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rjui moiit le l'ait et bien et bei.
in l'estor abati

Guincel
et prist Gaudin de la Montaigne.

le roi de la Roge cite"

guot als ouch anderswä. 2781 zwene ritter vienger da zehant:

der ein Ginsei*) was genant,

der ander Gandin de Montein. 2769 dd sprach ein ritter zehant,

der was Royderodes genant,

daz er justieren wolde. 2775 gegen im er ze velde reit, 2796 daz im daz furbOege brach.

darmgQrtel und surzengel brast. 2801 er viel dd im misselanc

vorne ros wol drier schefte lanc.

2799 im beleip ein swachez phant,

der zoum zerbrochen in der hant.

2810 Erec der tugenthafte man

wart ze vollem lobe gesagt:
den pris het er da bejagt
und den sC> volleclfchen
daz mann begunde geliehen
an wistuom Salomöne,
an schoene Abaolöne,
an sterke Samsunes gröz.
sin mute dühte si so gndz,
diu gemäzte in niemen ander
wan dem muten Alexander.

Entscheidend für das Verhältniss beider Dichter ist namentlich letztere Stelle. Die Vergleichung von Salomon u. s. w. **) ist kein thatsächlicher Zug des Gedichtes, sie ist in demselben Geschmacke, den gerade Christian auch sonst sehr häufig zeigt, Personen seines Gedichtes mit anderen bekannten Helden und Heldinnen zu vergleichen; man sehe 418 1240. 2066. 4910. 5730. 5843. 6296. 6625. 6629. Unter den turnierenden Rittern ist kein Name, den nicht auch Chr. hätte. Am Schlüsse seiner Schilderung beschreibt uns H. die Freude und das Leid, das Enide bei dem Rufe der Waffenthaten Erec's empfindet (2825—50), ein Zug, der Chr. fehlt.

Nach dem Turnier nimmt Erec mit seinem Weibe Abschied, um in sein Land heimzukehren (Chr. 2261—64, H. 2858—64); sechzig Ritter begleiten ihn (Chr. 2286. 87, H. 2871. 72). Der Empfang in seiner Heimat ist bei Chr. mehr ausgeschmückt, namentlich fehlen bei H. die Geschenke, die die Unterthanen ihm entgegenbringen.

en son encontre a encontrd.

2194 ceingles ne reinnes ne peitrax
ne poent le roi retenir:
ä la terre I'estuet venir.
ensinc vola jus del destrier:
ne guerpit sele ne estrier,
et nes Ies rainnes de son frain
en porta totes en sa main.

2250

que tuit li Chevalier disoient
qu'il avoit le tornoi vaincti.

2256 il sembloit

Asalon de face
et de su lnngue Salomon.
de fierte resembloit lyon,
et de doner et de despandre
fu pareilz

le roi Alexandre.

*) Hanpt Glnses, aber der Reim (:bel) ergibt, daß Qinsel die echte Lesart ist **) Vielleicht lesen andere Hss. bei Chr. 22Ö8 de force resembloit Samvm.

Erec's Verliegen schildert Hartmann anschaulicher, doch treffen beide Dichter ziemlich überein. Namentlich verdient eine Stelle hervorgehoben zu werden.

2940 mais onques perce ne donoit 2957 swier deheinen turnei suocbte,

de riene moins ii ses chevaliers daz er doch beruochte

armes et rabes et destriers. sin gesellen algeliche

nul leu avoit tornoicment daz st vil vollecliche

nos i envoiaet richement von in selben mohten varn.

por tornoier et por joster, er hiez ei also wol bewarn

que qu'il li deussent coster. als ob er selbe mit in rite.

Als Enide von dem Tadel der Leute über Erec hört, ist sie betrübt; auch hier stimmen beide Dichter genau (Chr. 2451—60, H. 2998—3011). Besonders

2461 Tant li fu la chose celée 3012 Nu kam ez also nach ir site

qu'il avint une matinee daz er umb einen mitten tac

lä ou il jurent en lor lit. an ir arme gelac.

Der in die Kemenate dringende Sonnenschein ist Hartmann's Zusatz. Bei Chr. schläft Erec, bei H. wähnt Enide nur er schlafe. Sie klagt über sein Verliegen, ausführlicher im französischen Gedichte. Auf Erec's Drängen lässt H. sie die Befürchtung hegen, er möchte schlimmeres von ihr denken, wenn sie schweige. Im Folgenden ist Chr. weitläufiger: Enide wiederholt noch einmal die Beschuldigungen, die man von Erec sagt (2528—63), während H. nur ganz kurz referiert (3046—48). Hier hat der deutsche Dichter mit Takt die Redseligkeit seines Vorbildes gemieden, auch in dem was zunächst geschieht, den Zurüstungen zur Reise und der Abreise: hier entsprechen Chr. Verse 2566—2748 den Hartmann'schen 3052—91; dieser Unterschied wird hauptsächlich dadurch bewirkt, daß Chr. eine lange Klage Enidens einschiebt (2577 —98), daß Erec's Waffnung viel ausführlicher beschrieben ist (2612—40), daß Erec's Vater eingeführt wird, der den Sohn zurückzuhalten sucht (2671—2727) und endlich, daß eine wirkliche Abschiedsscene erfolgt (2728 — 48), während bei H. Erec mit dem Vorwande auszureiten sich entfernt und in der Küche sagen lässt, man möge das Essen bis zur Rückkehr bereit halten.

