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Mewrling, Johannes von Nuzdorf, herman von freising, Chunrat, Rudwein, Engeldiech vnd Wisent Diser prief ist gegeben ze Newnburch da man zalt nach Christes gepurte drevczehen hyndert iar dar nach in dem aindliften iar an sant lucein tag...

E Chartulario Archivi III. fol. 103. a.

CXLIV. Ortolf, Meister des heil. Geistordens zu Wien, bezeugt den Verkauf eines Weingartens zu Hütteldorf durch Friedrich von Aw.

Dat. Wien 2. Februar 1312. Ich Prueder Ortolf, ze den zeiten Phleger vnd Maister des Gotshauses dacz dem heiligen geist ze Wienne veriche vnd tuen cbunt allen den, die disen prief lesent, oder horent lesen, die nv lebent vnd hernach chvnftich sint. Daz der erber man her fridreich, hern Wolfgers sun von awe und sein hausurow vrow Elspet mit guetem willen vnd gunst aller irer erben, vnd mit gesampter hant ze den zeiten, do si ez wol getuen mochten vnd mit meiner hant verchauft habent iren weingarten ze Vtelndorf, der do leit an dem hintern perige, des ain Jeuch ist des ich rechter stifter vnd stoerer pin; denselben weingarten habent si gegeben mit alle dem nucze vnd recht, als si in her bracht habent, marchtes perchrechtes gewer vmb sechczig phunt wienner phenning, der si recht vnd redeleichen gewert sint, dem Erbern manne, dem vorgenanten herrn wolfgern von awe, vnd seiner hausvrown vrown Christeineinen vnd allen irn erben furbaz ledichleichen vnd vreileichen ze haben, vnd allen iren frumen da mit schaffen - -- Ez hat auch die vorgenant vrow Christein den egenanten herrn Wolfgern von awe, iren wirt mit demselben weingarten gewert aller dinge seiner rechten margengabe. Vnd daruber durch pezzer sicherhait, so sezzent sich die vorgenanten her fridreich von awe, vnd sein hausvrowe vrow Elspet seinem vater hern wolfgern von awe, vnd seiner hausvrowen vrown Christeinen vnd allen irn erben vber den egenanten weingarten fuer sich vnd fuer alle ir erben ze rechten gewern vnd scherme fur alle ansprache. —

- Dar vber so gib ich vorgenant prueder Ortolf hern Wolfgern von awe, vnd seiner hausvrown vrown Christeinen und allen iren erben disen prief ze einem offene vrchunde, vnd ze ainen waren gezeuge diser sache versigelten mit meinem insigel. Vnd sint auch des gezeuge herr Wernhart der schiver, her vlreich der hofmaister, Gerunch, der Speismaister, Dietreich der Schifer, Engendiech, der Mavrpech, Durinch von Meurlinge, herman von vreisinge vnd ander frume leut genuech, den disev sache wol chunt ist. Diser prief ist geben ze wienne, da von Cristes gepůrt waren ergangen drevzehen hundert Jar, in dem zweliften Jar darnach an dem liecht Messe tag ze vnser vrowen.

Ortoll's Siegel ist enthalten bei Hueber T. VIII. Nr. 5. Doch fehlt dort der Stern, welcher im Mittelfelde zwischen dem Rücken des Lammes und dem untern Balken des spanischen Kreuzes sichtbar ist. Die Umschrift lautet: S. FRIS. ORTOLFL. MAGRI . ORD. S. SPVS. WIE. Also war Ortolf Meister, nicht Prior.

Siehe über dieses Spital zum heil. Geist in Wien vor dem Kärntnerthore: Fischer Not. brev. Urb. Vindob. Cap. XVII. edit. alt. pag. 237.

In späterer Zeit erscheint in den stiftlichen Urkunden: 1428, Sonntag vor Epiphania (4. Jänner) Bruder Karl Grueber, Meister des haws zu dem heiligen Geist vor Kernertor ze Wienn.

CXLV. Johann von Nussdorf verkauft dem Propste Bertold von Klosterneuburg seine Äcker su Gatternburg und eine Hofstatt zu Meidling.

