صور الصفحة
PDF

sein, des soltu geweri; sein." Da patt er nit mer, dann das*er mitt eren hincham, er und sein geschlecht; und des wardt er gewertt von ir.

Es ist auch dohin chomen ein chönigssun aus Armenia; der

5 hatt auch gewacht drey tag und trey nacht; darnach cham er auch in den palast, do der sperber ist und do cham .die junckfrau auch zu im und sprach, wes er begeret; da sprach er, er wer ains mächtigen chönigs sun auß Armenia und er hett silber und golds und edelgestains genugk „und han chain haußfrauen, so beger ich eur

10 zu ainer haußfrauen." Do antwort sie im und sprach: „Dein hocher

mut, den du hast, der soll gekrengkt werden an dir und an aller deiner

macht, die du hast." Alsp flucht sie im und allem seinem geschlecht.

Es cham auch ein herre Joniterordens dahin und wacht auch

drey nacht und drey tag; dornach kam er auch inn den palast, do

15 der sperber inn stund; dornach kam zu im auch die jungkfrau und sprach: „Wes begerstu?" Dabegerter an sie ein peuttel, der nymer lere würde, wie oft er darauß näme; und des wardt er gewert; aber sie fluecht im dornach und sprach: „Die geitikait, die du begert hast, do gett groß übell auß; darumbe verfluch ich dir und

20 das dein orden gemyndert werde und nit geniert." Also schied er von ir.

(32) Inn der zeitt, da ich da was und mein gesellen, da baten wir ainen und gaben im gelt, das er uns füret zu der purge; da wir hinzu chamen, da wolt meiner gesellen ainer do sein pliben

2s und wolt gewacht haben; da sprach der, der uns dahin gefürt hett, er solt sein nit thun; wann er das wachen nicht verpringen möcht, so würd er verloren, das nymandt west, woe er hin chomen were; auch ist es verwachsen, das man nicht wol nähent hin zu mag chomen, auch verpieten es die kriechischen priester, wann sie mayn,

30 es gen mitt dem theufell zu und nit mitt gott. Also zogen wir wider von dannen in die stat, die genant ist Kereson.

Es ist auch ein landt, das gehört zu dem obgenanten chönigreich und haisset Laßa und ist ein fruchpars landt an weinwachs; und in dem land sein Krichen.

ss Ich pin auch gewesen in dem clain Armenia und die hauptstadt in dem land ist genandt Ersinggan.

Es ist auch ein stadt, die haysset Baywurt, und hatt ein guts landt.

Es ist ain stadt, die haist Kamach und ligt auff ainem hohen perg und unten an dem perg, do neust ain wasser für, ist genandt Eufrates und ist der IUI wasser ains, die auß dem paradeyß rynnen; und das wasser rint auch durch das clain Armenia und dornach 5 rints in ein wüst X tagweyd und dornach versingkts in ainem sand, das nymandt wayß, wo es hin chompt; das wasser rint auch durch Persia.

Es ist auch ein landt, haysset Karasser und ist ein fruchtpars lant am weinwachß. ,

10 Es ist ain landt, das hayst die schwartz Thürckey und die hauptstadt hayssett Hammit und das volgk ist gar streytpar.

Es ist auch ein landt, das haysset Ckurt und die hauptstadt ist genandt Bastan.

Item ein chönigreich haysset Gursy und das volgk hatt cristeniB liehen glaubenn und hatt ein besundere sprach und ist auch gar streytpars volgk.

Es ist ein land und hayst Abkas und die hauptstadt ist genandt Zuchum; unnd ist auch ein ungesuntes landt; und in dem land tragen weyb und man viereckett platten auff dem haupt und 20 das thun sie von des ungesunds wegen \

Es ist auch ein clain landt und ist genant Megrel und die hauptstad haysset Loathon; nnd inn dem land halten sie kriechischen glauben.

Es ist auch ein chönigreich, genandt Merdin, und hayden sein 25 darinn.

Und in den obgeschriben landen pin ich gewesen.

