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V or rede.

Daß dieser dritte Theil der berichtigten Uebersegung heiliger Schrift früher als die benden andern hervorträte, schien seines Inhalts ive: gen wünschenswerth, und ist auch von einigen Seiten verlangt wor: den. Der Wortv.rstand ist nunmehr im Teft oder in den Anmer: tungen mit Genauigfeit hergestellt, ro weit wenigstens, daß Niemand sich über die Ungewißheit des Worts im Ganzen beklagen oder das mit entschuldigen fann. Zwar findet solches auch schon darum nicht Statt, weil viele Aussprüche der Bibel mehrere glaubensgemäße Er: flärungen und Anwendungen zugleich zulaffen. Dieses ist eine Ei: genthümlichfeit, wodurd sich die Bibeliprache, als eine Sprache des heiligen Geistes, vor der menschlichen Rede auszeichnet. Menschliche Vernunft redet einzeln vom Einzelnen; aber der Geist Gottes Fennet fein Stüdwerf. Sein Wassagen ist eine vollfömmliche Augemeinheit, in welcher alles Befondere liegt, auf daß es der Mensch daraus nehme, wie die einzelnen Früchte Eines Baums, den der Herr ges segnet hat. Sein Weissagen ist ein Athmen in die Höhe und in die' Tiefe, in die Breite und in die länge. Es ist jenes zwenschneidige Schwert, welches durch Sinne und Sedanfen dringt; es ist jener Stein vor Josua gelegt, an welchem fich fieben Augen öffnen. Wie sehr auch die blindgewordene Auslegungsfunft unter der alten Volfe

diese Wahrheit fabelhaft angewendet haben mag: so bewährt sich doch I der Grundsaß durch die tägliche Erfahrung, daß zu verschiedener

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