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cher, kleiner Iractate. Sehr viele Vorstellunge: arten davon sind craß, spielend, unleidlich jedem Durch Bibelgeist genährten Geschmack ; . aber fie enthalten auch viele echtchristliche Ideen, die in: deß eben so bitter getadelt werden. Ob man blos Moral predigen d. h. einen Wegweiser statt einer Postkutsche brauchen kann. . . . . . .

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Statt Vorrede

Cartesius wollte seine Schrift úber den Menschen der Sorbonne zueignen, um sich auf eine Autori: tåt stützen zu können. „Ich bekenne dir,“ schreibt er an den Pater Mersinne, „daß ich mich durch das Gespotte von Manchen dahin gebracht fehe, mich, so viel id, kann, auf eine Autoritát von Andern stůben zu wollen, weil die Wahrheit an sich so wenig gilt.". So wil ich mich auf eine literarische Sorbonne, auf die Aussprüche berühmter Männer stůßen, weil ich die Mystik in Schuß nehme.

Stellen von berühmten Mystikern und Philorophen, die von dem Geiste wahrer Mystik zeugen.

· Uuch ihre (der Perser) Mystik sollte uns an: sprechen. Sie verdiente wenigstens eines tiefen

und gründlichen Ernstes wegen mit der unsrigen (dem neuen Mysticismus) verglichen zu werden, die in der neuesten Zeit, genau betrachtet, doch eigentlich nur eine talent - und charakterlose Sehnsucht ausdrůdt.

Goethe.

Qües Bildliche war Leiter, worauf wir hin= aufstiegen zum Himmel. Wir glaubten ihm sehr nahe zu seyn, witterten schon im Wahne reine ätherische Luft, stießen die Leiter unter uns weg, und griffen verwegen nach oben. Da merkten wir crst unsern Geistestrug und sanken so wieder zu: růck zur mütterlichen Erde. Nur der Glaube konnte uns in jenem Aether der Begeisterung und Ahnung festhalten!

(9b es nicht manchen Philosophen so geht? Aber ob fie es auch ehrlich bekennen?) .

Wie der Mensch die heilige Schrift versteht, das richtet sich nach dem, was er selbst ist und geworden ist. Steht er noch im natürlichen Leben, so spricht ihm auch die Schrift vom Natürlichen; ist er aber felbft höher gekommen, so

geht ihm auch das Wort der Schrift auf's Höhere; und je höher er steigt, desto höhere Zeugnisse entdeckt er im Worte Gottes. Doch ist das frühere, die Schrift nur auf's Niedere und Natürliche beziehende Verståndniß deswegen nicht unrichtig, weil das höhere und geistliche Verståndniß das richtige und eigentliche ist; denn ein - und dasselbe Wort geht auf's Natürliche und Geistliche zugleich, weil alles Höhere ein Bild und Gleichniß in einem Niedern hat.

(Mathes Weyer.) ? Die Gott lieben und im Gebet beharren, wers den heimlich gelehrt, was sie nicht wußten.

. (Makarius.) Meine echte Religion ist auch eine echte Magie.

(Lavater.) In göttlichen Dingen sieht man nur so viel, als man dieser Welt abstirbt; so viel man aber nach der Welt lebt, sieht man Nichts. (Augustin.)

Gott kann nicht demonstrirt werden, er muß im Herzen seyn; und da ist er immer besser, als ihn ein ganzes Concilium definirt. (I. H. Vogt.)

Wer will wissen, was in einem Zempel sey, muß nicht draußen bleiben und blos lesen und

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hören sagen; das ist Alles ein todtes Ding; son: dern hineingehen und selbst erfahren und besichtigen. Dann lebt erst Alles, und dies im Geiste sea hen und erfahren heißt die Schrift glauben.

(Sebastian Frank.) Das Gesetz wirkt so viel, daß du wifrest, was zu thun sey; der Geist, daß du es wirklich thu e ft.

.. (Augustin.) Das Reich Gottes ist in uns; wer nur dazu einkehrt, suchet und nicht durch Auslaufen verliert. Es mag ja nicht von außen hineinkommen. Es sind böse Brunnen, in die man Wasser tragen muß.

(Taulerus.) Die Liebe ist höher als alle Vernunft, ja sie felbft ist die Quelle der Wahrheit. Wer einmal die Stufe der Liebe erreicht, der hat sich über alle Reflerion erhoben und wird daher die höheren Wahrheiten, welche das Gemüth in dem Worte der Liebe aufnimmt, nicht mehr dem Verstande zu leeren und můßigen Constructionen preisgeben.

(Fichte.) : Nur Persönliches kann Persönliches heilen, und Gott muß Mensch werden, damit der Mensch

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