*

1 Noch heutzutage ist diese sonderbare kopfbedeckung wenigstens bei den nachbarstämmen der Abchasen in gebrauch. »Der Imeretier (und Mingrelier) legt ein stück schweren tuches oder filzes (bei den reichern innen mit seide gefüttert und außen mit gold oder ailber gestickt) auf sein haupt und fixiert es in dieser lage mittelst einer unter dem kinn befestigten schnUr. Die mütze des »forschen studio« einer deutschen universität, mit welcher bereits das non plus ultra von geringfügiger kopfbedeckung erreicht zu sein scheint, muß sich vor einer solchen imeretischen (und mingrelischen) kopfbedeckung beschämt zurückziehen. Einen irgendwie nennenswerten schUtz kann diese kopfbedeckung ihrem träger nicht gewähren; aber sehr wahrscheinlich soll sie es auch gar nicht, sondern nur zur zierde dienen. Der gemeine mann geht daher ganz ohne alle und jede kopfbedeckung«. (Petzholdt II, s. 50. 57.)

35. (33.) [Die zu Persien gehörenden gebiete.] [D]ie hauptstadt in dem gantzen chönigreich in Persia ist genant Thabres; es hatt der chönig zu Persia mer gült von der stat Thabres, dann der mächtigst chönig, der inn der cristenhaitt ist, & wann es chompt grosser kauffmanschatz dohin.

Es ist auch ein chönigreich in Persia, die haupstat des lands ist genandt Soltania.

Es ist auch ein stat, die haysset Rei, und hatt ein groß landt.

Und die glauben nicht an den Machamet, als die andern haiden;

10 sie glauben an einen, der hatt gehaissen Aly und der ist ein grosser

ächter gewesen der Christen; und die denselben glauben halten, die

sein genant raphat[z]y *.

Auch ist ein stat, die haist Nachzzvon und die ligt an dem perg, do die arch auff steet, do der Noe inn ist gewesen; und die i5 stadt hat ein gnttes landt.

Es ist auch ein stat, genant Maragare und hatt auch ein guts landt.

Es ist auch ein stat die haisset Glat und hatt auch ein gut landt.

Es ist ein stat, die haisset Kirna s und hatt ein gut lant umb sich.

ao Es ist auch ein stadt, die ligt in ainem perg und die haisset

Magu; und ist ein pistumb do und halten do römischen glauben

und die prister sein prediger ordens und singen und lesen nur in

armenischer sprach*.

Es ist ein landt das haisset Gilan und ist ein fruchtbar landt 25 und wechst nichts in dem land dann reyß und paumöl; und das volgk in dem land tregt nur gestrickt schnch an.

Es ist ein stat. die haysset Gresß, das ist ein grosse stat und hatt ein guts landt; und man würcht gutte seydene tücher in der stat. Item ein stat die haisset Strauba und hatt ein guts lant.

*

1 Raphadschy oder renegaten; die dem text eingefügte conjectur rührt von Telfer her, welcher sie sehr scharfsinnig aus der noch mehr abweichenden lesart »raphak« herstellte. 2 Vielleicht Koma an der vereinigung des Euphrat und Tigris. Telfer entscheidet sich für Gharny östlich von Erivan, jetzt gröstenteils in ruinen, aber in früheren zeiten eine bedeutende stadt. 3 Auch bei Clavijo wird Maku als eine von römisch-katholischen Armeniern bewohnte stadt mit einem Dominikanerkloster aufgeführt. (Telfer s. 159.)

Es ist auch ein stat die haisset Anthiochia * und die maur, die umb die stat get, die ist scheybumb hingestrichen mitt cristenplut, das sie rott ist.

Es ist auch ein stadt die haisset Alintze und die hat sich XVI B jare gewert des Themurlins, ee man sie gewonnen hatt.

Item es ist auch ein guts landt und ist genandt Masanderan und ist ein holtzigs landt und vor holtz mag im nymandt zu.

Item ein stat haysset Scheckchi und hatt ein guts landt und ligt pey dem weysssen mer und in dem land wechst auch seiden. Item ein landt haysset Schurvan und die hauptstadt haisset Scomachi und ist ein haiß und ungesunds [land] und in dem land wechst die pest seyden.

