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5 fl. 10 $ % (12 fl. 40 fr.) und 61), MIt. Haberbet, Rintheim 34 fl. (77 fl. 38 kr.), Hagsfeld 54 fl. (123 fl. 18 kr.), Büchig 20 fl. (45 fl. 40 kr.), Blankenloch 43 fl. (98 fl. 11 kr.). Jeder Drt gab zu jeder Bet noch einen Vogtsgulden.

Da von Wolfhartsweier im Jahr 1532 keine andere Bet erwähnt wird, als jene von den 18 Huben des Ortes, lo scheint das steuerbare Grundeigenthum dieses Dorfes nur in jenen geschlossenen Bauerngütern bestanden zu haben, die zusammen 2061/2 Morgen umfaßten, wonach durchschnittlich auf den Morgen 71/2 " Bet gelegt waren (S. Bd. 5, 141 flg.). Langenalb gab auf Micheli Bet an Geld 7 fl. 2 Bar und auf Martini 36 MIt. Bethaber im Jahr 1527, aber keinen Vogts: gulden, diesen aber bezahlte Ellmendingen zu jeder Bet, deren beide Termine 160 fl. betrugen.

Ich habe keine badische Münzordnung von 1532, aus einem Gutachten von 1559 ist aber ersichtlich, daß damals in Durlach aus der achtlöthigen Mark 145 Schillinge geprägt wurden, deren jeder 6 r enthielt und 28 einen Gulden oder 15 Bagen machten. Demnach war der Schilling nach der jebigen Scheibemünze werth 51/29 fr. oder 53/5 fr., der Bagen ungefähr 1042 fr. und der Gulden 2 fl. 3617, kr., also um 19 fr. höher als 1577, woraus sich ergibt, daß z. B. die Bet von Durlach mit 600 fl. im Jahr 1559 einen feßigen Werth von 1565 fl. batte, während dieselbe Betsumme im Jahr 1577 nur noch 1217 fl. werth war, und so die andern Beten nach Verhältniß.

Der Betansaß von 712 I per Morgen zu Wolfhartsweier war mit Einsgluß der Betfrucht höher als die Bet zu Grünenwettersbach, das nahe dabei liegt. Dieses Dorf war früher wirtenbergisch und im I. 1506 machten Markgraf Christoph von Baden und Herzog Ulrich von Wirtenberg einen Vertrag über die Bet der In- und Ausmärker baselbst. Darnach sollten die Ausmärker von Busenbach, Reichenbach und Eßenrod von ihren Gütern in Wettersbacher Gemarfung geben von dem Morgen Acker oder Wiesen 2 x Bet und 2 ch zu Landschaben, und von einem Morgen siebentheiliger Aeder 1 2 Bet und 1 h zu landschaden; weiter sollten sie weder für Roften des Landes noch des Amtes, der Reisen noch anderer Schäden beschwert werden. Außerdem aber sollten diese Ausmärker von jedem Morgen ohne Unterschied noch 2 ss für Landschaden zusegen, dagegen die Wettersbacher Ausmärker die Bet bezahlen, wie sie in den andern Gemeinden umgelegt wurde und weiter unbeschwert bleiben (Auszug bad. Urkunden fol. 287). Selbst mit diesem Zusage war die Bet in diesen Dörfern

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nicht so hoog als zu Wolfhartsweier, wahrscheinlich weil die Güter dort einen geringeren Preis batteri.

In Durlach und seinen Amtsorten wurde bis zu Anfang des vorigen Jahrhunderts die Abschäßung des steuerbaren Vermögens Pfüns Dung genannt und das Steuerregister Pfundbudy, weil der Geldansglag nach Pfund Pfenning gemacht war. Diese Vermögenssteuer muß man von der Bet oder Grundsteuer wol unterscheiden. Die Aeder theilte man nach der Güte in 4 Klassen, gut, mittel, schlecht (bös) und ganz schlecht (gar bös), Wiesen und Weinberge hatten gewönlich nur die 3 ersten Klassen. Im Jahr 1656 gab es sogar 5 Klassen von Aeckern, im Steueranschlag zu 12, 10, 8, 6 und 3 Pfb.no Weingärten zu 12, 10, 8 oder 7 Pfo.x, Wiesen zu 12, 10 und 7 Pro.nz den Morgen. Gärten : 1 Viertel Baumstück zu 4 Pfd., ein Simri Krautgarten 2 und 1 Pfd. Der Viehstand war also angeschlagen: 1 Roß zu 1 Pfb., 1 Fülen ebenso, 1 Kuh, Kalb, Schwein und Schaaf jedes zu 1 Pfd. Ein Fuder Wein 10 Gulden, 10 Malter Früchte zu 2 Pfb. Das Geldverhältniß war: 2 Gulden für 1 Pfb.ch

