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1235. 0. T. Der Archidiacon Konrad von Wolfach zu Straßburg schlichtet einen Streit zwischen dem Kloster Allerheiligen und den Brüdern Konrad und Heinrich Schidelin', beide Ritter von Schauenburg, des Zehnten wegen im Heselubach und vom alten Kirchhofe zu Oberkirch. Dat. anno dni.

· Es ist dies die einzige Urkunde, in der Schidelin von Schauenburg vorkommen; leider ist das Origival nicht mehr vorhanden; die beiden Copien in den Allerheiliger Salbüchern, sowie Grandidier lesen „Scowenburc“; es lässt sich desshalb nicht mehr feststellen, ob „Scowenburg“ nicht Lesefehler für „Stoffenberg“ ist, eine Verwechslung, die ich mehrmals in Allerheiliger Copialbüchern traf und die, wie ich mich selbst überzeugte, bei der Schreibweise mancher Urkunden so nahe liegt, dass es eines guten Auges und einer Kenntniss der betreffenden Personen bedarf, um das Richtige zu entscheiden. Da auch in der Urkunde von 1271 und 1276 ein Brüderpaar gleichen Namens vorkommt, so wäre es nicht unmöglich, dass die Schidelin von Schauenburg gleich den Schidelin von Staufenberg diese Bezeichnung ablegten und sich einfach von Schauenburg nanoten. Zur Uebersicht und zur Vergleichung folgen hier die wenigen Urkunden, in denen die Schidelin vorkommen. 1263 Dez, 13, 1264 Juli 14. „Her Schidelin von Stofenberc und her Walter von Malberc“ sind die Schiedsrichter im Waffenstillstand zwischen dem Bischof Heinrich zu Strassburg und Walter von Geroldseck. - 1274 Juli 6. Derselbe ist wieder Scbiedsrichter. Strassburger Urkundenbuch I, p. 411. - 1277 März 24. Ritter B. von Remchingen und seine Ehefrau Guta, die Tochter des verstorbenen Ritters „Johannis dicti Schidelin de Stoffenberc“ bevollmächtigen Albert, den Bruder Gutas, die ererbten Güter zu Windschleh an das Kloster Allerheiligen zu verkaufen. G.L.A. Allerh. Copialb. II. – 1285 März 8. Petrus et Albertus milites dicti Schidelin de Stoffenberc et Wernerus, rector ecclesie de Appenwilre, fratres“ verzichten zu Gunsten des Klosters Allerheiligen auf ihre Ansprüche an den Zehnten zu Griessheim. Ibidem. - 1287 Apr. 30. Die Ritter Peter und Albert von Staufenberg und ibr Bruder Werner, der Pfarrrektor zu Appenwilre, „filii H. militis de Stoffenberc dicti Schidelin“ verkaufen ihre Lehen im Rüstenbachthal genannt Heidenbach an das Kloster Allerheiligen. Ibid. - 1289 Nov. 24. Albertus dictus de Staufenberg miles schenkt dem Kloster Allerheiligen das Mesemersgut bei dem Dorf Noppenawe. In der deutschen Urkunde über dieselbe Schenkung, dat. 1289 Ulrichstag, nennt sich derselbe: Ich herre Albrecht Schidelin Ritter von Stoffenberg; Zeugen sind: „her Peter min Bruder, Albrecht von Tutenstein und Bruder Heiorich der Schuler von Noppenawe, lutpriester und bruder Wolvelin, der lutpriester zu Oberkirche. Ib. -- 1291 Aug. 6. Petrus dictus Schidelin de Stoffenberg, Bertoldus scultetus de Gengenbach milites, Nicolaus plebanus de Hofen et alii sind die Zeugen in einer Allerheiliger Kaufurkunde. - Damit verschwindet der Name Schidelin aus der Mortenau, dagegen erscheint in Strassburger Urkunden aus dieser und der nächstfolgenden Zeit eine Familie dieses Namens.

MCCXXXV°. G.LA Allerheil. Copialb. XV. fol. 47. u. II. p. 3. Vgl. Grandidier Oeuvres inéd. III. No. 137. 14.

1239. Nov. Straßburg Bischof Bertold zu Straßburg urkundet, daß die Predigermönche Rudolf von Guttenstein und Albert von Magdeburg auf Bitten und Geheiß des Ritters Bertold von Winterbach als wahr bezeugten, daß Ritter Bertold dem Kloster Allerheiligen 7 M. S. u. 10 M. S. u. 33 M. S. zu einem Seelgeret für sich und seine Frau Agnes selig unter der Bedingung geschenkt habe, daß das Kloster dafür ein Gut erwerbe und ihm lebenslang eine Pension zahle von 16 g, 27 Viertel Korn, 12 Viertel Haber und 2 Viertel Erbsen; „turrim lapideam“ dagegen im Winterbach sollten Bertold und seine Erben „jure hereditario“ vom Kloster haben und dafür jährlich eine Ohm Wein dem Kloster geben. G.L.A. Allerh. Copialb. XV. Abgedr. bei Schannat, Vindemiae lit. I. 142, aber unvollständig und fehlerhaft.

