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leit ze Chrizendorf pei dem alten hof, vnd die Schit vnd daz Weidach, daz vmb derselben Paumgarten leit, vnd auch darzu gehort, vnd daz wir Vnd der Vorgenant Cholman von Lo zu disen zeiten mit einander Vngetailt haben. Den vorgenanten Paumgarten, Vnd die Schút vnd daz Weidach, daz darumb leit, hat der vorgesprochen Jorge der Snaizauf mit seiner erben guten Willen vnd gunst — vnd auch mit vnser hant vnd mit Cholmans hant von Lo allesampt halbes verchauft — als er iz an Purchrechtes gewer hergepracht hat, dem erbaren Manne, Weiganden von Chrizendorf ynd seiner haus_rawen Vron Gerdrauten vnd irn Erben vmb zwainczich march silbers, ie zwen vnd sibentzich grozzer pebmischer Phenninge fur die march — Nu haben wir sambt Cholman von Lo — allessampt halbes verlihen Jorgen dem Snaizauf vnd sein erben zu rechten purchrechte, vnd daz ander halffen tail desselben gutes haben wir auch verlihen Weiganden von Chrizendorf vnd seiner hausvrawen, Vron Gerdrauten vod iren Erben — Vnd wand mein pruder Alber selber nicht aigens insigel hat, davon so han ich dietreich für mich vnd für in geben Jorgen dem Snaizauf vnd seiner erben, vnd Weiganden von Chrizendorf vnd seiner haus Vrowen Vron Gerdrauten vnd iren erben disen prief zu einen Offen Vrchunde, vnd zu einen Waren gezeuge diser sachen Versigelten mit meinem Insigel, Vnd mit meines Oehaims insigel, hern Weichartes von Winchel — Diser prief ist geben ze Wienne — dreuzehenhundert iar in dem ain vnd dreizgisten iar darnach am Perchtag.

Orig. Perg. (Prot. II. n. 53) and Chartularium Archivi III. fol. 115. a. Das erste, runde Siegel, eine aus dem Stängel hervorwachsende Lilie enthaltend, unterscheidet sich von dem Siegel Dietrich's im J. 1287. Umschrift: + DIETRICI . DE . CHIRCHLINGE. Das zweite Siegel ist dreieckig und zeigt einen stehenden Löwen, wie bei Duell. Exc. geneal. Tab. XI. a. 131. Umsehrift: + S . VICHARDI. DE . WINCHEL.

Diese Brüder von Kierling sind verschieden von den im Jahre 1323 (N. 202) erscheinenden, sie unterscheiden sich auch im Siegel.

CCXLV. Meister Heinrich von Winterthur reversirt dem Stifte die Dienstpflicht

seines Hofes zu Ströbleinsdorf.

Dat. Wien, 8. Mai 1331. Ego Magister Hainricus de winttertúr, Ilustris domini Alberti Ducis Austrie Summus Notarius profiteor per presentes, Quod honorabilibus et Religiosis viris et dominis, preposito et Capitulo Fontes. XIV.

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Ecclesie Newnburgensis de curia mea in Stróbleinsdorf Tria talenta quinque solidos Minus sex denariis Monete Wiennensis singulis annis in festo beati Michahelis pro iure Civili, quod volgariter Purchrecht dicitur, dare et solvere teneor absque contradiccione hoc adiecto, si ego vel quicumque alter possessor dicte Curie in solucione dicti census die prescripto negligens seu rebellis inventus fuerit, extunc idem penam Juris Civilis secundum antiquam et approbatam dicte Ecclesie consuetudinem se noverit incurrisse harum testimonio litterarum, mei sigilli robore signatarum. Datum Wienne Anno domini Mo CCC° Tricesimo primo in vigilia ascensionis domini.

Chartularium Archivi III. fol. 90. a. Ströbleinsdorf halte ich für Strebersdorf bei Lang-Enzersdorf.

CCXLVI. Wolfhart von Püxendorf verkauft einen Gelddienst dgselbst an Peter den

Dringer.

Dat. 27. Juni 1331.

Ich Wolfhart von Póhsendorf und mein Hovsfrowe Ver Margret Ver Jehen offlich an disen Prief -- Daz wir vier vnd Newn Schilling phenning gult wienner mynz, di man Vns dienet ze P8hsendorf an sand Mychelstag von einem lehen, Acht vnd ein Phunt phenning von einer Hofstat Sechs vnd zwaingk phenning der vor genant mynz verchauft haben mit guetleichen Willen der Edeln Herren hern Dietrichs von Chirhling vnd sein Próder hern Alberts, die des Guetes lehen hant habent — dem Erbern mann Petrein dem dringer vnd seiner hovsvrowen vern Elspeten vnd allen Iren Erben vmb Newn Phunt Wienner Phenning, der wir recht vnd redlich vnd schon gewert sein — gegeben ze einer Vrchund versigelten mit minen anhangenden insigel, darzue so versigel ich in ovch disen prief mit des erbern man Insigel, hern Jacobs des Grabmer, vnd mit hern Vlrichs Insigel des füchssen, di der sach zeugn sind mit andern erbern Leuten, di bie genant werdent: her Vlrich von Lengenveld, her Nyclo von Veltz, vnd sein pruder her Hainrich. Der prief ist gegeben – Dreutzehenhvndert Jar darnach in dem ainz vnd dreizkisten Jar des nachsten mitichs nach dem Sunbentag.