Im Jahr 1698 wurde die Schagungsanlage nach Gulden gerechnet, der Anschlag der 4 Aderklassen war 24, 16, 8, 4 fl., der Wiesen 40, 28, 16 fl., Weinberge 72, 48, 24, 8 fl., Wald 4 fl. Der Kaufpreis blieb zu Durlach für die Aeder noch derselbe bis 1702, die Wiesen aber standen durchschnittlich auf 30 und 20 fl. und die Weinberge auf 60, 40, 20 fl. Die Gärten auf 100, 80, 60 fl. In der Aufnahme von 1717 blieben sich die vorstehenden Preise bei Durlach gleichy, aber bei Größingen zeigte sich, daß der Steueranschlag nicht selten höher war als der Kaufpreis, denn die zwei lebten Klassen der Aeder kosteten im Handel nur 6 und 2 fl., die Wiesen nur 24, 10, 6, 2 fl. (Steueranschlag 30, 20, 10 fl.), Weingärten 24, 16, 8, 1 fl. (Steueranschlag 60, 40, 20 ff.). Die Baum- und Grasgärten lagen in der Steuer für 20 bis 30 fl., wurden aber verkauft zu 40, 20, 10, 6 fl. Der Wald wurde aber fast überall auf 4 fl. per Morgen angesegt. Zu Berghausen bestand ein ähnlicher Unterschied zwischen dem Kaufwerth und Steueranschlag; fener war für Aeder 16, 8, 2, 1 fl., dieser 20, 16, 8, 4fl., für Wiesen jener 20, 10,4, 2 ff., dieser 30, 20, 10 fl., für Weingärten jener 20, 12, 6, 2fl., dieser 50, 30, 15, 5 fl., für Baumund Grasgärten jener 24, 14, 8, 4 fl., dieser 40, 30 fl., für Krautgärten jener 30, 20, 10, 4 fl., dieser 64 fl. So war das Verhältniß in ähnlider Weise auch bei den andern Amtsorten Sölingen, Au, Wola fartsweier, Rüppurr, Rintheim, Hagsfelden, Blankenloch und Büchig.

Die Reduction der Geldwährung ist dahin angegeben, daß 1 Pfb.

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für 1 fl. 28 kr. und 14B für 60 fr. oder 1 fl. gerechnet wurden. Der Steueransaß war für 100 Pfb. % Steuerkapital an Grund- und Fahrnißvertnögen 365/46 kr., für 11 Pfb. 4 kr: , für 29/4 Pfb. 1 kr., für 1 Pfd. r 5/46 ft. Demnad wurde von 100 fl. Steuerkapital im 20 fl-Fuß an Steuer bezahlt 33/21 kr., was beinahe doppelt so viel beträgt als die jeßige Grundsteuer; die auf 19 kr. für 100 fl. Steuerkapital steht. Es ist klar, daß dieser Steuerfuß fene Gemeinden benachtheiligte, deren Grundstücke einen geringern Kaufpreis hatten als der Steueransdlag war, und daß dieser Nadtheil mit der Größe der Differenz zunahm. Dieser Ungleichheit konnte man nur abhelfen Durch eine größere Uebereinstimmung des Steueransúlags mit dein Kaufpreise, wodurch aber für die landgemeinden ein anderer Steuerfuß und öftere Abschätzung nöthig geworden wäre als für die Stadt. Wurden die Kosten der Abschägung auf die Gemeinde gelegt, so gieng die Ermäßigung der Steuer theilweise wieder verloren, indem der Steuerpflichtige als Mitglied der Gemeinde zu den Abschäßungskosten beitragen mußte, übernahm die Herrschaft diese Kosten allein, so verlor fie doppelt, nämlich diese Kosten und den Betrag, um welchen die Steuer durch Annäherung an den Kaufwerth der Grundstücke ermäßigt wurde. Man machte daher zu Durlad den Versuch, diese Koften zwischen der Stadt und der Herrschaft zu theilen, denn auf die Vorftellung der Stadt verfügte der Markgraf Friderich Magnus am 12. März 1701, daß er auf feine Kaffe die Tagsgebühren der zwei von ihm zur Schaßungsrevifion ernannten Commisjäre übernehmen wolle, dagegen die Stadt die Kosten der Affefforen, die sie zu diesem Geschäft bestellte, zu tragen habe.

