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Quum me iubes emigrare,
Iesu care, tunc appare,
O amator amplectende,
Temet ipsum tunc ostende
In cruce salutifera.

Vanitas mundi.

Quum sit omnis homo foenum 79
Et post foenum fiat coenum,
Ut quid, homo, extolleris?
Cerne, quid es et quid eris:
Modo flos es, et verteris
In favillam cineris.

Per aetatum incrementa
Immo magis detrimenta
Ad non esse traheris.

Velut umbra, quum declinat,
Vita surgit et festinat,

Claudit meta funeris.

O sors gravis, o sors dura,
O lex dira, quam natura
Promulgavit miseris!

Homo nascens cum moerore
Vitam ducis cum labore

Et cum metu moreris.

Und wenn Du befiehlst zu scheiden,
Laß den Anblick Deiner Leiden,
Der Du liebend uns umfaßtest,
Jesu, wie Du einst erblaßtest
An dem Heilsstamm, mich erfreun.

Hinfälligkeit der Welt.

Mensch! was soll dein Ueberheben!
Schwantes Rohr nur ist dein Leben,
Jezt noch frisch dann faules Laub.
Dent, was bist du, wirst du werden,
Kaum noch Blume dann zur Erden,
Wie ein winzig Häuschen Staub.

Durch der Jahre flüchtig Jagen
Wirst stets rascher du getragen
Zu des Daseins Schluß hinab.
Wie ein Schatten, der vergehet,
Drängt das Leben und verwehet
Und sein Endziel ist das Grab.

Welch ein schweres Loos hienieden.
Hat uns Armen doch beschieden
Der Natur so hart Gebot!
Weinend kommt der Mensch in's Leben,
Kampf und Sorgen hingegeben,

Und er stirbt in Furcht und Noth.

Ergo si scis qualitatem
Tuae sortis, voluptatem
Carnis quare sequeris?
Memento, te moriturum

Et post mortem id messurum,
Quod hic seminaveris.

Terram teris, terram geris,
Et in terram reverteris,
Qui de terra sumeris.

Cerne, quid es et quid eris:
Modo flos es et verteris
In favillam cineris.

Contemptio vanitatis mundi.

O miranda vanitas!

O divitiarum

Amor lamentabilis!

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O virus amarum!

Cur tot viros inficis,

Faciendo carum,

Quod pertransit citius,

Quam flamma stupparum.

Weil du, wie dein Loos beschaffen,
Weißt nun, mußt du dich entraffen
Aller Fleischeslust und Gier.
Nimmer darfst du es vergessen,
Daß du stirbst und dann gemessen
Wird, was du gesäet hier.

Erde hegst du, Erde pflegst du,
Und zur Erde wieder trägst du,
Erde dich, der Erde Raub.

Sieh was bist du, wirst du werden,
Kaum noch Blume dann zur Erden,
Als ein winzig Häuschen Staub.

Verachtung der Eitelkeit der Welt.

Wunderliche Eitelkeit !

Jammervolle Liebe

Zu den Schäßen dieser Zeit!

ihr gift'gen Triebe!
Waruni steckst du Männer an
Und machst dich so theuer?
Bist doch nur ein eitler Wahn,
Nur ein flackernd Feuer!

Homo miser, cogita:
Mors omnes compescit,
Quis est ab initio,

Qui morti non cessit?
Quando moriturus est,

Omnis homo nescit,

Hic, qui vivit hodie,

Cras forte putrescit.

Dum de morte cogitc, Constristor et ploro, Verum est, quod moriar Et tempus ignoro. Ultimum, quod nescio, Cui iungar choro;

Et cum sanctis merear

lungi, Deum oro!

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