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presentes litteras Ecclesie in Chremsmynster dedimus sigillorum nostrorum munimine roboratas. Huius rei testes sunt: Dominus Fridericus plebanus de Chemnaten, Dominus Vlricus Ruffus, Dominus Rugerus de Steutz Judex Nevnburgensis, Dominus Wernhardus Schifro Officialis, Dominus Hermanus Ymian, Dominus Vlricus de Chriсzendorf milites. Preterea Duringus de Seveld, Guntherus de Marrperg, Gervngus et Tazzo fratres filii quondam Domini Cholonis, Dytericus Schifro, Hermanus de freisinga, Tristramus de Aich, Pertholdus de Otstorf, Chvnrad de Lavtterbach, Albero Rorment, Fridericus et Vlricus frutres de Aich, et quam plures alii fide digni. Datum Nevnburge anno Domini Millesimo Trecentesimo sexto in die beatorum apostolorum Petri et Pauli.

Orig. Perg. (Rep. Vet. Nr. 37. fol. 15.) Die schon früher beschriebenen Siegel des Propstes und Conventes.

Der Stadtrichter, Ritter Rudger von Staaz, erscheint hier zum ersten Male in den Klosterneuburger Urkunden.

Durch die Übergriffe der zu Klosterneuburg angesiedelten PredigerordensBrüder vorsichtig gemacht, hatte das Stift sich von den neu angesiedelten Augustinern 1304 (Fischer II. 320) einen Revers ausstellen lassen, dass selbe jedes Eingreifens in die Seelsorge sich enthalten würden.

Gleiches verlangte und erlangte es von dem Abte zu Kremsmünster, wie die folgende Urkunde unter gleichem Datum mit der früheren ausweist.

CVII. Abt Friedrich von Kremsmünster verzichtet auf jede Seelsorge bei seinem

neu erkauften Hofe in Klosterneuburg.

Dat. Klosterneuburg 29. Juni 1306. Nos Fridericus Dei gracia Abbas Totusque Conventus Ecclesie in Chremsmunster constare volumus vniversis presentes litteras intuentibus tam presentibus, quam futuris. Quod Nos de favore et licencia Venerabilis patris Domini Rudgeri Prepositi Totiusque Conventus Nevnburgensis Ecclesie consensu Domum quandam sitam intra muros civitatis Nevnburge propria pecunia emendam comparavimus, quam non licet nobis modo aliquo ampliare, nec in ea oratorium, Capellam vel altare aliquod edificare, nec in ea vnum de nostris fratribus locare, nec quicquam in ea operum facere, quod dicte Ecclesie possit generare dispendium, nisi super omnibus hiis, que dicta sunt, Prepositi et qui pro tempore fuerit ipsiusque Conventus favore habito et licencia speciali, sed empcio aree adiacentis, que ad predictam domum annuatim Tredecim servit denarios nobis

ab ipso Preposito predicto et suo Conventu tantummodo indulgetur. In Cuius rei testimonium presentes litteras Nevnburgensi Ecclesie dedimus nostrorum sigillorum munimine consignatas. Datum Neunburge anno Domini Millesimo Trecentesimo Sexto in die beatorum Apostolorum Petri et Pauli.

Orig. Perg. (Rep. Vet. Nr. 39. fol. 106.) Die Siegel des Abtes Friedrich und seines Conventes an Pergamentstreifen.

Der Propst Rudger starb in diesem Jahre am 20. November nach Angabe des Todtenbuches; da aber schon am 11. Juni sein Nachfolger Bertold als Propst auftritt, scheint es, dass er früher resignirte. In der vorliegenden Urkunde wird er dennoch als Propst angeführt, weil die bezüglichen Verhandlungen unter ihm zu Ende geführt wurden, hingegen die Urkunde erst später nach seiner Resignation ausgestellt wurde. Ähnliche Verhältnisse finden sich bei Linck Annales Clarev. ad ann. 1381, pag. 807 und Fischer Supplem. alter. Part. VI. p. 36.

Dieser (erste) Kremsmünsterhof lag dem Chorfrauenstifte ad s. Magdalenam gegenüber.

CVIII.

Die Baumgartner geben dem Stifte ein Lehen zu Schirnesdorf.

Dat. s. l. 24. Juli 1306. Ich Weychart von Pawmgarten und mein hausvrowe ver Preid vnd vnser erben ver Gedraut vnser tochter, vnd Hainreich und Hertneid vnd Fridreich, vnser svne Daz wir haben aufgegeben vnsers vreyen aygens ein gancz lehen ze Schirnestorf mit zehen schillinge geltes wienner phenning, di auf dem lehen dienst sint dem Chloster ze Newnburch, der erbern Samnvng vnd Stiftung der heiligen chyniginne sand Marein aygentlich zehaben, alsv daz wir furbaz chain recht zu dem vorgenanten lehen haben schullen, an als vil daz man alle iar ze drein Pantaydingen von der vogetey besunderleich ie drei phenning dien schol. — Des ist geczeug her Seyfrit der pharrer von valchenstain, herr Hainreich von Liechtenstain, Chadolt vnd Willehalm vnd aver Chadolt von Paumgarten, her Weichart der herinch vad manich ander pider man. Der prief ist geben nach vnsers herren puerd uber dreuzehenhyndert iar, dar nach in dem sechsten iar an sand Jacobs abent.

