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4372 de quoi le Chevalier batoient st sluogn in an erbarmen

sd sere daz dem armen qai ja li avoient dou dos diu büt ab hin hie

la char rompue jusqu'as os. von dem houbet an diu knie.

5413 und w.x-re er begangen, 4366 con s'il fust pris a larrecin. an (liebes stat gevangen,

solher zuht wser ze vil. 4376 li corroit co.treval li sans, 5420 daz bluot regens wts flöz

si que li roncins estoit toz des rosses siten hin ze tal:

en sanc jusqu'au ventre desoz. ez was bluotic Ober al.

Ebenso groß ist im folgenden (H. 5428—55) die Übereinstimmung mit Christian (4379—400). Nur ist bei H. Erec's Benehmen sanfter, er sucht auf dem Wege der Güte mit den Riesen zu verhandeln: bei Chr. tritt er gleich entschiedener auf. Sein Kampf mit dem Riesen folgt im ersten Theile (5500—34) Schritt für Schritt der Beschreibung Christians (4421—36). Nachdem Erec beide Riesen erschlagen, erzählt H., daß den misshandelten Ritter inzwischen sein Ross fortgeführt, Erec aber nach den Blutspuren ihn aufgefunden und zu seiner arme geschickt, worauf ihm beide gedankt, der Ritter seinen Namen genannt und von ihm an Artus Hof gesendet worden. Bei Chr. bringt Erec den Ritter, der nicht vom Ross entführt wird, erst zur Geliebten, nachdem derselbe sich genannt und den Auftrag erhalten, nach Kardigan zu gehen. Als die Frau den Geliebten wiedersieht, weiß Chr. (4534. 35) nur zu sagen, sie habe sich gefreut, weil sie ihn nicht mehr zu sehen hoffte: psychologisch richtiger sagt H. (5599 — 5626): sie hatte Liebe und Leid, und knüpft daran ein Gleichniss

Erec kehrt zu Eniden zurück; auch im Folgenden ist Christian Vorbild:

4558 5709 ouch schiet vil balde

Erec toute voie ne fine wider üz dem walde

der tugentriche Erec de cbevauchier a grant esploit unde suochte den wec

lii oü Enide da er frowen Eniten

l'atendoit. sin e hiez blten.

4564 que toz ses cors cn sanc baignoit, 5719 des bluotes was er gar ersigen,

die siege heten in erwigen daz im diu varwe gar erbleich et li cners faillant li aloit. und im diu kraft so.nach entweich

daz er mit grözer arbeit a un tertre qu'il avaloit hin widere gereit,

chei toz ä un fais aval 5329 als sich der balptöte man

jusques sor le col dou chcval. zuo neigen began,

si con il relever cuida, als er erbeizen wolde,

wand er ruowen solde,

du was er so betoubet la scle et les estriers vuida, daz im daz houbet

vor den füezen nider kam. et chiet pasmez einen solhen val er nain

com s'il fast mort. daz er lac für tot.

lors commen<;a an dael si fort nü huop sich ein bitter not

und alles leides galle quant cheoir Ie vit. von disem valle

Enide in froun Eniten muote.

molt li poise quant ele vit. von jämer huop diu gnote

4577 en haut l'escrie... ein klage vil barmeclfche.

si tort ses poinz. 5755 dar nach sluoc si sich zen brüsten

4580 ses crins commence ii detirier 5759 daz här si vaste üz brach,

et sa tendre face dessire. an ir übe s! sich räch

nach v/iplichem site;

woran H. wieder eine allgemeine Bemerkung knüpft (5763 — 72), die bei Chr. fehlt. Eniden's Klage behandelt H. frei, doch mit übereinstimmenden Zügen: Chr. ist kürzer. Sie ruft den Tod (Chr. 4584, H. 5885) und wundert sich, daß er zaudert (Chr. 4620, H. 5894); sie klagt sich der Schuld an, weil sie das Wort gesprochen (Chr. 4588—93, H. 5940—53); sie will, weil der Tod sie verschmäht (Chr. 4622, H. 6045), sich ihr Recht wider seinen Willen nehmen (Chr. 4626, H. 6050); sie zieht das Schwert aus der Scheide (Chr. 4634, H. 6063) und betrachtet es (Chr. 4635, H. 6084); aber nur bei H. redet sie es an.

Es folgt das Abenteuer mit dem Grafen Oringles von Limors, wie ihn auch Chr. 4913 übereinstimmend mit H. 6121. 22 nennt, nicht li cuens orquilleus, wie Ginguene angibt. Seine Dazwischenkunft erzählen beide Dichter auf gleiche Weise. In seinem Gespräche mit Enide hebe ich als beweisend namentlich hervor: 4650 si li commence ä enquerre. .. 6171

s'ele estoit sa ferne ou s'amie. was er iwer amis ode iwer min?

