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rata || utilitate ecclesie mee in Hagenowe prenotate, de consensu et consilio venerabilis patris et || domini , .. dei gratia Constantiensis episcopi, cui in eadem ius pertinet patronatus, universis et singulis colonis vinearum, sitarum in agris dictis Gebreite et Vogelsanch' spectante doti ecclesie mee prelibate, indulsi et indulgeo per presentes, ut easdem vineas colant cum sollicitudine ampliori, quod ipsas iure emphitheotico et specialiter eo iure, quod vulgo dicitur marchtrehte, sub conswetudine et nomine apud Merspurg actenus approbata colant et possideant, in futurum promittens ipsis, quod eos deinceps contra ius et conswetudinem prescriptarum in rebus aut personis de cetero non gravabo. Et in huius rei testimonium presentem cedulam predicti domini episcopi et mei sigillis tradidi sigillatam. Nos R(ůdolfus), dei gratia Constantiensis episcopus antedictus, ad petitionem sepedicti rectoris dicte ordinationi nostrum consensum adhibuimus et presentibus adhibemus sigillum nostrum in robur predicte ordinationis appendentes. Datum Thuregi anno domini M° CC° LXXXX°. Xo. kalendas ianuarii, indictione IIIIa.

Perg. Or. Fremde Hand. 2 Siegel aus Wachs, an sehr schmalen Pergamentstreifen anhängend: 1. des Bischofs Rudolf von Konstanz, bekannt (3 etwas schräg laufende Einschnitte). - 2. des Thesaurarius Rui. dolf, spitzoval, 52:33 mm (II B), St. Petrus mit dem Schlüssel, zu beiden Seiten je ein Stern. Umschrift: + s. r. thesaur. ecce. constancien. (drei schräglaufende Einschnitte).

1 Von anderer Hand mit anderer Tinte nachgetragen.

v. Weech.

Regesten des mortenauer Adels.

2. Die von Schauenburg, Hinter dem Dörfchen Gaisbach am Eingang in das Renchthal erhebt sich ein Vorhügel des Solbergs, der Burgwald, gekrönt von den weithin sichtbaren Mauern und Thürmen der Ruine Schauenburg. Wie beträchtlich die Höhe dieses Hügels ist, nimmt man erst wahr, wenn man von der kleinen Laube aus, auf der südwestlichen Ecke der Ruine, seine Blicke über die herrliche Landschaft schweifen lässt. Wahrlich die schöne Aussicht allein lohnt schon überreichlich die kleine Mühe des Bergsteigens! Da zu unsern Füssen einer der gesegnetsten, reichsten Theile der schönen Rheinebene, eingefaßt, so weit unsre Blicke reichen, von grünenden Rebhügeln, dort das Silberband des Rheins und deutlich von dem Himmelsblau sich abhebend der spitze Thurm des Strassburger Münsters; dort in weiter Ferne, das Bild wie mit einem Rahmen begränzend, die dunkeln Vogesen! Da liegt links das Städtchen Oberkirch, das, von zahlreichen Villen und Gärten umgeben, viel größer erscheint und frei von den die Luft verpestenden Fabrikschlöten, so freundlich uns entgegenwinkt, die kleine Metropole des schönen Renchthales! Dort, jenseits der Rench, öffnen sich die lieblichen Seitenthäler der Bottenau, des Butschbaches, des Oedsbaches und des Seedelbaches. Da in der Ebene zwischen Fruchtfeldern und Matten, alle von einem Walle von Obstbäumen halb verdeckt, die zahlreichen Dörfer und Dörfchen! Die Burg trug nicht vergebens ihren Namen! Wer an einem heitern Frühlingsmorgen auf diesem Bänkchen in der höchst einfachen Laube sitzt, wenn Sonntagsruhe über die Natur ausgegossen ist, wenn Thal und Ebene von blühenden Obstbäumen prangen und wie duftende Blumensträuße sie uns entgegenstrecken, wenn aus dem Städtchen und den Dörfern das melodische Geläute der Glocken zu uns heraufdringt, wessen Herz da nicht aufgeht vor Freude und Wonne, der entbehrt einen der reinsten Genüsse, die der Schöpfer dem Menschen gegeben hat.

