صور الصفحة
PDF
النشر الإلكتروني

Orig. Perg. (Rep. Vet. Nr. 2. fol. 316). Das dreieckige Siegel hängt an einem vou der Urkunde selbst abgeschnittenen Pergamentstreifen, weiset einen aufrecht steheaden Wolf und die Umschrift: † S. Gerhardi de Sewenstain.

Praitenweidech ist Breitenweida, V. U. M. B., ein hinter Göllersdorf gelegenes Pfarrdorf im Decanate Hausleuthen.

LXXXIX.

Ortolf und Heinrich, die Atzenbrukker reversiren den Gelddienst des von ihnen zu Tautendorf erkauften Hauses, und versprechen dem Stifte

Gunst und Freundschaft.
Dat. Klostern. 9. August 1303.

Ich Ortolf und ich Hainreich brueder von Aczenbruk tuen chunt allen den, di disen prief horen oder lesen, di ny lebent vnd hernach chunftich sint, daz wir recht vnd redleich gechauffet habent wider Leon von Tautendorf und wider sein mueter vrowen Geiseln ir haus ze Tautendorf mit allem dem recht, als si iz gehabt habent, also daz wir vnd alle vnser erben dazselbe haus ze rechtem purchrecht sullen haben von dem gotshaus ze Newnburch vnd suln alle iar an sant Michelstag da von dienen dreizzich phenning wienner munzze dem vorgenanten gotshaus. Vnd wan vns der erber man her Rudger der Probst mit sampt der samnung des vorgenanten gotshauses gvnstich sint gewesen an disem chauffe, so pintte wir vns dar zu, dar wir in fuederleich suln sein vnd gvetleich vnd liepleich handeln suln an allen iren gut, daz vns gelegen ist und an allen iren leuten, di uns gesezzen sint, also, daz wir den nimmer chain lait suln getren. Darnach ob wir nicht dienen di dreizzich phenning an dem vorgenanten tag, so sullen wir des andern tages darnach den dinst zwispilden, als purchrechtes recht ist in allem land. Daz dev red stete beleibe, vnd furbaz vnzerbrochen, geben wir disen prief mit vnsern insigeln versiegelt. Diser sache sint geczeug her fridereich der hutstoch, her herman ymian, her Wernhart der schiver, wernhart von Vtendorf, Reinger, Engeldiech vnd Otte di zwen brueder von Maurpach, wisent von Egenburch vnd ander frum leut genuech. Diser prief ist gegeben ze Newnburch, da nach Christes geburt waren Tausent iar, drevhundert iar darnach in dem driten iar an sant Lorenczen abent.

E Chartulario Archivi III, fol. 67. a. Tautendorf liegt rechts der Poststrasse hinter Sieghardskirchen zwischen Diendorf und Reishof, ist ein Pfarrdorf von 400 Seelen.

[ocr errors]

Ulrich, der Ältere von Rizendorf, versetzt seinen Hof zu Eupoltau und

eine Donauinsel Lebmann dem Juden.

Dat. Wien 15. December 1303. Ich Vlreich der alt von Riczendorf Vergich vnd tuen chunt ---- daz ich mit sambt meiner Chonnfrowen Mechthilden mit gesamter hant vnd mit gunst vnd gutleichen willen aller vnser erben --- gesezet haben Lebmanne dem Juden ze Wienne, vnd seinen erben meinen hof, des anderthalb lehen ist, vnd leit daz Alpitowe ovf des Gotshauses aigen von Neunburch vnd allez daz, daz darzue gehoret, von dem man alle iar dienet anderthalbe mutte Waizes vnd zwelf Schilling phenning vnd Weisend, der vnser Perchrecht ist (?) von dem vorgenanten Gotshaus, vnd darzue ein Werd der in der Tuenowe zwischen Ringleinse vnd sant Georgen gelegen ist, der ouch vnser lehen ist von demselben gotshovs fur funfzich phvnt phenning Wienner munzze. Da von dem heutigen tag gesovch ovfget auf ein isleich phvnt alle wochen seches phenninge als Lange, vnz wir si paide hauptguetes vnd schaden gar gewert. Vnd ist dis sazunge geschehen mit der hant des Ersamen herren Brobst Rugers ton Newnburch der des vorgenanten hoves rechter Perchherre ist, vnd ovch des Werdes Lehenherre, also mit beschaidener red, ob so lange gesuech geht ovf den vorgenanten hof, vnd ouf den Werd, Vnz der paide nicht teurr sint, so sol Lebmann der Jud vnd seiner erben damit furbaz schaffen allen irfrum swi wellent Vnverzigen des Gotshouses reht, als Verre, daz Si paide haupt guetes vnd gesueches gar davon gewert werden. Vnd swaz in paide hovptgutes vnd gesueches an dem hof vnd dem Werd abget, daz schule si baben ovf vns, vnd ovf andern vnsern guet, daz Wir haben in dem Lande ze Osterreiche. Vnd sein auch wir, ich Vlreich der alt von Rizendorf und ich Mechthilt sein hovsfrowe des vorgenanten hoves vnd Werdes, vnd alles des darzu gehoret, Lebmannes des Juden vnd aller seiner erben, oder swem si den hof vnd dem Werde gebent, rehter gewer vnd scherm fur alle ansprache, als sazunge reht ist vnd des Landes reht ist ze Osterreiche. Diser sache ze einen vrchund vnd ze einen gezevge, ynd ovch ze einer Vestnunge gib ich Vlreich der vorgenant Lebmanne vnd seiner erben dise brief mit meinen Insigel versigelt. Diser brief

