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nicht vail funde, So schul wir den Erbern Herren, dem Probst von Neunburch vnd seiner Samnung geben in irn Sagrer imer fur ein phunt geltes zwelf phunt phenninge Wyenner munzz. Vnd swo wir die vorgenanten gult nicht chauften dem vorgenanten Gotshauss ze der Heiligenstat an dem vorgenanten tage, oder die phenninge, di do für gevallent, Swelch dan der Probst von Neunburch fodert aus vos allen, oder Swi mangen, die schullen ze Nevnburch in varn in ain Erber Gasthaus, do' man in hinzaiget, vnd do inne liegen, als inligens recht ist, und nicht auschumen, iz werd den Gotesheusern ze Newnburch vnd ze der Heiligenstat volfurt genzleich, als da vorgeschriben ist, vnd wider gecheret aller der schade, den si dez gutes an die Juden nement. Dor vber gib wir dem vorgenant Probst ze Newnburch vnd der Samnunge disen Prief versigelten mit dez Erwirdigen Herren, Hern Morizen Insigel dez Aptes von den Schotten ze Wyen, Wån wir selb nicht aigenes Insigel haben. Der prief ist geben – Dreuczehen hundert Jar, dor nach in dem dreizigesten Jar an sand Georientag.

Orig. Perg. (Rep. Vet. Nr. 25. fol. 192) und Chartul. Arch. III. fol. 132. b. Das Siegel des Schottenabtes Moriz (schon vom Jahre 1323 bekannt) hangt an einem Pergamentstreifen.

In dieser Urkunde geschieht zuerst Erwähnung von dem Baue einer Capelle zu Sievering, an dem sich die vier Gemeinden Ober-, Unter-Sievering, Neustift und Salmansdorf betheiligen, welche in die Pfarre Heiligenstadt gehören.

Im Jabre 1317 wurde ein Pfund mit 11 Pfund, 1319 ein halbes Pfund fast mit 10 Pfund, jetzt 1330 wird 1 Pfund mit 12 Pfund abgelöst.

CCXXXIX. Botho von Meidling verkauft Peter dem Fischer einen Gelddienst zu

Meidling.

Dat. Wien 24. April 1330. Ich Pot von Meurlingen vnd Ich Katrey sein hausvrowe wir veriehen – daz wir mit willen vnd guust meins suns Poten, und Albrechts meins aydems, vnd seiner hausvrown vrown Elzbeten meiner Tochter, vnd meiner chinder Hainreichs vnd hailken vnd mit vnsers purch herren hant hern Duringes von Sevelt verchauft vnd geben haben dem erbern manne, Petrein dem vischer vnd seiner hausvrown vrown Engeln vnd ir erben zwai phunt wienner phenninge geltes aus unserm hof dacz Meurlingen, die da ligent da selbens ze Meurlingen auf vier hofsteten gestiftes guts, vnd auf vier hofsteten weingarten -- vmb fumftzehen phunt wienner phenning — So beschaidenleich, ist daz wir oder vnser erben die selben zway phunt geltes wider chauffen wellen , daz suln wir tuen von dem hivtigen tage inner vier iarn – mit fumfczehen phunden wienner phenning mit einander an allen chrieg – Vnd wand wir selber nicht aygens Insigel haben, so geben wir in disen prief — versigelt mit des vorgenanten hern Duringes Insigel von Sevelt end mit hern Chunrats Insigel des Helcz — Diser prief ist geben ze Wienne — Dreutzehen hundert iar an dem Dreizzigistem iar darnach an sand Jorgen tag.

Chartul. Archivi III. fol. 131. a.

CCXL. Gerichtsbrief des Stadtrichters Simon und des Rathes von Klosterneuburg

über einen streitigen Gelddienst zu Krisendorf.