15. 1249. Okt. 26. Ritter Hertwig von Scowenburg ist einer der Schiedsrichter zwischen dem Kloster Allerheiligen und dem Ritter Reinhard von Windeck. Grandidier Oeuvres inéd. III. No. 144. Schannat. Vindemiae lit. I. 144. 16.

? Febr. 2. Commemoratio Hartwigi militis de Schawenburg. G.L.A. Allerh. Mortuar.

17. 1250–1300. Heinricus filius Rudolfi Calvi, sive Kalwe, Conradus miles de Schowenburg, Otto miles de Schowenburg, Eberhardus de Schowenburg et Erkenboldus filius ejus, Rudolfus et Fridericus de Schowenburg als bischöflich straßburgische Lehensleute aufgeführt im Codex feudalis, der ungefähr i. J. 1336 verfasst ist. Grandidier Oeuvres inédites IV. p. 561 u. 566.

? Juli 23. Commemoratio Rudolfi militis de Schawenburg. G.L.A. Allerheil. Mortuar.

19. ? Jan. 11. Commemoratio Rudolfi de Schawenburg armigeri et Conradi filii sui, qui apud nos quiescunt. Et Jacobi validi Roder, praebendarii nostri, mortui anno 1219. G.L.A. Mortuar von Allerheiligen.

1262- 1290. R. D. Conradus a Schawenburc, praepositus quartus, magnus promotor et amplificator strennus, electus 1261, gubernacula tenuit annos circiter XXVIII. Post re$... ationem supervixit annos circiter VIII; vo... questus

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sub nomine senioris praepositi laborare pro cænobio non desiit; magna ... homo ad sublimia coelorum evectus circa annum 1299. – Inschrift des alten, wahrscheinlich aus dem Kloster Allerheiligen stammenden Bildes, im Besitz des Freiherrn von Schauenburg zu Gaisbach.

Conradus a Schauenburg, quartus monasterii praepositus, vir insignis et fidelis administrator patrimonii Christi et Omnium Sanctorum annis circiter 37, nempe ab anno Christi 1262—1299. Memoria habetur 7. Januario.

Damit stimmen die Urkunden des Klosters in der That überein; Konrad erscheint von 1262—1290 als Propst und eine Urkunde von 1299 erwähnt ihn letztmals als „frater Conradus quondam prepositus“ wie auch eine deutsche Urkunde vom vorhergehenden Jahre den „bruder Conrad, den alt probst“ als Zeugen anführt.

21. ? Jan. 7. Commemoratio fratris Cunmanni, quondam praepositi hujus ecclesiae. G.L.A. Allerh. Mortuar.

1271. Sept. 24. Conrad von Schowenburg ist der Letzte unter den Zeugen, als die Brüder von Elchesheim dem Kloster Herrenalb den Zehnten zu Waldprechtsweier verkaufen. Zeitschr. d. Ob. I. 377.

23. 1272. Jan. u. Nov. Otto von Schowenburg ist neben anderen ebersteinischen Lebensmännern Zeuge in Urkunden des Klosters Herrenalb. Zeitschr. d. Ob. I. 378. 481.

24. 1273. Sept. 12. Der Straßburger Chorbischof Eberhard von Sulze, Herr Bruno von Windecke, Albrecht der Terant bezeugen, dal Kunrad von Stolleberg und seine Wirtin ihren Hof zu Muckenschopf -- „grenzt andersiten an her Werner den pfaften von Schouwenburg und an Bertoldes Campfes gut von Hirsahe“ etc. – an das Kloster Schwarzach verkauft hat. Dat. an deme ciztage nach der jüngeren mes 1273. Perg. Or. sehr schadhaft, der ganze obere Theil ist unleserlich. Anhängt das Siegel des Chorbischofs, das wohlerhaltene Siegel Konrads von St. in Schildform, mit dem Staufenberger Kelch und der Legende: † S. Cunradi de Stolle ... rg, und die Reste eines weiteren Staufenberger Siegels, alle an blauen Schnüren und in gelbem Wachse. G.L.A. Baden-Baden 165. 25.

1274. Juli 6. Diemo von Brettheim sühnt sich mit der Stadt Straßburg wegen seiner Gefangenschaft und gibt unter anderen zu Bürgen: Peter von Stouffenberg, Brun des Tarandes Sohn, Reinhart von Hefingen, Burcard den Roder, Reinhard und Ulrich dessen Bruder, Rulin und Ebelin Kolbe und Erkenbold von Schouwenburg. Zeitschr. d. Ob. XXIV. 164. 26.

? Item de bonis in Ringelbach et de quodam prato, quod aestimatur vier manne matte in dem Brüele, quae olim fuerat Erkeboldi de Schawenbure et per mortem illius vacaverunt et domino episcopo accesserunt, dantur annuatim quatuor quartalia siliginis. Item de bonis dictae der Hanerin sitis prope fossatum castri Schawenburc datur annuatim in carnisprivio unum quartale nucum. Aus dem Verzeichniß der bischöflichen Einkünfte zu Oberkirch von 1340— 1350. Straßb. Bezirksarchiv.