Dat. Klosterneuburg 15. Februar 1312. Ich Johannes von Nuzdorf vergich — Daz ich nach dem Tod meiner Chunn frawen Gerdrauden verchovffet han dem ersamen meinem herren Perhtold dem Brobst vnd seiner Samnunge ze Nevnburch di acher, di ich gehabt han ze chaternburch vnd ein Sechstail eines holczes vnd ein Můl daselben darauf der zwichel sitzet, da von man dient alle iar ze sand Michelstag fumf schilling vnd zwelf phenninge wienner mynzze ynd dar zu ze Mewrlinge ein hofstat nahen gelegen pey des gotshouses hof da man von alle iar ze sand Michels tag ouch zwaintzich pbenninge dienet, vnd dar zu ein od hofstat, daz allez mein purchrecht ist gewesen von dem vorgenanten Gotshous vmb viertzich phunt phenning wienner mynzze

– vnd ist ouch diser chauf geschehen mit gunst vnd guetleichen willen frowen christein, hern hermannes ymians witeben vnd ouch mit dem willen Nyclas, Ruedolfes des Neuzzleins svn, der der vorgenanten meiner chvnn vnd auch frowen Christein prueder son ist Vnd daruber setz ich mich – vnd auch Engeldiech von Mavrbach für sich vnd sein chunn frouen Margreten, dev der vorgenanten frowen Christein tochter ist, ze rechtem scherm – Dar vber — gib ich – disen prief mit meinem Insigel versigelt. Dis sint gezeuge diser sache. her Wernhart der Schiver, her

Wolfger von Owe, her Vlreich von chritzendorf, Durinch von Mevrling, Ruger von der heiligenstat, fridreich der huetstoch, Gebhart von Ruekerstorf, herman von freysing, Peter sein svn, Chunrad, Ruedwein, Gondolt, Jacob der Chelner, Wisent von Egenburch — Diser brief ist gegeben ze Nevnburch – dreutzehen hundert iar, dar nach in dem zwelften iar an dem eritag in der ersten vastwochen.

Orig. Perg. Das runde Siegel in gelbem Wachs hängt an einem Pergamentstreifen und enthält einen wagrechten, gewürfelten Balken im dreieckigen Schilde. Umschrift: + S. JOHANIS -- ORF.

Gatternburg ist ein eingegangener Ort an der Stelle, wo heutzutage das k. Lustschloss Schönbrunn steht. Ich stelle hier zusammen, was das Stiftsarchiv darüber bietet:

1437 befreit Propst Georg I. den herzoglichen Kellerschreiber Erhard Griesser wegen geleisteter Dienste von aller Steuer und Robot von der Khattermühl auf seine Lebenszeit.

1440 erlaubt K. Friedrich (IV.) demselben das Wasser aus dem Mühlgraben bei seiner Mül niderhalb Hizing in seinen Weyer zu leiten und zu khern, so vil er will, doch dass die Ablassrinn daraus in den Ablassbach hinter der Mül gelegt werde.

1442 verleiht Propst Georg Erhard dem Griesser, Bürger und des Raths zu Wien, die Khatteriühl als rechtes Burgrecht gegen den gewöhnlichen Dienst mit dem Vorkaufsrechte, was derselbe auch reversirt. Dessenungeachtet erscheint 1467 Sigmund Vest von Linz als Besitzer, der sie um 350 Pfund dem Ehrenreich Khöppel verkauft, welchen Act zu genehmigen Propst Johann sich so lange weigert, bis es ihm von dem landesfürstlichen Entscheidungsrichter Ritter Konrad Hölzler aufgetragen wird. In der Urkunde heisst sie „die abgebrannte Öd Mül“. Doch reversirt der Käufer dem Stifte das Vorkaufsrecht und verpflichtet sich in diesem Falle 50 Pfund nachzulassen. Im Jahre 1471 verlässt derselbe neun zu dieser Mühle gehörige Joch Äcker an Nachbarn von Wien, Altmannsdorf, Meurling und Penzing, um Weingärten anzulegen, gegen einen Dienst von 60 Pfennig per Viertel. Ebenso später noch 24/2 Joch. 1497 kauft Propst Jakob nach Ehrenreich's Tode die Gattermühle von dem minderjährigen Sobne Hanns.

1585 kömmt Propst Balthasar ein, dass die Khattermühle aus der Einlage in dem Landhause gelöscht und die bezahlte Steuer abgeschrieben werde, weil an ihrer Stelle ein Thiergarten ist, wie auch schon Propst Georg viel früher (1540) das Waldamt, welches daselbst Holz geschlagen (Khatterhölzl), verklagte, und Propst Leopold 1570 um Steuerersatz bat, da die Mühle dem Kaiser gehöre.

Die letzte darauf bezügliche Urkunde ist die Bitte des Propstes Andreas 1620 an den Kaiser und den Passauer Bischof um Rückgabe der Khattermühle.

So viel das Stiftsarchiv,

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Revers des Abts von Lilienfeld Paul an das Stift Klosterneuburg über * Nicht-Anspruchnahme neuen Besitzes von Weingärten.

Dat. Wien 24. Februar 1312. Nos Frater Paulus dictus Abbas totusque Conventus de Lylinweld Venerabili Domino Bertholdo preposito et Domino Eberhardo Decano totique Capitulo ecclesie Newnburgensis promittimus, quod ex hoc nunc in futurum ipsis pro aliquibus vinearum collacionibus sine ipsorum bona voluntate nequaquam erimus importuni testimonio hujus scripti. Datum Wienne in die beati Mathie apostoli Anno Dni. M°. CCC“. XII.