Eine Schwierigkeit machte die Beiziehung der Gemeindsgüter oder Almenden zur Schaßung, welche die Herrschaft verlangte, die Sđagungscommiffion aber nicht räthlich und billig fand. Aus ihrem Berichte von 1707 geht hervor, daß auf den Almenden Herrschaftliche und gemeine lasten lagen, die an manchen Orten ihren Ertrag aufhoben. So hatte Blankenloch 100 Morgen Almendäder, wovon jeder jährlich der Herrschaft / Simri Korn zu „, landacht" geben mußte, ferner 24 Morgen Weingärten mit derselben Abgabe, beide Feldarten waren aber so schlecht, daß die Hälfte davon öd liegen blieb und die andere nur der Landacht wegen gebaut wurde. Der Almendwiesen waren 64 Morgen, fie dienten zur Erhaltung der Pferde, die aber Dafür die Frohnden verrichten mußten. Dasselbe war der Fall mit den 31 Morgen Almenwaide, die nur Nachts benügt wurde, weil man unter Tags das Vieh brauchte. Zu Größingen befam jeder Bürger

fährlich 1/2 Morgen Gras zugemessen, wofür er 24 kr. in die Gemeindsfasse bezahlte, welche davon der Herrschaft 30 fl. als Dehmengeld (decima) für den Schweinetrieb entrichten mußte, obschon es fein Ederic gab. Die Raufalmenden wurde auch halbmorgenweise jedem Bürger ausgetheilt, wovon die Wege, Stege und Gräben der Almenden zu unterhalten waren, die nebst den Frohnden auch Geldauflagen nöthig machten. Berghausen zahlte jährlich der Herrschaft für seinen Waidgang 48 ff. und 26 fl. Deymen oder Waldzins, obgleich es feine Schweine mehr in den Wald treiben durfte, weil derselbe zur Wildhegung bestimmt wurde. Die Eigenthümlichkeit der Verhältnisse in jedem einzelnen Orte machte die Anlage einer allgemeinen Schagung schwierig, indem ihre gerechte Vertheilung nicht von theoretischen Gründen, sondern von örtlichen Umständen abhieng, welche man berücksichtigen mußte.

Beleg ftellen. 1 In folgender Schrift ist die ältere literatur über das Steuerwesen angeführt und benußt: Ueber die Natur der Bede-Abgaben, von C. Chr. Eigenbrodt. Gießen 1826. 8. Beizufügen sind Bodmann's Rheing. Alterth. 2, 775 flg. über die öffentlichen Abgaben im Rheingau, welche Ab= handlung zunächst zu dem Umfang dieser Zeitschrift gehört, während fich jener mehr über ganz Teutschland verbreitet. Beiträge zur Finanzgeschichte von BadenDurlach zu Anfang des vorigen Jahrhunderts aus den Papieren des J. J. Schmauß habe ich in den Schriften des Badener Alterth.-Vereins 1, 341 fig. gegeben.

2 Eine kurze Probe solcher gleichartigen Benennungen mag hier stehen. Inferre heißt überhaupt Steuer zahlen. L. 1. Cod. 11, 30. Cassiodor Var. 11, 16. Dies Wort kommt noch im Mittelalter vor. Eigenbrodt 83. Die Steuern hießen im Augemeinen tributa. Cassiodor 1, 1. Da sie den teuta 'pchen Provinzen in Folge der Eroberung auferlegt wurden, so gilt von ihnen, was Gregor. Naz. orat. 9 p. 158 fagt: nóle jou póqwv nátepes Præbitio tributaria, Steuerzahlung. Ennod. epist. 9, 23. Aerarium publicum, Staatskasse. Ibid. Thesaurus sacer, dafselbe in der Amtssprache. L. 7. Cod. 10, 70. Susceptor der Einnehmer. Ibid. auch actor. Augustin. epist. 247, 3. Exactor der Erequent, Presser. Cod. 10, 70. Augustin. epist. 268, 1., Horrea fiscalia Herrschaftsspeicher. L. 6. Cod. 10, 70. Arcæ ratiocinium vel discussio , die Kassenrechnung. L. 11, 13. Cod. 10, 70. Unsere Formel am Schlusse der Rechnungen: Salvo errore calculi hatten schon die Römer, denn Augustin, de gest. Pelag. 11 fagt: sine præjudicio , quod in pecuniariis rationibus dici solet, melioris discussionis. Bei den Römern batten die Einnehmer der Naturalabgaben für Verlust und Schwand folgende Tantiemen für fich, nämlich ein Fünfzigstel vom Korn, ein Vierzigstel von der Gerste, ein Zwanzigstel vom Wein und Spec. L. 9. Cod. 10, 70. Bei der Naturalverwaltung wurde bis auf unsere Zeit der Abgang in ähnlicher Art verrechnet.

