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jnvåll tů wider die brief etc. Geben ze Wien, an sampstag nach sant Peters und Pauls tag.

1393. Claus da vss von Banholz vff dem Schwartzwald thut fund, daß er, als abbt Johannes ze s. Blåsin, sin gnediger herre, jin vnd sinen erben die gnad vnd frúntschaft getan, daz sy jm vnd sinen nachkomen nach jrem tod nút me schuldig sigen, denn ain schlechten vall als das best vichhoupt, so sy lassent, vnd jerlichs aio fastnachthản diewil sy leben, dem Stifte ein Gegengeschenk gemacht mit der staingrůb vor dem hag vss, die sin vnd siner erben recht aigen was. Geben an s. Simon vnd Judas abent der zwaier zwölfbotten.

1396. Johanns von gottes genaden abbt des gotzhus ze sant Blåsyn beurkundet, daß ihm sein Waldpropft Claus von Inglifon vorgetragen, wie er ze gericht gesessen ze Bernowe vor des kaisers hus vnd da vor im Welti Binden seligen von Wolfliswiler tochter, des gotzhus aigen wib von dem lib, Hans Agstains eliche frowe, mit jrem fürsprechen da vfgab alles das gut, das sy hett oder noch gewunn, dem genanten jrem' man, vnd ouch verhiess, dasselb hinder dem obgedachten gotzhus anzelegent vnd da lassen beliben. Wer aber, daz sy vor jrm man abgieng, so sol dasselb gůt an jn vallen, vnd so sy vor jm 1 abgieng , sol sy es haben vnd niessen jr lebtag ane geuerd. Hieby waren, die harumb vrtail sprachen, Hanst Rest, Herman Kaiser 2, Hans Burger, Henni Cůnzen sun von Bernowe vnd ander erber lúte vil. Geben an s. Johanns tag des touffers.

1397. Gertrud, Wittwe des Klaus Maier sel. von Fronidwand, ihre ebeliche Tochter Verena und deren ehelicher Mann Bartholomä, Sohn des Hans Müller fel. von Thiengen, befennen, daß sie den sanft-blafischen Fronhof zu Fronschwand, welchen der genannte Klaus Maier gebauen, zur Hälfte von dem Stifte nach frondrecht vnd gewonhait, umb den zins, so man jerlich vnzhar davon geben, empfangen und davon ain rind ze Erschatz gegeben haben, mit dem, daß welches unter ihnen lebend over todt von dem Hof scheide, dem Gotteshaus das best houpt vich ze abzug geben soll, und daß fie gelobt, demselben weder ihren Leib noch ihr Gut zu entfremden, weder in stett noch vff burgen, vnd gemainlich an kain wonung oder gesåss, bei einer Strafe von 100 Pfund Häller, welcher die genannte Ger

1 Offenbar irrig ftatt er vor jr. Ich kenne diese Urkunde nur aus der Ab= frift im Waldamts-Copeibuche.

2 Der Name Qaiser oft ein noch jezt im Hauenfteintfchen fehr verbreiteter,

trud auch verfallen sei, wenn sie ainen vngenossamen man zur ee nähme. Geben vff vnser frowen abent als sy empfangen ward.

1398. Graf Hans von Habsburg, als österreichischer Landvogt, bestätiget den richterlichen Spruch der herzoglichen Räthe wegen FälYen und Erbschaften zwischen St. Blasien und dessen (eibeigenen Waldreuten von 1385. Geben ze Baden, am nechsten donrstag vor s, Magdalenen tag. Herrg. II, 781.

1399. Herzog leupold von Desterreich entbietet seinem lieben Dheim graf Hansen von Habspurg, pfleger zům Howenstein, seine Gnade und befiehlt ihm ernftlich, nadidem zwischen St. Blasien und dessen schwarzwäldischen Gotteshausleuten von der våll vnd erbe wegen Sprüche geschehen, das Stift bei denselben zu schirmen, und daß er wegen der übrigen stößigen Stüke sich auf nächsten Mai füge gen Remiswile, so man das dingrecht offnen wirdet, vnd selber daby sie vnd ouch jeglichen vf sinen eid frage vnd offnen heisse des gotzhus rechten vnd ouch der obgenanten lúte rechten, wie die von alter har komen, vnd ouch da engegen höre des gotzhus brief vnd vrkund, vnd fürbasser nach derselben öffnung jegliches teil by sinen rechten halte vnd schirme. Geben ze Ennzesheim, an montag pach s. Paulus tag als er bekert ward.

1401. Hans von Wittlisberg, sanft-blafischer Propft und Amtmann auf dem Wald, und Hänslein Keller, Vogt des Grafen von Habsburg, beurkunden, daß in dem Handel des Stiftes gegen Hans von Hünerholz, fäßhaft zu Inglikofen, wegen eines Falles an want, waffen vnd harnasch , so sin schweher , der des gotzhus aigen was, gelassen het nach sinem tod, zu Remetsweit gesprochen worden, was harnaschts derselb by sinem leben gehebt het von gebotts wegen des einungs vnd der einungmeister vf dem wald, das sol das gotzhus erben; hette aber er dehein harnasch gehebt von des burgrechts ze Waltzhuot wegen, das sol das gotzhus nit erben!. Ges geben Dienstags vor Pfingsten.