ist gegeben ze Wienn, da man zalt nach Christes gepurte Dreuzehenhundert iar, Darnach in dem dritten Jar des nahsten suntags nach sand Lucientag.

Orig. Perg. (Protoc. III. Nr. 242.) Das sechseckige Siegel stimmt bezüglich des Wappens fast mit dem Herzog Wilhelm's von Baiern (Mon. Boica T. VII. T. II. n. 8) überein, nur dass die Wecken grösser sind.

Die Urkunde gibt einen Fingerzeig zur Bestimmung der Lage des eingegangenen Ortes Ringelsee. St. Georgen halte ich für Kagran, so benannt von dem Kirchenpatrone. Es dürfte daher Ringelsee in der Gegend der heutigen Eupoltauer Schiffmühlen gelegen gewesen sein.

Zugleich enthält sie eine Andeutung über den damaligen Zinsfuss. Für die spätere Zeit enthalten die Satzbücher darüber reichere Ausbeute. 1398 vom Pfunde 3 Denar, 13992 Denar, 1416 wieder drei Denar (welchen Zinsfuss auch Albert und Otto 1338 bestimmt hatten. Rauch SS. RR. AA. IV. p. 34). 1417 steht als gewöhnlicher Zinsfuss unter den Juden „alle wochen auf ein yedes Phund ze such III Helbling.“ (Lib. Fundi.)

[ocr errors]

Propst Rudger stellt Heinrich dem Pfistermeister einen Panisbrief aus.

Dat. s. I. 21. Dec. 1303. Wir Rudger von gottes gnaden Probst ze Newnburch, Her Jacob der Techant und alle die gemain der herren da selben tun chunt allen den, di disen prief sehent oder horent lesen, daz wir vnserm diener Hainreichen Phistermaister vmb seinev dienst, dev er vns langev zeit enpoten hat, haben gegeben vncz an seinen tot ein ganczev herren phront von Chuchen, von Chasten, von Cheler. Auch hab wir im gelubt, daz wir in mit vnsern Chnappen chlaiden schullen gegen dem winter vnd gegen dem symer, vnd die selben guet, di wir im haben getan auch darvmb, daz er lang an vnserm gotshaus herchomen ist, so hat er vns gegeben seinen weingarten, der do leit an dem Vrbar, des ein gancz jeuch ist mit solcher beschaidenhait, daz er den selben weingarten in gewer vnd in gewalt haben sol vncz an sein ende, vnd swan got vber in gepevt, daz wir in bestaten schulJen vnd alles daz tuen sullen, daz wir tuen vnserm herren ainem aus vnserm convent. Dar vber so tuen wir chunt, ob wir oder vnser nochvaren den vorgenanten weingarten verchauffen oder zu vremden handen pringen, daz sich seinev vreunt zu demselben weingarten an aller vnser wider rede ziehen schullen, ist aver daz, daz der perchherre yns des selben weingarten nicht engan, só sol man den selben wein