Tun et l'autre, fait ele, sire . beide, herre .

Seine Trostrede, die bei H. passender, erst nachdem er sich mit seinen Gesellen berathen, folgt, ist zwar im Deutschen ausgeführter, hat aber denselben Gedankengang (Chr. 4657—72, H. 6215—80) und ebenso Eniden's Antwort (Chr. 4674—78, H. 6285—300). In der Anrede an seine Ritter, die bei Chr. der Graf erst im Schlosse angegekommen hält, zeigt sich zum Theil wörtliche Entlehnung: 4714 en dementres li cueus conseille 6185

ä ses barons priveement. er sprach ze den gesellen sin

ein dinc ist wol schin, 4718 vos povez bien apercevoir, daz muget ir wol schouwen,

a ce qu'ele est bele et sage, an dirre frouwen:

qu'ele est de molt gentil lignage.

sa beautez mostrc et sa francbise. 4716 seignor, fait il, isnelement

vail ceste dame recevoir. 4722 qu'en H seroit bien l'onor mise

ou (Tun roiaame ou d'un empire.

swü s! der ritter habe genomen oder swie si her si komen, si ist benamen ein edel wip: daz zeigt ir minnecllcher lip. 6196 nu rietet vaste min sin

daz ich st ze wibe neme. mich dunket daz si wol gezeme ze frowen Ober min lant. ich habe kurze an ir erkant, je ne serai ja de li pire. si ist mir gnuoc wol geborn.

Die eüige Hochzeitsfeier der widerstrebenden Enide (vgl. Chr. 4734—36, H. 6347—49) stimmt in allen Hanptzügen. Hartmann erzählt, daß der Graf Eniden zum Essen holen lässt und endlich selbst kommt (6357—79): dies weicht von Chr. ab, der hier ganz kurz ist (4739—42). Daß jedoch auch hier Chr. Werk, wenn auch vielleicht in einer vollständigeren Hs. (in dem gedruckten Texte stimmen die beiden Zeilen 4743. 44 nicht zum Zusammenhange) vorlag, lehrt die dann folgende Übereinstimmung in den Trostreden des Grafen. Er lässt sie auf einen Faltstuhl (faudestuel 4749, valtstuol 6429) sitzen, mit dem gleichen Zusätze (estre son vuel 4750, sunder dane 6426}. Bei H. ist des Grafen Rede rhetorisch kunstvoller, aber in den Gedanken auf Chr. beruhend.

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Er schließt mit der gleichen Aufforderung und Enide antwortet auf gleiche Weise:

4777 mangiez que je vos en semon.
sire, fait ele, je n'ai son.
certes ja tant con je vivrai
ne maingerai ne ne beurai
se je ne voi maingier aineois
mon seignor qui gist sor ce dois .

6505 na ezzent durch den willen min . dö sprach diu edel künegin herre, ir habt mir gnuoc gesaget.

6511 bi dem eide geloubet daz,

in minen munt kumt nimmer maz, min töter man enezze e;

worauf sie der Graf schlägt (Chr. 4790, H. 6520), seine Barone ihn tadeln (Chr. 4792. 94, H. 6528 ff.) und er dasselbe erwidert (Chr. 4801—3, H. 6545—48). Auf Eniden's Widerrede (Chr. 4805, H. 6574) schlägt er sie nochmals (Chr. 4806, H. 6577) und mit großer Übereinstimmung wird Erec's Erwachen geschildert.

4817 entre ces diz et ces ten<;ons 6586 da si so lüte begunde klagen,

revint Erec Erec fil de roi Lac

de paumoisons 6593 er lag in einem twalme

und erachrihte von dem galme ausi con li hons qni s'esveille. als der da wirf erwecket.

6597 er fuor üf von der bare von fremdem gebäre s'il s'esbahi, ne fu merveille, ■ und begunde mit den ougen sehen,

des genz qu'il vit environ lui. in wundert Wiiz im wsre geschehen

mais graut duel ot et grant ennui, und weste niht wier dar kam.

quant la voz sa ferne entendi. anderstunt er s! vernam.

dou dois ä terre descendi. 6614 üf sprang er mit grimme

4828 cele part cort oü il la voit. und rüschte vaste under si.

