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haisset zu Sant Annen und do ist ein arm von Sant Johans Crisostimus und das merer tail von Sandt Stephans haupt.

Da ist ein gassen, als man will geen auff den perg Sion r da ist Sant Jakobs kirchen'. Und nicht verre von dem perg* ist 5 unser frauen kirchen und was ir wanung und starb auch do. Als man get auff den perg Sion, da ist ein capellen und in der selbigen capellen ist der stain der do wart gelegt auff das heyllig grab; inn der selbigen capellen ist auch ein seul, do unnser herre wardt an gepunden, do in die Juden schlugen, wann dasselbig ist

i0 Annas hauß * gewesen, der was der Juden pischolff. Und hinauff paß wol zwoe und treyssig staffell, do ist die stat, do unser herre seinen jüngeren die füß zwug; und doselbst nohandt wardt Sant Stephan begrabenn; und do ist der altar, do unnser frau hörett die engell meß singen *. In der selbigen capellen pei dem grossen altar,

i5 da sassen die zwelffpoten an dem pfingstag, do der heyllig gaist zu in cham; und an der selbigen stadt begieng unser herre sein ostertag mitt seinen junger n *. Der perg Sion ist inn der stat Jherusalem und ist höcher, dann die stadt; unter dem perg ist ein schöne purg, die hatt chönig soldan machen lassen; auff dem perg

a0 sind begraben chönig David und Salomon und vil ander chönig.

citadelle befindet; in der nähe des prätoriums hingegen, am Xystusplatze, befand sich der königspalast. der Hasmonäer, in welchem auch der tetrarch Herodes Antipas über Jesus zu gericht saß. 1 Am nordfuß

des Zion befindet sich die den Armeniern gehörende kirche s. Jacobus major. 2 Es muß hier heißen: auf dem perg. 3 Nicht an das

haus des Hanna, welches sich noch innerhalb des heutigen Jerusalem befindet, knüpft sich die oben mitgeteilte tradition, sondern an das des Kaiphas, seines schwiegersohnes, das an den platz des armenischen Zionklosters außerhalb der stadt verlegt wird; in der kirche steht ein altar, der den verschlußstein des hl. grabes einschließt, ein nebengemach gilt als gefängnis Jesu; hingegen befindet sich die geiselungssäule nicht mehr hier und es dürfte die in der sog. erscheinungskapelle der grabkirche stehende wahrscheinlich mit ihr identisch sein (Bädeker s. 206. 243). 4 Unter einem altarbild der geistkirche

auf Zion, welches den tod Maria darstellt, standen die worte:» Exaltata est sancta dei genitrix super choros angelorum < (Sepp I, s. 519). 5 Schon frühzeitig verlegte man in das sog. cönaculum auf dem Zion den ort der einsetzung des abendmahls, später auch die fußwaschung, die ausgießung des hl. geistes und den tod Marias (Meyer).

Enhalbs deß pergs Sion und Salomons tempell, do ist das hauß, do unnser herre die junckfrauen erquicket von dem tod. Auch ist [doselbst] begraben Ysaias der prophett. Vor der stat Jherusalem ist ein perg , do ligt Samuel der prophet be

5 graben '.

Zwischen dem perg Oliveti und Jherusalem, da ist das tal Josaphat und gelangt an die stat und do gett ein pach; hinauff pas in dem tal Josaphatt ist unser frauen grab und do geet man viertzig staffel unter die erden zu dem grab; nicht verre davon

10 ist ein kirchen da sein begraben Jacob und Zacharias die propheten. Ob dem tal ist der Ölperg; zunächst bei dem perg ist der perg Galilea2.

Von Jherusalem an das tot mer seind zwai hundert stadia *

. und ist hundert und fünfftzig praitt \ Der Jordan rint in das tot

i5 mer und nicht verr davon, da ist Sant Johanns kirchen *; und ain wenig hinauff paß da padent sich die Christen gema[i]niglich in dem Jordan "; der Jordan ist nicht groß und nicht tieff; er hatt aber gut visch; und chompt von einem perg und entspringt von zwaien prunnen, der ain hajst Jor und der ander Dan; und von

20 den zwaien prunnen hatt er den nam '; und rint durch ein seu und rintt unter ein perg hin und chompt auff ein schöne weytten, do haben die haiden offt marckt im jar dorauff. Auff der selbigen