E Chartulario Archivi III. fol. 18. a. Das Stift Lilienfeld, welches bereits in den Jahren 1304 und 1306 Weingärten in Klosterneuburg an sich gebracht hatte, kaufte im Jahre 1312 neuerdings zwei Weingärten vou Bernard Chronnest mit Bewilligung des Propstes Bertold. Da Lilienfeld als Cisterzienserstift laut der Privilegien von Entrichtung des Zehents frei war, konnte eine Erweiterung seines Besitzthums dem Stifte Klosterneuburg nicht gleichgiltig sein ; desshalb verlangte und erhielt man von dem Abte Paul von Lilienfeld diesen Revers.

CXLVII. Der Hofmarschall Dietrich von Pillichdorf bezeugt, dass Ulrich von Weidendorf allen seinen Ansprüchen auf Besitzungen zu Enzersdorf

entsagt hat.

Dat. Wien 28. März 1312. Ego Dietericus de Pilichdorf, Illustris Ducis Austrie Marchalcus, significo presencium inspectoribus Vniversis, quod Vlricus de Waidendorf in presencia mea renunciavit iuri, quod se habere dicebat ab Ecclesia Nevnburgensi in quodam feodo, et quibusdam areis in Enczenstorf sitis. Et vt predicta ecclesia Nevnburgensis ab huiusmodi impeticionibus in antea stet quieta, pro eo presentes conscribi feci litteras et sigilli mei robore communiri in evidens testimonium premissorum. Datum Wienne Tercia feria ante Quasimodogeniti. Anno Domini Millesimo Trecentesimo Duodecimo.

Kleines sechseckiges Siegel. Auch erscheint auf demselben der bei dem Siegel vom Jahre 1308 fehlende Helm. (Hueber. Tab. XII. Nr. 12.)

Da in demselben Jahre Stephan von Meissau als Marschall siegelt, stellt sich dadurch das Bestehen zweier Marschälle eines Landmarschalls mit erblicher Würde, des Meissauers, und eines Hofmarschalls, Marschalcus Ducis, des Pillichsdorfers) heraus.

CXLVIII. Sicherheitsbrief des Stiftes von Heinrich von der Neusse und Andreas, Bürgern zu Wien, wegen des an Niclas, Leubmann's Sohn, verliehenen

Weingartens in der Weissleiten.

Dat. Wien 11. Juni 1312. Ich Hainreich von der Neyzze, vnd ich andre purger ze wienne wir vergehen vnd tuen chunt allen den, die disen prief horent oder lesent. Daz der ersame herre her Perchtolt Brobst ze Newnburch durch vnser pet willen Nyclan Levbmannes sun, vnserm frevnt ainen weingarten, des ain halbes ieuch ist, gelegen an der weizzenleitten, des er rechter perchherre ist, und der so lange vrbowe was gelegen, vncz er in rechten perchtaidingen ze reisach gesait wart, vnd in sein gewalt ertailet, recht vnd redeleich ze rechtem perchrecht verlihen hat furbaz zehaben vnd ze besiczen ze rechtem perchrecht von dem Gotshaus. Geschech aber, daz vil leicht dem Gotshaus her nach von swelhand sachen chriech oder ansprach davon auf erstuend, in dem chriech vnd gegen der ansprache schullen wir vns seczzen, vnd das Gotshaus an allen schaden da von pringen. Diser red ze ainer sicherbait geben wir dem Gotshaus disen prief mit vnser paider insigel versigelt. Diser sache sint geczevge her Wernhart vnd her Hainreich di Chronneste. her Dietreich von dem Chalnperg vnd her Ernst, der vezzelsneider vnd ander frum leut genuech. Dieser prief ist gegeben ze Wienne, da man zalt nach Christes gepurte drevzehen hundert iar, dar nach in dem zweliften Jar an sant Barnabe tag.

E Chartulario Archivi III. pag. 83. a. Wir ersehen aus dieser Urkunde die damals bestehende Übung, einen ungebauten, öden Weingarten bei der Bergtaidung mit einem „Reis“ anheimzusagen, und der freien Verfügung des Bergherrn zurückzugeben. (Siehe Haltaus, pag. 1543.)

CXLIX. Der Passauer Domherr und herzogl. österr. Protonotar Meister Bertold überlässt an die Priester Ulrich und Nicolaus von Mailberg seine Pfarre

Eggenburg pachtweise.

Dat. Wien 11. December 1312. Ego Magister B. Canonicus Pataviensis Illustris Domini Friderici Ducis Austrie prothonotarius profiteor per presentes, Quod discretis viris ac honestis Dominis Rugero et Nicolao fratribus

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