E Chartulario Claustroneob. III. 110. b. und Orig. Perg. (Rep. Vet. Nr. 2. fol. 313.) Das runde Siegel mit der Umschrift S. Weichardi de Pomerio zeigt in einem dreieckigen Schilde zwei Biuden, wie sie in jenem des Konrad Leubner bei Duellius Excerpt. Geneal. Tab. XI. N. 125 erscheinen. Schirnesdorf selbst gehörte in die Pfarre des als Zeugen vorkommenden Seyfried von Falkeastein, wie aus einer stiftlichen Urkunde de anno 1197 sich ergibt.

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Vidimus des Passauer Bischofes Wernher über eine Urkunde des Korneuburger Pfarrers Ulrich von Neidau in Bezug auf das Zehentrecht des

Stiftes zu Enzersdorf.

Dat. Klosterneuburg 28. Juli 1306. Nos Wernherus dei gracia Ecclesie Pataviensis episcopus presentibus confitemur, nos vidisse literas sigillatas sigillo Vlrici de Neydaw plebani plebis in Neunburga et universitatis civium ibidem sine reprehensione qualibet in hec verba. Ego Vlricus dictus de Neydaw plebanus ecclesie sancti Egidii in Newnburga vna cum universitate civium ibidem notum esse cupio presencium inspectoribus vniversis presentibus et futuris, quod a tempore predecessorum meorum et a tempore domini Nycolai bone memorie quondam Newnburgensis ecclesie prepositi, qui de sua liberalitate et gracia predictam michi contulit ecclesiam, nec non a tempore cuius non exstat memoria, due partes omnis decime intra terminos parochie omnium granorum, dueque partes decime vini in plano, quod dicitur Eben, in Enczensdorf superiorem cameram dominorum meorum de Newnburga respiciunt omni iure et tercia pars eiusdem decime omnis grani et vini in loco predicto ad ecclesiam sancti Egidii pertinent memoratam cum omnibus munitis decimis preter decimam agnorum, cuius similiter duas partes predicta colligit camera superior, et tercia ad predictam ecclesiam parochialem dinoscitur pertinere; volens ergo gravaminibus sepedicte camere caucius precavere, ea in quibus ius decimale michi compeciit, sana super hec deliberacione babita presentibus annotavi, ne eciam aliquis in ipsam ecclesiam succedencium manum ad vlteriora extendere debeat, audeat, vel presumat, presentem literam ipsi ecclesie Newnburgensi conscribi feci et eam mei sigilli nec non sigilli dictorum civium de Newnburga munimine roborari. Datum Newnburge Anno domini Mo. CCC°. Sexto. VI. Idus Julii. Et nos ad ulteriorem firmitatem eandem regestrari mandamus literam et nostro sigillo muniri. Dat. Patavii Anno Dni. Mo, CCC°. Sexto. V. Kal. Augusti.

E Chartulario Claustron. III. fol. 70. b. und Orig. Perg. (Rep. Vet. Nr. 3. f. 249.) Die eingesebaltete Urkunde selbst ist auf Pergament (Rep. Vet. N. 3. fol. 249) und hat zwei runde an Pergamentstreifen hängende Siegel in gelbein Wachs. Das erste (gebrochen) stellt eine Stadtbager mit einem Thore dar, darüber drei Thürme, vou denen der in der Mitte höher emporsteigt. Umsehrift: - - civiam in Neunburgk. Auf dem andern erscheint ein Lamm mit der Fahne, worin das Kreuzeszeichen. Umschrift: * s. Virici Plebani Nevaburgensis.

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Werner, Bischof von Passau, gibt dem Stifte das Privilegium eines Reisealtares für den Hof zu Wien bis zur Erbauung einer Capelle.

Dat. Passau 28. Juli 1306. Wernherus dei gracia Pataviensis ecclesie episcopus dilecto in xsto fratri Rudgero venerabili preposito ecclesie Newnburgensis salutem et sinceram in domino karitatem. Vt eo fervencius divino cultui, presertim celebrandis missis, insistatis quo comodius ad hec se facultas obtulit dileccioni vestre, auctoritate ordinaria indulgemus, et in hiis scriptis damus licenciam, vt in Curia vestra Wienne in altari viatico in mundo loco, quando vobis placuerit, missam dicatis donec vobis decens oratorium construatis. Datum Patav. Anno Dni. Millesimo Trecentesimo Sexto Pantaleonis martiris.

