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cumque modum vel quocumque titulo decreverit, quod tamen sine certa et manifesta necessitate facere non debet, sepedictis de Salem eandem curiam, prout nos Marquardus de Schellenberch et Hainricus dictus Græmelich prenotati, quos ad hoc iidem de Salem elegerunt, et vir strennuus Úlricus de Kủnigesegge et ego Hainricus de Núfron memoratus, quos Dietricus ad hoc elegit, taxaverimus, dare debet et tradere, contradictione qualibet non obstante. Quod si nos in taxacione seu estimacione nequiverimus concordare, personam mediam seu communem eligere debemus, et ad cuius partis summam in estimacione seu taxacione illa se contulerit, illius debet estimacio seu taxacio rata esse. Verum si aliquis ex nobis, qui ad taxacionem seu estimacionem a partibus sunt electi, viam universe carnis infecto negocio fuerit ingressus, alter loco ipsius a parte, a qua ille electus fuerat, subrogari debet, ut ille cum aliis, qui superstites fuerint, in negocio procedat, secundum quod superius est expressum. In huius igitur rei evidenciam et robur perpetuum presens instrumentum sepedictis de Salem sigillorum nostrorum et Dietrici sepedicti porreximus robore conmunitum. Actum apud Salem anno domini Mo CC° nonagesimo, XV. kalendas novembris, indictione IIII“, subnotatis testibus presentibus et rogatis, videlicet nobili viro Růd(olfo) comite de Sangans, viris strennuis Wolfganch de Walse, Friderico dicto Tumbe de Nůwenburch, Hainrico de Schönenstain, Willehelmo dicto Heller, Nycolao de Hermstorf, Friderico de Mænlishouen, militibus, Cůnrado de Marchtorf, Walt(ero) de Warthusen, Củnone de Swarzenhorn, Walt(ero) de Homberch, fratre Rüperto priore, Hainrico cellerario maiore, Burcardo de Burchtor, Eber(hardo) de Stekboron, monachis in Salem, aliisque pluribus fidedignis. Ego Dietricus de Núfron prenotatus omnia et singula premissa profiteor esse vera, sigillum meum huic litere appendendo pro testimonio et cautela.

Perg. Or. Salemer Hand. 6 Siegel aus Malta an Pergamentstreifen anhängend: 1. des Ulrich von Schellenberg, rund, 50 mm (IV A 2), der Dreieckschild dreimal getheilt, Umschrift: + sigillym. vlrici. de. schellen. berch. (2 schräglaufende tiefe Einschnitte). - 2. des Marquard von Schellenberg, wie an No. 712 (2 unregelmässig geformte tiefe Einschnitte). - 3. des Heinrich von Neufrach wie an No. 651 (3 wagrechte Einschnitte). -- 4. des Hermann von Sulzberg, dreieckschildförmig, 43:37 mm (IV A 2), der Schild durch Wellenlinien fünfmal getheilt, Umschrift: + 8' hermandi. de. svlzeberch. ivvenis. (Daumeneindruck). – 5. des Dietrich von Neufrach wie an No. 651 (Daumeneindruck). -- 6. des Heinrich Grämlich, dreieckschildförmig, 45:38 mm (IV A 2), im Schilde ein nach rechts schauender Steinbock, Umschrift: + s. hainrici. gramelich. de. phylendorf. (3 Einschnitte).

1290. Oct. 18. Salem. Úlricus et Marquardus de Schellenberch fratres milites beurkunden, dass sie in einem Streit zwischen dem Kloster Salem und Hainricus de Nufron, miles über die von dem verstorbenen Kleriker Ortolfus de Laiterberch herrührenden Besitzungen in Levertsweiler (Laifiswiler) und das Patronatsrecht der Kirche daselbst, als Schiedsrichter mit Hermannus de Sulzberch und Hainricus dictus Græmelich, minister in Phullendorf dahin erkannt haben, dass dem Hainricus de Núfron an denselben kein Recht zustehe, dass aber trotzdem – pro superhabundanti cautela — das Kloster Salem demselben 11 Mark Silber auszahlen soll, wogegen er förmlich allen etwaigen Ansprüchen zu entsagen hat. Gleichzeitig spricht Hainricus de Núfron diesen Verzicht aus. Actum Salem anno domini Mo CC° nonagesimo, XV. kalendas novembris, indictione IIII. 1

797. Perg. Or. Salemer Hand. 3 Siegel aus Malta an Pergamentstreifen, des Ulrich und Marquard von Schellenberg wie an No. 796 und des Heinrich von Neufrach wie an No. 651.

