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St. Nicolaus 1426. Perg. Orig. Siegel ab. Schauenburg. W. Archiv.

255. 1427. Jan. 18. Der Edelknecht Friedrich von Digesheim, als Vogt der minderjährigen Hans Friedrich und Heinrich von Schauenburg, der Söhne Rudolfs von Schauenburg und der Else von Digesheim selig, des Friedrich Schwester, schließt mit dem Vater seiner Vogtkinder und dessen zweiten Ehefrau Anna von Bach rücksichtlich der von letzterer zu erhoffenden Kinder einen Vertrag, daß die Kinder erster und zweiter Ehe in allem gleich erben sollen. Adelheid, die Witwe Friedrichs von Digesheim, des Schultheißen selig von Offenburg, Peter Widergrün von Stauffenberg und seine Ehefrau Adelheid von Digesheim, Friedrich Bock von Stauffenberg und seine Ehefrau Agatha von Digesheim, Claus und Jörge von Bach, der obgen. Anna Brüder, geben zu diesem Vertrag ihre Zustimmung. Dat. samstag nach Antonien 1427. Perg. Or. mit Siegel. Rudolfs Siegel bekannt, das Friedrichs von Digesheim zeigt in der oberen Hälfte des rechtsgeneigten, getheilten Schildes einen wachsenden Hund oder Löwen"; die Siegel der Stauffenberger und derer von Bach sind bekannt. Schauenburg. W. Archiv.

256. 1428. Jan. 24. Graf Bernhard von Eberstein belehnt den festen Hans Friedrich von Schowenburg mit den Lehen, die Hans Stern selig von Ulmburg getragen und die seit dessen Tod nicht mehr empfangen worden waren, doch sein und seiner Mannen Recht vorbehalten: das Gut zu Fürstenecke, „dem man spricht zu dem Eckenberger huß und hof“, die Reben mit aller Zugehörde und den Heimgarten, 2 T Geld zu dem Hause gehörig, 5 Tagwon Matten zu Sinzenhofen, in der Burg ein Pfund Geld mit aller Zugehörde, 1 Tg zu Ilengsbach, 1 m S. zu Otensbach, 1 # 8 B I. zu Gudensbach, 18 B S. zu Gudensbach mit aller Zugehörde, 7 B g. zu Sinzenhofen von der sog. Brügelmatte. Dat. samstag nach St. Agnesen 1428. Perg. Orig. im Schauenburg. W. Archiv. Pap. Cop. Schauenburg. G. Archiv u. G.L.A. Schauenburg. 257.

1428. Dez. 9. Edelknecht Menloch von Dettlingen und seine Ehefrau Else, des Lauelin Schedel zu Offenburg Tochter, verkaufen an Volmar von Schauenburg, derzeit Vogt zu Oberkirch, 10 Viertel Rockengült von und ab Gütern zu Bühl,

1 Vgl. Zeitschr. Bd. 4, 289.

welche Elsen vor Zeiten von ihrem Vater zu rechter Ehsteuer erhielt. Es siegeln außer Menloch von Dettlingen auch Cunrat Schaffner und Bechtold Dorßner, beide Zwölfer zu Offenburg. Dat. donnerstag nach Marie empfängniß 1428. Perg. Orig. mit Siegel. Freiburg. Erzbisch Archiv. Haid. 258.

1429. Mai 28. Ritter Johann von Mülnheim. Hofmeister, Wirich von Hohenburg, Sifrid Pfau von Rippur, Bernhard von Schauwenburg, Vogt zu Baden, und Peter von Windeck sind die badischen Vertrauensmänner zur Beilegung eines Streites zwischen dem Markgrafen Bernhard von Baden und seinem Eidam Ludemann IV. von Lichtenberg. Dat. samstag nach fronleichnam 1429. Lehmann, Gesch. von Hanau-Lichtenberg. p. 229.

259. 1429. Sept. 30. Hans von Tigesheim, der Schultheiß, und die Zwölfer zu Oberkirch beurkunden, daß vor Zeiten Hans Hefinger von Schauenburg gegen den Conventualen zu Allerheiligen, Johannes von Widergrün, wegen Lösung eines Gartens zu Oberkirch vor dem oberen Thor geklagt und daß das Gericht damals entschieden habe, es solle Hefinger Kundschaft setzen und dem Bechtold von Schauenburg zu Gewinn und Verlust in die Hand geben. Nach 8 Tagen sei Volmar von Schauenburg vor das Gericht gekommen und habe Aufschub verlangt, da sein Sohn Bechtold zu Baden gefangen läge, nach wieder 8 Tagen ebenso, da seinen Sohn Leibes- und Herrennoth irrte; als nach abermals 8 Tagen Bechtold wieder nicht erschien, keine Kuntschaft stellte und kein Nachbote Aufschub begehrte, da sei der Garten dem Johann von Widergrün zugesprochen worden. Dat. freitag nach Michelstag 1429. G.L.A. Allerh. Copialb. 4.