E Chartulario Archivi III. 70. b und IV. fol. 69. b. Da am Ausstellungstage bereits Bertold Propst war, ist die Anführung Rudger's dadurch zu erklären, dass er noch während seiner Regierung die Bitte an den Ordinarius gerichtet hatte, deren Erfüllung hier erscheint.

CXI. Schwester Eysal, die Meisterin der Büsserinen zu Wien, reversirt dem Stifte Klosterneuburg die Zehentpflichtigkeit ihrer Weingärten.

Dat. Wien 7. Sept. 1306. Ich Swester Eysal, Maistrinne des Ordens der Puezze sand franzizzen mit samt der Samnung meiner Swester ze Wienne Tuen chunt — — Daz wir von dem weingarten, der da haizzet der Jordan, den vns frowe Irmgart Weigpotes witib durch ir sel willen gegeben hat, vnd auch von allen andern weingarten, dj wir vil leiht hernach gewinnen, di in seiner piet gelegen sint, dem Gotshaus vnser frowen ze Nevnburch an alle wider red zehent vnd auch Perchrecht alle iar geben schulen. Geschicht dar uber, daz wir vil leiht her nach von Rom prief gewinnen, da von wir ubrich wolden sein ze geben den vorgenanten zehent und Perchrecht, dij schulen nicht helfen, noch frumen. Wir schulen dannoch, als vor geschriben ist, alle iar dem vorgenanten Gotshaus dienen zechent vnd Perchrecht an alle widerred von dem Weingarten, der da vorgenennet ist, vnd auch von allen anderen Weingarten, dj wir vil leiht her nach hinder dem selben Gotshaus gewinnen. Daz dev red also stet beleib vnd furbaz vntzebrochen, dar vber geben wir disen brief ze einer ebigen

sicherhait mit vnserm insigel versigelt, vnd durch pezzer sicherhait haben wir gepeten den Ersamen man Hern Vlreichen Pei den Pruedern daz er sein Insigel zu dem vnsern an disen brief hat geleit. Diser brief ist gegeben ze Wienne Da nach Christes gepvrte waren ergangen Tausent iar, Drev hundert iar, Darnach in dem sechsten iar an vnser frowen abent, als sie geporn wart.

Orig. Perg. (Rep. Vet. Nr. 35. fol. 194.) Das erste runde Siegel zeigt ein schreitendes zottiges Thier, einem Hande ähnlich (vielleicht Nabuchodonosor? oder Maria Agyptiaca ?), oberhalb eine Rose und die Umschrift: S. Sororum Penitenciun de Wienna ; das zweite dreieckige einen geflügelten Greifen und die Umschrift: S. Virici filii Grifonis Magistri Monete.

So weit meine Kenntniss reicht (die freilich bei dem Mangel vieler Hilfsmittel eine überaus beschränkte ist), dürfte diese Urkunde die erste von den Busserinen zu Wien bekannte sein (cf. Fischer Not. brev. Urb. Vindob. P. I. CXVI. zweite Ausgabe p. 184), wenn nicht vielleicht der Ausdruck sant franzizzen auf Clarisserinen hindeutet, wo dann Eysal die erste Meisterin des St. Clarenklosters wäre. Dagegen spräche aber wieder die Bezeichnung „Meisterin“, da im St.Clarenkloster die Vorsteherinen Abtissinen genannt wurden. Ulrich ist vielleicht der Sohn Chunos von den minnern Pruedern, der in einer früheren Urkunde (N. 34) und bei Fischer p. II. cap. IV. p. 68 vorkömmt.

Über den Orden der Büsserinen cf. Henrion - Fehr allg. Gesch. der Mönchsorden I. 419.

Der erwähnte Weingarten Jordan erscheint im J. 1514 im Besitze von Hands Wittl, R. K. Majestät Secretarj.

CXII. Rudger's von Staaz, Stadtrichters von Klosterneuburg, Gerichtsbrief über

den Todschlag Christian's von Heiligenstadt.

Dat. Klosterneuburg 1306. Ich Rueger von Staucz, ze den zeiten Richter ze Neunburch Chlosterhalben, Duen ze wizzen allen den, die diesen prief sehent oder hvrent lesen, die Nv lebent oder her nach chynftich sint, Daz rru Jente von der heiligen stat chlait vm ir wirtes Dot Christanes hincz Chunraten des Meisneres svne von der heiligen stat, vnd chlait sv lang, vncz im chom mein vurbot. Do er des in warde, do chom er fur mich vnde fur die erberen pvriger in dev schran, vnd antburt ir mit forsprechen. Do ward im ertail, er schvlt sich bereden, do beret sich der vargenant Chvnrat, dez vorgenanten Todeslages Recht vnde Redeleich an gabe, vnd an alle phenengen, alz recht ist der stat, vnde auch des Landes vnd auf dev rede, daz er furbaz sicher beleibe var mir, vnde var allen Läuten vnd var allen Richtern, So gibe ich im mein prief zve einem sichtigem vrchynd, vnd zve

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