1403. Graf Hans von Habsburg, mit Ritter Henmann von Reinach und dem Schuldheißen Sendler von Baden, bestätiget

1 Es war also der Fall, daß ein fankt-blafischer Gotteshausmann aus der Grafschaft Hauenstein in dreifacher Weise zu Waffen- und Reisediensten verpflichtet sein konnte, für das Stift, für die Einung und für die Stadt, wo er das Bürgerrecht befaß. Man schließt aus diesem Verhältnisse leicht auf den Geift des hauenfteinischen Vorkes und auf den Charakter seiner Einungs= perfassung, um sich die späteren Bewegungen desselben zu erklären.

obiges Urtheil. Geben ze Cling now, an dem nechsten zinstag vor s. Paulus bekerung. Herrg. II, 797.

1403. Claus von Altbrugg, vndervogt uf dem walt, sizt öffentlich zu Gericht ze Birkingen in dem dorf, in der grafschaft des waldes, im Namen des Grafen Johanns von Habsburg, zů den ziten herr vf dem Schwartzwald, auf Befehl Hänslin Kellers, des obresten vogts uf dem wald, wie von dem waldshutischen Bürger Faber dem Romtur von Reiden im Argau die Vogteien zu Bilfingen und Wolpatingen zugefertigt werden. Geben am mentag vor sant Martis tag. Daselbst, 800.

1405. Bürgi Frischmann von Waldshut bekennt, daß er von St. Blasien empfangen habe für sich, seine Kinder und Kindesfinder, den Hof zu Eschbach unter dem Bedinge, daß er davon 3 Pfund Pfenning jährlich zinse und 4 Schilling Hagsteuer entrichte, ein gůt hus vf die hofst at des genanten hofs buwe mit aller zugehört in jaresfrist, wobei ihm, damit er es bauen möge, das Stift die Trotte zu Süngelen überlassen, ferner das holz zů einer stuben vnd zů einem gaden vnd zů zwein thorangen vnd sehs swellen 1 geben und den Zins auf 3 Jahre nad lassen soll. Es ligelt der Schuldheiß Hans Friderich von Waldshut 2. Geben am nechsten donstag vor sant Verenen tag

1 Diese Bestimmungen lassen uns einen Blick in die Bauart der damaligen Bauernhäuser geringerer Art thun. Das auf die Hofftatt geftellte Haus beffund hier aus einer Stube und einer Kammer mit Zubehörte, d. h. Herd, Estrich und Stallung. Hiezu lieferte für erftere beiden das Stift das Balkenholz, nämlich die 6 nöthigen Schwellen, die 4 oder 6 E &- und 2 Thorpfoften; das kleine Holzwerk für den Inbau hatte der Lehenmann selber beizuschaffen, was von weniger Bedeutung war , indem die Böden wahrscheinlich nicht vers dielt, sondern mit Lehm belegt wurden.

2 Ein ganz kleines Rundsigel mit einem Schildlein, worauf ein in die Höhe springender Hase fich zeigt. Die Umschrift ist größtentheils verdorben. für Eschbach ift vier zum Jahre 1326 ein Regeft nachzuholen. Hug ain frie von Gütenburg, ritter, vermacht an St. Blasien ze ainem selgeraite für sich und all seine Vorderen und Nachkommen einen Mutt jährlichen Kernengeldes von seinem wingarten, der gelegen ist in Esbach tal, den da buwet H. der Nothelfer, unter Vorbehalt der Wiederlösung um 10 Pfund Basler Münze, welche zu hinterlegen seien ze Waltzhůt in die statte, in aines burgers hus, der hablich vnd huslich sie, âne alle gevaerde ze behaltene vntz an das zit, daz man ain ander gelte damit koufen mag etc. Geben že Berowe in der burg, an s. Margareten tag. Das Sigel an dieser Urkunde ist leider völlig verdorben. Ihr Ausstellungsort war Bernau, obwol es deutlich „Berau“ þeißt, ivas sichtbar nur ein Schreibfehler ift. Bgl, diese Zeitdr. III, 363.