Wann und von wem dieses Schloß einst gebaut wurde, meldet keine Urkunde, meldet keine Chronik. Wenn wir aber, verleitet von der theilweise jungen Bauweise der noch erhaltenen, von Epheu dicht überwucherten Thürme und Mauern, die Gründung der Burg einer verhältnißmäßig neueren Zeit zuschreiben wollten, so würden wir darin irrig handeln; die Schauenburg gehört vielmehr zu den ältesten Burgen, die wir in Baden aus dem Mittelalter haben; ihr Ursprung verliert sich in das Dunkel des 11. Jahrhunderts. Der anfänglich wohl nur aus Bergfried und Zwingelhof bestehende Bau erfuhr im Lauf der Zeiten manche Vergrößerung und Veränderung, veranlaßt theils durch die Zunahme der ansäßigen Familien, theils durch die verschiedenen Belagerungen und die veränderte Kriegsweise. Die Hauptstärke der Befestigung ist, wie bei den meisten Burgen, die nicht auf isolirtem Bergkegel erbaut sind, gegen die Seite gerichtet, wo der Hügel mit dem Berge zusammenhängt. Hier finden wir den tiefen, großentheils in Felsen gesprengten Graben, den stärksten der Thürme und die die ganze Länge des Grabens deckende Schirmmauer. Die beiden westlichen Thürme, schwächer im Bau, aus Granitquadern mit Ecken von rothem, glatt behauenem Sandstein, sind erst später hinzugekommen.

Ursprünglich Zähringer Besitz kam das Schloss mit dem dazu gehörigen Territorium durch Heirath an die Grafen von Calw, wieder als ein Theil weiblicher Ausstattung an Welf VI. und nach dessen ohne Leibeserben erfolgtem Tode durch Rückfall an den nächsten Erben seiner Frau Uta, an Eberhard von Eberstein, dessen Anrechte wohl ebenfalls aus calwischer Heirath rührten. Während aber der Uebergang in weltischen Besitz von Seiten der Zähringer nicht unbestritten geblieben war und Herzog Konrad, wiewohl vergeblich um das Jahr 1133 das alte Stammesgut wieder zu gewinnen und mit dem übrigen Renchthal, der Ulmburg und der Fürsteneck zu vereinigen suchte, trat Eberhard von Eberstein, begünstigt von den allgemeinen Verhältnissen und dem bald darnach eingetretenen Aussterben der Zähringer unangefochten das Erbe an.

Uta, Welfs Wittwe, wird nur im Stiftungsbrief von Aller

heiligen und in den späteren hierauf bezughabenden Urkunden „ducissa de Scowenburg“ genannt. Daraus aber zu folgern, daß sie seit dem Tode ihres Gemahles die Schauenburg zu ihrem ständigen Wohnsitz wählte, während doch selbst der Stiftungsbrief in dem fernen Sindelfingen ausgestellt ist, dürfte zu weit gegangen sein.

