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allerseitz der Herrn von Isenburgk. Damit stimmt auch die Wetterauer Mundart des Texts. 8. Kleines Bruchstück, saec. 14. Perg. einer medicinischen Schrift. Niederdeutsch, handelt von roter und gelber Salbe. 9. Folioblatt, Papier. saec. 15. Niederdeutsch. Über Himmelszeichen und Mond. 10. Blättchen 16o, Papier, aus einem niederdeutschen Gebetbuche. saec. 15. O leue herre Jhesu Christe hyr sta ick vor dynen ogen etc. 11. Blättchen Perg. 16o. saec. 13./14. .. dan min martel.. so menigem menschen ... solte werden vnd.. ich doch nit abe liez. Desz nvnden sprich vnd ermane mich dez geschreiges, da ich etc. Eine Paraphrasirung der Worte Christi am Kreuze. Defect. Scheint abergläubischen Zwecken gedient zu haben. 12. Bruchstück einer Perg.-Urk. saec. 14. 1305. Niederdeutsch. 13. Bruchstück einer Liederhandschrift. saec. 13./14. Perg. Vielfach noch von Leim verschmiert.

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14. Bruchstück einer deutschen Agende. saec. 14./15. 2 Blatt Folio. Hie merke von dem ampt dur das iar. Hie sol man merken, daz man daz ampt dur das iar zv dem tage vnd zv der naht vnd zv der zit dur den tag began sol von der zit, wan an den hoh geziten der hailigen vnd dur ir octav vnd an ir octav und an den samztagen so man beget von vnser frowen in dem conuent etc. 15. Quarto, Papier. saec. 15. Bruckstück einer niederdeutschen Urkunde. 16. Quarto, Papier. saec. 15. Desgleichen. 17. Folio, Perg. 2 Blatt. Deutsche Aussprüche aus der Bibel, Bernardus, Augustinus, Gregor etc. Wie es scheint Commentar. 18. Perg. Doppelblatt. saec. 15. Compendium theologice veritatis. Dis ist die vor rede des compendiumps. (D)ie warheit der götlichen hohen subtylikeit Syt das sie ist ein schyn oder ein glancz etc. 19. 1 Blatt. Perg. saec. 14. Glossen. Galla: eytappel. Gariolus agrestis: Brun haselwort. Gamatreos: quercula minor. Genesta: heyde. Gelifia: Notlof. Gira solis: sunnenwerbel. Gipsus: spercalch. Gracia dei: rosminthe. Gladiola: swerdele. Granula solis: sunnencrud. Glicida: prionia. Glis: rotladecke. Grerancia: hadernetele. Gallitricum: vliwort. Glandes: ekerne. Gliconum: pulleye. Golena id est origanum. Grisolocanna id est atriplex. Gummi cedri id est gummi suniperi (statt juniperi). Gummi cleuer quod fuit de arbore. Git id est rus. Gariofilata id est benedicte. Gariofilus: negelken. Genecia: enciane. Galanga: galgan. Herba britanica: himmelwort. Herba turis: Absinth. Herba perforata: sancte Johannis wort. Herba sancti Petri: Pederwort. Herba wolubilis: wedewrode. Herba reperta: kranckesnauel. Herba catholica: sothebast. Herba Mathei: manenblomen. Herme dactilus: zithelote. Ireos: geleswerdele. Jacea nigra: swartwort. Jama: knopwort. Ibiscus : homes. Italica: wolueslap. Jusquiamus: biesemcrud. Juniperus: wachan. Derenberen: Illafeos. Lappa inversa. Knolla: sprincwort etc. Reicht bis pe.