260. 1429. Nach dem Tode der Gräfin Elisabeth verlangte Friedrich Bock von Staufenberg von den Grafen Ludwig und Ulrich von Wirtenberg, als den Erben der Gräfin, Bezahlung seiner Forderung. Als ihm dieselbe verweigert wurde, erneuerte er im folgenden Jahre seine Forderung und, wiederum zurückgewiesen, verbündete er sich mit Wilhelm von Schauenburg und machte um Martini mit diesem raubend und brennend einen Einfall in die Vogtei Nagolt. Ueber diesen Friedensbruch erhob Graf Ludwig von Wirtenberg Klage bei dem Kurfürsten Ludwig von der Pfalz, welcher daraufhin seinem Vogte auf Ortenberg, dem Grafen Bernhard von Eberstein, den Befehl ertheilte, dem von Staufenberg und dem von Schauenburg jede weitere Störung und Gewaltthat mit aller Macht zu wehren. Graf Bernhard von Eberstein überschickte den erhaltenen Befehl an Friedrich Bock und nun erbot sich dieser und sein Vater Erhard Bock zu Recht zu kommen vor den wirtenbergischen oder pfalzgräflichen Räthen. Graf Ludwig von Wirtenberg nahin den Vorschlag an und bestimmte den Grafen Bernhard von Eberstein, und als dieser, als Lehensherr des Schauenburgers und des Staufenbergers ablehnte, den Friedrich von Fleckenstein zu einem Gemeiner. Auf dem Zuge gegen die Husiten, der in diesem Jahre stattfand, verlor Friedrich von Fleckenstein sein Leben und die Entscheidung des Streites blieb liegen. Friedrich Bock und Wilhelm von Schauenburg, zu denen sich auch ein Sturmfeder gesellt hatte, wiederholten den Einfall und brachten, wie früher, den Raub auf die Schauenburg. Steinhofer, Wirtenberg. Chronik II. 743. 746. Sattler, Gesch. der Grafen von Wirt. II. 107. Stälin, Wirt. Gesch. III. 435.

261. 1430. Febr. 1. Schultheiß und Gericht zu Gengenbach beurkunden, daß Heinrich von Neuenstein und seine Ehefrau Susanna an den Volmar von Schauenburg und dessen Ehefrau Else von Neuenstein ein Haus sammt Hof zu Oberkirch neben Bernhards von Schauenburg Haus und an der Stadt Ringmauer, das vor Zeiten Schultheisen Henslin gehört habe, um 90 A. verkauften. Dat. lichtmeßabend 1430. Schauenburg. G. Registerb. 1609.

262. 1430. Apr. 8. Heinrich Mouchenheimer d. j. von Zweibrücken leistet dem Grafen Bernhard von Eberstein Mannschaft für jene Lehenstücke, auf welche Johann von Schowenburg selig, der Nuwenecker, seine Tochter Katharina bei ihrer Heirath mit Hans Hacke selig mit 400 fl. verwidmete, da diese Katharina jezt sein Eheweib geworden ist. Dat. samstag vor palmtag 1430. Perg. Orig. mit Siegel. G.L.A. Schauenburg.

263. 1432. Apr. 3. Markgraf Jakob von Baden belehnt Rudolf von Schauenburg mit den Röderreben am Hungerberg, mit Güter und Zinsen zu Hirtzeck, Wolspach, Wildenhart, Antegast, Breitenberg, Bechtelsbach, zu des Keßlershuseren, zu Löhere, Maisach, Fernach, Bulšbach, Tiergarten, Wißenbach, Hetzlinstal, mit dem Röderhof zu Wiler, dem Rödergut zu Nesselriet, mit dem Propstgut in der Hulben, mit der Tübingersbünd im Ottensbach etc., mit einer Gült von 24/2 76 5 B g. in der wüsten Rench, von 59/2 B 8. zu Grußbach, von 1 # 5B zu Dettelnbach, mit dem Schauenburgerhof zu Eberswilre, mit der Mühle daselbst, mit dem Propsthof zu Sinzenhofen, mit 4 Unzen Pf. zu Sulzbach, 10 B g zu Ramsbach etc. Dat. donnerstag nach letare 1432. Perg. Orig. mit Siegel. Schauenburg. G. Archiv.

264. 1432. Juni 7. Hans Hefinger von Schauenburg verkauft an seine Stieftochter Margaretha Schafmännin, des Hans Späten Witwe, Güter und Zinsen zu Weitingen, Berstingen, Hochdorf und Eutingen, die ihm von seiner Frau selig, Anna Böcklin, angefallen sind, um 200 A. Dat. pfingstabend 1432. Perg. Orig. mit 2 Siegeln. Stuttgart, Staatsarchiv. Kniebis.