Erec's Abenteuer mit dem Raubritter und dessen zwei Genossen: bei Hartmann (3115) sind es drei Räuber. Chr. berichtet uns zuerst die Gespräche der drei Männer, die II. etwas später folgen lässt, aber in den Ausdrücken mit Chr. stimmend: 2786 seignor, savez, que je vos chant? 3189 Nu sprach ein roubsere

fait il h ces deux compaignons. ich sage iu liebiu rnserc. . .

se orendroit ne gaaignons, 3199 hie endet unser armuot.

mauvuis serons et recreant.. .

ci viuiit une dame molt bule. 3195 er füeret eine frouwcn.
ne sai s'ele est dame ou pucele;

maia molt est richement vestue. 3198 ir kleidcr sint herlich.

2804 je Tai veu premierement 3192 der häte st von erste ersehen,

et porce est droiz que je aille 3206 daz mir erloube.. .iwer niiint faire la premiere bataille'. die ersten just hie zestunt.

eil li outroient et il point. 3214 do gewerten se in der Sre. desoz l'escu se clot et Joint. den schilt er dd ze halse nam.

Bei Chr. bedingt er sich das Ross der Frau aus, bei H. sagt er nur, er wolle die Wahl am Raube haben, ohne sich näher zu entscheiden. Enidens Selbstgespräch ist bei Hartmann länger (3148—78, Chr. 2817—27) und in den Gedanken abweichend, aber dann heißt es wieder übereinstimmend: 2828 vers li g'en torne isnelepas 3l79her umbe si zuo im sach

et dit vorhtlichen unde sprach

sire, que pensez vos? sich uf, lieber herre. ..

ci vienent poignant apres nos 3184 dinen schaden mag ich nihtverdagen.

troi chevalier qui molt nos chacent. dir sint ritter nähe b!

paor ai que mal ne nos faernt. die dir schadent, mugen st.

Christian lässt auf diese Warnung hier wie bei den folgenden Abenteuern gleich Erec's Strafrede folgen, Hartmann, was passende» ist, nach vollbrachtem Kampfe, wo Erec auch bei Chr. nochmals die Drohung widerholt. Bei H. redet er mehr, worauf sie erwidert und er nochmals spricht: H. 2337—63 ist bei Chr. 2833—37. Die folgenden Zeilen Chr. finden sich bei H. so ausgedrückt: 2838 ceste fois iert pardonee: 3266 ich wil diz ungerochen liin.

mais s autre foiz vos avenoit, ob ez iu immer möre geschiht,

ja pardond ne vos seroit. ich vertrage ez iu niht;

und auf Erec's Tadel erwidert Enide bei Chr. wie bei H.: 2906 cele respont non ferai gie" 3257 sl sprach herre. . .

james sire, s'il ne vos plait. 3264 ez geschiht mir nimmer mere.

Bei beiden Dichtern muß Enide die Rosse pflegen. Den Kampf selber schildert Chr. eingehender (2841—97), H. nur kurz (3215—33), aber im Ganzen mit denselben Zügen. — Erec und Enide reiten une Hut 2909, bei H. dri nule 3292, als ihnen abermals fünf Räuber (H. 3297, vgl. Clir. 2911. 15) begegnen: was Hartmann von ihrer Gemeinschaft mit den früheren sagt, hat Christian nicht. Eniden's Selbstgespräch ist bei Hartmann ein wenig länger (3352—76), aber in den Gedanken zusammentreffend. Erec's Antwort auf ihre Warnung folgt bei Chr. wieder gleich, bei H. nach dem Kampfe, worauf Enide entschuldigend erwidert (H. 3399—3438, Chr. 2983—96). Der Kampf bei Chr. sehr ausführlich beschrieben (2997—3052), beschränkt sich bei IL auf wenige Zeilen (3385—98). Enide muß die fünf neugewonnenen Rosse führen (Chr. 3062 ff., H. 3439 ff.): ihre Führung schildert II. näher (3442—70) und meint sinnig, die wilden Rosse hätten sich ihr gefügig gezeigt. Chr. hat dafür eine Schilderung der Nacht, in der Enide bei dem unter einem Baume schlafenden Ritter Wache hält und über das ausgesprochene Wort klagt (3070—3104).

Es begegnet ihnen ein Knappe, von dem es übereinstimmend heißt:

3108 endroit midi uns eseuiers

lor viut devant en un valet.
avec lui erent dui vallet
qai portoient gasteax et vin
et gras fromages de Gayn.

3115 li eseuiers fu de gran vide.
quant il vit Erec

et Enide, bien aper^oit que il avoient

la nuit en la forest geu.

