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darvon getriben het mit gewalt und patt in, das er im wider hiilfl‘, das chönigreich zu gewynnen. Da gab im der Themurlin ze anttwort, er wolt zu dem Weyasit schicken und wolt das vodern; und schickt dornach der Themurlin zu dem Weyasitt und vodert das a chönigreich. D0 pot im der Weyasit, er wolts im nicht geben, wann er hett das mitt dem schwertt gewonnen und er were als gutt darzu als er. Und do der Themurlin die antwort vernam, da nam er zu im zehen hundert thausent man und zoch in das chönigkreich zu Sebast und legett sich für die hauptstadt und lag XXI tag davor 1° und grub die ringkmauer an etzlichen enden umb; also gewan er die stat mit gewalt; und fünif thausent mann geraysigs volgks was in der stadt, die der Weyasit dohin hett geschickt, und die wurden alle lebentig begraben; und das geschach dorumb, wann do der Themurlin die stadt gewan, da patt in der hauptman, das er ir plut 15 nicht vergüß und das verhyeß er im, dorumb wurden sie lebentig begraben. Und dornach zuprach er die stat und das statvolgk nam er als gefangen und fürett sie mit im in sein landt. Es wurden auch verschrieben IX thausent junckfrauen, die der Themurlin gefangen hett in der stat und mitt im fürt insein landt. Es wurden 2° auch dem Themurlin III thausent mann erschlagen, ee das er die stadt gewan; und dornach zoch er wider in sein landt.

14. (13.) [Bajasid unterliegt Timur bei Angora, 1402. Schiltberger gerät in die gefangenschaft der Mongolen]

[D]a der Themurlin haim zoch in sein landt, do samelt sich

15 der Weyasit und zoch mitt lII C thausent mannen in das clain Armenia und gewan das dem Themurlin an und besatzt die hauptstadt, die genant ist Ersinggan, mitt irem vorigen herren, der genant ist Tarachan’, und dornach zoch er wider in sein landt. Und do der Themurlin hörett, das im der Weyasit das obgenandt landt '° het angewunnen, da zoch er auif den Weyasit mitt XVI hundertt thausent mann; und do das der Weyasit hörett, do zoch er im

entgegen mit XIIII hundert thausendt mannen. D0 chamen sie zu =|=

1 alles. 2 Der name des armenischen fürsten ist entstellt widergegeben; er lautet bei den geschichtschreibern Taherten. (Neumann, s. 72). Bruun (sitzungsber. 1870, s. 236) hält die von einem türkischen schriftsteller überlieferte namensform Zahir-uddin für die richtige, durch welche die bei Clavijo sich findende »Zaratanc erklärt werden könnte.

ainander pey ainer stat, die haist Angury; und do hetten sie einen vermessen streyt mitt ainander; und der Weyasit hett von den weyssen Thattern ' XXX thausent man pei im und die hett er vor anhin geschafft und die schlugenn sich zu dem Themurlin; und da

a deten sie zwai vechten, das ainer dem anderen nichts an mocht gewinnen. Und do hett der Themurlin XXXII elevanten, die beraytt waren an den streyt und hin nach mittem tag schueif er, das man sie an den streyt füratt; und do man die elevanten auif das velt pracht, da fachten sie mitt ainander; do gab der thürkisch chönig 10 Weyasit die flucht und hielt sich anaein perg wol mitt thausent mannen; und do umblegt der Themurlin den perg, das er nicht mocht weichen und also ving er den Weyasit; und dornach was er VDI monadt in dem land und gewan das gantz lant und besatzt das landt. Und der Themurlin zoch in deß Weyasit hauptstadt und

1a fiirt in mitt im und nam von des Weyasit schatz silber und golt, was thausent chamel getragen mochten. Und der Themurlin wolt den Weyasit mitt haben gefürt in sein landt; do starb er auif dem weg “. Und ich wardt von dem Themurlin gefangen und wardt mitt

im gefüret in sein landt, und dornach pleyb ich pei dem Temurlin 20 und raytt mitt im. Und das hatt sich als " ergangen, das vorgeschrieben steett, die zeitt, und ich pey dem Weyasit pin gewesenn.

15. (14.) [Timur überzieht den ägyptischen sultan Faradsch mit krieg und erobert Damaskus, 1400 bis 1401.]

