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se reserva seulement de construire celle du côté méridional et abandonna à son élève la direction de celle qui était située du côté du nord ... le succès de l'élève fut beaucoup plus populaire que celui du maître. Alexandre de Berneval conçut un si violent chagrin de cette dépréciation de l'oeuvre à laquelle il avait employé tout l'effort de son génie que, dans un accès de fureur insensée, il tua le disciple émancipé qui commençait déjà à lui ravir sa gloire. Une mort infamante punit le crime du malheureux architecte; mais les moines de St. Ouen ... réunirent côte к côte, sous le même monument sepulcral, maître Berneval et son élève. ... — Cette tradition n'est point particulière à la Normandie, mais a été reproduite à propos de plusieurs autre monuments, et notamment à l'occasion du fameux pilier orné de l'abbaye de Roslyn en Ecosse; v. André Pottier, Texte des 'Monuments français inédits', gravés par Villemin, t. II p. 5." Amélie Bosquet, La Normandie romanesque et merveilleuse. Paris et Rouen 1844 p. 480 ff. — An diese französisch-schottische Sage reiht sich auch noch eine andere aus Georgien. Zu Mtscbeta, der ehemaligen Hauptstadt dieses Landes, befindet sich nämlich die alte Kathedrale Sveti Tzschoveli, und in der Nähe auf dem linken Ufer des Aragvi erhebt sich auf dem Gipfel eines Berges die gleichfalls alte Kirche DschuariPatiosani (d. i. zum ehrwürdigen Kreuz). Der Sage nach tödtete sich der Baumeister der ersteren, als er sah, daß ihn sein Gehilfe (Lehrling, élève) durch den Bau der letzteren übertraf. Le Tour du Monde 1861. II"" semestre p. 121 f.

VIII. Zu В. Wald is. 1. Buch IV, Fabel 61 handelt „Vom Lamen vnd dem Blinden". Zu Kurz's Nachweisen füge noch die Osterley's zu Kirchhofs 'Wendunmuth' V, 124; ferner berichtet Kessai (s. über diesen Herbelot s. v. Bd. III, S. 29 der deutschen Übers.): „Dixit Waheb Ibn Mamba cui Deus propitius sit: Hoc quoque est ex miraculis Jesu. Aedes Dâhcani ad quas Maria et Jesus diverterant, ingressus est fur. Tristis ergo Dâhcanus inquit Jesu: 'Indica mihi quis opes meas abstulerit.' Respondit Jesus: 'Convoca mihi totam familiam tuam.' Quod cum fecisset, inquit Jesus: 'Ubi est caecus o ósíva?' (Supple 'et claudus ille?' quod vitio librarii omissum). His ergo adductis, inquit Jesus: 'Isti duo sunt fures qui tua omnia abstulerunt. Haec cum miraretur populus, inquit illis Jesus: 'Claudus iste adjutus fuit viribus caeci et caecus visu claudi; claudus enim manu sua funem tenebat in fenestra dum singula (caecus) afferret et ad ipsum rediret/ Thilo, Codex apocr. Nov. Test, zu Evang. infantiae Christi c. 24. Die Geschichte 'vom Lahmen und Blinden ist auch in China bekannt; s. Dennys, The Folk Lore of China. Lond. 1876, p. 151.

2. Buch IV, Fabel 97. „Wie einer ein Esel solt schreiben leren." Zu Kurz's Nachweisungen füge folgende Geschichte aus Thorburn, Banrni or our Afghán Frontier. Lond. 1876, p. 208: „Der gelehrte Esel." — Eines Tages hörte ein Weber, wie ein Mollah zu einem seiner Schüler sagte: „Ich könnte einen Esel leichter lesen lehren als dich." Am darauffolgenden Tage brachte der Weber seinen Esel nach der Schule des Mollah und sprach: „Mache einen Gelehrten aus diesem Esel, denn ich habe keinen Sohn." — „Ich unterrichte keine Esel!" lautete die Antwort. — „Welche Lüge!" antwortete der Weber; „ich hörte dich doch gestern zu einem Knaben sagen, du könntest aus einem Esel leichter einen Gelehrten machen als aus ihm." Da der Moliah sah, was er für einen Kunden vor sich hatte, so willigte er darein, den Esel als Schüler anzunehmen, und indem er zwischen die Blätter eines alten Buches einiges Korn streute, gelang es ihm, den Langohr so weit zu bringen, daß er den Kopf niederhielt und die Seiten umdrehteEr ließ dann den Weber holen und zeigte ihm in einiger Entfernung die Lesefertigkeit des Esels; denn in der Nähe, sagte der Moliah, würde er denselben bei seinen Studien stören. Den Tag darauf verkaufte der Mollah den Esel, und als einige Zeit nachher der Weber wieder nachfragte, erfuhr er, daß Langohr bereits seine Studien beendet und sogar schon Kadi geworden sei, so daß er voll Freude die stipulate Summe zahlte und sich zu dem ihm namhaft gemachten Kadi begab, gegen welchen der Mollah einen alten Groll hegte. Dieser lag eben seinem Richteramte ob, und da der Weber einen Kornsack in der Luft schüttelte, um ihm ein Zeichen zu geben, und ihn auch mit lauter Stimme rief, so nahm ihn der Kadi bei Seite, erfuhr wie die Sache sich verhielt, und um kein Aufsehen zu machen, erklärte er sich wirklich für den ehemaligen Esel des Webers und entließ diesen mit einem vollen Beutel Geld, indem er ihm Stillschweigen auferlegte.

