صور الصفحة
PDF
النشر الإلكتروني

5

Hiernach läßt sich die Bergleichung mit dem Straßburger Anschlag oben S. 53 machen.

Die Rechnung wurde nach Pfund Heller geführt, ich kann aber nicht sagen, ob der Münzfuß in obiger Urkunde derselbe war, wie in der vorigen. War es der Fall, so wurden die Bürger zu Konstanz böber angelegt, als jene zu Straß= burg.

5. Der Städtekrieg gegen Wirtenberg. 1388.

Pferdkontingent von Konstanz. Anno (13)88 feria V post Margarete (16. Juli) consilium majus, Der groff råt (zu Konstanz) ist in ain fomen, das er nach gemainer ftett ordnung zwayhundert roff anlegen 1 wil, und das ist den vorgeschriben sibnen ze tünd enpholhen; die sond uff tusent phunt baller ain phårit ? legen beschaidenlich 3, und sunderlich uff femlich - lüt, denen phårit an lib und an gåt gemåff sind, und die sond och die pherit haben; wel aber alt sind und denen phårit ze ritend nit gemåff sind, die sond phenning dafür geben, von hundert phunt phenningen

i und fond die, denen ros uff gelait werdent, die selben roff haben, und die , die phenning sond alb wend 6 geben für die roff, die phenning och rihten und bezalen binnent ? zu unser frowen tag ze mittem ogsten (15. August). und war daz nit tůt, er sye frow alder 8 man, der müfi des dritten phennings me geben. Jtem und wår hundert ald núnczig phunt haller wert håt, es fye ligendes alder varendes, der fol 10 6 5. Davon geben.

Konftanzer Rathsbuch S. 184. Die Vermögen þis zu 90 Pfb. H. waren von der Kriegssteuer frei, die von 90 bis 1000 Pfo. lagen demgemäß in der Steuer, welche 5 vom Tausend betrug. Da die Ausgaben für den Krieg drin= gend waren, fo legte man auf die faụmseligen Steuerpflichtigen eine Geldstrafe von 334 3 Prozent thres Beitragø, erhöhte also denselben um ein Drittel.

1 Auf die Bürger umlegen. 2 Pferd. 3 nach genauem Ermessen. 5 für die Zahl ift eine küde. 6 rollen oder wollen.

Die beati Oswaldi (5. Aug.).

Der gross rgt hat sich erfent und ist daz mer worden, war so vil gütes wil geben, es sye from alder man, für sin phảrit, als im ift uff gelait ain pyárit ze foffend, daz sol man von im nemen für daz phårit. S. 185.

Hoew-schawer (Heubeschauer). Conrat Egli, Útrich im stainhus, Conrat Weber, die obgefchriben brye fond ieclich ledi 1 bówo, die in die statt ze verfoffenb funt showen, e daz ibt 3 da von verkofft wirt. und wie si den, pes paz bów ift , Kaifsend daz hów geben, also sol ers geben und niht anders. und

it folche.

7 bis.

8 oder.

2

ist, baz es inu getragen wirt, so sol ers in dem hus geben als túr als ers in dem scheff geben hat und nit türer. und sol man den lüten tróg messen, wer sie haben wil.

Item Hainrich Schrepher, ... Wiffhobt und Conrat Spicher hand gesworn vor grossem råt, recht tróg an bow und an strow je messend, als es von alter her komen ist, und dabi ze stand mit uffgebabnen armen; und daz si baz bów nit gevarlich schüttend , und sond odh den lüten daz hów gancz und unzerhowen ? geben. und werdent si innen, ald merkent si, baz ieman daz bów zerhowet ald debainen abzug ab sinem holcz tůt 8 niderthalb Hagnow 9, den sond fi laiden 10 bi iren ayden. ir widan 11, da si baz bów an tragend, die sond od gelich sin. und sond diff alles tůn und halten uncz ze dem zwölften tag (6. Jan.), der schierest funt, und von dem zwölften tag an ain ganczes jar, das schierest fünftig ist, ane alle geverde. Acta sunt hec anno lxxxvII feria III post Laurentii (11. Aug.). Das. S. 185.

um den Pferdeftand des Kontingents zu erhalten, mußte für die Beifuhr von Heu und Stroh gesorgt werden, was durch obige Verordnung geschah. 1 Schiffsladung.

2 kommt. 3 ehe daß etwas. 4 dem das Heu gehört. 5 herein, in die Stadt. 6 nicht betrügerisch in den Meßtrog schütten.' unzerschnitten. 8 fein Mepholz berkürzt. 9 Hagnau bei Meersburg. 10 anzeigen. 11 Weidengebind, worin das Heu auf dem Rücken getragen wird. Das Heu wurde nicht gewogen, sondern gemessen.

Anno (13)88. vigilia b. Bartholomei (23. Aug.). consilium majus.

