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Zehntes Jahrhundert.

Odo v. Clugny, geb. 880, gest. als Abt von Kloster Clugny in Burgund. Er verbesserte den Kirchengesang sowohl durch eigene Dichtungen, als die denselben beigefügten Compofitionen.

Odo Cluniacensis.

Summi parentis unice,

Vultu pio nos respice
Vocans ad arcem gloriae
Cor Magdalenae poenitens.

Amissa drachma regio
Recondita est aerario,
Et gemma deterso luto
Nitore vincit sidera.

Iesu, medela vulnerum,
Spes una poenitentium,
Per Magdalenae lacrymas
Peccata nostra diluas.

Dei parens piissima,
Evae nepotes flebiles
De mille vitae fluctibus
Salutis in portum vehas!

Uni Deo sit gloria,
Pro multiformi gratia
Peccantium qui crimina
Remittit et dat praemia.

Odo v. Clugny.

Des Vaters eingeborner Sohn,

Sieh nieder auf uns von dem Thron, Der Magdalena's reuig Herz

Zum Heil einst rief aus Erdenschmerz.

Die Drachme, die verloren ging, Zurück des Königs Schaß empfing, Die Perle, von dem Schmuß befreit, Strahlt über alle Sterne weit.

Herr! der alle Wunden heilt, Dem Reu'gen Hoffnung stets ertheilt, Laß uns von allen Sünden rein Durch Magdalena's Thränen sein.

Gottesmutter, mild und groß, Du führe Eva's sünd'gen Sproß Durch dieses Lebens Wogenfluth In deines Heiles Hafens Huth.

Dem Einen Gott die Ehre sei
Für seine Gnaden vielerlei,
Der allen Sündern gern verzeiht
Und Himmelsseeligkeit verleiht.

Elftes Jahrhundert.

Petrus Damiani, Bischof von Ostia, geboren zu Ravenna 1002, gest. im Kloster St. Croce d'Avellano am 13. Febr. 1072. Er war ein sehr fruchtbarer Hymnendichter, deren aber nur wenige in kirchlichen Gebrauch gekommen find.

Hermanus (Contractus, der Gebrechliche), Graf von Behringen, geb. 1013. Mönch im Kloster Reichenau in Schwaben, geft. 1054 auf seinem väterlichen Schlosse Aleshusen. Sein »Salve regina« ist ein namentlich bei italienischen Schiffern als Schußlied in Sturm und Nöthen hoch in Ehren gehaltener Gesang.

Benno v. Meißen, Graf v. Waldenburg, geb. zu Hildesheim im Jahre 1001, wurde im Jahre 1066 Bischof v. Meißen, als welcher er 1107 starb.

Marbod, geb. in der Grafschaft Anjou, später Bischof von Rennes in der Bretagne, wurde im hohen Alter blind und legte seine Würde nieder. Er starb als Mönch im Kloster zu Angers 1123.

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