Dat. Klosterneuburg 24. April 1330. Ich Symon zu den zeiten Richter, und wir der Rat der purger gemain hie ze Newnburch Chlosterhalb veriehen – Daz Cholmans chinder von La, Peter vnd sein prúder frenczel und andrew ir gesuistreid chlagetten mit vorsprechen hincz Georigen dem Snaiczauf, vnd iahen, er sult in ains halben phuntes phenn. mer dienn, denn er iach von dem halben werde, vnd von dem halben Paumgarten, vnd von den Schůten, die vmb den werde vnd vmb den Paumgarten gelegen sint vnd daran stozzent, vnd von alle dev, daz pei dem alten hof gelegen ist, Daz Cholmans chinder mit den Chirchlingern ze tailn heten. Do wart den Chindern ertailt, seu sulten nidersiczen, vnd sulten von Georigen ein recht nemen, Also ob seu Georig erman möcht, daz er in sol vil nicht dien sylde, des sylder er gemezzen an seinem recht. Do sazzen dev Cholmans chinder nider. Des antwurt in Georig mit vorsprechen vnd ermant dev chinder des mit seim ayde , vnd mit zwain erbern mannen vor vnser, vor dem Rat von der Stat als im ertailt worde mit vrag vnd mit vrtail, Daz er in von dem werde vnd von dem Paumgarten vnd von den Schúten, die dar vmb gelegen sint, vnd von alle dev, vnd dar zu gehört, daz alles gelegen ist pei dem alten hof, daz er in nicht mer davon dienn svlt zů rechten Purchrecht, denn an sechs phenn. Neun schillinge wienner phenn. an sant Michels tag, Da ward Georigen rübe ertailt, daz er den chindern von dem Purchrecht nicht mer dienn sylt, denn vor geschriben stet, er oder sein erben, oder swem er iz geit, wan dev wandlung vor vnser vnd mit vnserm wizzen vor dem rat geschehen ist. Daz dev furbaz an alle chrieg stet gancz vnzerbrochen beleibe, Des geben wir in disen prief zu eim warn zeug versigelten mit ynsrer Stat Insigel. Der prief ist geben

- Dreutzehen hundert Jar, dar nach in dem Dreizzigistem Jar an sand Georigen tag.

Chartularium Archivi III. fol. 116. a. „Die alten Höfe" heisst noch gegenwärtig eine Ried bei Krizendorf; stand aber dort die vermahnte Insel und der Baumgarten, dann ist selbe gegenwärtig auf dem Grunde der Donau zu suchen.

CCXLI. Herzog Albrecht II. bewilligt Otto und Georg den Marchburgern die

Theilung ihrer landesfürstlichen Lehen.

Dat. Wien 13. Juni 1330.

Wir Albrecht von Gotes genaden Herzog cze Österrich und ze Steyr Tuen Chunt offenleich mit disen prief, Daz wir durch die getriwen dienst, die vns vnser getrewen lieben Ott und Geori die Marchburger, vnd auch vnsern prüdern getan habent, vnd auch noch wol getuen mugen vnd sullen, in die gnad getan haben, vnd tuen auch mit disem prief, daz sev allen die Lehen, die si von vns vnd von vnserm lieben prúder Herczog Otten habent, wol getailen mügen mit vnserm willen also beschaidenleich, ob ir ainer abgieng vnd sturbe an Leibs erben, die Chnecht sein, daz dann die selben Lehen, wie die genant sein, wider gevallen sullen an dem andern, vnd an sein Lehen erben in aller der Weis, als si vngetailt waren. Vnd dez zu einen vrchunde geben wir disen prief versigelt mit vnserm Insigel, Der geben ist ze Wienn, do man zalt von Christes gepurt Dreuczehen hundert Jar, darnach in dem Dreizzigistem iar an dem Mitichen vor sand Veites tag.

Chartularium Archivi III. fol. 145. a.

CCXLII. Johann Puster, Rector der Kirche zum h. Jakob in Münster, quittirt den Propst Stephan über die von diesem bezüglich der Kirche St. Andrä im

Hagenthale geleisteten Zahlungen.

Dat. Höflein 13. Juli 1330.