Der råt båt föfft umb Conraten vom berg siben zentner und 25 (7) erins 1 und bligins ? gewigtes und vier wagan flain und grossi umb 30 & haller. die wagan und gewigt båt der råt enpholben Conrat dem Danman.

S. 186. Dies war ein Ankauf von Metal zu Munition. Die Wage und das Gewicht waren theils durch die Verpackung, theils durch die Schwere unterhieben.

Walther Swarcz (nebst 4 andern Bürgern, die sond spieff bestellen von nůwem uff

S. 186. Also rüftete man fich auf's Neue, weil man einen Angriff nach der Niederlage bei Weilerstadt befürchtete.

Hans Ruh (nebft 2 andern) sond bestellen, daz den erschlagenen lúten vor Wil gelut 3, gepbert und wachs fofft werb. Das. .

Feria II. post festum nativitatis b. Marie virg. Consilium maius (9. Sept.).

Der füfflút pfiffer, die by unsren süten waren in der rays, do gemainer stett volk vor Wil nider gelait 4 ward, hand gesworn vor grpffem råt der statt ze Costencz noch niemand von der selben statt nit

ze bekümrend, anzegriffend noch ze beswerend in dehain wiß von der vorgebabten rays wegen. S. 188.

Feria VI. post crucis. Cons. majus (19. Sept.).

Concz Schirmis von Ulm hat gesworn, das pherit, daz er vor Wil gewan, ze habend 5 uncz Martini, und ist das iemand da zwusdent kunt uff des richs stetten, der zů dem selben phårit sprich 6, dem wil er dar umb antwürten und rechts gehorsam sin. S. 189.

Die sabbati ante Galli. Cons. maj. (10. Dkt.).

Walther Swarcz (mit 4 andern Bürgern wurde beauftragt), ain haimlich rays anzelegend, ze ordnent und ze verkostenb. Die selb rays ward also angelait: Coftencz 18 spies. Ravenspurg 10 spielf. U'berlingen 12 spieff. Lindow 6 spieff. Sant Gallen 4 spieff. Phullendorf mit irm roßvolf.

Feria V ante Galli. Cons, maj. (15. Okt.).

Hans Lind und der Weber sond gan zů den forherren umb ain sidin tůdy, und Claus im bongarten und der Güttinger sond schaffen, baz gelut werd den erschlagenen lüten, won man uff morn ir begrebd und opber began wil.

Hug : Engelli, Walther von Hof, Haincz Cristan, Herman Geftnower und Sagen fond zesamen gan von der füff-soldner wegen, die erschlagen und oudy herwider fomen find von Wil, und sond mit denen rechnen und si ussrihten. S. 190.

Feria IV post Galli. Cons. maj. (21. Okt.).

Hans Ruh (mit 3 andern) sond me spieff bestellen, an die 50 spiesl, die uff gemain ftett sond bestellt werden.

S. 191. Diese 50 Spieße beziehen fich auf obigen Anschlag der Seeftädte, man fand aber diese 150 Reiter nicht hinreichend, und vermehrte das Contingent.

Erz. 2 Blei. 3 Läuten zur Seelenmesse. 4 eine Niederlage erlitten. zu behalten. 6 der auf das Pferd Anspruch macht. morgen den Gottesdienst für ihr Begräbniß. & es fteht durch Schreibf. Húff, der Mann hieß aber Hug.

1

5

7

6. Anftellung eines Büchsenmeifters auf Lebenszeit durch den Bischof Reinhart II

von Speier. 11. März 1449. Als myn herre meifter Peter Brunen von Obern Ehenheim zu eyme werd- und büdissenmeister uffgenommen hat.

Wir Reinhart von gots gnaden bischof zu Spier befennen und tun funt offenbar mit diesem brieff, das wir Peter Brunen von Obern Ehenbeim zu unserm werdmeister und büdsenmeister uffgenommen und mit ime überkomen laßen haben fur uns und unsere nachfomen bischove und ftieft zu Spier, also das wir ime finen leptage lang alle jar jer

lichen geben sollen von unser zoufchriberij und kellerij zu Utenheim , nemlich zwei hofffleit , als man andern dienern und knechten (půlget 3 zu geben, wann man kleyder giit, und sechzehen rinische gülden, geben malter forns, ain halb fuder wins, mit der bebusunge, und vier wagen mit holge darzu, und inag zu hofe geen essen, wanne er wil, als andere unsere diener und knechte daselbs. Daruff so hat er gelobt und zu den heiligen gesworn, uns, unserm stiefft und nachkomen getruwelich zu dienen, unsern schaden zu warnen und beimlichkeit zu ver(wigen, und sol auch alle zijt bereit sin, büdössen zu giessen, pulver und bůwe zu machen nach notdürfft und gelegenheit deß stieffts, als er dann bescheiden wirt; und ob er ytb fnechte barzu bedürffende ist, die follen wir ime tun zu geben von dem stiefft, und auch zu yder zijt einen leren, ob wir das an yn begerende fint. und wann wir fin zu fólichen unsern geschefften wieder und für gebruchende fint, so sollen wir ime zu zijten nach gestalt der fache ein pfert lihen, semlichs mögen vollenbringen, alles ungeverlich. Deß zu urkunde haben wir unser ingesigel tun benden an diesen brieff, der geben ist zu Utenheim uff dinstag vor sant Gregorien bag in dem jare, als man zalte nach Cristi unsers herren gebürt tusend vierhundert vierzig und nun jare.