Bei Chr. ergreift Erec sein eigenes Schwert (4825), bei H. eins von den an der Wand hängenden (6616—18). Die Flucht schildern beide Dichter übereinstimmend (Chr. 4833—49, H. 6623-64); aber H. anschaulicher, mit mehr individuellen Zügen, er fügt auch eine Entschuldigung hinzu, warum in diesem Falle die Flucht keine Schande gewesen (6665—86). Überall tritt uns sein liebevolles, an den handelnden Personen wie an Bekannten theilnehmendes Gemüth entgegen, während der französische Dichter trockenes Sinnes nur den ihm vorliegenden Stoff wiedergibt und höchstens eine Sentenz, ein Sprichwort einschaltet. Die Art und Weise, wie Erec wieder zu seinem Pferde kommt, ist in beiden Gedichten dieselbe, nur mit dem Unterschiede, daß die Begegnung mit dem Garzun (Chr. 4861, H. 6714) im französischen Gedichte noch innerhalb des Burgthors geschieht (vgl. Chr. 4874, H. 6707). Die Versöhnung Erec's mit Eniden stimmt überein. Bei j-Iartmann bringt ein aus Limors entronnener Knappe dem König Guivrez Nachricht von dem Geschehenen (6812) ff.), bei Christian allgemein la novele (d. i. das Märe), der an Schnelligkeit nichts gleicht (4903—6). Bei beiden Dichtern ahnt Guivrez, daß es sich um Erec handle und will ihm zu Hilfe eilen: bei Chr. nimmt er tausend (4924), bei H. dreißig Kitter mit (6854). Bei der Begegnung lässt Erec Eniden absteigen und zur Seite gehen: 4938 descendre fait de son cheval 6886 nu erbeizent zuo der sträze,

Enidc delez une haie. tinz ir gesehet wiez erge .

n'est pas merveille s'il s'esmaie. ich wasne der frowen e

lützcl leider ie geschach. 4952 que por paor ne remenra 6880 nune wil ich äne wer

also zagelichen

que a l'encoatre ne lor aille. üz dem wege niht entwichen.

et s'il i a nul qui m'assaille, vil ringe ist min kraft.

de joster ne li faudrai pas, doch gibe ich in ritterschaft se sui je molt doillant et las. ze etslicher mäze;

und ganz ebenso stimmt was über den Mond gesagt ist:

4965 qu'en l'ombre d'une nue brune 6893 der mäne bót in schoene naht, s'estoit esconsee la lune. der dó der wolken was bedaht.

Nach dem Kampfe übernachten alle auf einer Wiese (parmices chans Chr. 5077, an einem wiseflecken H. 7035). Der Vergleich Erec's mit einem Schiffbrüchigen ist Hartmann's Zusatz (7060–77). Die Schilderung des Nachtlagers weicht insofern ab, als H. sie unter Bäumen, auf einem Lager von Laub ruhen lässt: bei Chr. hat der König sein Zelt mit (5087 ff) und die Bewirthung lässt nichts zu wünschen übrig (5166–23), während bei H. vom Essen gar nicht die Rede ist. Doch heißt es von den Betten auch bei Chr. fist un lit faire haut et lonc: qu'assez troverent herb et jonc 5103. 4.

Die Schilderung von Guivrez Schlosse, bei Chr. Penuris (5141),

bei H. Penefrec (7187) genannt (welcher Unterschied sich graphisch leicht erklärt), ist im deutschen Gedichte sehr umständlich (7117–7200), bei Chr. gar keine Beschreibung. Auch dies kann selbständiger Zusatz Hartmann's sein und braucht nicht auf andere Quelle zu weisen. Beide Dichter schildern dann ziemlich übereinstimmend Erec's Heilung durch des Königs Schwestern (Chr. 5145, H. 7211); doch setzt H. hinzu, das Pflaster sei von demselben ein Theil gewesen, das Fämurgän bereitet (7224–29). Den Abschied malt Chr. weiter aus (5214–69), wo H. nur wenige Zeilen hat (7766–71. 87–89), der dagegen mehr als 500 Verse auf die Beschreibung von Eniden's Pferde verwendet. Daß auch hier Christian's Schilderung (5270–5312) die Grundlage ist, zeigt die Vergleichung deutlich: 5274 ne valoit pas moins que lisuens 7266 si het ir phärt verlorn. ..

qui estoit remes à Limors. üf Limors. 5308 or ot bien Enide la perte 7271 dazsi ez nü verlorn hat, - des sol doch wol werden rät; dou vair palefroi restoree. si wirt es wol ergetzet. 7289 alsö was ez gezieret: 5278 partie estoit par tel devise, rehte geparrieret, que tote ot blanche une joe, schilthalp begarwe mit volblanker varwe. et 1'autre noire comme choe. 7305 alse swarz was disiu hie. entre deus 7310 zwischen den varwen beiden avoit une ligne, was ein strich über geleit wol eines halben vingers breit. plus vert der strich grüene was que n'est fuelle de vigne, unde rehte sam ein gras.

qui departoit le blanc dou noir. 7307 ez was doch swarz unde wiz.

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