3489 nü bekam in üf dem wege

ein knabe, der het in stner phlege gesoten schultern unde bröt. 3495 ein kendel fuorter an der hant

mit wine.
3498 dö dirre knabe zuo reit,

ze vlize begunder schouwen die bekumberten frouwen. 3508 der knabe an im du wol sach daz er grözen ungemach die naht het erliten. Bei H. fordert der Knappe sie auf in dem Schlosse seines Ilerrn einzukehren, bei Chr. bietet er ihnen nur Speise und Trank an, was er nachher auch bei H. thut:

3128 sire, je crois et pans

qu ii nuit avez molt travaillie. 3133 se vos plait un po ä mengier, 3136 li gastet sont de bei frommt, bon via ai et fromages gras.

3531 mich dunket daz ir habt gestriten
und gröze arbeit erliten.
and twinge iueh dehein hungers not,
ich füer hie schultern unde bröt
unde vil giioten win.

Unbedeutend sind die Abweichungen, z. B. daß bei H. der Knappe Wasser in seinem Hute holt, damit sie sich vor dem Essen die Hände waschen. Dagegen stimmt wieder wörtlich:

3157 puis a devant aus estendue
la tonille sor l'erbe drue.
le gastel et le vin lor baille.

3165 quant maingie orent et be"u,
Erec cortois et sages fu.
amis fait il,

en guerredon
vos fais d un de mes chevax don.
prenez

celui

qui mieuz vos siet. 3173 et eil respont que il fera

volentiers qnanque lui plera.
puis vint es chevax, ses deslie.
le vair en prent, si I en mercie.

3551 die twehel leite er üf daz grt':
dar üf die spise diu da was,
fleisch bröt unde win.

3555 als si du gnuoc äzen
und wider üf gesäzen,
Erec sprach zuo dem knehte
knabe, ir sult von rehte
etelichen Ion enphün.

3564 gesell, nü tuot des ich iueb bit«
unde nemet hie die wal
under der rosse zal,
einz daz iu daz liebste si .

3574 der knabe daz vil gerne tete.

3579 als er dö ein roa genam,
des in aller beste gezatn,
dö gnadet er im verre.

Mehr weicht das Folgende ab: der Knappe bittet bei H. Erec, Eniden der Rosseleitung zu entheben, was Erec verweigert. Der Knappe fuhrt sie in das Schloß seines Herrn, der ihn fragt, von wem er das Ross bekommen. Der Graf ladet Erec und Enide ein zu bleiben: Erec lehnt es ab und begibt sich in ein Wirthshaus. Bei Christian lässt sich Erec durch den Knappen sogleich in ein Wirthshaus führen, der Knappe kehrt zu seinem Herrn zurück, der an ihn dieselbe Frage richtet wie bei H. (Chr. 3202, H. 3609). Bei H. reut den Grafen, der sich in die schöne Frau verliebt, daß er sie nicht zurückgehalten, und er geht in Erec's Herberge. Auch bei Chr. thut er letzteres, begleitet von drei Rittern (3252), bei H. von vieren (3721). Von hier an stimmen beide Gedichte wieder genau, so daß kein Zweifel über die Quelle sein kann.

3278 sire, fait il, je vos dum an t 3745 der grävo bat in fürbaz

congie, mais ne vos ennuit or, daz erz lieze äne haz

par cortoisie et par doucor

vuil lez cele dame seoir. ob er zno ir sieze. . .

3288 Erec ne fu mie jalous. des antwurt im Erec dö:

3290 sire, fait il, pas ne me poise. gemocht irs, herre, ich bin es fro.

3296 et li cuens s'est assis selonc. 3751 er sprach als er zuo ir gesaz:

3300 hay, fait li cuens, molt me poise 3756 mir erbarmde nie so sSre

qnant vos alez a tel vilance: weder man noch wip

als iwer wsetlicher lip.

grant ennui en ai et pesance. 3762 vil na ez minem herzen kam.

3306 ä vostre beaute covenroit 3767 nu /turnet ir wasrliche

granz bonors et grant seignorie. ze frowen an dem riebe.

3314 bien sai et voi que vostre sire wer gap iueh armen solhem man

ne vos aimme - der enmac noch enkan

ne no vos prise. iueh g§ren ze rehte?

3303 mais se croire me voliez, 3777 und hast mich iwer got gewert,

honor et preu i auriez, ir wahret bezzer eren wert.

et molt granz biens vos en venroit. weit ir, noch geschihtiu allez guot.

3310 vos seriez m'amie chiere 3792 daz ich iueh gerne machen sol

et dame de tote ma terre. ze frowen disem lande.

Namentlich entscheidend ist in Enidens Antwort eine Stelle:

3320 mieuz ameroie ie, fusse a nestre 3816 wan ich wolde erweln e
ou en un fen d'espine arse, daz ich lebende hie zehant

si qne la cendre tust esparse, ze pulver wurde verbrant

que j'eusse de riens fause.. . und man den zessete

3328 je non feroie en nnle guise. § ichz iemer getsete.

Auf seine Drohung (Chr. 3329—43, H. 3825 - 36) nimmt sie zur List Zuflucht: die erfundene Erzählung, daß Erec sie ihren Eltern ge

GERMANIA VII. 11

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