Orig. Perg. (Rep. Nov. fasc. N. 3. N. 1. fol. 268.) Drei runde Siegel. Im ersten erscheint eio aofrecht stehendes Grabscheit (Wolsker hatte zum Jahre 1318 zwei gekreuzte). t.8.WOLFHARDI. DE . PVSSENDORF. Im zweiten sind drei Monde oder eiserne Hufeisen so gestellt, dass die drei Sebildränder als Sehnen der drei Halbkreise erscheinen. of S. VLRICI. DE. LENGENVELD. Das dritte enthält einen aufrecht stehenden Fuchs mit der Umschrift: +$. VLRICI. VVLPIS . DE . HASELBER.

Bemerkenswerth ist, dass Jakob's des Grabner Siegel ungeachtet des ausdrücklichen Wortlautes der Urkunde fehlt, dagegen Ulrich's von Lengfeld Siegel sich vorfindet.

CCXLVII. Propst Stephan von Klosterneuburg bestätigt den Gültentausch zwischen den Söhnen Ulrich's von Zistersdorf und Konrad von Nussdorf.

Dat. 22. Juli 1331.

Wir Stephan von Gotes gnaden Brobst ze Neunburch veriehen – Daz Vlreich, Georig, Ruger und Vlreich, hern Vlreichs son von Cisteinstorf, dem Got genade, mit vnserer hant gegeben hawent, hern Chủnraten, dem Nustorfer und seinn eriben sechs schill. phenn. gult, di gelegen sint auf einem halben lehen datz Chrotendorf, da zehen Jeuchart achers in geheurent, daz Rudel von bezense inne hat, vnd von dem selben halben lehen vnd von den sechs schill. phenn. gult dient man vnserm Goteshause hincz Neunburch allen iar ebichleich an sandė Michels tag sechs pfen. zv rechtem purchrecht, vnd da wider di sechs schill. pfen. gult hat her Chủnrat der Nustorfer mit gunst vnd gutem willen aller seiner eriben zy wider wechsel gegeben den vorgenanten herren vlreichs sunne und Chindern von Cisteinstorf seines rehten aigens fvmf schill. pfen. gult, di er gehabt hat datz Streubleinstorf auf zwain hofsteten. Sul auch seu her Chunrat der Nustorfer und sein eriben mit den sechs schill. pfen. gult furbaz allen iren frumm schaffen, verchaufen, versetzen vnd geben, swem seu wellen an allen irresal, als purchrehtes reht ist in Osterich, Wan der vorgenant widerwechsel mit vnser Brobst Stephans hant geschehen ist. Des geben wir hern Chủnrat dem Nustorfer und sein eriben disen prif — versigelten mit vnserm Insigel. Der prif ist geben — Dreutzehen hundert Jar, dar nach in dem ain vnd Dreizzigstem Jar an sande Mareyn Magdalen tag.

Orig. Perg. Das bekannte Siegel hängt an einem Pergamentstreifen.

Krottendorf, ein zu Grunde gegangener Ort am Fusse des Bisamberges. Ströbleinsdorf ist vermuthlich das bei N. 245 genannte Strebersdorf, ein in die Pfarre Stammersdorf gehöriger Ort. K. U. M. B.

CCXLVIII.
Ablassbrief für die Kirche der h. Katharina zu Lang-Enzersdorf.

Dat. Rom, 9. April 1332. . Universis presentes litteras Inspecturis frater Petrus Dei et Apostolice Sedis gratia Nazaret et Yerusalem Archiepiscopus et frater Thomas eadem gratia Laveriensis episcopus Salutem in domino sempiternam. Quoniam ut ait apostolus (wie im Jahre 1326)

- Cum igitur ex parte dilecti filii nostri Nicolai de civitate Neunburga nobis fuerit humiliter supplicatum, vt omnibus venientibus ad ecclesiam sancte Cathaerine de dicta Civitate Pataviensis Dyocesis velimus indulgentiam exhibere, Nos vero etc. (die gewöhnliche Formel).

Data Rome in palatijs nostris sub anno Domini Millesimo CCC XXXII°. Indictione XV., mensis Aprilis die VIIII a. Pontificatus domini Johannis pape XXII. anno eius Sexto decimo.