1 Diese nordwestlich von der stadt gelegene anhöhe heißt heute noch Nebi Samwil (prophet Samuel). 2 Die nördliche kuppe des Ölberges führt die namen Galiläa oder Viri Galiläa, zu welchen benennungen die Bibelstellen Matth. 28, 16 und apostelg. 1, 11 den anlaß gaben (Sepp I, s. 694). 3 Der weg von Jerusalem über Jericho an das tote meer beträgt zu pferde neun stunden (Meyer). 4 Die größenverhältnisse des toten meeres wurden bis in die neueste zeit bedeutend überschätzt (Guthe I, s. 495); so beträgt auch die gröste breite nur 2'A, geographische meilen (Klöden IV, s. 115). 5 Es ist das jetzt in ruinen befindliche sogenannte Johanneskloster (Mar Yuhanna) gemeint, welches sich angeblich über der grotte, wo Johannes, der täufer, lebte, erhob. 6 An der Jordanfurt, welche sich zwanzig minuten unterhalb des Johannesklosters befindet, pflegt für die griechischen pilger ein bad unter leitung ihrer popen den schluß der Osterfeier zu bilden (Meyer s. 153). 7 Die mittelalterlichen autoren führen fast ausnahmslos den namen Jordan auf die zwei zuflüsse Jor und Dan zurück, was etymologisch falsch ist (Sepp II, s. 317). (Die bildung eines flußnamens aus den weytt ist Sandt Jacobs grab; und auff dem selbigen veld lagen wir ze veld mitt einem jungen chönig' wol mitt XXX thansent man, wann der Türcken chönig hett uns im gelihen. Es sein auch vil Cristen umb den Jordan und haben auch vil kirchen dopey.

e Es ist auch zu mercken, do man zalt vonn Christ gepurt zwelflhundert und achtzigk jare, do gewonnen die haiden das heyllig grab.

Ebron ligt von Jherusalem siben leg 2 und ist auch die hauptstadt zu Philistin; zu Ebron sein patriarchengreber Adams, Ab

10 rahams, Ysaacks und Jacobs und auch ir weyber Eva, Sara, Rebecca und Lia 3; und ist ein schöne kirchen [da] * und der hüten die haiden gar wol und haben die kirchen in grossen eren von der heilgen vetter wegen, die do ligen; sie lassen auch chainen Christen noch chain Juden dorein, er hab dann urlab von chönig soldan *,

i5 wann sie sprechen, wir sein nicht wirdig, das wir gen sollen an so heyllige stete.

Vor der stadt Misser und haissentz die Christen Cair da ist der gartten, do der balsam innen'wechst; auch wächst er nyndert mer, dann doselbst* und inn India de wechst er auch. Chönig

20 soldan nimpt groß gut von dem balsam ein'. In velschen auch die haiden vast mitt mancherlay das sie darein thun und die kauff

nainen der quellflüsse finden wir hingegen bei der Dordogne). In wirklichkeit entsteht der Jordan aus drei quellflüssen: Nahr-el-Hasbani, Banias und dem sog. kleinen Jordan. 1 Faradsch gelangte im alter von dreizehn jahren zur herrschaft und hatte sogleich nach seiner thronbesteigung den aufstand in Syrien zu bekämpfen. 2 Diese entfernung stimmt mit der bei Raumer (s. 201) angegebenen überein; zu pferd wird der weg von Jerusalem nach Hebron in 5V2 stUnden zurückgelegt. 3 Die patriarchengräber befinden sich in der höhle

Machpela in Hebron; die von Adam und Eva sind jedoch nicht darunter. 4 Über den gräbern ist die große moschee Haram, eine ehemalige christliche basilika (Meyer). 5 Muslimischer fanatismus versagt jedem ungläubigen den zugang zur moschee. Die fremden werden bis an den eingang des innern hofraumes geführt; weiter vorzudringen, ist nur möglich auf grund eines speziellen fermans, wie er in neuerer zeit nur dem prinzen von Wales (1862), dem marquis von Bute (1866) und dem kronprinzen von Preußen (1869) erteilt wurde (Meyer). 6 Wenige kilometer nordöstlich von Kairo liegt ein dem khedive gehörender garten, welchen die Araber Ain Schems (sonnenauge) nennen; jahrleutt und die apoteker, darumb, das sie vil doran wollen gewinnen; aber rechter balsam ist lantter und clar und ist gelvar und hatt ein starcken geschmack, ist er aber dick und rot, so ist er nicht gerecht; nempt ainen tropfen balsams in die handt und halt in

5 gegen der sunnen, ist der balsam gerecht, so mugt ir der hitz von der sunnen nicht geleyden, wann euch dünkt, ir habt sie gar in ainer grossenn glut; nempt ein tropfen balsams an ain messer und halt das messer gegen ainem feur, print der balsam, so ist er gerecht; nempt ein silbere schalen oder ein silberen pecher vol gaiß

10 milch und rüert sie vast und thutt ein tropffen balsams dorein, ist er gutt, so gerint die milch zestund; und mitt dem bewärtt man den balsam.

