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Und segnet Jacob an dem ort.

Jacob nennt die stätt Pniel Port,
Sprach: Wann ich hab da in der nehen
Gott von angsicht zu angsicht gsehen,
Dardurch genesen ist mein seel.

Als er kam uber für Pniel,

Ist auifgangen der sonnen schein.
Jacob aber der hanck allein

An der hüfft durch sein gantzes lebe11,
Kam in sein vatterlande eben.

Allegorie oder geistlicher sinn.

O mensch, schaw die tröstlich figur,
Die dir anzeyget klar und pur,

Wie ein mensch allhie raysen thut
Auif erden noch in fleisch und blut,
Da wir sind frembdling allesand

Zu dem himlischen vatterland;

Raysen in dem zeitlichen leben

Sol wir gerüst sein wol und eben,
Wenn uns gott angreiift durch ein prob
Und uns erschrecket, wie Jacob

Mit seim gericht in ungedult,

Uns fürbildt unser sünd und schuld,
Die wir auif erd haben begangen,
Thut uns also mit angst umbfangen,
Und unser seele und gewissen

Werden anklaget und gebissen,

Samb seyen wir ewig verloren

Durch gottes streng gericht und zoren,
Samb hab end aller trost und gnaden,

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Da sol der mensch verzagen nicht,
Sonder starckmütig an dem ort
Ergreiifen gott bey seinem wort,
Ermanen in starckmütiglich:

O herr, bedenck genediglich,

Daß du verhiest das ewig leben,

Auch unser sünd uns zuvergeben
Durch Jesum Christum, deinen son,
Der für uns hat genug gethon,

Der von der sünder wegn ist kommen
Und gar nit von wegen der frommen
Am creutz ist für die sünder gstorben,
Uns bey dir gnad und huld erworben,
Der uns auch rüfft zu im allein

All, die mit angst beladen sein,

Die wöl er gnediglich erquicken;

O herr, laß mich auch nicht verdrücken
Mein verderblich boßhaifte art,

Darinn ich dann geboren ward,

Weyl ich bin ie auch in der wal
Getauift und in der christen zal,

Auif dich, mein gott, verlaß ich mich;
Wann dein wort sind warhaiftiglich
Und bleiben ewiglich bestelm,

Eh müst himel und erd zergehn.

Wer dich anrüift und sucht dein hand,
Der wird ewiglich nicht zu schand.

In solches starcken glaubens kempffen
Muß man die finster nacht verdempifen
Der angst, darinn wir sind gelegen.
Als denn entpfind wir gottes segen,
Daß gott uns widerumb aufliricht

Und uns mit genaden ansicht,

Da uns die morgenröth aufigeht.
Dabey man die hoifnung versteht.

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Und auch sein gnedige warheyt,

Wie denn gott führet in die hell

Und wider rauß deß menschen seel,

So er helt ob gottes zusag.

Als denn geht auif der helle tag

Und erleucht erst die glentzent sonn

Der heylig geyst mit frewd und wonn,
Der versichert uns unsern geyst,

Gott sey uns gnedig allermeyst.

Denn bleibet unser hüift verrencket
Bedeut, daß schwach wird und gekrencket
Durch disen kampif fleisch und auch blut,
Das sich hernach ein-ziehen thut,

Wird durch das creutz still und geschmogen
Und durch die buß fein eingezogen.

Zu gottsforcht von sündiger art,

Zu gottseligkeit also wart

Biß zu deß leibling lebens end,

Da wir denn frölich auiferstend

Und darnach eingehnt allesand

Zu dem himlischen vatterland,

Da uns ewige frewd erwachß

Auß lauter gnaden, gert Hans Sachß.

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1 Im 16 spruchbuchle‘ bl. 21 bis 23 " Vgl. den meistergesang in der zug

weis Fritz Zorn »Jaoob vergrueb die apgetter<:
sagst, 1545, 2April (7 meistergesangbucb, bl. 111).
da selb. AK daselbst. 19 S Pawe. AK Mache. 24 S wuerfiens.

26 S Darav ir guelden oren ring.

Zw/ Jacob got pey Sichem 5 S Zw Jacob ret. 7 S

AK gebens.

Die grub er in der erden grund Unter ein aychen, so da stund Bey Sichem, und sie zogen auß. Und es kam gottes forcht und grauß [A 4,1, 36a] Uber die stätt, so umbher lagen, Daß Jacob nicht nach thetten jagen, [K 4, 1, 74] So kam Jacob mit fried darvon Gen Luß im lande Canaan Mit allem volck, so bey im war 1o Und bawet dasselb ein altar Und El Bethel die stätte nenndt. Weyl ihm der herr am selben endt Ward oifenbaret und erschein, Als er fiohe den bruder sein. 1a Gott erschinn Jacob aber, da Er auß Mesopothamia War kommen, segnet ihn und sprach: Du heyst Jacob, aber hernach Solt du nicht mehr heyssen Jacob, 20 Sonder dein nam sol sein in lob, Israel solt heyssen forthin. Und gott der sprach zu ihm: Ich bin Der allmechtige gott warlich. Nun sey fruchtbar und mehre dich} 2a Völcker und völcker-hauifen schir Sollen warhaift kommen von dir Und könig kommen auß dein lenden. Und das land, das ich an den enden Hab Abraham und Isaac geben, so Dasselbig wil ich dir auch eben Geben und deim samen nach dir. Also fuhr gott auif mit begier Wider von Jacob an dem orth, Da er geredt het dise wort. a5 Jacob richt auif an diser stet, Da gott mit im geredet het, Ein hohes steineres malzeichen Und goß tranckopifer wirdigleichen Darauif, welches war süßer wein, *

12 S got an dem. AK der herr am.

39 S dieser.

AK lauter.

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