Nos quoque Albertus Episcopus Pataviensis (folgt die gewöhnliche Bestätigung). Datum Wienne Anno Domini Millesimo CCC° XXX° secundo Nonn. Novembris.

Orig. Perg. (Rep. Vet. n. 57. fol. 30.) Die in rothes Wachs gedrückten Siegel hängen an rothen, weissen und blauen Seidenschnüren. Im ersten randen mit der Umschrift DEI . GRACIA. NAZARET. ET YERSLM . ARCHIEPI, ist im obern Theile der gekreuzigte Heiland, zu seinen Seiten Maria und Johannes stehend, sichtbar. Darunter drei Bogen; unter dem mittleren sitzt die h. Jungfrau mit dem Kinde, ihr zur Rechten der heil. Peter, zur Linken der heil. Paul. Im untersten Theile betet der Erzbischof, auf den Knien liegend. Das zweite Siegel ist länglich mit der Umschrift: FRATRIS. THOME. EPI. Oben ist die Jungfrau mit dem Kinde abgebildet, darunter die Bildnisse dreier Heiligen, ganz unten betet der Bischof, das Haupt mit der Bischofsmütze bedeckt. Das dritte, bekannte Siegel des Bischofes Albert von Passau in gelbem Wachs hängt an einem Pergamentstreifen.

Der Ausdruck „omnibus venientibus ad ecclesiam s. Catharinae de dicta civitate Neuburga“ deutet auf Lang-Enzersdorf und darauf hin, dass der Ablass den dahin wallenden Bewohnern Korneuburg's verliehen wurde.

CCXLIX. Seifried von St. Martin verkauft dem Pfarrer zu Ebersdorf und Vicar su

Weiten, Peter, einen Weingarten.

Dat. 24. April 1332. Ich Seyfrit Gebharts des alten Richter Son ze Newnburch Chlosterhalben vnd Ich Agnes sein hausvrowe veriehen — Daz wir

- mit unsers perchmaisters hant Symons der Richter ze Newnburch Chlosterhalben verchauft haben vnsern weingarten, dez ein halbs Jeuch ist, leit an der Chalchleiten ze nachst Otten weingarte des Gvelher, der do haizzet der Smerber, do man alle iar von dient dem egenanten Symon, dem Richter ain Emmer weins ze rechtem perchrecht vnd drey phenning ze voyt recht dem erbern herren bern Petrein ze den zeiten vicarn ze weiten und pharrer ze Eberstorf vmb Nevnczich phunt wienner phenning — vnd seczen wir vns – recht gewer vnd scherm, — wanne herr Peter den selben weingarten gechauft hat vmb sein ledigs gut, vnd nicht vmb der Chirichen gut — Dez geben wir — disen prief – versigelt mit unsers perchmaisters Insigel, Symons dez richter, wanne wir nicht aigens Insigels haben, vnd wir in seines Insigels dor vber gepeten haben — vnd versigelt mit hern Christans dez Sluzzler Insigel und mit Petreins Insigel von sand Mertein Dez sint geczeug her Dietreich der Schiver, her Gebhart der alt Richter, Chunrad der Smuchenphenning, Chunrad der Schiver, Leupolt von awe, Dietreich der Reczer, Wernhard under den Lauben, Fridreich der Chlain, Ekhart der alt zechmaister, Christan dez Sluzzler sun – Der brief ist geben – Dreuzehen hundert Jar, darnach in dem zway vud Dreizzigistem Jar an sand Goerigen tag.

Chartularium Archivi III. fol. 138. b.

CCL. Schiedspruch zwischen Mechtild von Rizendorf und Dietrich dem Starchant

von Stadlau über den Hof xu Eipeltau.

Dat. 6. December 1332. Ich Gerunch hern Choln Son von Newnburch, Purchgraf auf dem Chalnperg vnd ich Chunrat der Huebmaister Veriehen - Daz wir ein schidung beschaiden haben zwischen Juncfrauen Maechthilten, hern Friedreichs Tochter von Riczendorf vnd Dietreichen dem Starichant von Stadlawe vmb ein chrieg, vnd vmb ein ansprach, di die vorgenannt Maechtilt gehabt hat auf einen hof ze Alpertawe, vund haben auch die schidung beschaiden mit ir paider guetleichen willen also, daz der Brobst von Newnburch des guetes, des er noch an dem egeschiden hof daz Alpertawe gelten svl der oftgenannten Junchvrowen Maechtilten hern Fridreichs Tochter von Riczendorf gelten sol vier vnd zwainzich phunt wienner phenning, vnd daz zwischen in aller Chrieg fürbaz vmb den hof daz Alpertawe gelegen sei,

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