Das Blatt diente 1516 als Umschlag des Brommen Losbuch. 20. Doppelblatt, 8°. saec. 14./15. Bruchstück aus einer deutschen Bibel oder Evan

gelienbuch. Dis ewangelium schribet sanctus Johannes an deme sonnentage, so vnsers herren marter zit an hebet. In den ziten sprach Jhesus zv den scharn der ivden. 21. 2 Blatt Perg. 8°. saec. 14. Deutsche Bibel .... vnd trukente sin hare und kuste sin fusse vnd salbete si mit dem salbe. Do dis der pharisei sach, der in geladen hatte, do sprach er in im selber wer dirre ein prophete so wiste er sicherlich wer vnd welich dis wib ist diu in råret, wan si ist ein sunderin etc. 22. Zwei defecte Doppelblatt, 16o, Perg. saec. 14. Lebensregeln. Hute dich daz du deheiner vrowun antlize deheinest girlich angesehest, ir hende solt du niht råren, zeuil nahe solt du in niemer gesitzen, heimliche sitzen lachen runen solt du niemer mit in vil triben oder phlegen, ob si ioch geistlich sint. 23. Lage eines Buchs, 16", Perg. saec. 15. Astronomische Arbeit. Czu wissen dy stunden des tages eigentlichen nach wssweisunge des quadranten. Sullent ir eigentlichen mercken den cursdrem das czu deutsche der loufer heyst, vnd ist dy cleyne kromme tabele dy mytten in dem quadranten bewegelich etc. 24. 2 Lagen eines Breviers oder Diurnale's, 12 Blatt, 16", Perg. saec. 15./16. Kalender, Januar bis December. Niederdeutsch. 25. Desgleichen 12 Blatt, 120, Papier. saec. 15. Niederdeutsch. 26. 2 Bruchstücke, Perg. saec. 14.

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Bewart vor allem meine

Von einen ivncvrauwen

Vnd der hat vns verhauwen

Dez vater zorn mit siner not

Die man im an dem cruze erbot etc.

Nr. 3246. Fragmente. 2 Blatt. saec. 15. Lateinisch-deutsche Glossen.
Nr. 3247. 8o, Papier. 2 Blatt. saec. 15.
Konrad Dankrotzheim,

Jhesus maria liebes kint,
Dem himel vnd erde gehorsam sint,
Der von dem vatter wart gesant
In die jungfrowe vor genannt

heiliges Namenbuch.

Vnd von dem heiligen geist entpfangen
In des namen ane gefangen
Habe ich dis büchelin bedaht
Vnd jungen kinden daz gemaht etc.

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F. W. E. ROTH, ALTDEUTSCHE HANDSCHRIFTEN etc.

cf. Strobel, Beiträge zur deutschen Literatur. Straßburg 1827, p. 107–129. Das Bruchstück reicht von Anfang bis in Mitte April und schließt 2 Thoburcien vnd sant Valerium ... Erwähnt Germania XV, 204 von M. Rieger. Eine hochdeutsche Ausgabe des Namenbuchs erschien 1883, München. 8o. (Huttler).

Nr. 3248. Folio, Perg. saec. 14. 3 Bruchstücke einer poetischen Auslegung der Offenbarung Johannis.

Got trug an siner ceswen hant
Siben sterne da das Johannez vant

Gedruckt Germania XV (1870), 203 nach dieser Hs.
mäler des deutschen Mittelalters. 1845.

C

etc.

cf. K. Roth, Denk

Nr. 3249. Folioblatt, Perg. saec. 14. Diente als Umschlag. 1540. Verzeichniß der Aventiuren der Nibelungenôt. Abinture wie siferit etc. Gedruckt Haupt, Zs. f. d. Alt. X (1856), 142.

Nr. 3250. Fragment von einem durchschnittenen Doppelquartblatt und zwei zusammenhängenden Hälften eines Doppelblatts, stark verrieben und durchlöchert. Perg. saec. 13 ex. Theil von dem niederdeutschen Gedichte: Von Kareles leven ind wesen. Gedruckt nach Ms. 2290 in Darmstadt in der Bibliothek des liter. Ver. 45. cf. Walther B. S. 131. cf. Lachmann, Wolfram von Eschenbach. Denkschriften der Berliner Akademie 1836. 162.

Nr. 3251. Folio, Doppelblatt. Perg. saec. 14. Mitteldeutsch, doppelspaltig. Der Väter Buch. Diente ehedem als Umschlag. Eine Hand, saec. 16, schrieb quer darauf: 'Veit Schlossers Künder Inventarium.' Spalte 1 beginnt:

Gedzucken daz vleisch meine ich

Zv gote sprach er luterlich

Oberster herre got vil gut etc.