[D]a der Themurlin den Weyasit überwandt-und wider haim

2„ cham in sein landt, und dornach hub er an zu kriegen mit chönig

soldan ‘, der oberster chönig ist in der haidenschaift, und nam zu im zwelifhundertt thausent man und zoch chönig soldan in sein landt und leget sich für ain stadt, genant Hallap °; unnd die stat

1 Auch an dieser stelle spricht sich Bruun hinsichtlich der nationalität der »weißen Tatarem dahin aus, daß die in Kilikien angesiedelten Turkomanen gemeint seien. 2 Bajasid starb als gefangenen Timurs zu Akschehr (nw. von Konjah) den 8 Merz 1403, Hammer I, s. 264. 3 alles. 4 Auch in diesem kapital ist die chronologie unrichtig, indem der syrische feldzug zwei jahre vor der schlecht bei Angora statt fand. 5 Ein blick auf die landkarte zeigt, daß die syrischen städte in anderer reihenfolge von Timur angegriifen wurden; denn ihre lage ist in der richtung von nord nach süd folgende: Behesna, Aintab, Haleb, RumKaleh, Damaskus. Vergl. Bruun bei Telfer s. 127.

die hattIlHhundert thausent heuser. Unnd do nam der herre, der pfleger was über die stat, zu im LXXX thausendt man und zoch herauß für die stat und vacht mitt dem Themurlin; und da mocht er dem Themurlin nichts angewinnen. Da gab er die flucht und 5 in der flucht wardt im vil volcks zu tod geschlagen; und cham wider in die stadt und setzt sich zu were; und dornach an dem vierden tag gewan der Themurlin die vorstat und das volck ving er und hyeß [es] in den graben werfen, der umb die stat gieng und hyeß dorauif kot und holtz werifen; und also füllet er den graben 10 auß an vier stetten und der grab was zwelif claifter thief und eyttel velß; und dornach stürmat er die stat und gewan sie mitt gewalt und den heuptman ving er undbeschatzat die stat an gutt. Und dornach zog er für ain andere stat, die hayst Urumkala und die ergab sich. Und do zoch er aber für ain andere stat, die hayst 1a Anthap und do lag er IX tag vor und an dem zehenden tag gewan er sie mitt gewalt; und das gutt, das in der stat was, das nam er mitt im; und zoch für ain andere stat, die da heyst Wehessnin und do lag er XV tag vor und die ergaben sich; also besatzt er die stat. Und die obgenanten stete sein hauptstet in dem land, das 20 da heysset Siria. Und darnach zoch er für ain stat, die haysset Damasck, und die ist die oberst hauptstadt in dem genanten land; und do das chönig soldan hörett, das der Themurlin für Damasck was gezogen, do schickt er zu im unnd pat in, das er die stat nicht verderbet und schonet des tempels in der stat; und des geweret in 25 der Themurlin und zoch von der stat. Der tempell, der in der stadt Damasck ist, der ist alß groß, das er XL thür außwendig hatt; und in dem tempell hangen XII thausent ampell "und täglich prynnen IX thausent und an dem freyttag, der ir wochenfeyertag ist, so prynnen sie mitt ainander; und unter den ampellen sind ir so vil, die gantz güldein sind unnd silberein, die dann die chönig und die mächtigen herren haben lassen machen.

Und als der Themurlin von der stat zoch, do zoch chönig soldan mit XXX thausent mannen herauß von Alkkeyr, die sein heuptstat ist, und hett dem Themurlin gern ein nächent angewunnen und schickt