44. (41.) [Die vier flüsse des paradieses.]

[M]itten inn dem paradeiß do ist ein prunnen, do entspringendt i5 vier wasser auß, die gendt durch mancherlai landt. Das erst haist Vison, das rintt durch India, in dem wasser vindt man vil edells gestains und golt. Das ander haist Nilus, das rint durch Morenlandt und durch Egipten. Das tritt haist Tigris, das rint durch Asia 2 und durch das groß Armenia. Das vierdt das haist 20 Eufrates, das rint durch Persia und durch das clain Armenia.

Von den vier wassern han ich treu gesehen: das ein ist Nilus, das ander Tigris, das tritt Eufrates; und in den landen do die wasser durch rynnen, da pin ich gewesen manichs jar und han guts und args versucht, davon vil ze sagenn were.

36 45. (42.) [Die pfefferpflanzungen in Indien.]

[I]n der grossen India pin ich nicht gewesen, do der pfeffer wechst, aber ich han es wol vernummen von den haidnischen landt'farern, die es gesehen haben, woe er wechst oder wie er wechst.

* hunderte lang glaubte man fälschlich, daß nur hier die balsamsträucher gedeihen könnten (Ebers). 1 Der sultan Bursbai untersagte

den Privatleuten den handel mit gewürzen; außerdem erwarb er alle aus Indien kommenden waaren auf eigene rechnung und ließ sie durch seine beamten für hohe summen verkaufen (Ebers). 2 Vielleicht ist Assyria zu lesen.

Ich han gehört, er wachß pei ainer stadt, die haisset Lambe unnd do wechst der pfeffer in ainem wald, ist wol XIIII tagweyd langk; inn dem selbigen wald sein zwoe stet und vil dörffer und die seind all christen und ist groß hitz, do der pfeffer wächst. Der

e pfeffer wechst auff paumen, die sein gleich wilden Weinreben, und der pfeffer ist schlehen gleich, die weyl er grün ist, und sie pinden in an stecken als die weinreben; und die paumen tragen sein gar vil und wann er zeittig ist, so ist er grün, so list man in ab sam die weinper und terren in an der sunnen als lang, piß er türr

10 würdt. Es wachsen treyerlay pfeffer, langer pfeffer, weysser und der schwartz, und der wechst mitt den pletern; darnach wechst weysser und der ist der pest und den behalten sie in iren landen und sein wechst nicht als vil als des anderen. Es seind auch vil [natern] da von der großen hitz wegen, die da ist; und etlich

'i5 sprechen, wann man den pfeffer will ablesen, so machen sie feur in den walt und vertreyben die schlangen, dorumb wer der pfeffer schwartz; unnd das ist nicht, wann macht man feur dorein, so würden die paumen türr und trügen nicht mer. Wisset das sie ire hendt waschen von öppfel, die hayssendt limon, oder mitt an

20 derem krautt, das sie haben, so flichen die schlangen von dem gesmach und also lesen sie den pfeffer an sorgen.

Inn dem selben land wachsen auch gut ingwer und vil ander gutter spetzerey und gewürtz.

46. (43.) [Alexandria. Der wunderbare spiegel daselbst.]

25 [A]llexandria ist wol pey siben welschen meylen lanck und pey treyen prait und ist ein schöne stadt. Und das wasserNilus rintt pey der stat in das mer und die stadt hatt anders chain wasser ze trincken, dann das selb wasser; sie haben es gelaitt in cisternen in die stadt. Es chompt grosse chauffmannschafft auff dem mer

so dahin auß wälschen landen von Venedig und von Genau; zu Allexandria haben die von Genau ir aigen chauffhauß und desgleichen die von Venedig haben ir besunder chauffhauß. Zu Allexandria ist gewonheitt, wann es vesperzeitt würdt, so müssen die Walchen alle in ir chauffheuser gen und dören dornach nymmer in der

85 stat umbgen, wann es ist verpoten bey leyb und pei gut; so chompt dann ein haiden und spert die chauffheuser zu und tregt die

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