschaft.

i Ceber die auffallende Aehnlichkeit des schauenburgischeu Wappens mit dem ältesten öttingischen vgl. man F. K. das heraldische Pelzwerk P. 26, wo auch auf die Unrichtigkeit der Doppelwolken, sowie der Abbildungen, auf denen das Andreaskreuz nicht über den ganzen Schild geht, hingewiesen ist. Die Hadtstatter führten auch ein rothes Andreaskreuz. – ? Die Kolb von Stauffenberg beissen in verschiedenen Urkunden auch ,,Kalbe“ und sogar Kalwe“; es lässt sich aber keine Zusammengehörigkeit beider Familien nachweisen; die Kolb führten den staufenberger Kelch. Ein Edelknecht Adam Kalwe stellte am 6. Jan. 1416 der Stadt Ettlingen einen Revers aus, dass er die Hälfte des von dem Stift Weissenburg zu Lehen gehenden Stadtzolles auf 6 Jahre zu Afterleben erhalten babe. Sein Siegel zeigt einen getheilten Schild; die obere Hälfte ist etwas erhöht, die untere nochmals durch eine schmale Querlinie getheilt. G.L.A. Baden-Baden 106.

Prof. Philipp Ruppert.

1090–1105. Rudolf von Winterbach schenkt dem Kloster Reichenbach eine halbe Stube zu Sinzenhofen. Derselbe Rudolf von Winterbach und sein Bruder Walecho, Conversus zu Reichenbach, schenken diesem Kloster zwei Stuben zu Renchen „in palude“. Cod. Reichenb. im Wirtenberg. Urkundenb. II. 403. 404.

1. 1108. Sept. 29. Heinrich V. bestätigt dem Heinrich von Schauenburg die Belehnung mit Viesbach durch Bischof Otto von Bamberg. Stumpf. Reichskanzler. 3032.

2. 1120_1150. Adelbertus miles de Nescilrit? und Rudolfus miles de Scowenburc sind Zeugen, als Frau Rethilt von Bernoldeshofeno ihr Gut zu Vischbach dem Kloster Reichenbach schenkt. Wirtemberg. Urkundenb. II. 417.

3. 1133. Cunradus dux de Zaringen, arunculus uxoris sue (Welfs VI), Scovvenburch, castrum Guelfonis, obsedit, sed adjutorio Lotharii imperatoris infecto negotio recessit. Anon. Weingart. bei Hess, Mon. Guelf. 27. Vergl. Stälin. Wirtemb. Gesch. II. 288.

4. 1167. 0. T. Steinbach. Abt Rupert von Hirsau tauscht mit Werner von Ortinberch, „viro nobili et ingenuo“, Güter zu Endingen und Forchheim gegen andere zu Scherwilre im Elsaß. „Hebirhardus et Fridericus de Scovenburc et Hiltbertus et alii“ schließen die Zeugenreihe. Wirtemberg. Urkundenb. II. 155.

5. ? März 12. Commemoratio Eberhardi de Schawenburg et Annae uxoris suae et Nicolai filii sui sacerdotis, qui dederunt nobis 2 B I. annuatim in Oberkirche. G.L.A. Allerheil. Mortuar.

6. 1 Lag zwischen Lautenbach und Oberkirch. – ? Nesselried. -- 3 Bernhardshofen bei Kappelrodeck.

1186. 0. T. Eberhard von Strubenhart verkauft mit Bewilligung des Kaisers Friedrich I. sein Lehen zu Terdingen, das er von Bertold von Schowenburg, dieser dagegen von dem Kaiser und der Kaiser von dem Stifte Speier gehabt hatte, an das Kloster Herrenalb. Zeitschr. d. Ob. I. 106. Wirtemb. Urk. II. 245.

7. 1196. Kaiser Heinrich VI. bestätigt zu Ehenheim die von Uta ducissa de Scowenburc“ geschehene Stiftung des Prämonstratenserklosters Allerheiligen. Die Urkunde ist abgedruckt bei Petrus, Suevia ecclesiastica 656. Schöpflin Alsatia dipl. I. 306; besser bei Grandidier Oeuvres inédites III. No. 101. Vgl. auch Dümge Regesta bad. p. 64. Stumpf, Reichskanzler 5012. Eberhard von Eberstein, „proximus heres Ute ducisse“, bestätigt ebenfalls im nämlichen Jahre diese Stiftung; dasselbe thut König Philipp und Papst Innocenz III. 1201 und 1203; Papst Honorius III. 1217, Kaiser Friedrich II. 1218, Bischof Heinrich von Straßburg 1220, Papst Honorius III. 1222 etc.