3 Die Wörter Einkommen und Einkünfte find eine Uebersexung von reditus,

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was zurüdkommt, feßen also ein Hinausgeben oder Ausleihen voraus. Das Wort redditus heißt Zurückgabe und bezeichnet eigentlich die theilweise Abtra= gung eines Kapitals, aber sowol reditus als redditus werden in den Urkunden überhaupt für den Begriff Einkünfte gebraucht. Gült, Gelt ift celtisch und heißt vertragsmäßige Abgabe, bildet also den Gegensaß zur exactio, die auf keinem Vertrage beruht. Jm Copialbuch von Salmannsweiler 3, 333 fteht in einer Urkunde von 1302. redditus, juxta consuetudinem quæ herrengúlt vulgariter appellatur.

4 Exactiones, contributiones, precariæ, sture waren Abgaben an die Gutsherrschaft in Franken. Guden. cod. 3, 258. Exactio, precaria sive stura, herrschaftliche Abgaben im Rheingau. Ibid. 3, 308. Bet, Steuer und Zins werden unterschieden. Zeitschr. 2, 366. 371. Exactiones seu sture, precariæ, von 1299. Guden. cod. 2, 292. Vergl. diese Zeitschrift 4, 292. Exactiones, stúrde seu llectæ von 1317. Cop.-B. von Salem 4, 59. Stura, precaria , exaccio, contributio, vier öffentliche Abgaben von 1311. Böhmer cod. Franc. 1, 399. Von der Stadt Lich in Hessen werden 1322 angeführt: Sturæ , exactiones, collecte. Baurs Urk.-B. von Arnsburg. S. 362.

5 Teloneum , quod vulgariter ungelth dicitur, . 1258. Günther cod. Rheno-Mos. 2, 290. Nec ungeltis nec theloneis, v. 1254. Schunk cod. dipl. 21. Die Verbraudjfteuer oder Consumtionsaccise ist rein fiscalisch, es liegt ihr weder ein Vertrag, noch eine Gegenleistung, noch ein Vermögen zu Grunde, daher wurde fie Ungelt genannt, d. . was man nicht schuldig ist, für dessen Zahlung es keinen Rechtsgrund gibt. So heißt es in einer Urkunde von 1290: indebitum, quod vulgo ungelt dicitur. Lang reg. boic. 4, 445. Vgl. Zeitschr. 5, 47. Aus diesem Grunde wird der Zou dem Ungelt gleichgestellt. Ueber die vielen Arten der Zölle f. Neugàrt cod. Alem. 1, 8.

6 Die Schaßung beruhte auf der Fassion und Abschäßung des Vermögens. Shre Leistung oder Zahlung hieß Beitrag, tributum, oder Geschoß. Apud potentissimum dominum securi divitias confitemur, tuta est enim subjectorum opulentia , quando non indiget imperator. Ennod. ep, 9, 23. Diese Stelle zeigt deutlich die vorübergehende oder außerordentliche Natur der Schaßung. Anselm v. Rappoltstein wird deßwegen im Chron. Colmar. bei Böhmer font. 2, 78 getadelt: quia 300 marcas in redditibus habebat, et tamen suos magnis exactionibus gravabat. Bedde, geschoß und fture find als allgemeine Abgaben der Bauern angeführt in Baur's Urk.-B. von Arnsburg S. 431. für Geschoß kommt auch Schaßung vor. Dafelbft S. 450. Beispiele von Schaßungen aus dem 13. Jahrh., die von 3 bis 5 Procent des Vermögens oder der Einkünfte stiegen, bei Kopp, Gefch. der eidgenöss. Bünde 1, 743–45. Das Concil zu Basel verlangte 1434 von der ganzen Geistlichkeit den zwanzigften Theil aller ihrer Einkünfte, Precarien u. dergl. als Steuer (stura). Pertz mon. hist. 12, 63. König Rudolf verlangte im J. 1284 von der Stadt Colmar eine Vermögenssteuer von 34/3 Procent, dem fie sich widersekte. Böhmer font. 2, 20. Das Schußgeld, welches die Juden dem Kaiser bezahlten, wurde Steuer genannt. Guden. cod. 3, 154. In Landau hieß es precaria , Bede. Btschr. 3, 301. König Adolf wollte gleich beim Antritt seiner Regierung von den Juden zu Frankfurt eine Steuer (exactio) erheben, aber der Schultheiß daselbft

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