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Berthold 1253 klar aussprechen, wird aber hier neuerdings dem Stifte zugetheilt, weil dasselbe durch eingetretene widrige Verhältnisse dieselbe verloren hatte. Es scheint dieser Verlust unter Heinrich, Pfarrer zu Heiligenstadt, dem Bruder des Propstes Nicolaus, eingetreten zu sein.

XCIV. Der Bergmeister des Stiftes Gerung bestätigt die durch Herbort von Wien erfolgte Versetzung seines Weingartens zu Kallenberg an Schön

mann den Juden.

Dat. s. I. 18. Nov. 1304. Ich Gerunch hern Choln svn, Perchmaister des Gotshaus ze Neunburch, vergich offenleich vnd tuen chunt allen den, di disen prief lesent oder horent lesen, di nu lebent vnd hernach chunftich sint, daz Herbort von Wien und sein Chon vrow Alheit gelten suln Schoenmannen dem Juden vnd seiner Chon Racheln funf phunt wienner phenning, di si in gelihen habent des nachsten Mittichen nach sant Merteins tag vnd von demselben tag gent alle wochen zu gesuech aut iegleich phont acht phenning wienner munzze, vnd fyr haubtguet vnd fvr den gesuech der daraufgewachsen mach, haben si in rechte vnd redleich mit gesampter hant, do si ez wohl getuen mochten ze phand gesaczt irn weingarten an dem Chalnperge des ein halbcz ieuch ist vnd leit zwischen hern hermanes ymians weingarten vnd des Howenvelder weingarten vnd ist das geschehen mit meiner hant, wan ich des weingarten perchmaister pin, vnd mit aller ir erben guetlichem willen; vnd swas dem vorgenanten Juden an dem e geschrieben phande ab get, daz er hat auf Herwordes trewen vnd auf seiner hausvrowen trewen vnd auf alle dem, daz si habent in dem lande ze Osterreich. Vnd dar vber gib ich Gerunch dem oftgenanten Juden Schönman vnd seiner Chonn Racheln vnd ir paider erben ze vrchvnde vnd ze sicherhait disen prief mit meinem insigel versigelt. Diser sache sint gecceug her Perchtolt der Ober Chamerer, her Stephan von Syerndorf, die erbern chorhern, Engelprecht der Súzlzler, Chunrath, Rudwein, herman von freising, Jacob von der obern chamer, Lentwein der Schreiber und di Juden Gersau, chazday, ysaac, aaron vnd ander ersam leut di da pei gewesen sint. Dicz ist geschehen, vnd diser prief gegeben, do von christes gepurd ergangen waren Dreuzehen hyndert iar vnd in dem virten jar dar nach, des nachsten Mittichen nach sant Merteins tag.

E Chartulario Archivi III, fol. 86. b.

Die Urkunde zeigt uns Juden als Zeugen und einen gesteigerten jüdischen Zinsfuss, nämlich für ein Pfund wöchentlich 8 Denar.

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Chalhoch von Ebersdorf, Kämmerer in Österreich, verleiht den Brüdern

Konrad und Dietrich den Hutstoken ein Lehen zu Pillichsdorf.

Dat. Wien 1. Dec. 1304.

Ich Chalhoch von Eberstorf, Chammerer in Oesterreich, veriehe vnd tuen chunt allen den, di disen prief lesent oder horent lesen, di ny lebent vnd hernach chunftich sint daz ich mit meiner erben guetem willen vnd gunst, vnd mit verdachtem muete vnd auch ze der zeit, do ich iz wol getuen mochte, verlihen han den erbern leuten Chunraden dem hutstokke vnd seinem prueder Diethreichen vnd allen iren erben paide Synen vnd Tochtern meines rechten anerstorben aigens ain lehen, daz do leit do ze Pilichdorf, daz mich recht vnd redeleich an erstorben ist von meinem prueder pischolf Chunraden von Chiemesse, dem got gnade. Daz selbe lehen mit alle dev vnd darczu gehorent ze holcz, ze velde vnd ze dorf, iz sei gestift oder vngestift, versuecht oder vnversuecht swi so iz genant ist, daz han ich in verlihen ze rechten lehen mit allen dem rechte, als man lehen leichen sol, ledichleichen vnd vreyleichen ze haben, vnd alle iren fromen damit ze schaffen, verchauffen, verseczen vnd geben swem si wellen an alle irrsal. Vnd habent mir darvmb geben di vorgenanten Chunrat vnd Dietreich zehen March lotiges silber vnd zwelif phynt wienner phenning, der ich recht vnd redeleich gewert bin. Vnd dar vber durch bezzer sicherhait so secze ich vorgenanter Chalhoch mich Chunraden dem hutstokke vnd seinem prueder Diethreiche vnd allen irn erben paide synen vnd thochtern vber daz vorgenante lehen da ze Pilichdorf vnd vber allez daz darczu gehort ze velde, ze dorfe, swie do daz genant ist, ze rechten scherm fur alle ansprach als lehens recht ist und des landes recht zu Osterreich, vnd gib in darvber disen prief ze ainem sichtigen vrchynde vnd ze ainem offen geczeug vnd ze einer ewigen vestenunge diser sache versigelten mit meinem insigel. Vnd sint auch des geczeug, her Vlreich, her Dietreich und her Otte die prueder von Pilichdorf, her Fridereich der hutstokk von Neunburg, Sweicher von Engelprechtestorf, Otte von ywanstal, Hainreich der Chamerer, Dietreich von Wolfgersdorf vnd ander frvme levt