LÜTTICH. FELIX LIEBRECHT.

UNTERSUCHUNG ÜBER ALPHARTS TOD.

(Str. 1—305.)

Martin hat versucht, nach der von Lachmann an den Nibelungen durchgeführten Methode auch in Alpha' ts Tod 'eine alte Grundlage von späteren Zusätzen zu scheiden. Daß in der That hier ein alter Kern zu Grunde liegt, der von jüngeren Zuthaten überwuchert ist, unterliegt keinem Zweifel. Aber ebenso zweifellos scheint es mir, daß Martins Versuch, den Kern herauszuschälen, mißlungen ist, daß es überhaupt unmöglich ist, durch Ausscheidung von Interpolationen die älteste Grundlage in ihrer ursprünglichen Gestalt wiederherzustellen.

Der Mahnung folgend, daß man die von der modernen Kritik hergestellten Epen für sich lesen soll, damit der über Bord geworfene Ballast den reinen Genuß nicht störe und eine volle Würdigung des Neuen möglich sei, beginne ich mit der Leetüre der 153 Strophen, die uns Martin läßt, ohne einen Blick auf ihre Umgebung zu werfen. Da stoße ich mich nun gleich an der Verbindung von Str. 7 und 10, da Str. 10 — nur in umgekehrter Ordnung — dasselbe gibt wie Str. 7.

7, (1) Wer lohnt mir, (2) daß ich mich um dich so verdient gemacht habe? (3) Als du mit mir kämpftest (4) bezwang ich dich.

10, (1) Du ergabst dich mir, (2) als ich dich besiegte. (3) Ich habe mich um dich verdient gemacht. (4) Hast du mir das gelohnt?

Daß Dietrichs Rede 7, 4 noch nicht zu Ende ist, ist klar, aber schwerlich sollte Str. 10 sie fortsetzen.

Wenn Str. 12 Dietrich gegen Heime den schweren Vorwurf des Treubruchs erhebt, so muß sich Heime sofort verantworten, wenn er etwas zu antworten weiß.

Er antwortet Str. 25. Was soll nun zwischen Str. 12 und 25 Str. 17, in der Dietrich Heime einen neuen Vorwurf daraus macht, daß gerade er 'êrste' ihm die Botschaft Ermenrichs bringt, einen Vorwurf, auf den bei Martin Heime überhaupt nicht eingeht!

Aus den Str. 35 ff. würde ich zunächst 35, 3—37, 2 als Interpolation ausscheiden. 'Durch aller vrouwen ère' um Geleit gebeten, erwidert Dietrich: 'Habe vriden vor mir selben und vor anders niemen. Bekräftigend fügt er hinzu: 'Daz wizze sicherlich', um, noch einmal gebeten, fortzufahren: 'ich gibe dir vride, Heime, biz an dîn gemach vor allen minen mannen. Wozu macht er denn Heime erst Angst? Das ist kindisches Spiel. Aber braucht Heime überhaupt um Geleit zu bitten? Zu allen Zeiten und bei allen Völkern war der Abgesandte des Feindes unverletzlich. Dessen war der Dichter sich bewußt, der Dietrich Str. 33 drohen ließ:

swâ dû mir wider rîtest in dem stürm od in dem strît, uns zwêne scheidet nieman wan diu lezziste zît. Mit dieser Drohung für die Zukunft erhält ja Heime schon Sicherheit für die Gegenwart. Daß Dietrich dieselbe Drohung Str. 40, 3. 4 noch einmal wiederholt, ist gewiß überflüßig, wie aber Heime auf die Antwort Str. 42 verfällt, ist ein psychologisches Räthsel. Wie? Da er dem Feinde Auge im Auge gegenübersteht, da er fürchten kann, daß Dietrich im Jähzorn ihn niederschmettert, antwortet er auf die Frage:

wiltû dem riehen keiser mit dienste bí gestan? 31,4 stolz gehobenen Hauptes: jâ ich', und jetzt, da er schon die Brücke hinter sich hat, soll er eine Lüge ersinnen, durch die er sich Lügen straft? Eine Lüge, deren plumpe Erfindung dem blödesten Auge auf den ersten Blick ersichtlich ist? Denn kein Grund läßt sich erdenken, aus dem er die erste Aussage gemacht hätte, wenn die zweite wahr wäre.