a5 Xllthausent man in die stat Damasck. Und do das der Themurlin vernam, da zoch er auif in ; da waich chönig soldan wider einwärtz in sein hauptstadt und der Themurlin zoch im nach; und woe chönig soldan des nachts lag, do ließ er des morgens die wayd und das wasser vergifften und wann dann der Themurlin do selben hin kam, so wurden dann die leut und viech vergiiftet, also das er grossen schaden nam an leuten und an viech und mocht chönig-soldau nicht chomen nach. Und do zoch er wider umb und zoch wider für die stat a Damasck und lag dorvor III monadt, das ers nicht gewinnen mocht; und alle tag in den drey monaten geschach ain vechten; und do die XII thausent mann sahen, das sie chain hilif hetten von irem herren, der sie do hin geschickt hett und do begerten sie gelayt von dem Themurlin und das gab er in; also zugen sie des nachts 10 auß der stat hin zu irem herren. Unnd dornach stürmat der Thee murlin die stat unnd gewan sie mitt gewalt; und do der Themurlin die stat gewan, do kam der‘ seit, das ist als vil als ein bischolfl, für den Themurlin und viel im ze füssen [und bat genad] im, und alle seine bristerschafft. D0 schueif der Themurlin, das, er sein 1a pristerschaflt zu im neme und ging in den tempell; und do nam er zu im sein briesterschaift mitt weyben und chindern und ging in den tempell; es ging auch sunst vil volcks in den tempell von sicherung wegen, das man schatzet auif XXX thausent menschen jung und alt, die in dem tempell waren; und do hett der Themurlin 20 leut geschickt zu dem tempell und hett mittin geschaift, wann der tempell vol würde, so solten sie in versperren; und das geschach; und dornach hyeß er den tempell scheybumb legen mitt holtz unnd ließ dornach an chönten; und also verderbt er alle, die in dem tempell waren. Darnach schueif er initt seinem volgk, das yglicher 2a im ein manshaupt prächt; und das werat trey tag; und do das geschach, da macht er drey thuren auß den heuptern, die man im pracht hett; und dornach zustöret er die stat und zoch dornach hin in ein anderlandt, das genandt ist Scherch, und indem land zeucht man nur viech, und das landt ergab sich; und do schueif er mitt in, a0 das sie im speyß prachten, wann sein volgk grossen hunger hett geliden; wann die weyl er vor der stat was gelegen, da was im speyß zerunnen. Und dornachzog er wider in sein laut.

[l6. (15.) Timur erobert Bagdad, 1401.]

[D]a der Themurlin haim cham usß des chönig soldans landt, 35 darnach nam er zu im zehen hundert thausent man und zoch hin

gen Babilon. Und do das der chönig von Babilon 1 hörett, da waich er auß der stat und besatzt die stat ’; und do schlug sich der Themurlin für die stat und lag ein gantzen monadt vor der stat; und in der zeitt grub er die rinckmaur umb und gewan die stat; außa prennet er sie. Und er hett geschworen, er wolt die stat zuprechen, das man nicht west, ob heuser do weren gestanden oder nicht; und dornach hyeß er die stat uinbackeren und hyeß gersten dohin sehen. Und dornach zoch er für ein fest ’, die lag in ainem wasser, und do grub er das wasser ab und do vand er drey pleyen truhen in 10 dem wasser, die waren voller golds, und ygliche truhen was zwaier clofiteren langk und ainer clofiter praytt; und die truhen hett der chönig darein gesencket, darumb ob man die vest gewünne, das im dannoch das golt plieb; und die truhen nam der Themurlin zu im und dornach gewan er die vest und auif der vest waren XV gesellen 1a und die ließ er hencken und in der vest vand er auch IlIi truhen, die waren auch vol silber und golt und die nam er auch zu im unnd gewan dornach drey stet darzu; und da gieng der summer

an, das er von hytz wegen nymmer mocht pleyben und zoch do wider auß dem lande.

1° 17. (16.) [Timur unternimmt einen zug nach Indien, 1398.]

[D]a der Themurlin cham von-Babiloni in sein landt, do pott er auß in sein landt, daß man sich berayttett in IIII monaten, so wolt er ziechenn in das clain India und das leyt von seiner hauptstatt vier monat tagweytt. Und nach der zeitt zoch er hin in die

2a clain India mitt XIII hunder[t] thausent mannen und zoch durch ein wüsten und die ist XX tagweyd langk und do ist grosser mangell an wasser; und dornach kam er an ain pirg und do zoch er acht tag, ee er auß dem pirg cham; und in dem pirg kam er an ein weg, du must man die chamel und die roß aui f pretter pinden und must so sie dorauif abhin lassen; darnach kam er in ein thale, do ist es als vinster inne, das ainer den anderen nicht wol sehen mocht pei liechtem tag, und das weret auif ainhalbe tagweyd. Darnach cham

er in ein holtzigs pirg, do zoch er trey tag und drey nacht in; a:

l Der könig von Babilon ist der bereits in kap. 3 genannte ilchan (d. i. landesfürst) Achmed ben Oweis. 2 »ließ in der stadt eine be

satzung zurück: 3 Nach Bruuns vermutung ist Alindscha hier gemeint (Telfer, s. 130).

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