genuech. Diser prief ist geben ze Wienne, da von Christes gepurt waren ergangen Dreuczehen hundertt Jar in dem vierden iar darnach des nachsten Erichtages nach sant Andres tag.

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Wulfing von Tribuswinkel opfert seinen Leibeigenen, Konrad den Fechter, dem Stifte (nach seiner Loskaufung), mit einem Gelddienste.

Dat. Wien 13. Dec. 1304. Ich Wulvnich von Tribanswinchel vergich vnd tuen chunt allen den di disen prief horent oder lesent, di nv lebent vnd hernach chvnttich sint, daz ich mit meiner haustrowen vrowen Maczen guetem willen vnd auch mit aller meiner erben gynst Chunraden den vechter, der mein aigen gewesen ist, ledich und frei larzen han vmb funf phunt phenning wienner munzz, di er mir gegeben hat, vnd han in geophert dem gotshaus vnser vrown ze Newnburch, also daz er alle iar ze sant Michels tag dar dienen sol vier phenning der vorgenanten mynzz. Dar vber, ob der vorgenant Chynrat, swenn er iz getuen mach, den vorgenanten dienst ab chauffen wil, des sol im der erber herre Brobst Rudger oder swer nach im brobst ist ze Newnburch vnd dev samnung gestatten vnd gonnen an alle widerred. Daz dev red also stet beleib vnd furbaz vnzebrochen, dar uber gib ich disen prief ze einer sicherhait mit meinem insigl versigelt. Diser sache sint geczeug her Wernhart der Pharrer von Tribanswinchel, her Hainreich von Sulcz, her friedreich der huetstoch, her Wernhart der Schiver, her herman ymian ze den zeiten richter ze Newnburch, Wernhart der richter ze dreschirchen, preunreich vnd peter der amman vnd ander frvm leut genuech. Diser prief ist gegeben ze Wienn, do nach Christes gepurt waren Tausent iar, drevhundert iar dar nach in dem vierden Jar an sant Lucien tag.

E Chartulario Archivi III. fol. 76. b. In dieser Urkunde erscheint Hermann Ymian zuerst als Stadtrichter von Klosterneuburg.

XCVII. Otto von Wienerherberg stiftet für sich und die Seinen einen ewigen

Jahrtag zu Klosterneuburg.

Dat. Wien 6. Jänner 1305. Ich Ott von Wienner Herwerg hern Albrechtes des Stüchsen von Trautmanstorf Swester Sun vergich vnd tuen chunt - - daz