garten verchauffen vnd an ander gut legen iz sei purchrecht oder perchrecht, vnd zu dem selben gut, ob wir iz von vnserm gotshaus enphremden da habent seinev vreunt daz selb recht zu, daz si habent zu dem vorgeschriben weingarten. Daz aber dicze geschefte stet beleibe, des hab wir im, dem vorgenanten Hainreichen disen prief gegeben mit vnsern insigeln gevestent. Di zeug, di do pei gewesen sint, daz sint di herren Jacob der techent, her Hainreich von Piela, her Dietreich der pharrer dacz sant Merten, her Ortolf, her Rudger von Gabasche, her Perchtold der Chamrer, her Hainreich von housek, her Otto von 1), her Stephan von Sirndorf, her Eberhart der custer, di chorhern von Newnburch, her fridrich der hutstoch, her Wernhart der schiver, her hermann ymian, di Ritter, Niclo des herczogen chuchenmaister, Gerunch herr Choln sun, Engeldiech von Maurpach, Dietel des Schiver sun, herman von freising, Reniger, Peter der chelerchnecht vnd ander trewe leut, di do pei gewesen sint. Diser prief ist gegeben do von Christes geburt ist gewesen Tousent Jar, drevhundert iar in dem dritten Jar an sant Thomas tag.

E Chartulario Archivi III. fol. 67. b.

XCII. Bischof Wernhart von Passau bewilligt dem Stifte die Einkünfte der nächsten erledigten Pfarre auf zwei Jahre zur Errichtung einer Wasser

leitung.
Dat. St. Pölten 22. April 1304.

Wernherus dei gracia Ecclesie Pataviensis Episcopus dilecto in Christo fratri domino Rudgero venerabili preposito et conventui Newnburgensis ecclesie salutem et sinceram in domino karitatem. Advertentes paterno affectu, onus hospitalitatis vobis incumbens et pecuniam quam patinimi ex defectu aque vobis summe necessarie, considerantes et volentes necessitatem vestram quodamodo relevare, auctoritate ordinaria vobis indulgemus et donamus fructus vnius ecclesie vestre respicientis vos Jurepatronatus, quam proxime vacare contigerit per biennium continue secutam, quod ex illis aque ductum in vestre salutis remedium ad vestram ecclesiam pro vostro solacio et

) Vermuthlich: Leubs. Siehe die Urkunde XLII.

superveniencium hospitum comodo dirigatis , proviso quod propter hoc dicta ecclesia debitis obsequiis non fraudetur. In cuius rei testimoniurn presentes damus literas nostro sigillo munitas. Datum in sancto ypolito Anno Domini M°CCC° quarto x. Kal. Maii.

E Chartulario Archivi Claustron. III. fol. 70. b. Bischof Wernhard liess es aber nicht bei diesem Gunstbrief bewenden, sondern trug auch 1313 zur Errichtung der stiftlichen Wasserleitung 120 Talente bei. Siehe Necrol. Claustron, 28. Juli und auch die folgende Urkunde.

[ocr errors]

Bischof Wernhart von Passau verleiht dem Stifte das Recht, die Pfarre Heiligenstadt nach dem Tode des Pfarrers Heinrich sofort in Besitz zu

nehmen.

Dat. Passau 10. Juli 1304. Wernhardus Dei Gracia Ecclesie Pataviensis Episcopus Dilecto in Christo fratri Domino Rudigero Venerabili Preposito, Jacobo Decano, eorumque successoribus et Conventui Newnburgensis Monasterii Salutem et sinceram in Domino Karitatem. Vestris et Ecclesie vestre periculis occurrere et comoditati providere Paterna sollicitudine cupientes Ecclesiam in sancto loco, in qua jus patronatus optinetis, de consensu Venerabilis Capituli Pataviensis vestro Monasterio donavimus in spiritualibus et temporalibus per vnum de vestris fratribus gubernandum, quem quidem fratrem nobis et successoribus nostris ad curam eiusdem Ecclesie tenemini presentare, prout in litteris exinde confectis nostro et Capituli nostri Sigillis communitis clarius continetur. Volentes autem indempnitati vestre vlterius providere, et caucius precavere, Damus vobis licenciam in hiis scriptis apprehendendi possessionem ecclesie de sancto loco predicte, quando Magistrum Heinricum plebanum ibidem cedere vel decedere contingat, et tandem Ecclesiam vacare de iure pariter et de facto. Vt interim cogitare possitis, quem ex vobis ad eandem ecclesiam presentare velitis. In cuius rei testimonium presentes dedimus litteras nostro Sigillo munitas. Datum Patavie Anno Domini M°CCC quarto VI° Idus Julij.

E Chartulario Archivi Nr. IV. fol. 10. b. In der Urkunde vom 22. April 1304 hatte der Bischof die Incorporirung der Kirche in Aussicht gestellt, hier erfüllt er sein Versprechen durch die Einverleibung der Kirche zu Heiligenstadt. Diese hatte zwar ursprünglich zum Stifte gehört, wie die Urkunden der Passauer Bischöfe Rudger 1243 und

« السابقةمتابعة »