Nun trägt die Urkunde Kaiser Heinrichs weder selbst eine Jahreszahl, noch gibt sie das Datum für den eigentlichen zu Sindelfingen ausgestellten Stiftungsbrief; dagegen nennt die Confirmation von 1203 und die von 1216 und 1220 als „primi fundatores: pie memorie Welpho dux et uxor ejus domna Uta ducissa de Scowenpurc, domnus Conradus felicis memorie Argent. episcopus, domnus Hugo dux de Ulmeneburg, domnus Bertoldus dux de Ceringen, qui prefatum locum collatis ei pro divino respectu suis prediis primitus extulerunt“. Herzog Hugo aber, der Sohn Konrads von Zähringen, wird letztmals urkundlich 1181 erwähnt und Herzog Welf starb 1191; es wird deshalb für die Ausstellung des Stiftungsbriefes, wie für die Gründung des Klosters ein früheres als das gewöhnlich angenommene Jahr 1195 angesetzt werden müssen. 8.

? Aug. 26. Commemoratio Utae ducissae, fundatricis hujus ecclesiae, de qua conventus habebit magnum servitium. Mortuar des Klosters Allerheiligen. G.L.A.

9. 1198—1220. Abt Gerung von Allerheiligen, dieser angebliche Sohn der Herzogin Uta, wird genannt in der Confirmation des Papstes Innocenz vom Jahre 1203 und in einer Urkunde von 1216. Das Kloster feierte am 4. Februar das Gedächtniß „Gerungi sacerdotis et fundatoris hujus ecclesiae, de quo datur conventui solatium“. G.L.A. Allerheiliger Mortuar. Ein

im Besitze des Freiherrn von Schauenburg zu Gaisbach befindliches, aus dem Kloster Allerheiligen stammendes altes Oelgemälde hat die Unterschrift: „Gerungus, filius Utae, viduae Welfonis, ducissae de Schawenburg, natae comitissae ab Eberstein, fundatricis ecclesie Omnium sanctorum. Primus praepositus electus ao. 1198, praefuit pie, sancte per annos 19; mortuus est ao. 1217. – Vergl. Stälin W. G. II. 263. Bader Badenia I. 114 u. III. 249 und das Fabelwerk bei Kolb Lex. v. Baden I. 357 f.

10. 1227. Apr. 15. Hagenau. König Heinrich (VII.) schenkt dem Kloster Allerheiligen ex regia munificentia curiam in Richenbach apnd Schowenburg sitam, cuin pratis et ceteris attinentiis suis, pro qua olim Fridericus, officio miles, iure castellani hominio serenitati nostre serviebat, ob felicem recordationem divorum augustorum dilectorum progenitorum nostrorum et nostre salutis intuitu. Or. im G.L A. Select der Kaiser- und Königsurkunden. Grandidier III, No. 130. Böhmer, Acta No. 321 haben die irrigen Lesarten „Stolleburg“ und „Fridericus Offrid“, nebst anderen Ungenauigkeiten. Es wird wohl nicht zu weit gegangen sein, diesen Ritter Friedrich für den in der Einleitung besprochenen zu halten. 11.

1228. Nov. Bischof Bertold von Straßburg bestätigt einen zwischen dem Kloster Allerheiligen und dem Ritter Bertold von Winterbach abgeschlossenen Vertrag. Grandidier oeuvres inéd. III. No. 132.

12. 1233. Mai 19. Hagenau. König Heinrich (VII.) schenkt dem Kloster Allerheiligen die Güter Bertolds von Winterbach, die dieser von dem Könige zu Lehen hatte: Winterbach, Trutkindesberge, Lutenbach, Sulzebach, Zirbirchen, Dahseshurst, bona piscatoris cum molendino zu ewigem Besitze. 1 Datum apud Hagenowe XIII. cal. junii indictione VI. etc. Or. im G.L.A. Select der Kaiser- und Königsurkunden. Schöpflin Als. dipl. I. 360. Grandidier Oeuvres inéd. III, No. 134. Böhmer Acta No. 329.

13.

| Bischof Bertold von Strassburg schlichtet 1351 einen Zehntstreit zwischen dem Kloster Allerheiligen und seinen Leibeigenen „uff Truchtinseberc“, im Lutenbach, im Sulzbach, zu Fischerhusen, zu Winterbach etc. Zur Birken hiess ein Hofgut im Kirchspiel Ulm. Grandidier hat fast pur ungenaue Lesungen der Namen.

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