Spalte 5 (Blatt 2") beginnt:

Die sin so herteclichen pflac

Daz er vil siech dar nider lac etc.

Über eine vollständige Hs. dieses Gedichts in Leipzig U. Bibl. Nr. 816 cf. Franz Pfeiffer, Marienlegenden. Vorrede p. XIV f.

Nr. 3252. 5 Bruchstücke, Perg. saec. 14, mitteldeutsch des Parcival. Blatt 1 beginnt: manigen vngestabten eit | do er so vil mich angestreit, Verse 498, 3 bei Lachmann, ferner sind vorhanden Lachmann 508, 18. 551, 21. 562, 10. 562, 11. 567, 27. 615, 28. 626, 12 ff. Die Blätter dienten als Umschläge von Rechnungen 1667-70 zu Lindenfels im Odenwalde.

Nr. 3290. 8o, Papier. saec. 15. Gehoerte früher dem M. Roenen Pfarrer zu Flamersheim 1843. 1. Leben der hl. Elisabeth von Thüringen in deutschen Versen. Gedruckt Bibliothek des liter. Vereins 90 (1868) durch M. Rieger, der auch diese Hs. benützte. cf. p. 7—8. 211 Blatt. 2. Das Spiel von den 10 Jungfrauen. Gedruckt Germania X nach dieser Hs. 17 Blatt. Geschrieben 1428. Eine jüngere Fassung des großen thüringischen Mysteriums, oder das geistliche Spiel von den zehn Jungfrauen, ed. Bechstein in Wartburgbibliothek I. Halle 1855. 8o.

I.

Notum sit omnibus fidelibus sanctac dei aeclesiae, qualiter Sigehardous tradidit suam proprietatem una cum sua coniuge Xpina in pago Monahgoue

in comitatu Ruocharii in Chinciherumarcu in Habbingero *) ard marcu quicquid ibi proprietatis habuerint, ad sanctos dei martyres Marcellinum et Petrum, Protum atque Jacinthum clericis ibidem deo servientibus ad suos necessarios usus tenendum coram seniore nostro Eberhardo et coram Folcnando advocato et coram ceteris testibus, id est: Heinrico, Sigefrido, Bobbone, Ruotgero, Humberto, Hiltwardo, Thiodone presbitero, Liutfrido p., Hadegero p., Ruotberto p., Liobgero p., Adalhardo p., Heriwico p., et coram omnibus clericis. Ego (Lot)harius indignus diaconus eiusdem monasterii prepositus scripsi et recognovi **).

II.

Heriwig et Uuigmuot tradiderunt huobam unam in pago Baggewe in comitatu Sigifridi in Osthemero marcu. Hec sunt testes: Gundhart, Heidanrih, Gebo, Willibraht, Vuarboto, Sigefrid, Heriwic, Saloho, Thiodo, Buobo, Gundhart, Randiwic, Herger, Inirbald, Huomo, Heizo, Azalo, Gerbraht, Dagebraht, Frideger.

ALTHOCHDEUTSCHE GLOSSEN AUS JUVENCUSHANDSCHRIFTEN.

Unter den additional manuscripts des British Museum befindet sich eine Handschrift des Juvencus (Nr. 19723), die für den Text des Dichters von geringem Werthe (vgl. die Prolegomena meiner Ausgabe S. XIV) ist, aber eine große Anzahl deutscher Glossen enthält, auf welche ich die Aufmerksamkeit lenken möchte. Es ist ein Pergamentcodex des X. Jahrhunderts, in welchem der Text des Juvencus von mehreren Händen geschrieben ist. Die Schrift ist im Ganzen zierlich, zuerst sorgfältiger, gegen das Ende flüchtig. Zwischen fol. 16 und fol. 17 fehlen zwei Blätter (II, 42-155) und auf fol. 53 schließt der Juvencustext mit IV, 722 meiner Ausgabe. Die Handschrift scheint besonders im XI. Jahrh. sehr viel benutzt worden zu sein; das zeigen die vielen Kritzeleien, die auf diese Zeit hinweisen. Auf fol. 1 a stand ursprünglich das carmen rhythmicum über die Eusebianischen canones, das K. Bartsch in der Zeitschrift für roman. Philologie II, 216 f. veröffentlicht hat und das nochmals im Codex Turicensis C 68, saec. X, der auch den Juvencus gibt, auf fol. 2 enthalten ist; jedoch sind nur wenige Worte noch lesbar; außerdem ist das Blatt stark lädirt. Es hat den Anschein, als ob der Codex schon in alter Zeit des Einbands verlustig gegangen ist und als ob dann bei Erneuerung desselben das