27. ? Apr. 25. Commemoratio Arnoldi armigeri de Schawenburg, qui dedit nobis l ti I. annuatim in dem Ramsbach. G.L.A. Allerh. Mortuar. Vermuthlich ist für Arnoldi, Erkenboldi oder Bertoldi zu lesen.

28. 1275. Mai 8. Graf Heinrich von Fürstenberg vergleicht sich mit dem Kloster Allerheiligen wegen des diesem Kloster von seiner Mutter Adelheid geschenkten unteren Hofes zu Nußbach, zu dem unter anderem auch das Patronat der Kapelle zu Schowenburg gehörte und verzichtet auf alle Ansprüche an das Gut, welches Uta quondam ducissa de Scowenburg dem Kloster schenkte. Zeitschr. d. Ob. IX. 456. Fürstenberg. Urkundenb. I. 241.

29. 1276. Jan. 1. Schuttern. „herre Heinrich von Schowenburg“ unter den Zeugen, als das Kloster Schuttern seinen Hof zu Dirmondingen' dem Deutschorden zu Freiburg übergab. Zeitschr. d. Ob. XI. 250 u. Mone Quellens. III. 105. 30.

1276. Jan. 2. Hörden. Huc von Schowenburg ist Zeuge, als Reinbolds von Windeck Witwe Uta dem Kloster Lichtenthal den halben Hof Vimbuch schenkte. Zeitschr. d. Ob. VII. 209. Der Name Huc ist wohl Lese- oder Schreibfehler für Heinrich.

31. 1276. Juli 21. Dietsmannus de Scowenburg ist Zeuge, als Graf Hugo von Lützelstein an das Kloster Neuweiler Güter verkauft. Dat. XII. cal. Aug. 1276. Straßburg. Bezirksarch. Chap. de Neuwiller. G. 6020 f. 77. K. v. K.

32. Ansgegangener Ort bei Mundingen im Breisgan.

1278. Aug. 24. Konrad von Schauenburg und sein Bruder Friedrich verkaufen dem Kloster Kniebis an Rulins von Kolbenstein' statt die Reben bei der Luger um 8 Mark Silber. Dat. Bartolome 1278. Stuttgart. Staatsarch. Kniebis. 33.

1279. Juli 28. A. Erzpriester zu Noppenaw, R. decanus zu Oberkilche und W. camerarius zu Nußbach übergeben mit Zustimmung des Archidiacon Joh. von Erenberg dem Kloster Allerheiligen alle Güter zu Sand, Wald und Feld „que nostre confraternitati oblata pro remedio animarum de Schouwenburc quondam nobilium obvenerunt“, zu Erblehen gegen 1 Ti S. jährlich. Dat. fer. VI. post Jacobi Apost. 1279. G.L.A. Allerh. Copialb. II. 265 u. I. 226.

34. 1279. Abt Dietrich von Schwarzach verkauft Güter im Banne von Geudertheim, que quondam fuerunt Friderici militis de Frusenheim et que nos emimus a Cunrado et Friderico, filiis Cunradi militis quondam de Scowenburc“. Straßburg. Archiv des St. Thomas-Stiftes. K. v. K.

35. 1293. Bertold von Schowenburg, Pfarrektor zu Hunesfelt”, schenkt dem Kloster Allerheiligen einen Rebberg „in banno ville Gertewilre in campo dicto Lohe apud agrum Hugonis dicti Wirich militis Argentinensis“ als ein Seelgerete. G.L.A. Allerh. Copialb. II. 16.

1297. Nach den wihenachten. Ottelin von Schawenburg übernimmt bei einem Verkaufe des Edelknechts Johann von Berenbach die Bürgschaft. G.L.A. Gengenbach. Copie. 37.

1299. Juni 5. Der Ritter Konrad von Schauenburg kauft anstatt des Klosters Frauenalb von Heinrich von Tutenstein einen Hof zu Bilfingen. Als Zeugen sind anwesend der Ritter Fr. von Scowenburg, der Bruder des genannten Konrad, der Edelknecht Otto von Scowenburg, Heinrich von Stoffenberg, der Stiefsohn Konrads von Schauenburg und Fr. genannt Gyre von Uluburg und Johann, Konrads Diener. Zeitschr. d. Ob. XXIV. 106 u. 111.

38. 1299. Dez. 9. Vor dem bischöflichen Hofrichter zu Straßburg erklären die Brüder Heinrich und Burkard, die Söhne

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· Der Kolbevstein erscheint nur in einigen Urkunden aus dem Ende des 13. und dem Anfang des 14. Jahrhunderts, er wird wohl identisch sein mit dem später oft vorkommenden Burgstadel in der Bottenau ? Hundsfeld, ein Ende des 16. Jahrhunderts eingegangener Ort bei Kehl; Gertewilre wird wohl im Elsass zu suchen sein.

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