1290. Nov. 17. Salem. Cảnradus nobilis dictus der Fürst de Cůnzenberch verzichtet auf das Eigenthumsrecht seiner Besitzungen, genannt ze Betzenwison, welche Burcardus dictus de Rischach von ihm, er selbst von Graf Mangold von Nellenburg zu Lehen trägt, zu Gunsten des Klosters Salem. Actum apud Salem anno domini Mo CC° nonagesimo, XV. kalendas decembris, presentibus viro strennuo, domino Eber(hardo) milite de Talhain, Hainrico filio suo, item fratribus Hainrico cellerario maiore, Hainrico dicto der Fürste, Růdolfo dicto J&heler, B. de Bermetingen iuniore, Cůnrado Katholico, fratribus monachis in Salem aliisque pluribus probis viris. 798.

Perg. Or. Salemer Hand. Siegel des Ausstellers aus Malta, beschädigt, befestigt wie an No. 432, dreieckschildförmig, 45:40 mm (IV A 1) im Siegelfeld ein Hirsch auf 4 Bergen nach rechts aufwärts springend. Umschrift: † s'. c. principis. (de. c)odzenberch. (Daumeneindruck). Cod. Sal. II, 240 No. CCXIIII. Reg. Ztschr. 3, 240.

1 Die Zeugenreihe wie bei No. 796

1290. Nov. 20. Konstanz. Der Official des Hofgerichts zu Konstanz beurkundet, dass er, in einem Streite des Klosters Salem über die von dem verstorbenen Kleriker Ortolfus de Laiterberch herrührenden Besitzungen und das Patronatsrecht der Kirche in Levertsweiler (Lâifiswiler) mit dem Ritter Nycolaus de Hermestorf und dessen Schwiegermutter Engellindis, der Schwester jenes Ortolf, nebst Ulricus de Richental, canonicus ecclesie Constantiensis, und Rudolfus miles de Sulzperch zum Schiedsrichter bestellt, das Urtheil dahin gefällt habe, dass diesen kein Anspruch auf die genannten Besitzungen zustehe, dass sie jedoch (pro superhabundanti cautela) gegen 5 Mark Silber, die ihnen das Kloster Salem auszahlen soll, förmlich auf jeden etwaigen Anspruch zu verzichten haben. Nicolaus und Enggellindis sprechen diesen Verzicht aus. Actum Constantie anno domini M° CC° nonagesimo, XII. kalendas decembris, indictione IIII", presentibus subnotatis testibus, videlicet viris strennuis Hainrico, Friderico et Cůnrado, militibus et Alberto, clerico, fratribus de Mænlishouen, item Wernhero, magistro conversorum, Hainrico de Múlhain et Burcardo dicto de Búrchtor, fratribus monachis in Salem aliisque pluribus fidedignis.

799. Perg. Or. Salemer Hand. 3 Siegel aus Malta an Pergamentstreifen: 1. des Officials von Konstanz wie an No. 671 (2 tiefe schräge Einschnitte). - 2. des Nicolaus von Helmsdorf wie an No. 667 (durch Fingerdruck erhöht). -- 3. der Engellint von Laiterberg, rund, 40 mm (IV A 2), im Dreieckschild eine Leiter auf 3 Bergen. Umschrift: * s' engellindis. de. laiterb'c. (3 wagrechte Einschnitte).

1290: Dez. 22. Konstanz. Konrad von Denkingen, Bürger zu Konstanz und seine Ehefrau Mye vergaben an das Kloster Salem ein Haus in der Stadt Konstanz und erhalten dasselbe auf Lebenszeit wieder zur Nutzniessung gegen einen Jahreszins.

800. In gottes namen amen. Wan der lúte gehugde zergat und ir leben schier ain ende hat – so ist nuzze und güt — swas man dur pesserunge tůt – daz man brieve || schribe - daz ez her na state belibe!. — Und dar umbe allen den, die disen gegenwrtigen brief an sehent oder horent lesen, kunden wir Cůnrat von Denkingen, ain burger von || Kostenze, und vro Mye, min elich husvrowe, daz wir dur got und dur unser sel hail unser hus und hofstat und alles daz dar zů

I Gereimte Verse.