Es ist auch ein stat, diehaistHyspaan; und ist ein chönigreich und hatt ein guts landt. 15 Item ein chönigreich ist auch in Persia und das haisset Horosson unnd die hauptstat ist genandt Here und hatt treu hundert thausent heuser.

Item ein stadt haisset Schires und ist ein grosse stadt und hatt ein guts landt und man lest chain Christen mitt chauffmanschafft 20 nicht in die stat.

Item ein stat haisset Kerman und hat ein guts landt.

Es ist auch ein stat, die haisset Kesschon und ligt pey dem mere, da die perlen in wachsen und hatt auch ein guts landt.

Item ein stat, die haisset Horgmuß und ist ein grosse stat und 25 ligt pey dem mere, do man in die grossen India fert über mere und kompt auch grosse kaufmanschafft dohin auß India und hatt ein guts landt.

Item ein stat haisset Kaff und hatt ein gutz landt und man vindt auch vil edels gestains in dem land und ist auch vil gewürtz 30 dorinn, und do vert man auch in die grossen India über mere.

Item ein landt haist Wolachschon und das hatt hoch perg; und in den pergen vindt man auch vil edels gestains, es mag in aber nymands gewinen vor gewürm und wilden thieren, dann wann

es regendt, so pringen es die güß herab; so chomen dann die

* 1 Obwohl das syrische Antiochia zu den übrigen aufgeführten örtlichkeiten in topographischer hinsicht nicht past, so lässt doch die Beschreibung der stadtmauer keinen zweifel darüber bestehen, daß nur diese während der kreuzzüge so heiß umstrittene stadt gemeint ist.

mayster, die es kennen und claubens auß dem kot. Es haben auch die ainhorn wanung in den pergenn.

36. (34.) [Irak Arabi, Kleinindien und Dschagatai.]
[I]n dem chönigreich Babilon pin ich auch gewesen. Babilon

5 haist in haydenischer sprach Wagdatt. Und das groß Babilon ist mitt der maur umbfangen fünff und zwaintzig leg praitt, und ein leg ist trey wälisch meyl und die maur ist zwaihundert cubiten hoch und L cubiten dick und das wasser Eufrates rintt mitten durch die stat zu der grossen Babilony: sie ist aber nu alle zestört und

10 ist chain wanung mer da. Und der thuren zu Babilon ist vier und füfftzig stadia hoch und im stadia ist ein wälsche meyl; und an ydlichem ort hatt er X leg nach der weytt und noch der preyt und der thuren ist in der grossen wüst von Arabia auff dem weg, wann man zeueht in das chönigreich gan Ealdea und mag auch nymandt

15 dorzu chomen vor trachen und vor schlangen und vor anderm pöesem gewürme, des vil in der selbigen wüst ist; und den thuren hatt gepaut ein chönig und hatt gehayssen inn haydenischer sprach Nainrutt. Es ist auch ze mercken, das ein leg ist drey lampardisch meyl und vier stadia ist ain welsche meyl; ein welsche meyl soll

2o thausent schrit haben und ein schritt soll fünff schuch haben und ein schnch soll VIII untz haben; ein untz ist das erst glitt an dem daum.

Nun solt ir auch mercken vonn dem neuen Babilon. Das neu Babilon [ligt] vonn' dem grossen Babilon [und] ligt auff ainem wasser,

K das haisset Schat und ist ein groß wasser; und inn dem wasser sind vil merwunder und chomen auß dem indischem mere in das wasser. Und pei dem wasser wechst ein frucht auff paumen, die haisset tatel und die haiden hayssens kurma; und die frucht mag man nicht abnemen, pyß die storch hinein chomen und vertreyben die schlangen

»0 und die nottern, wann das unzifer wanung hatt unter den paumen und dorauff; und dorumb mag die frucht nymant abnemen von des unzifers wegen; und die frucht wechst zwir im jar. Es ist auch ze mercken, das man in der stat Babilon rett gemainiglich zwaierlay sprach, arabischen und persischen. Es ist auch ein gartten zu

s& Babilon do allerlay thiere in sein und der ist zehen meyl wegs weyt

* 1 entfernt von.

« السابقةمتابعة »