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1405. Graf Hanns von Habspurg, her ze Loufenberg, beurkundet als österreichischer landvogt, daß vor ihm und den andern Räthen er: (dienen seien Ital von Fridingen, der Propst, und Heinrich von Gundelwang, der Altpropst von Klingenau, im Namen St. Blasiens, sodann der Vogt zu Werr 1 und Fäfle Müller von da, im Namen derer von Werr, von der zůspruch wegen, so der abbt des genanlen gotzhuses zů sinen eignen lüten, die im tal ze Werre gesessen sind, vmb erb, vmb váll, gelåss vnd vngenossami wegen, und nach Berhös rung der Kundschaften, Reden und Widerreden beider Theile, er mit den Räthen den Spruch gethan, daß das Stift bei seinen alten Rech: ten und Gewohnheiten verbleiben solle und der vorgenanten Leute wegen, als es zů andern sinen eigen lúten habe, die vnder graf Hansen von Lupfen oder vnder andern herren, rittern vnd knechten gesessen sind; es seie denn, daß die Werrer ihre Befreiung mit Briefen oder andern Rundschaften nachzuweisen vermöchten. Die Räthe waren: Graf Hans von Lupfen, Graf Otto von Thierstein, Freiberr Walter von Klingen, Henmann von Reinad, Henmann Truchseß von Dießenhofen, Hans von Honburg, Burghart Schürli von Stoffeln, Rudolf von Fridingen, Hans Kriedy, Henmann von liebed und Dieterich von Blumened. Geben ze Schafhusen, an dem nechsten mentag nach s. Gallen tag.

1406. Nicolaus Gotsvogel sacerdos presentatus in rectorem ecclesie parrochialis Nóggerswil per Johannem abbatem monasterii s. Blasii, gelobt demselben und dessen Stifte eidlich servare fidelitatem et veritatem in licitis et honestis etc. Datum in festo beatorum martyrum Johannis et Pauli.

1407. Herzog Friderich von Oesterreich thut fund, wie ihm der Abt und Konvent von St. Blasien mit guter Rundschaft vorgebracht, daz die vnelichen kind jrs gotzhus aigenlút von alterhar an das gotzhus gehören vnd daran gevållen sollen, der sy aber etlich mass entwert worden, und da er nun dem Stifte mit besonderer Gnade geneigt, so habe er demselben folche Freiheit und Gewohnheit bestätiget und seze es auch wieder derselben vnelichen kind in nutzen vnd gewer, und wolle, daß es alle früheren Rechte in dieser Beziehung, in aller der masz als ander sin aigen lút, hinantfür ouch habe vnd niesse,

1 Das jezige Städtlein Wehr hinter Sädingen im Werradthale. Die alte Schreibung ift Werra, d. h. Werrach, wie Steina, Metma für Steinach und Metmach. Noch bis spät herab schrieb man Werr, bis das überflüffige, vielfach finnstörende y fich auch in diesen Namen eindrängte.

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on menglichs irrung vnd widersprechen, er befehle also allen seinen lieben Getreuen, Herren, Rittern und Knechyten, und gemeinlich allen Einungs meistern, Amtleuten und andern seinen Unterthanen auf dem Walde und anderweit, daß sie das Stift bei solchen Freibeiten, Rechten und Gnaden verbleiben lassen und es daran nicht beirren. Geben ze Schafhusen, an sontag vor vnser frowen tag purificationis,

1408. Der sankt-blafische Waldpropst Heine Baumgarter beurkundet, daß er mit dem Untervogte Kunz Ebner + zu Hächenshwand zu Gericht geseffen, wo Klaus Kaiser von Bernau geöff

wie jm ze Remiswil in dem dinghof offenlich erkennt wer, daz man sølte verhören die kundschaft, so er gezogen an brüder Hansen von Wittlisperg, der dozemal waldbropst was, vnd an ander lút, die by jm waren, dieselb kundschaft er do het; worauf ihm ertheilt worden, daz man jn darumb verhören sólt, und nun Hans von Wittlisberg mit guter Kundschaft von Leuten, die anwesend waren, do es gen Waldkilch ward gewiset vnder die linden, eidlich ausgesagt, daß diese Weisung nicht anders geschehen, denn ze aim vndergang vnd nit daz man die gåter do solt verrechtigen, worauf weiter ertheilt wors den, daß benannter Klaus dieser Kundschaft billig genießen möge und man ihm darüber einen Brief geben solle. Geben vf sant Katharinen tag.

1409. Bruder Markwart von Baden, Hauscomtur zu Beuken, und sein Convent bekennen, nachdem sie lange Zeit her den Heuzebenten des Maierhofes zu Birdorf, des aigenschaft vnd zůgehörd aber des gotzhus ze sant Blåsi ist, bezogen, haben die sankt-blafischen Eigenleute Heine Maier von Kießenbach und Gotfrid von Eschbach vorgebracht, wie si hetten horen sagen, daz vor ziten ein tagwan matten, genant Lóssmatt, ab dem meigerhof ze Birdorf were genommen vnd geben in die wideme , do die kilch ze Birdorf ingehört, har vmb das dannen fúr der obgenant meigerhof hów zehendes frig sölti sin, das doch nit gelútret wart, ob das also were oder nit, worauf sie (die Aussteller) mit dem Stifte freundschaftlich übereingekommen, den fraglichen Maierhof des Heuzehenden frei zu lassen und zu sagen (mit Ausnahme der núwen matte in der meigers holtz); were och, daz iemer núw bruch in holtz oder in felde beschehent, die ze dem meigerhof gehörent, sollen 8ch har vmb nit zehendes frig sin; es sint och

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1 Die Ebner sind ein ebenso altes und verbreitetes Sauenfteiner Geschlecht, wie die Kaiser, Tröndlin 26.

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