Aus dem Cop.-Buch von Bruchsal zu Karlsruhe Nr. 12 b, fol. 92. Vergleicht man diese Bestaưung mit jener von Hagenau oben S. 58, so treten erhebliche Unterschiede sowohl im Dienfte, als auch in der Besoldung und den übrigen Verhältnissen des Büchsenmeifters Hervor,

· Philippsburg. ? Livrée. 3 pflegt.

7. Entschädigung für einen verlornen Ringpanzer. 21. August 1452.

Wir Reinhart von gots gnaden bischoff zu Spier tůn fünt offembare mit diesem briefe, als meister Heinrich Meyenberg, ringharnascher zit Offemburg, forderunge an uns und unsern stieft hat gehabt eins pangers und swinspieß halb zu sant Lamprechten eim syme fnecht genommen und in unser sloffe gein Ryrwiler for kommen fin; do befennen wir, das unsere lieben getrüwen Diether von Venigen amptman 2c. und Gerhart vom Stein von Arnecke uns barůmb uff hute alhie gutlich vereyniget und entscheiden, also das wir dem obgenanten meister Heinrich ein gnügen umb solid forderunge und den costen und schaden getan, als wir des ein quijtßbrief von ime haben ungeverlich. Zů urkunde versiegelt mit unserm ingetruďtem ingesigel, geben zu Udenheim uff mitwoch nach unser lieben frauwen tag assumptionis anno dom, milles. quadringentesimo quinquagesimo secundo.

Nota, gabe ime der zouschriber von myns herren wegen für das panger, swinspieß, costen und haben sechß gulden.

Copialbuch von Bruchsal Nr. 12 b. fol. 141, 142 zu Karlsruhe. Nach der Frankfurter Währung von 1458 (Bd. 2, 405) waren diese 6 Gulden in unserm ießigen Münzfuße werth 25 fl. 36 kr., wonach man den Ringpanzer auf 18 bis 20 Gulden anschlagen kann,

8. Steuerfreiheit für einen Armbruftmacher zu Pforzheim burch den Markgrafen

Karl į von Baden. 21. Jan. 1466. Wir Karle 24. bekennen mit diesem brieff, das wir von flyffiger beette wegen Michel Armbrusters des jungen an uns gelanget, und von besundern unsern gnaben, auch das er den unsern zu Pforzheim mit finem handtwerck desterbaß vor gesin möge, denselben Micheln gefryet haben und fryen ine in frafft dißes briefs fur uns und unsere erben, also das er sine leptag gang uß von sinem gåt, das er yegt hat oder hinfur gewynnt, mit den unsern zu Pforzheim nit sol pflichtig sin beete zu geben, oder frondienste zu tůnd. Ob er aber in fauff oder erbswise überkėme icht ligender gåtere, die uns vor beetbar gewesen werent, davon sol er dienen und tůn als andere die unsern, ußgescheiden, ob er kauffte oder sust uberkeme eyn bebusung, davon sol er nicht pflichtig, funder das in der vorgemelten fryung begriffen sin, alles ungeverlich. Zů warem urdund ban wir dem vorgnanten Micheln disen brief under unserm angehenditen insigel versigelt tản geben zu Pforzheim uf dinstag nach der heiligen Fabiani und Sebastiani tag anno domini M°. CCCC. LXVI°.

Aus dem badischen Freiungsbuch im Karlsruher Archiv Nr. 2. fol. 31. Das Wort Armbruster ist in dieser Urkunde zugleich Geschlechts- und Handwerksnamen, baher wird auch das Handwerk darin nicht besonders genannt.

9. Georg hubenschmidts zu Pforkheim fryung. 7. Febr. 1491. Wir Cristoff 2. bekennen mit disem brief, als Georg Hubensmidt hievor hinder uns in unser ftat Pforzheim gezogen ist, das wir da von befundern unsern gnaden und in ansehung, das derselb Georg fins handwerds geübt und subtyl ist, ine gefryet haben und fryen in kraft diß briefs fur uns und unsere erben also, das er, so lang er zů Pforks beim wonet, von allem finem gút, das er jekundt hat oder hinfur uberkompt, nit for schuldig sin, bete, stüre oder wachtgelt zu geben, noch frondienste oder andere dienste zů tůn, es fye wachen, thorhüten oder anders ; doch ußgenomen wes andere unsere burger und inwonere zu Pforzheim nach ußwisung unserer nuwen fryung, ordnung und policy, die wir ine yegundt haben geben, von ungert oder anderm zů

« السابقةمتابعة »