So widerwärtig der feige Heime der Str. 35 ff. ist, so sympathisch muß uns der Heime der ältesten Dichtung sein. Heime hat Dietrich Jahre lang treue Dienste geleistet, auf die er sich Str. 11 berufen kann, er ist cin güete und in liebe' für immer aus seinem Dienste geschieden (25, 4.) Da schließt er sich Ermenrich an, ohne zu ahnen, daß zwischen ihm und Dietrich Fehde ausbrechen kann. Der unerwartete Fall tritt ein, und Heime steht in dem unlöslichen Conflict zwischen zwei Pflichten. Ja nicht genug damit, daß er gegen Dietrich kämpfen muß, er wird von dem Kaiser dazu ausersehen, seinem alten Herrn die Kriegserklärung zu überbringen. Unsere Dichtung begann damit, wie Heime sich gegen diesen Auftrag wehrt, nachdem er vergeblich versucht hat, den Kaiser zum Frieden zu bewegen, (s. Str. 66.) Ermenrich beharrt bei seinem Willen, und mit schwerem Herzen unterzieht sich Heime der schweren Pflicht. Würdig und mit schlichten Worten führt er Dietrich gegenüber seine Sache. (Str. 11. 25.) Daß er auch die Worte Str. 25 in der alten Dichtung furchtlos (s. 25, 1) sprach, beweist Str. 31. Frei und kühn bekennt er, daß er gegen Dietrich kämpfen wird:

Ich hân dar umbe enphangen daz liehte golt sô rôt.

ich nam die rîche miete die er mir dô bôt

daz ich im wolte dienen.

Er hat gesprochen, wie er glaubt, nach Pflicht und Gewißen sprechen zu müßen, da treffen ihn die furchtbaren Worte:

waz wsenstû daz ich vliese? ich vliuse an dir niht mêr wan ein schilt ein ros und einen ungetriuwen man: des rauoz ich mich erwegen sô ich allerbeste kan. Und in diesem Moment soll er um Geleit betteln? Im Gegentheil, Heime wünscht, er wäre lieber todt. 'reht ist mir geschehen. (39, 1) 'si hânt vriuntlîch getan, daz ich ungevangen vor den Wülfingen stân. (39, 4 ) Denn ich durfte nicht als Feind zu ihnen kommen, 'si sint niht mîne vînde', die alten Waffengefährten. Aber bleiben kann er nicht, er hat sich gebunden an Ermenrich.

Heime der küene reit über die brücken dan. (40, 1.) Dô gie der vogt von Berne vür sîn recken in den sal. (72, 1.)

Wenn Str. 72, 3, 73, 74, 76, 78 im Martin'schen Texte beginnen mit den Worten: cDâ saz', so kann Dietrich seine Anrede wohl nicht überraschender einleiten, als wenn er sagt: cnû sitzent mine man.

Alphart will auf die Warte reiten. Doch Wolfhart hält ihm vor (89) dû bist ein kint der jâre, einen andern lâz der warte pflegen. Darauf nimmt der junge Mann in den 4 Str. 90—92, 96 den Mund etwas voll. Str. 92 würde völlig genügen. Aber nun hebt gar, als wäre nach Str. 88 noch kein Wort gefallen, Dietrich Str. 97 noch einmal mit demselben Einwurf an wie Wolfhart:

der sinne und der jâre bistû leider noch ein kint, und noch einmal erwidert Alphart in 2 Strophen, in denen er den Mund noch viel voller nimmt, mit Tausenden will er es aufnehmen (100,4).

Einen neuen Einwurf bringt erst Hildebrand vor, Str. 101: dem Kaiser Ermenrich stehen 'die tiursten in der werlde' zu Gebote. Str. 105 ff. rüstet Uote Alphart aus.

si hiez ein ros im ziehen, daz in wol verwâpent truoc. Aber schon Str. 102 hieß es von Hildebrand:

er hiez im balde bringen ros harnasch und gewant. Ist der Befehl nicht ausgeführt worden? Die gute Uote gehört so wenig in die älteste Dichtung, wie die von Martin beseitigte Amelgart. Martin läßt seinen Dichter 116, 1. 2 sagen:

Mit umbegurtem swerte er zuo dem rosse gie. dar ûf saz er balde, urloup er enpfie. Aber einen guten Schlaf muthet er ihm zu, wenn er ihn 117 fortfahren läßt:

Dô was Alphart der junge ûf sîn ros bekomen.
dô hete er umbe und umbe schon urloup genomen.

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