265. 1432. Die Fehde zwischen dem Grafen Ludwig von Wirtenberg und Friedrich Bock und Wilhelm von Schauenburg gewann eine drohendere Gestalt, als der Straßburger Bürger Claus Lucker von den Schauenburgern erschlagen wurde und diese Stadt sich mit dem Grafen verbündete (5. Aug.). Vergebens mahnte Ludwigs Mutter, die Gräfin Henriette von Möm pelgart, von einem Zuge gegen Schauenburg ab, vergebens suchten Pfalzgraf Ludwig, Markgraf Jakob von Baden (6. Aug.) und der Bischof Wilhelm von Straßburg die Sache in Güte beizulegen, vergebens schrieben auch am 15. Aug. Bernhard, Rudolf und Adam Kalwe von Schadenburg an den Grafen Ludwig, ersuchten ihn, von dem Zuge abzulassen, da sie an der Sache unschuldig seien und Wilhelm von Schauenburg gegen ihren Willen und trotz öfterem Abrathen dem Friedrich Bock in seinem Theil enthalten habe, und baten, sie nicht Wilhelms That entgelten und den von seinem Volke gefangenen Priester und Knecht frei zu lassen. Als ihnen darauf keine Antwort wurde, wiederholten sie am 19. August ihre Bitte und erboten sich Rechtens vor dem Reichsvicar, dem Pfalzgrafen Ludwig, vor dem Bischof zu Straßburg, vor dem Markgrafen von Baden und auch vor Graf Ludwigs Räthen, indem sie beifügten, daß sie, im Falle Graf Ludwig ihr Schreiben unbeachtet lasse, genöthigt seien vor dem Kaiser und dem Konzil zu klagen. Graf Ludwig beantwortete das Schreiben ablehnend und begann die Belagerung, nachdem sich seine Truppen zu Oberkirch mit den Straßburgern vereinigt hatten. Da das wirtenbergische Geschütz erst später am 25. August mit dem Grafen Eitel Fritz von Zollern ankam, so hatten inzwischen die Straßburger ihr Geschütz dem Theil der Burg gegenüber aufgepflanzt, der dem Wilhelm von Schauenburg gehörte, und die Wirtenberger multen sich eine andere Seite suchen. Die Beschießung und die gegenseitigen Feindseligkeiten dauerten 17 Tage. Die Besatzung, welche von Claus von Bach befehligt wurde und die aus 40 wehrhaften Mann bestand, darunter mehrere von Adel, wehrte sich tapfer. Rudolf und Bernhart von Schauenburg, die an der Fehde keinen Theil hatten, reisten indessen zu dem Bischof von Straßburg und zu dem Markgrafen von Baden und bewirkten, daß diese auf's neue ihre Räthe in das Lager schickten und als Lehensherren der Schauenburger um Einstellung der Feindschaft baten. Dazu kam, daß Graf Bernhard von Eberstein, als er den Ernst der Belagerung sah, Miene machte, den Belagerten thätlich zu Hülfe zu kommen, daß ein Theil der wirtenbergischen Räthe selbst mit dem Zuge unzufrieden war und auch Pfalzgraf Ludwig auf's neue Fürbitte einlegte und zum Frieden mahnte. Graf Ludwig begab sich nun selbst in das Lager nach Oberkirch, und durch Vermittlung der bischöflichen und markgräflichen Räthe kam am 8. und 9. September ein Vertrag zu Stande. Wilhelm von Schauenburg gelobte eidlich, daß er mit seinem Antheil an Schauenburg nie mehr der von Straßburg oder der Grafen von Wirtenberg Feind sein wolle, der gegenseitig zugefügte Schaden, auch der, den Rudolf, Bernhard, Volmar und Georg von Schauenburg und Adam Kalwe erlitten hatten, sollte wettgeschlagen sein, alle Brandschatzungen, die noch nicht bezahlt waren, aufgehoben und alle Gefangenen beiderseits frei gegeben werden, auch Friedrich Bock auf seine Forderung an Wirtenberg verzichten. Der Zweibrücker Edelknecht Heinrich Mauchenheimer, dem ebenfalls ein Rebberg zerstört worden war und der sich mit diesem Vertrag nicht zufrieden gab, erhielt 1436 noch von Wirtenberg 60 A. Schadenersatz. Steinhofer 1. c. II. 762 ff. Sattler II. 109. Strobel III. 179.

266. 1432. Ueber den Briefwechsel zwischen dem Rathe der Stadt Straßburg und ihren Amtleuten im Lager bei Oberkirch

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