mein frowe, mein Mueter frowe Helena vnd mein brueder Hadmar vnd Weichart, die paid ze Nevnburch begraben sint, vnd auch ich mit gueten Willen meiner hausfrowen frowen Gerdrauten, herrn Weicharts tochter von Planchenstain mit sam in — Vnser isleichez geschaffet vnd gegeben haben vnser rechtes aigens dem Erbern Gotshaụs vnser frowen ze Newnburch sechs schilling phenning geltes, di gelegen sint In dem dorf ze Harraz mit so getaner beschaidenhait, daz die Chorherren des vorgenanten Gotshauses ze Newnburch durch vnser sel hail, vnd auch Vnser Vordern alle iar des Phinztages in der Chotemper vor sand Michelstag unser iartach schulen begen mit Vigilij vnd mit selmesse, geschvch aber, daz die vorgenanten Chorherren den Jartach nicht begiengen, als nun geschriben ist, so sol ich oder mein Hausfrowe dev vorgenant, oder mein nagst Erben sich der vorgenanten Gült Vnderwinden an alle Widerred der vorgenanten Chorherren Vnd haben in dem reht, als ichs vnd mein Vordern gehabt haben. Auch sol ich des vorgenanten Gotshauses Vogt sein Vber die vorgenanten gult an allen nuz. Wann daz die Holden, auf den die gült leit, mir alle iar dienen schullen an sand Michels tag zwelf phenning Wienner Münzze ze gezugnusse, daz die vorgenant gült zue dem vorgenanten Gotshaus chomen sey von mir vnd von meinen Vordern. Daruber Luben auch wir an disem brieff Ich vnd mein hausfrowe frowe Gerdraut di Vorgenant, diselben gült den vorgenanten Gotshaus ze schermen —— Diser sache ze einer sicherhait gib ich disen brief mit meinen Insigel versigelt, Vnd durch pezzer Vestenung so hat der Erber herr, her Stephan von Meyssawe vnd mein Oheim, der vorgenant her Albreht ir paider insigel zu dem meinen an disen brief gehangen. Diser sache sint gezeuge der Erber herre her haidenreich der Purchgraf von Gors, dernach her fridreich der hutstoch, darnach during von Seveld, Gerunch hern Choln sun, Dietreich der Schiver vnd ander frum leut. Diser brief ist gegeben ze Wienne, da nach Christes geburtte waren Tausent iar, dreybundert iar, darnach in dem funiften iar an dem Perhtag.

Orig. Perg. (Prot. II. Nr. 45.) Das erste Siegel ist Stephan's von Meissau Reitersiegel. Das zweite sechseckige zeigt in einem dreieckigen Schilde einen Widderkopf (wie bei Duellius Exe. Geneal. Tab. XIV. R. 172) mit der Umschrift: + s. Alberti Styphonis. Das dritte runde mit der Umschrift: + 8. Ottonis de Wienner herberg, zeigt einen Bindenschild, wie Lucas Stychso 1345,

bei Duellius 1. c. T. IX. . 92.

XCVIII. Der Klosterneuburger Stadtrath bezeugt den durch Ulrich den Schüsling geschehenen Verkauf eines Weingartens zu Klosterneuburg.

Dat. Klostern. 4. April 1305. Ich herman ymian ze den zeiten richter und wir der Rat mit sampt der gemain der Stat ze herczogen Newnburch – daz der beschayden man Vlreich der Schuzlinch von Pazzow vnd sein chonn rrow Leukart – ir weingarten an dem Mittereke, des ein ieuch ist vnd leit zwischen Sighartes weingarten von pazzow vnd zwischen der Nunnen weingarten von Tuln recht vnd redleich ze chauffen habent gegeben hern Heinreichen von Veltsperch der nv ze Wien purger ist und seiner Chon vrowen Gerdruten vmb hundert phunt vnd vmb sechs phunt phenning wienner muozz — ynd die vorgenante Vlrich der Schvczlinch vnd sein chyn vrow Leukart habent sich des vorgeschriben weingarten rechte furzicht getan vnd habent in auf gegeben, vnd herman von Freising der des vorgenanten weingarten ze den zeiten perchmaister war an des gotshaus stat, bant in verlihen hern Hainreichen dem vorgenanten. – Diez ist geschehen vnd diser prief ist gegeben do von Christes geburt ergangen warn Tausent iar, drevhundert iar vnd in dem fvnften Jar dar nach des nachsten Sunntages vor dem Palmtage in der vasten.

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Ruger von Nussdorf versetzt seinen Weingarten zu Nussdorf dem Propst
Rudger, seinem Bürgen, bei den Juden Abraham und Paltram von

St. Pölten.

Dat. Nussdorf zu Pfingsten 1305. Icb Ruger von Nuzdorf - daz der ersam herre her Ruger der Brobst von Newnburch mein purgel ist worden hincz Abraham vnd Paltram den Juden ze sant Pölten vmb vierczich phynt phenning wienner muncze, di ich den selben Juden gelten sol — vnd fur diselben pbenning ban ich mit gutem willen meiner hausvrow vrown Agnesen dem vorgenanten herren Brobst Rugern ze phande geseczet meinen weingarten an dem Nuzperg, das ist ein halbes ioch. — versigelt mit meinem insigel vnd auch mit dem insigel hern Otten des

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