Noverint universi presentes litteras inspecturi, Quod ego Johannes dictus Puster presbiter Rector ecclesie sancti Jacobi Monasteriensis Procurator ecclesie sancti Andree in Hechental sub anno domini Millesimo Trecentesimo Tricesimo in die sancte Margarete procuratorio nomine percepi a Venerabili viro domino Stephano preposito Monasterii Newnburgensis Centum triginta sex florenos auri boni et legalis ponderis pro triginta et duabus marcis argenti Wyennensis ponderis conputatos, quos michi dictus dominus Stephanus prepositus nomine Reverendi in Christo patris et domini Alberti Pataviensis Episcopi in debito, in quo domino meo Heinrico de Juliaco, preposito Sancte Marie ad Gradus Colonie de predicta ecclesia sancti Andree in Hechental tenebatur, per Heinricum, suum notarium assignavit. Preterea eodem anno et die prefatus dominus Stephanus prepositus per iam dictum Heinricum notarium michi viginti florenos auri pro domino Wolfhardo tunc vicario sepedicte ecclesie in hechental in pensione dicte ecclesie ipsum eodem anno contingente similiter assignavit. In cuius rei testimonium ipsis Dominis, Stephano preposito et Wolfbardo Vicario presentes dedi litteras mei Sigilli appensione communitas. Actum et datum in Hoflino Anno et die predictis, Presentibus honorabilibus et discretis viris Dominis Virico Rectore ecclesie sancte Katherine in Enzensdorf sub monte , qui dicitur Puzenberch, Petro Vicario in Hoflino, Magistro Nycolao Rectore scolarum in Neunburga, Rugero Vachsando et alijs pluribus fide dignis.

Orig. Perg. (Rep. Vet. Nr. 11. fol. 88.) Das Siegel ist in gelbes Wachs gedrückt, in der Grösse eines Groschens, and zeigt das bärtige Haupt des heil. Jakob, in einer für jene Zeit ausgezeichneten künstlerischen Ausführung. Umschrift: S. IOHIS. MONASTER. ECCE. SCI. IACOBI . RECTOR.

St. Andrä in Hechental ist St. Andrä im Hagenthal (in valle spinosa), K. O. W. W. Der hier vorkommende Rector scholarum in Neunburga, Nikolaus, ist der nächste urkundlich bekannte Nachfolger des Chorherrn Gerung, der 1303 als Paedagogus erscheint. Für die wechselnden Verhältnisse der Münze ist die Urkunde aufklärend. 1256 war der goldene Byzantiner gleich vier Schillingen (Solidis), 1319 die Mark Silber gleich 72 grossen böhmischen Groschen, 1326 der Groschen gleich 7 Denaren, hier erscheint die Mark Silber gleich 41/4 Goldgulden.

CCXLIII. Herzog Oito bewilligt die Übertragung des Nutzgenusses tweier zum Glasamte der Capelle s. Joannis gehörigen Weingärten an Alhart, Sohn des

Glasmeisters Eberhard.
Dat. Wien 4. Januar 1331.

Wir Ott von Gots gnaden Hertzog ze Österreich und ze Steyr veriechen offenlich mit disen brief. Daz wir vnser gunst vud willen darzý gegeben haben, daz Eberhard der Glasmaister von Newnburch die zwen weingarten, di an den Piberstain gelegen sind, vnd die zv dem Glasampt der Chapelle ze Newnburch gehörent, aufgegeben hat Alharten seinen Sun also, daz er di zv dem Glasampt verdienen sol vnd innehaben, als si der vorgenant Eberhard sein vater innegehabt hat, mit Vrchund des briefs. Der ist geben ze Wienn an vritag nach dem Ebenweich tag, do man zalt von Christes gebůrd dreuczehen hundert iar in dem ain vnd drizzigisten iar.

Orig. Perg. (Rep. Vet. Nr. 16, fol. 176.) Das Siegel, ähnlich jenem H. Albrecht's II. (Hergott Tom. I. Tab. VI. n. 3), ist in rothem Wachs der Rückseite des Pergaments aufgedrückt. Perigr.: 4. OTTO . DVX . AVSTRIE , ET. STYRI.

Die ursprüngliche Widmung dieser zwei Weingärten zur Erhaltung der Glasfenster in der sogenannten Capella marmorea oder speciosa s. Joannis Baptistae geschah durch H. Albrecht I. 1291. Hier bestätigt H. Otto die Übertragung derselben unter gleicher Verpflichtung. Vielleicht hat H. Albrecht der Lahme eine ähnliche Urkunde ausgestellt, die verloren ging, oder Otto vertritt in dieser Urkunde seinen kranken Bruder.

CCXLIV. Dietrich und Alber die Kierlinger bestätigen den Verkauf der halben Besitzung in den Althöfen durch Georg den Schnaizauf.

Dat. Wien 6. Januar 1331. Ich Dietrich und ich Alber, die Pruder von Chirichlinge Wir veriehen daz Jorge der Snaizauf von Neunburch Chlosterhalben von vns ynd auch von Cholman von Lo hat ein Paumgarten, de da

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