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der

PROVINZ SACHSEN

und

angrenzender Gebiete.

Herausgegeben

von der

Historischen Commission der Provinz Sachsen.

SECHSUNDZWANZIGSTER BAND.

Urkundenbuch der Stadt Magdeburg

von

DR. GUSTAV HERTEL.

Erster Band.

(Bis 1403.)

HALLE,

Druck und Verlag von Otto Hendel.

1892.

der

Stadt Magde burg.

Erster Band.

(Bis 140:2)

Herausgegeben

von der

Historischen Commission der Provinz Sachsen.

Bearbeitet

von

DR. GUSTAV HERTEL,
Oberlehrer am Pädagogium zum Kloster U. L. Fr.

Mit vier Siegeltafeln,

HALLE,

Druck und Verlag von Otto Hendel.

1892.

, HARVARD COLLEGE LIBRARY

DEC 6, 1905

HOHENZOLLERN COLLECTION

CIFT OF A. C. COOLIDGE

Einleitung

Die hervorragende Stellung, welche die Stadt Magdeburg im Mittelalter im östlichen Deutschland einnahm, rechtfertigt gewiss das Unternehmen, ihre Urkunden zu sammeln und der Öffentlichkeit zu übergeben. Die Gründung des Erzstifts durch Otto den Grossen 968 kam auch der Stadt Magdeburg zu gute, und wie das Erzstift an der Spitze der kirchlichen Verhältnisse im östlichen Sachsen und Slavien stand, so nahm bald in den weltlichen Verhältnissen die Stadt Magdeburg die erste Stelle ein. Anfangs zwar erscheint diese als völlig abhängig vom Erzbischof und tritt erst seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts mehr in den Vordergrund. Darum sind auch die eigentlich städtischen Urkunden vor dieser Zeit nur wenige. Vom 14. Jahrhundert ab beginnen dann die Kämpfe zwischen den Erzbischöfen und der Stadt, in welchen die letztere nun, besonders auch in ihrer Eigenschaft als Hansestadt, eine immer wichtigere und selbständigere Stellung einnimmt. Infolge der stetig wachsenden Handelsverbindungen, besonders aber als Ausgangspunkt eines weit verbreiteten Rechtes, nahm das Ansehen der Stadt schnell einen grossen Aufschwung. Dies zeigt sich gleichfalls in der immer mehr zunehmenden Zahl der Urkunden. Zwar hat Magdeburg aus dieser Zeit zwei neben einander hergehende treffliche Chroniken, die Gesta archiepiscoporum Magdeburgensium1 und die Schöffenchronik?, aber diese enthalten doch nur die grossen politischen und die bedeutenderen inneren Vorgänze, so dass zu ihrer Ergänzung notwendiger Weise die Urkunden hinzutreten müssen. Manche Angabe der Chroniken würde ohne die Urkunden nicht einmal genügende Erklärung finden, und selbst so hervorstechende Ereignisse, wie z. B. die Ermordung des Erzbischofs Burchard III., welche in sehr zahlreichen gleichzeitigen und späteren Quellen Erwähnung finden, treten doch erst durch die Urkunden in das rechte Licht.

Nachdem in der letzten Zeit die Geschichtsforschung sich besonders alich den wirtschaftlichen Verhältnissen und der Verfassung der deutschen

2 Deutsche Städte

1 MG, SS. XIV. herausgegeben von W. Schum. chroniken VII. Bd. herausgegeben von K. Janicke.

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