*) Undeutlich ob Habebingero.

**) Wenck, h. L. G. II, Urkb. 28, Nr. XXI nach Copie, angeblich von 945.

erste Blatt möglichst sorgfältig abgeschliffen wurde, um als Vorsatzblatt zu dienen. Auf fol. 1 b hat alsdann die unechte Praefatio de quatuor evangelistis gestanden, sodann das Citat aus Hieronymus (s. die Lesarten auf S. 4 meiner Ausgabe) und eine subscriptio; von allem sind Spuren noch übrig. Jetzt sind einige Kritzeleien und Federproben auf fol. 1b und die Inschrift: Codex s. alexandri sup (wohl noch XI. Jahrh.), die schon von einer etwas älteren Hand einmal geschrieben war (mit Ausnahme von sup), aber zum Theil verlöscht ist. fol. 2 ist an der oberen Ecke auch etwas lädirt, die abgerissenen Buchstaben sind im XII. Jahrh. nachgetragen. fol. 54 a enthält eine spätere verdrehte Wiedergabe der unechten praefatio nebst einigen Kritzeleien, die einzelne Worte der darüberstehenden Verse wiederholen. Sodann folgt in rohen Umrissen das Bild eines sich halb aufrichtenden Thieres und um dasselbe herum von verschiedenen Händen und in verschiedenen Schriftgattungen mehrere Namen. Oberhalb: Hainricus und Sigemarus in Halbunciale (der Name Sigemarus ist auf fol. 53 b zwischen Z. 12 u. 13 schon einmal in Minuskel mit uncialem Anfangs-S am Rande niedergeschrieben). Rechts von der Zeichnung in Uncialen von anderer Hand (in vier Zeilen untereinander): GERVNC M' MARCV | ART | ŎTO. Unterhalb in Kanzleischrift (in zwei Zeilen): WECIL WECIL WERINHERI RICHILT und schließlich unteren Rande des Blattes ebenfalls in Kanzleischrift HEINR. Links von der Zeichnung lesen wir alsdann wieder von anderer Hand in Minuskeln respice in me et misere und mitten durch wiederum von anderer Hand und zwar bevor die Zeichnung gemacht war: eximie virtutis. Klöster des heiligen Alexander gab es mehrere in Deutschland, jedoch meines Wissens nur eines in Oberdeutschland, wohin die Glossen uns weisen, nämlich Ottobeuren im Illargau, gehörig zur Dioecese Augsburg; vgl. Caspar Brusch, Monasteriorum Germaniae praecipuorum maximae illustrium: centuria prima. (Ingolstadt 1551) fol. 175 b-178 b, Khamm, Hierarchia Augustana (1709) III, p. 325 ff. und Acta Sanctorum 10 Juli tom. III, p. 5–26 (besonders 6 E und F und p. 18 C). Freilich läßt sich ein Bedenken dagegen nicht wegleugnen, da in der Eigenthumsnotiz von jüngerer Hand noch sup folgt, was nach der gewöhnlichen Lesung doch nur super ist: danach aber ist keine Spur eines etwa verlöschten Wortes vorhanden. Eine stichhaltige Erklärung dafür zu finden ist mir nicht gelungen. Daß in dem von Baumann edirten Necrologium Ottenburanum (Necrologia Germaniae I, p. 99–118) unter den ältesten sämmtliche Namen unsers Codex bis auf Richilt mehrmals wiederkehren, bietet auch keinen bestimmten Anhalt.

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