Ist es nun auch nicht gerade unwahrscheinlich, daß die Schauenburg schon damals ein Lehen des sich nach ihr benennenden, heute noch blühenden Geschlechtes war, so begeht doch Schöpflin sowohl als Bader auch darin einen Fehler, daß sie den im Stiftungsbrief genannten Fridericus de Scowenburg zu einem Vasallen der Uta und zum Stammvater der angeblich im 14. Jahrhundert ausgestorbenen Altschauenburger machen." Die Stelle im Stiftungsbriefe lautet: „Data sunt hec a ducissa Uta in Sindelfingen, confirmata autem per gloriosum imperatorem Henricum in Enheim super altare Marie Argentinensis ecclesie per manum Friderici de Scowenburg ministerialis sui regnante domino nostro Jesu Christo. Amen.“ Schon der einfache Wortlaut verlangt, dass man das „sui“ auf den Kaiser beziehe. Friedrich war kaiserlicher Landvogt im oberen Elsaß und hatte seinen Amtssitz auf der Burg Blixberg und damit ist seine in der Urkunde berührte Thätigkeit erklärt und begründet. Diese Stellung jedoch als kaiserlicher Landvogt im Elsaß, was Friedrich von Schauenburg auch unter Kaiser Friedrich II. blieb, und als königlicher Ministeriale bildet keineswegs ein Hinderniß, ihn als nicht herrenmäßig geboren und als einen Ahnen der heutigen Schauenburger zu betrachten, da, wie bekannt (man vergl. Zeitschr. XXXII, 399), zur Zeit der Staufer die königlichen Ministerialen nicht immer dem Herrenstande entnommen waren. Ganz unwahrscheinlich ist es dagegen, daß sein Stammhaus in der Schauenburg bei Pfaffenheim im oberen Elsaß zu suchen ist, wie H. Kindler von Knobloch meint, denn die elsässischen Urkunden kennen keinen Adel, der sich nach dieser Burg benannt hat. Kremer, der eine kurze Geschichte des Schlosses Schauenburg an der Bergstraße schrieb, reihte Friedrich den Dynasten bei, welche hier ihren Sitz hatten und zu Ende des 13. Jahrhunderts ausstarben. Dieser Familie gehört auch der im Codex Hirsaugiensis genannte Gerhardus de Schowenburg, der Bruder des Bischofs Siegfried zu Speier (1127–1147) an?, die Brüder S. und B. von Schowinburg, welche 1256 den Abt von Ellebenda 1370, 1376 und 1377 genannte Archidiaconus Rudolf von Schauenburg sind wohl, was auch die Zimmer'sche Chronik (Ed. Barack I. 458) thut, der gräflichen Familie beizuzählen, ebenso die 1318 vorkommende Agnese von Schowenburg, die Ehefrau des Grafen Heinrich von Hohenberg (Schmidt Monumenta Hohenbergiaca Urk. p. 406). Der Chorherr Walter von Schowenburg vermachte 1361 seiner Schwester, der edelen Frau Elzebeth von Hirschhorn“ alle seine fahrende Habe und bittet den Stadtrath zu Strassburg um seine Hülfe; Kaiser Karl IV. bestätigt 1362 Dez. 7. zu Nürnberg diese Schenkung und fordert den Stadtrath auf, der Erbin zu ihrem Rechte beholfen zu sein. Dat. Mittwoch nach St. Nikolaus (Strassburg. Stadtarchiv). Sind die Notizen Hr. Kindlers v. K. richtig, so führte dieser Walter das gleiche Wappen, wie die Schauenburg bei Unterlimburg. - 1 Acta Academ. Theod. Pal. VI. p. 288 ff. Vgl. auch Widder Beschreib. d. Pfalz I, 213. Wir fügen hier in kurzer Uebersicht die Stellen bei, in welchen Friedrich von Schauenburg erwähnt wird: 1196. Jänner. Fr. v. Scowenburg ist der letzte Zeuge in einer Urkunde K. Heinrichs VI. für das Kl. Herrenalb. Zeitschr. d. Ob. I, 110, Wirtenb. Urkundenb. II, 313. – 1214. Nov. 21, Nov. 23, Nov. 24. Basel. Fridericus de Schowinburg, Scouwinburc, Escombore, Scovumburc beschliesst die Zeugenreihe in mehreren Urkunden K. Friedrichs II. Schöpflin Als. dipl. 1, 324. Huillard-Breholles. Historia dipl. Friderici II. B. I. 323, 324, 327, 329, 333, 339. Zeitschr. d. Ob. XI, 183. – 1215. Juli 8. Hagenau. Conradus de Horburg, Fr. de Scowinburc, Rudolfus de Razinhusen et Sifridus marescalcus de Hagenowia schliessen die Zeugenreihe einer Urkunde K. Friedrichs II. Wirtenb. Urk. III, 28. – 1217. April 10. Hagenau. Fridericus de Scowinburc letzter Zeuge in der Urkunde desselben Kaisers für das Kloster St. Fidis zu Schlettstadt. Huillard-Breholles 1. c. I, 506. - 1220. Hagenau. Kaiser Friedrich II. bestätigt, dass „Fridericus ministerialis noster et procurator in Blikkesberg et in Alsatia“ dem Kloster Pairis einen Rebberg zu Morswilre geschenkt habe. Bezirksarchiv Colmar.

1 Schöpflin. Alsatia Illustrata II. 693. Bader. Badenia I. 118 a. F. Vgl. auch Stälin Wirtemb. Geschichte II. 268, 370. Adler. Herzog Welf VI. 101. - ? Der alte Adel im Elsass p. 80. Die fünf Personen, welche Hr. Kindler von Knobloch ausser diesem Friedrich hierher rechnet, gehören theils zur mortenauischen Familie, theils ist die Angehörigkeit nicht näher zu bestimmen. Der 1316 als Kanonicus, 1341, 1353, 1356, 1361, 1362, 1365 als Archidiakonus zu Strassburg vorkommende Walter von Schauenburg, der

– 17. Mai. Memoria dni. Friderici de Schawenburc advocati Alsatie, benefactoris nostri, qui vineas in Morswilre nobis contulit. Necrologium des Klosters Fol. 34, Pairis. Ibidem. Not. d. Hr. Kindler v. K. – Um jedoch diesen Friedrich mit Bestimmtheit aus der Ahnenreihe der mortenauischen Familie auszuschliessen, dazu reichen, wie man gestehen muss, diese wenigen Nachrichten nicht hin. Betrachtet man dagegen die Stellung, die er jeweils in den Zeugenreihen einnimmt, sowie das Regest von 1227, so dürfte die Zugehörigkeit wahrscheinlicher sein als das Gegentheil. -2 Bibliothek des lit. Vereins zu Stuttgart I, p. 61, 81.

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