hårit unz an die rinchmure, da wir || inne waren und ez dar hattono in unser aigenlichen gewer braht und besessen, ane alle ansprache gaben ze küffen rehte und redeliche dem abitte und den convente von Salmanswiller umbe fiunzich march kostinzer geldtes, und wrden ouch dez silbers gewert und gaben in und iro shafinerin, brüder Hainriche dem keller, brüder Burkarte ze Birgetor und brüder Eberharte von Steggeboron, daz aigen uf an dez abtis und an des conventis stat und iro sallüten, die sú dar zů irwalton und namen, daz waz her Hainrich von Tettinchouen der alte, her Cůnrat der Joheler der alte, her Hug in der Břnde und her Hainrich, sin bråder, her Johans von Houe der alte und Cůnrat der Joheler, dez Slehten sun. Disen sallûten gaben wir, die vorgenanten Cůnrat von Denkingen und ich vro Mye, sin husvrowe, daz vorgenande unser hus und hofstat, als ê hie genemmit ist, mit gelerten wortin, als sit und gewonlich ist ze Kostenze, und verzigen unsa dar an allez unsers rehten und gaben inen die gewer mit allem rehte und runden in daz aigin dri tage und sehs wochen, alse gewonlich und reht ist. Und dar nah do lihen uns die vorgenanden shaffenerre dez klosters von Salmanswiller mit iro sallúten, die hie vor genemmet sint, an dez conventis stat daz hus und hofstat und swas dar zů horit umbe ainen zins, ze dem iare umbe fiunf phunt kostenzer phenninge, alle die will wir leben unde wirs verzinsen mugen oder wellen, und son des zinses geben ie ze der vron fasten fiunf shillinge und ain phunt. Und swas selgerätes oder jargezite oder sturon von dem huse gat, das son wir ane unsers herren dez abtis und dez conventis schaden geben alle die wile und wir daz aigen haben in unser gewalt. Und do wir daz aigen uf gaben, da waren zegegen Úlrich und Rudolf Ångeline, miner husvrowen, vron Myen, brådire, die verzigen sich ouch an dem selben aigin alles dez rehten, dez sú dar an hatton oder noh gewinnen solten ane alle gevårde. Wir der vorgenande abit und der convente von Salmanswille vergehen an disem brieve, daz wir den vorgenanden hern Cůnrate von Denkingen und vron Myen, sine husvrowen, niemer an dem zinse beswaren, die wile sú lebent oder daz hus han went, und geben in darumbe dez conventis insigil zainem

1 batton ist über der Zeile nachgetragen. – ? uns ist über der Zeile nachgetragen. – 3 Or. hat convetis.

ståten urkunde an disen gegenwrtigen brief". Wir die vorgenanden Cunrat von Denkingen und vro Mye, sin husvrowe, vergehen och an disem brieve, daz wir unsern zuc ze grůbe, den man da zúhet ze den vishen, och gaben luterlichen dur got den vorgenanden abte und convente ze Salmanswiller, und beschach daz lange, ê daz dise kouf beschåhe. Und daz diz alles ståte belibe von uns und von allen unseren erbon, alse an disem brieve geurkundet und geschriben ist, dar umbe gaben wir d'ů vor)genanden? Cunrat und vro Mye den vorgenanden abte und dem convente3 von Salmanswiller disen brief und shüfen, daz der vogit, der aman und der rat von Kostenze der stat insigil an disen gegenwrtigen brief ze ainer vestenunge und ze ainem urkunde ainer ganzer warhait hanchton. Diz beschach und wart dise brief geben ze Kostenze, do man zalte von Cristes gebürte zwelfhundert und nunzic iare an de nåhsten tage nah sant Thomans tage dez botten. Und waren dar an, die ez sahen und horten, maister Ulrich von Denkingen, chor herre ze Sant Johanne, brüder Hainrich der Keller von Salmanswille, brüder Burkart ze Búrgetor und brüder Eberhart von Steggeboron, münche ze Salmanswille, her Walther der vogit und her Ulrich der amman von Konstenze, her Frislerich in dem Tvrne, der ritter, her Jacob von Rogwiller, her Hainrich ze Bvrgetor, her Johans Swarteli, her Ulrich und her Rudolf, sin brüder, Angelline, her Ulrich der Harzer, her Herman Bösche, her Củnrat Shrm, her Hainrich Verderlin, burger ze Kostenze, und ander biderbe lute genüge.

Perg. Or. Fremde Hand. Siegel der Stadt Konstanz aus Malta an grün und rosa Wolllitzen, wie an No. 231 (2 Daumeneindrücke).

1290. Dez. 23. Zürich. Rudolf der Thesaurarius der Domkirche zu Konstanz, Kirchher zu Ilagnau, gestattet mit Genehmigung des Bischofs von Konstanz, den Weinbauern, deren Aecker zum Widum seiner Kirche gehören, ihre Weingärten in Erblehenweise und nach Meersburger Marktrecht zu bauen.

801. Růd(olfus), thesaurarius ecclesie Constantiensis, rector ecclesie in Hagenowe, omnibus || presentium in spectoribus noticiam subscriptorum cum salute. Noveritis, quod, conside

Dasselbe hängt indess nicht an, es ist auch keine Spur an der Urkunde vorhanden, wonach es jemals an derselben gehängt hätte. - 2 Ein Loch in der Urkunde. — 3 Or. hat convete.

Zeitschr. XXXIX.

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